Phraseologismen in der Fussballberichterstattung in Deutschen und Serbischen Medien. Eine kontrastive Analyse


Forschungsarbeit, 2016

21 Seiten, Note: 4.0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung
1.1. Aufbau der Arbeit
1.2. Ziel der Arbeit
1.3. Methode der Arbeit

2. Phraseologie als wissenschaftliche Disziplin
2.1.Kontrastive Phraseologie

3. Sportsprache vs. Fußballsprache
3.1. Die Sprache der Sportberichterstattung (Fußballberichterstattung?)
3.2.Phraseologismen in der Sportberichterstattung (Fußballberichterstattung ?)

4. Kontrastive Analyse
Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3
Beispiel 4
Beispiel 5

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis
6.1. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Das Thema dieser Arbeit ist sehr interessant. Die Verwendung von Phraseologismen ist sehr häufig. Phraseologismen haben die Eigenschaft der Bildlichkeit und erregen Aufmerksamkeit bei den Zuhörern. Deshalb werden sie besser im Gedächtnis gehalten.

Fleischer[1] ist der Meinung, die Phraseologismen können emotionale Einstellung des Sprechers indizieren, und dadurch positive oder negative Wertungen auf den Zuhörer übertragen. Dieser Fall ist erfüllbar, wenn man über Muttersprachler eines Sprachraums, die sich mit der Thematik auskennen. Dagegen wenn man über kontrastive Phraseologie spricht, konnten diese Wertungen ausfallen, da sich die Phraseologismen in einigen Aspekten unterscheiden.

Phraseologismen sind auch sehr beliebt in der Sportsprache. Die Sportsprache ist an die Standardsprache gebunden, und durch sie stark beeinflusst ist. Die Standardsprache gilt als eine Grundlage durch ihre grammatikalische, orthoepische, orthographische und lexikalische Eigenschaften. Wenn man die Sportsprache betrachtet, erkennt man viele Ausdrücke, die nur in bestimmten Sportarten benutzt werden können. Solche Ausdrücke bestehen mindestens von aus zwei Wörtern, die Burger als phraseologische Termini bezeichnete.

1.1. Aufbau der Arbeit

Die Arbeit wird in drei Hauptkapitel gegliedert. Zuerst kommt der theoretische Teil, in dem die Grundlagen für die Arbeit dargestellt werden. Im zweiten Kapitel widmet man sich kurz der Phraseologie allgemein. Es werden Definitionen gegeben, als auch Klassifikation der Phraseologismen nach Burger. Kontrastive Phraseologie wird auch erklärt und anhand der Beispiele aus Deutschem und Serbischem erläutert.

Im dritten Kapitel widmet man sich der Sportsprache und Phraseologismen in der Sportsprache. Besonderer Acht wird der Berichterstattung der Fußballspiele geschenkt.

Der zweite Hauptteil ist praktisch orientiert. In diesem Kapitel werden zahlreiche Sportartikel kontrastiv analysiert. Es werden Phraseologismen aus Deutschem mit denen aus Serbischen verglichen. Sie werden nach der Äquivalenz stufen klassifiziert und erklärt.

Zum Schluss werden die gewonnenen Resultate dargestellt, und es wird ein kurzer Überblick über die Ähnlichkeiten bzw. eventuellen Unterschiede dieser zwei Sprachen gegeben. Die Resultate werden graphisch dargestellt

1.2. Ziel der Arbeit

Das Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen in welchem Maße sich die Phraseologismen im Deutschen mit denen im Serbischen überlappen bzw. unterscheiden. Es werden verschiedene Zeitungsartikel aus der deutschen Presse, als auch aus den serbischen gesammelt und kontrastiv analysiert. Dabei werden Phraseologismen nach der Äquivalenz stufen klassifiziert und erklärt. Anhand dieser Resultate wird ein Einblick in die Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede dieser beiden Sprache gegeben. Es wird auch die Verwendung von Phraseologismen in der Sportpresse erläutert.

1.3. Methode der Arbeit

Das Thema dieser Arbeit ist sehr interessant. Aus diesen Gründen, wurden drei Methoden bevorzugt: synchrone, diachrone und kontrastive Betrachtungsweise.

Durch die synchrone Betrachtungsweise werden die gesammelten Theorien und Fakten über Phraseologismen erklärt und definiert, so dass man einen klaren Überblick über das Thema schaffen kann. Diachrone Betrachtungsweise wird uns helfen, diese zwei Spracheinheiten zu vergleichen. Durch die kontrastive Betrachtungsweise werden die Phraseologismen im Deutschen mit den Phraseologismen im Serbischen kompariert. Wichtig zu erläutern ist, ob sich die Beispiele unterscheiden oder überlappen. Sollen wir auf keine Überlappung kommen, wird gezeigt, wie der bestimmte Phraseologismus in der betroffenen Sprache übersetzt wurde, und was seine Bestandteile sind. Durch Vergleich deutscher und serbischer Formen werden mehrmals Unterschiede im Gebrauch und in der Bedeutung festgestellt.

2. Phraseologie als wissenschaftliche Disziplin

Phraseologie ist eine junge Disziplin der Sprachwissenschaft. Ihr Untersuchungsbereich sind Phraseologismen und Idiomen. Der Terminus ist von Charles Bally, den schweizerischen Linguist, festgelegt. Er machte mit seinem Werk Traité de stylistiquefrançaise (1909) einen großen Schritt und legte eine Grundlage für Untersuchung phraseologischer Phänomenen weiter. Das Werk wurde in der Sowjetunion akzeptiert. Anfangs wurde die Klassifikation als auch verwendete Termini von verschiedenen Forschern miteinander nicht kompatibel. Als Resultat entstand Begriffschaos[2], das noch heute anwesend ist, und ein Hindernis der Bestimmung der einheitlichen Terminologie darstellt. So schreibt Fleischer[3], dass es zahlreiche Bezeichnungen für den Ausdruck „ feste Wortbindung “ gäbe, so dass viele Linguisten von einem Chaos im Bereich der Bestimmung von Terminologie redeten. Der Gegenbegriff zu der festen Wortverbindung ist freie Wortverbindung.[4] Ein Phraseologismus drückt idiomatische Bedeutung. Diese Bedeutung kann man nicht erschließen, wenn man die Bedeutung der einzelnen Wörter allein betrachtet. Ausdrücke, die aus mehreren Wörtern bestehen, und die als solche Kombination bekannt sind, werden Phraseologismen genannt. Das sind feste Wortverbindungen, wobei die Verbindung nicht mit Hilfe von Regeln kombiniert wird, sondern in einer festen Reihenfolge reproduziert ist. Laut Berger unterscheiden sich Phraseologismen durch ihre Länge und syntaktische Struktur. Er nennt die Konjugation und Rektion des Verbs als ein Beispiel, wo wir verschieden Kasus verwenden können. Dagegen wirken die Phraseologismen als beliebige Wortkombinationen, die ein Hauptwort enthalten.[5] Bei Phraseologismen kann es zum Fall kommen, dass sich deren Bedeutung aus dem Kontext nicht erschließen lässt. Hier spricht Burger von einer „ wörtlichen Bedeutung “ und einer „ phraseologischen Bedeutung “.[6] Ein Phraseologismus soll nach Burger drei Kriterien haben: Polylexikalität, Stabilität und Idiomatizität. Das Kriterium der Polylexikalität besagt, dass ein Phraseologismus mehrere Wörter umfasst. Durch Stabilität unterscheiden sich Phraseologismen von anderen Wortverbindungen. Stabilität ordnet die Bestandteile der Phraseologismen. Neben der Idiomatizität ist die Stabilität eine der wichtigsten Eigenschaften der Phraseologismen.

Dafür nennt Burger[7] als Beispiel die Wortverbindung „ eitel Freude “ und „ sich bei jemandem ein Kind lieb machen “, und weist auf die Unmöglichkeit vom Austausch der Komponenten. Nur wenigste Phraseologismen besitzen die Eigenschaft einer so starken Stabilität und somit erlauben sie keine Variationen. Das Kriterium der Idiomatizität bedeutet, dass sich die Bedeutung eines Phraseologismus nicht aus seiner einzelnen Komponenten herausschiessen lässt. Burger[8] unterscheidet zwischen voll-, teil- und nichtidiomatischen Phraseologismen.

Burger ist der Meinung, man solle die Kriterien für die Klassifikation von Phraseologismen besonders erforschen, so dass eine Terminologie auf deren Basis entstehe. Für die Basisklassifikation verwendet Burger das Kriterium der Zeichenfunktion. Er unterscheidet:

a) referentielle Phraseologismen

Hier gehören satzgliedwertige Phraseologismen (Idiome: Öl ins Feuer gießen, Teil-Idiome: die Zeit totschlagen, Kollokationen: Durch Schaden wird man klug.), als auch satzwertige Phraseologismen (feste Phrasen: dreimal darfst du raten, topische Formeln, Sprichwörter: Morgenstund hat Gold im Mund, Gemeinplätze: Man lebt nur einmal.)

b) strukturelle Phraseologismen (sowohl-als auch usw.)

c) kommunikative Phraseologismen (Guten Morgen.)

Weiter unterscheidet er in syntaktischen Klassifikation: präpositionale Phraseologismen, konjunktionale Phraseologismen, adjektivische Phraseologismen, adverbiale Phraseologismen, nominale Phraseologismen und verbale Phraseologismen.

2.1.Kontrastive Phraseologie

Kontrastive Phraseologie kann als eine interlinguale Analyse von Phraseologismen bezeichnet werden. Cruse[9] spricht von synonymenem Gebrauch von Termini, die kontrastiv und sprachvergleichend untersucht werden. Bei Burger u.a.[10] wird darunter eine interlinguale Analyse, die strukturtypologisch, historisch-vergleichend und areal-vergleichend verstanden ist.

Dabei werden Kontrasten in der Semantik und Struktur der Phraseologismen ermittelt und beschrieben. Nach Ihrer Meinung hat kontrastive Phraseologie drei Aspekte: lexikalischen, syntaktischen und Struktur-semantischen Aspekt. Wenn diese Aspekte berücksichtigt werden, kann man die Äquivalenz stufen der Phraseologismen verschiedener Sprache definieren. Bei Äquivalenz stufen unterscheiden wir zwischen volläquivalenten und teiläquivalenten Phraseologismen, als auch zwischen Nulläquivalenz und semantischer Valenz.

Volläquivalente Phraseologismen stimmen in allen drei Aspekten über. Zum Beispiel: auf eigenen Beinen (Füßen) stehen / stajati na vlastitim nogama. Beide Phraseme überlappen sich in allen Aspekten.

Teiläquivalente Phraseologismen haben einige Unterschiede auf den lexikalischen und Struktur-syntaktischen Ebenen. Zum Beispiel: mit dem linken Bein aufstehen / ustati na lijevu nogu. Die Phraseologismen überlappen sich teilweise. Sie haben die gleiche Bedeutung, und beide enthalten das Wort Bein. Der Unterschied ist an der morpho-syntaktischen Ebene: mit dem linken Bein steht im Deutschem im Dativ, während ustatina krivu nogu im Serbischen im Akkusativ steht.

Bei der semantischen Äquivalenz divergieren Phraseologismen in den lexikalischen und Struktur-syntaktischen Aspekten, aber die Meinung bleibt gleich. Zum Beispiel: die Beine unter den Arm nehmen / odjuritipoputvjetra. Die Phraseologismen unterscheiden sich in den lexikalischen Aspekt, aber beide haben gleiche Bedeutung.

Bei der Nulläquivalenz kann man in der Zielsprache keine entsprechende phraseologische Wortbindung finden. Deshalb muss der Phraseologismus mit anderen Wörtern in die Ausgangssprache umgeschrieben sein. Zum Beispiel: jemandem einen Knüppel zwischen die Beine werfen / napako stitine kome. Hier haben wir keinen entsprechenden Phraseologismus im Serbischen, deshalb wurde der Phraseologismus aus deutschem Beispiel mit einem Verb umgeschrieben.

[...]


[1] Fleischer, Wolfgang: Phraseologie der deutschen Gegenwartsprache, 1982, S. 218

[2] Ebd. S. 33

[3] Vgl. Fleischer, Wolfgang: Phraseologie der deutschen Gegenwartsprache, 1982, S. 8

[4] Vgl. Burger, Harald: Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen, 2003, S. 12

[5] Vgl. Burger, Harald: Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen, 2003, S. 12

[6] Ebd. S. 13

[7] Vgl. Burger, Harald: Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen, 3. Auflage, neu bearbeitet, 2007, S. 20

[8] Ebd. S. 32-33

[9] Vgl. Cruse, Alan : Lexikologie: ein internationales Handbuch zur Natur und Struktur von Wörtern und Wortschätzen, 2002, S. 442

[10] Vgl. Burger, Harald/ Buhofer, Häcki Annlies/ Sialm, Ambros/ Eriksson, Bigit: Handbuch der Phraseologie, , 1982, S. 291-292

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Details

Titel
Phraseologismen in der Fussballberichterstattung in Deutschen und Serbischen Medien. Eine kontrastive Analyse
Hochschule
Universität Zürich  (Deutsche Seminar)
Veranstaltung
Phraseologie
Note
4.0
Autor
Jahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V354644
ISBN (eBook)
9783668409705
ISBN (Buch)
9783668409712
Dateigröße
708 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Phraseologie Phraseologismen Fussballberichterstattung Deutsche und Serbische Medien, Sprtsprache und Kommunikation, Phraseologismus, Sportberichterstattung, Fussballsprache, Sportsprache, Metonymie, Torschützer
Arbeit zitieren
Hadis Djeladini (Autor), 2016, Phraseologismen in der Fussballberichterstattung in Deutschen und Serbischen Medien. Eine kontrastive Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354644

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