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Deutsch als Zweitsprache bei Kindern mit Erstsprache Türkisch. Sprachliche Herausforderungen am Beispiel Präpositionen

Title: Deutsch als Zweitsprache bei Kindern mit Erstsprache Türkisch. Sprachliche Herausforderungen am Beispiel Präpositionen

Term Paper , 2016 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics
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Die Hausarbeit thematisiert die Herausforderungen der deutschen Sprache für Kinder mit Erstsprache Türkisch. Hierbei werden grammatische Phänomene der deutschen und der türkischen Sprache kontrastiv gegenüber gestellt und im Hinblick auf einen Zweitspracherwerb des Deutschen analysiert. Schwerpunkt hierbei stellen die Präpositionen dar, die im Türkischen keine Entsprechung finden. Ein Ausblick gibt Vorschläge für die Gestaltung eines Grammatikunterrichts, der die sprachlichen Herausforderungen türkischer Zweitsprachlerner aufgreift.

Diese Arbeit widmet sich zunächst den Theorien und Ansätzen des Zweitspracherwerbs. Dieser ist in den letzten Jahrzehnten ausgiebig erforscht und kontrovers diskutiert worden. Die Literatur bietet vielfach Hypothesen zum Erwerbsverlauf einer Zweitsprache, sodass hier die wichtigsten vorgestellt und ihre Stellung in der aktuellen Zweitspracherwerbsforschung aufgezeigt werden. Es wird sich zeigen, dass sich eine Zweitsprache nicht isoliert zur Erstsprache eines Kindes entwickeln kann.

Der Fokus dieser Arbeit richtet sich dann auf den Zweitspracherwerb des Deutschen bei türkischstämmigen Kindern, um herauszustellen, inwieweit dieser von der Erstsprache Türkisch beeinflusst wird. Dazu ist es notwendig, die beiden Sprachsysteme gegenüberzustellen und die wichtigsten sprachenspezifischen Merkmale aufzuzeigen. Es stellt sich dabei heraus, dass die Präpositionen des Deutschen hierbei eine Besonderheit darstellen, da sie keine Entsprechung im Türkischen finden. Daher widmet sich die Arbeit im weiteren Verlauf den deutschen Präpositionen, um diese im Hinblick auf mögliche Schwierigkeiten und Herausforderungen im Zuge eines Zweitspracherwerbs exemplarisch zu untersuchen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien und Ansätze zum Zweitspracherwerb

2.1 Identitätshypothese

2.2 Kontrastivhypothese

2.3 Interlanguagehypothese

2.4 Interdependenzhypothese

3. Deutsch als Zweitsprache mit Erstsprache Türkisch

4. Deutsch-Türkischer Sprachvergleich

4.1 Sprachliche Herausforderungen am Beispiel Präpositionen

4.2 Didaktische Überlegungen für die Grundschule

5. Ausblick

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachlichen Herausforderungen, denen Kinder mit Erstsprache Türkisch beim Erwerb des Deutschen als Zweitsprache gegenüberstehen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Verwendung von Präpositionen, die im kontrastiven Vergleich der beiden Sprachen signifikante Lernschwierigkeiten aufzeigen.

  • Grundlagentheorien des Zweitspracherwerbs
  • Einfluss der Erstsprache Türkisch auf den Erwerb des Deutschen
  • Kontrastive Analyse der Sprachsysteme
  • Herausforderungen bei der Verwendung von Präpositionen
  • Didaktische Konzepte für den Grundschulunterricht

Auszug aus dem Buch

4.1 Sprachliche Herausforderungen am Beispiel Präpositionen

Im Deutschen sind „Präpositionen [...] elementare Ausdrücke der Relationierung“ (Selmani 2011, 53). Relationierung steht für ein „In Bezug setzen“ von bspw. einer Handlung mit einer Richtung (nach Köln, zu dir kommen), einem Ereignis mit einer Ursache (aus Mangel an Beweisen freilassen) oder einer Handlung mit einer Zeitspanne (in zwei Monaten). Es entstehen also spezifische Beziehungen zwischen Sachverhalten und/oder Gegenständen. Präpositionen weisen eine Voranstellung im Deutschen auf, d.h. sie stehen vor ihrem Bezugsausdruck. Zu den häufigsten Ausdrücken von Präpositionen zählen mit, zu, auf, bei und in. Neben Präpositionen weist das Deutsche auch eine Reihe an Post- und Zirkumpositionen auf, manche Ausdrücke stehen demnach hinter dem Bezugswort, andere umschließen diesen (meinem Vater zuliebe, um Himmels willen) (vgl. Selmani 2011, 53ff).

Präpositionen stehen zudem in engem Zusammenhang mit der grammatischen Kategorie Kasus. Man spricht von einer „Kasusrektion“ (Selmani 2011, 53), d.h. die jeweilige Präposition bestimmt den Kasus des Bezugswortes bzw. die darauffolgende Phrase. Die Kasusrektion stellt das wichtigste syntaktische Merkmal deutscher Präpositionen dar. Einige Präpositionen regieren nur einen Kasus, andere variieren zwischen zwei Kasus. Hier spricht man von Wechselpräpositionen, meist wechseln sie zwischen Genitiv und Dativ. Allgemein stehen lokale Präpositionen mit Dativ oder Akkusativ, Präpositionen der Richtungs- und Ortänderung stehen ebenso mit Akkusativ, einen Ort markiert dagegen der Dativ. In manchen Fällen hängt die Kasuswahl jedoch vom Verb ab, das im jeweiligen Kontext genutzt wird (Susi wartet auf den Bus/ Susi wartet auf dem Stuhl). Zudem verschmelzen Präpositionen häufig mit dem entsprechenden (un-)definiten Artikel (vgl. Selmani 2011, 53ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Zweitspracherwerbs bei türkischstämmigen Kindern in Deutschland ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, die sich schwerpunktmäßig den deutschen Präpositionen widmet.

2. Theorien und Ansätze zum Zweitspracherwerb: Hier werden die zentralen Hypothesen zum Zweitspracherwerb, wie die Identitäts-, Kontrastiv-, Interlanguage- und Interdependenzhypothese, vorgestellt und kritisch beleuchtet.

3. Deutsch als Zweitsprache mit Erstsprache Türkisch: Dieses Kapitel betrachtet die spezifische Situation von Kindern mit türkischer Erstsprache und diskutiert Faktoren, die den Erwerb des Deutschen beeinflussen.

4. Deutsch-Türkischer Sprachvergleich: In diesem Abschnitt werden die komplexen Sprachsysteme des Deutschen und Türkischen kontrastiert, um strukturelle Unterschiede und daraus resultierende Lernhürden aufzuzeigen.

5. Ausblick: Der Ausblick reflektiert den aktuellen Forschungsstand und weist auf die Notwendigkeit hin, zukünftig differenziertere Materialien für den Sprachunterricht zu entwickeln.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont, dass ein besseres Verständnis der Erstsprache Türkisch essenziell für die didaktische Förderung im Deutschen ist.

Schlüsselwörter

Zweitspracherwerb, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Türkisch, Präpositionen, Kontrastivhypothese, Interlanguage, Interdependenzhypothese, Sprachvergleich, Sprachförderung, Grundschule, Grammatikunterricht, Mehrsprachigkeit, Erstsprache, Bildungsbenachteiligung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen, denen Kinder mit türkischer Muttersprache beim Erlernen der deutschen Sprache begegnen, und fokussiert dabei spezifisch auf die grammatischen Schwierigkeiten im Bereich der Präpositionen.

Welche Themenfelder sind zentral?

Die zentralen Felder umfassen Spracherwerbstheorien, einen kontrastiven Vergleich der deutschen und türkischen Grammatik sowie didaktische Ansätze für einen integrativen Grammatikunterricht in der Grundschule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Erstsprache Türkisch auf den Erwerb deutscher Präpositionalkonstruktionen auswirkt und wie Lehrpersonen durch kontrastive Didaktik gezielter unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis einer Literaturanalyse kontrastive Phänomene zwischen dem Türkischen und Deutschen vergleicht und aktuelle Zweitspracherwerbsforschung integriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Zweitspracherwerbsmodellen, eine Beschreibung der soziolinguistischen Situation von DaZ-Kindern sowie eine tiefgehende Analyse der deutschen Präpositionalstrukturen im Vergleich zum Türkischen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zweitspracherwerb, Interlanguagehypothese, Präpositionen, Sprachkontrastivität, Erstsprache Türkisch und didaktische Förderung.

Warum stellen deutsche Präpositionen für türkische Muttersprachler eine besondere Hürde dar?

Im Türkischen werden räumliche und zeitliche Beziehungen primär durch Suffixe (Kasus) ausgedrückt, während das Deutsche auf ein komplexes System von Präpositionen mit spezifischer Kasusrektion setzt, was bei Lernenden zu häufigen Interferenzen führt.

Welchen Stellenwert nimmt die Erstsprache Türkisch im Erwerbsprozess ein?

Die Arbeit betont unter Bezugnahme auf die Interdependenzhypothese, dass eine solide Basis in der Erstsprache eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Ausbau der Zweitsprache Deutsch ist.

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Details

Title
Deutsch als Zweitsprache bei Kindern mit Erstsprache Türkisch. Sprachliche Herausforderungen am Beispiel Präpositionen
College
University of Münster  (Germanistik)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
27
Catalog Number
V354649
ISBN (eBook)
9783668407022
ISBN (Book)
9783668407039
Language
German
Tags
Deutsch als Zweitsprache Türkisch Deutsch Sprachvergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Deutsch als Zweitsprache bei Kindern mit Erstsprache Türkisch. Sprachliche Herausforderungen am Beispiel Präpositionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354649
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