Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Allgemein

Leistungsbeurteilung

Titel: Leistungsbeurteilung

Hausarbeit , 2004 , 18 Seiten , Note: 2

Autor:in: Nadja Kammerer (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Menschen und Tiere verfolgen zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Ziele mit unterschiedlicher Intensität und Ausdauer. (Schneider/Schmalt, 2000, S. 11). Stellen wir uns einmal zwei Schüler vor einer Prüfung an einem Samstagabend vor. Schüler A war den ganzen Tag draußen und geht abends auch noch in eine Disco. Schüler B hingegen war nur am Nachmittag kurz spazieren, und hat sich den Rest des Tages seinen Aufgaben gewidmet. Haben diese zwei Schüler nun eine unterschiedliche Motivation oder ein anderes Ziel oder hängt dies alles von der Begabung in dem Fach ab oder von anderen Ursachen? Diese Fragen werde ich später versuchen zu klären.

Ein Lehrer hat immer die Aufgabe in der Schule den Schülern Lernstoff zu vermitteln und ihnen etwas beizubringen. Doch was macht ein Lehrer, wenn die Schüler gar nicht dazu bereit sind Leistung zu erbringen und etwas zu lernen, wenn sie einfach ‚keinen Bock’ auf Schule und Lernen haben?

Zu allererst muss einmal die Frage geklärt werden was Leistung überhaupt ist. Leistung beinhaltet zwei verschiedene Ansprüche; zum einen ist es ein Anspruch von der Gesellschaft, der an die Generationen weitergegeben wird und zum anderen ist es eine Hilfe für die Heranwachsenden von der Gesellschaft, das Bestmögliche in der Gesellschaft erreichen zu können. (vgl. Lenzen, 2001, S. 983) Leistung ist mit bestimmten Anstrengungen verbunden, wobei man hierbei entweder das Ergebnis oder den Weg zu dem Ergebnis beurteilen kann. Hier ist mit Leistung die Lernleistung der Schüler gemeint wobei „Lernen hier im weitesten Sinne verstanden werden muss, also die Aneignung von Einstellungen, Fähigkeiten, Erkenntnissen, Wissen, Fertigkeiten und damit nicht nur die kognitive, sondern auch die soziale, emotionale, psychomotorische und die Dimension der Wertungen und Handlungen einschließt.“ (Lenzen, 2001, S. 983)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chancen und Gefahren bei der Lernstoffvermittelung

2.1 Motivation

2.2. Motivationsprobleme

2.3 Motive

2.4 Verschieden Motive

3. Theoretische Motivationskonzepte

3.1 Allgemeine Motivationskonzepte

3.1.1 Verschiedene Modelle

3.2 Theorie von McClelland im Vergleich mit Heckhausen

3.2.1 Leistungstheorie von McClelland

3.2.2 Vergleich

3.3. Die Theorie von Weiner im Vergleich mit der Theorie von Meyer

3.3.1 Prozess der Ursachenerklärung von Erfolg und Misserfolg nach Weiner

4. Zusammenfassung

5. Literaturliste

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen der Leistungsmotivation im schulischen Kontext mit dem Ziel, Lehrern theoretisch fundierte Ansätze für den Umgang mit unmotivierten Schülern an die Hand zu geben.

  • Definition und Abgrenzung der Begriffe Motivation und Motiv
  • Analyse von Motivationsproblemen im Unterrichtsalltag
  • Vergleichende Darstellung theoretischer Motivationskonzepte (McClelland, Heckhausen)
  • Untersuchung von Ursachenerklärungen für Erfolg und Misserfolg (Attributionstheorie nach Weiner vs. Meyer)
  • Transfer theoretischer Erkenntnisse in die pädagogische Praxis

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Prozess der Ursachenerklärung von Erfolg und Misserfolg nach Weiner

Nach Weiner spielen die Uraschenerklärung für Erfolg und Misserfolg handelnder Personen dabei als vermittelnde Kognitionen im Reiz-Reaktionsablauf des Leistungsverhaltens eine bedeutende Rolle. (vgl. Schmalt/Schneider)

Kognition wird von Maturana als biologisches Phänomen aufgefasst. Ein Lebewesen verfügt über Kognition, wenn es in der Lage ist, seinen Fortbestand unter dem (Stör-) Einfluss von Außenreizen zu erhalten. Ein Beobachter (Zuschauer), der diese erfolgreiche Störungsbewältigung sieht, schreibt dem Lebewesen Kognition zu. Kognition kann in etwa mit 'Lebensbewältigung' oder 'Überlebensverträglichem Handeln' gleichgesetzt werden. Maturana hat seine Definition in der Kurzformel 'to live ist to know' zusammengefasst. (http://beat.doebe.li/bibliothek/w00115.html ).

Weiner erweiterte und änderte die Erwartung * Nutzen Theorie von Atkinson um, und analysierte die Kausalattribuierungen als Determinanten von Erwartung und Nutzen. Übersetzt heißt dies, dass eine Reizsituation Kognitionen auslöst über des in Frage stehenden Handlungsergebnisses und dass diese Kognitionen sowohl die Erfolgserwartung als auch die affektive Reaktion auf das Ergebnis beeinflussen. In diesem Sinn haben Kausalattributionen einmal antizipatorische als auch voraussagenden Charakter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, warum Schüler trotz gleichen Unterrichts unterschiedliche Leistungsbereitschaft zeigen und klärt den Begriff der Lernleistung.

2. Chancen und Gefahren bei der Lernstoffvermittelung: Dieses Kapitel definiert Motivation und Motive als hypothetische Konstrukte und diskutiert typische Motivationsprobleme im Schulalltag.

3. Theoretische Motivationskonzepte: Es werden verschiedene Modelle wie das Überlebens- oder Affekt-Erregungsmodell vorgestellt und die Theorien von McClelland, Heckhausen, Weiner und Meyer gegenübergestellt.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Anwendbarkeit der vorgestellten Theorien in der Schulpraxis und den Möglichkeiten zur Motivationssteigerung.

5. Literaturliste: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Leistungsmotivation, Motivation, Motive, Schulleistung, Attributionstheorie, Weiner, McClelland, Heckhausen, Kausalattribuierung, Lernverhalten, Pädagogische Psychologie, Erfolgsstreben, Misserfolgsängstlichkeit, Leistungsbedürfnis, Schulunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Lehrer Schüler zu mehr Leistung motivieren können, indem sie die psychologischen Hintergründe von Lernmotivation und Leistungsverhalten beleuchten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Begriffsdefinitionen von Motivation und Motiv, die theoretischen Ansätze der Motivationspsychologie sowie die Erklärung von Erfolg und Misserfolg durch Kausalattributionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für unmotiviertes Schülerverhalten zu schaffen und auf theoretischer Basis Wege aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Maßnahmen (z. B. Erfolgserlebnisse) die Motivation im Unterricht fördern können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender psychologischer Theorien, die durch Fallbeispiele aus dem Schulalltag illustriert und kritisch miteinander verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Diskussion allgemeiner Motivationskonzepte und einen intensiven Vergleich der Theorien von McClelland, Heckhausen, Weiner und Meyer in Bezug auf ihre Relevanz für das schulische Lernen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Leistungsmotivation, Attributionstheorie, Lernleistung und der Einfluss von psychologischen Dispositionen auf das schulische Handeln.

Warum reicht Lob als Motivationshilfe oft nicht aus?

Laut der Arbeit ist Motivation ein komplexer Prozess; pauschale Maßnahmen wie Lob können ins Leere laufen, wenn die spezifischen Ursachen für die Unmotiviertheit, wie etwa verfestigte Misserfolgserwartungen oder negative Affekte, nicht adressiert werden.

Was unterscheidet die Ansätze von Weiner und Meyer in der Attributionstheorie?

Während Weiner den Fokus auf die Auswirkungen von Anstrengungsattributionen legt, kritisiert Meyer dies und betont die größere Bedeutung der Begabungsattribuierung sowie den Wunsch der Schüler nach Information über die eigene Tüchtigkeit.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leistungsbeurteilung
Hochschule
Universität Stuttgart
Veranstaltung
Pädagogisches Denken und Arbeiten
Note
2
Autor
Nadja Kammerer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
18
Katalognummer
V35464
ISBN (eBook)
9783638353670
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leistungsbeurteilung Pädagogisches Denken Arbeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadja Kammerer (Autor:in), 2004, Leistungsbeurteilung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35464
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum