Die Zielsetzungstheorie. Eine Erläuterung der Theorie samt Anwendbarkeit und praktischer Grenzen


Hausarbeit, 2013
9 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Zielsetzungstheorie („Goal-Setting-Theory“)
2.1 Der „High-Performance-Cycle“
2.2 Moderatoren und Mediatoren des High-Performance-Cycle
2.3 Korrekte Zielsetzung und Zielvereinbarung

3. Praktische Grenzen und Probleme der Zielsetzungstheorie

4. Bedeutung für die Betriebswirtschaft

5. Fazit

Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Ziele sind ein wesentlicher Bestandteil unserer modernen Erziehung und spielen eine große Rolle, nicht nur im Alltag, sondern auch auf das gesamte Leben bezogen. Was wären wir ohne Ziele? Wie würde sich unser Alltag gestalten? Demnach scheint die Zielsetzung und die Zielvereinbarung offensichtlich schon sehr lange eine tragende Funktion in der Evolution des Menschen zu haben. Doch wie funktioniert diese Zielsetzung und woher kommt überhaupt diese Motivation, sich ein Ziel vor Augen zu führen und dieses erreichen zu wollen?

Diese Fragen spielen natürlich auch in Unternehmen und in der Betriebswirtschaftslehre allgemein betrachtet, eine große Rolle. Dort, wo das übliche Ziel normalerweise Gewinnmaximierung heißt, fragt man sich natürlich, wie ist das Ziel erreichbar? Wie kann ich meine Mitarbeiter motivieren? Wie kann ich die Leistung erhöhen um zu einem besseren Ergebnis zu gelangen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich unter anderem die Zielsetzungstheorie, die in dieser Ausarbeitung vorgestellt wird. In den folgenden Kapiteln, wird die Theorie und das dazugehörige Modell, ausführlich erläutert.

Zudem werden darauf folgend, die praktischen Grenzen und die Anwendbarkeit der Zielsetzungstheorie in Unternehmen aufgeführt, sowie die Bedeutung der Zielsetzungstheorie für die Betriebswirtschaft angesprochen und dargestellt.

Anschließend fasse Ich die Ergebnisse zusammen und kommentiere diese mit meiner eigenen Meinung und Einschätzung.

2. Die Zielsetzungstheorie („Goal-Setting-Theory“)

Bei der Theorie der Zielsetzung handelt es sich um ein psychologisches Motivationswerkzeug mit der Annahme, dass die Leistung und Ausdauer von Mitmenschen bzw. Mitarbeitern, anhand vorher festgesetzter Ziele, deutlich verbessert wird. Oftmals mit dem Management eines Unternehmens in Verbindung gebracht, bezieht sich die Theorie aber nicht nur auf die Führungsebene, sondern auch auf Mitarbeiter der untersten Hierarchieebenen und ganze Unternehmen und Organisationen. So gesehen bezieht die sich die Theorie also auf die Leistungssteigerung von Unternehmen. Das erste Mal als solche Vorgestellt, wurde sie 1984 von Locke & Latham. Damals bezog sich die Forschung allerding noch auf die Frage, warum verschiedene Menschen, unter ungefähr vergleichbaren Bedingungen, unterschiedliche Arbeitsleistungen und somit unterschiedliche Ergebnisse erzielen.[1]Mittlerweile beruht die Zielsetzungstheorie auf mehreren hundert empirischen Untersuchungen, die über die letzten 25 Jahre durchgeführt wurden und diese weitestgehend bestätigen und für aktuell befinden.[2]

Zusätzlich wurde herausgearbeitet, dass die Beschaffenheit eines Zieles und die Zielgebung, ebenfalls eine große Rolle spielen und bestimmten Anforderungen entsprechen müssen, damit die Zielsetzungstheorie anwendbar ist.[3]

In diesem Kapitel wird die oben beschriebene Grundannahme der Zielsetzungstheorie nach Locke & Latham als solche vorgestellt und sowohl anhand des „High Performance Cycle“ als auch an dessen Mediatoren und Moderatoren erläutert. Des Weiteren wird im letzten Abschnitt des Kapitels auf die notwendige Beschaffenheit, im Zusammenhang mit der Zielsetzungstheorie, von Zielen und Zielvereinbarungen, eingegangen.

2.1 Der „High-Performance-Cycle“

Dem High-Performance-Cycle liegen zwei wesentliche Grundannahmen der Zielsetzungstheorie zugrunde. Zum einen führen nur schwierige, den jeweils individuell Betreffenden, herausfordernde Ziele, zu einer messbaren Leistungssteigerung und zum anderen müssen diese herausfordernden Ziele präzise und individualisiert formuliert sein. Diese beiden Annahmen sind zwar von wesentlicher Bedeutung, genügen aber nicht, um die Theorie korrekt anwenden zu können, weswegen nach dem Zusammenfassen von weiteren empirischen Untersuchungen, durch Locke & Latham, ein integriertes Modell entwickelt wurde. Dieses Modell, der „High-Performance-Cycle“ (siehe Abbildung 1), stellt das Wirken der Zielsetzungstheorie dar, indem es den Kreislauf einer erfolgreichen Leistungssteigerung darstellt und dabei sämtliche wichtige Wirkungsfaktoren berücksichtigt. Der Kreislauf sieht vor, dass die Ziele und die Leistung, nach jedem erfolgreichen Durchlaufen des Modells, steigen.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung 1: High-Performance-Cycle (Quelle: Bungart / Kohnke (2002), S. 40)

Etwas vereinfacht erklärt, funktioniert der High-Performance-Cycle wie folgt: Ein individuelles Ziel wird für eine bestimmte Person oder Gruppe festgelegt und trifft dann auf die Faktoren der Moderatoren und Mediatoren. Beide Faktoren werden im Folgenden näher erläutert. Erst nach diesem aufeinandertreffen bzw. dem Zusammentreffen dieser spezifischen Einheiten, erflogt eine erhöhte Leistung. Diese wiederum führt zu einer direkten Belohnung wie zum Beispiel in einem Unternehmen Vergütung nach vollbrachter Leistung. Des weiteren ergibt sich durch eine zusätzliche indirekte Belohnung, zum Beispiel Arbeitsplatzsicherheit, Zufriedenheit bei dem Mitarbeiter bzw. der Gruppe. Belohnungen jeglicher Art erhöhen somit die Zufriedenheit und führen zu einer stärkeren Bindung der jeweilige Person bzw. Gruppe an das Unternehmen oder die Organisation. Die stärkere Bindung zum Unternehmen erhöht nun die Bereitschaft neue Herausforderungen anzunehmen und sich neue Ziele zu setzen, womit der High-Performance-Cycle erneut von vorne anfangen kann.[5]

[...]


[1]Vgl. Bungard/Kohnke (2002), S. 38

[2]Vgl. Bungard/Kohnke (2002), S. 9ff.

[3]Vgl. Von Rosenstiel (2001), S. 177

[4]Vgl. Bungard/Kohnke (2002), S.39

[5]Vgl. Bungard/Kohnke (2002), S. 40/41

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Die Zielsetzungstheorie. Eine Erläuterung der Theorie samt Anwendbarkeit und praktischer Grenzen
Autor
Jahr
2013
Seiten
9
Katalognummer
V354639
ISBN (eBook)
9783668412668
ISBN (Buch)
9783668412675
Dateigröße
569 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zielsetzungstheorie, Goal, Setting, Theory
Arbeit zitieren
Martin Storm (Autor), 2013, Die Zielsetzungstheorie. Eine Erläuterung der Theorie samt Anwendbarkeit und praktischer Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354639

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