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Wenn Sport zum "Horrorfach" wird. Schulsportverweigerer und sportschwache Schüler im Schulsportunterricht

Title: Wenn Sport zum "Horrorfach" wird. Schulsportverweigerer und sportschwache Schüler im Schulsportunterricht

Term Paper , 2016 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marvin Munke (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Die Hausarbeit wird unter der Forschungsfrage verfasst, ob sich sportschwache Schüler im Schulsportunterricht zu Schulsportverweigerern entwickeln können. Das Phänomen der Schulsportverweigerung wird im ersten Kapitel näher betrachtet, welches in der Kennzeichnung des Begriffes mündet. Als Abschluss dieses Kapitels werden mehrere Verhaltensweisen, Strategien, Gründe und Lösungsansätze der Schulsportverweigerung vorgestellt. Es folgt die Beschreibung und Bestimmung des sportschwachen Schülers im Schulsportunterricht. Der Fokus liegt hierbei auf der Leistungsschwäche, ihren möglichen Ursachen und Folgerungen. Die Arbeit schließt mit einer Diskussion sowie einem Fazit ab. In diesem Teil wird Stellung zur Forschungsfrage bezogen und die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Das Phänomen der Schulsportverweigerung erfuhr bislang keine differenzierte Auseinandersetzung von Seiten der Wissenschaft. Es ist begrifflich unbestimmt und wird einseitig eindimensional wahrgenommen. Erstmals haben Wolters und Gebken versucht, dieses Phänomen näher zu beschreiben und zu differenzieren. Festzustellen ist allerdings die Dringlichkeit einer genaueren Beschäftigung mit dieser Thematik, da die Häufigkeit von Schulverweigerern in den letzten Jahren zugenommen hat. Schulsportverweigerer meiden den Schulsportunterricht und entwickeln Strategien, wie sie trotzdem das Klassenziel für das Fach Sport erreichen können.

Sportschwache Schüler erfahren den Schulsportunterricht als eine Veranstaltung, die ihren Selbstwert bedroht. Sie können den motorischen Anforderungen des Schulsportunterrichtes nicht Rechnung tragen. Oft betiteln sie dies als „Horrorfach“. Sie entwickeln weiterhin eine ablehnende Haltung und versuchen mit den problematischen Bedingungen auszukommen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Phänomen „Schulsportverweigerung“

2.1 Kennzeichnung des Begriffs „Schulsportverweigerung“

2.2 Mögliche Verhaltensweisen der Verweigerung, ihre Gründe und Lösungsansätze

3. Der sportschwache Schüler im Schulsportunterricht

3.1 Beschreibung des Begriffes „schwach“/Leistungsschwäche

3.2 Ursachen und Folgen der Leistungsschwäche

4. Diskussion und Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Schulsportverweigerung im Kontext des Schulsportunterrichts und geht der Forschungsfrage nach, inwieweit sportschwache Schüler dazu neigen, Verweigerungshaltungen zu entwickeln. Dabei werden sowohl die Gründe für das Fernbleiben oder die passive Teilnahme als auch mögliche pädagogische Lösungsansätze beleuchtet.

  • Kennzeichnung des Begriffs der Schulsportverweigerung
  • Analyse von Verhaltensweisen, Ursachen und Lösungsansätzen für Verweigerung
  • Definition und Bestimmung des „sportschwachen“ Schülers
  • Zusammenhang zwischen motorischer Leistungsschwäche und Vermeidungsstrategien
  • Diskussion über die Entwicklung von sportschwachen Schülern zu Schulsportverweigerern

Auszug aus dem Buch

2.2 Mögliche Verhaltensweisen der Verweigerung, ihre Gründe und Lösungsansätze

Nicht jeder Schulsportverweigerer fällt durch dieselben Verhaltensweisen auf. Einige Strategien der Schüler versuchen den Rückzug aus dem Schulsportunterricht möglichst lange zu verdecken (vgl. Wolters & Gebken, 2005, S. 4). Hierzu gehören jegliche Ausreden (z. B. Sportzeug nicht dabei), wiederholtes Zuspätkommen, Langsamkeit in der Umkleide, vorgeschobene Entschuldigungen sowie Vortäuschen von Befindlichkeiten (vgl. Söll, 2008, S. 39; Wolters & Gebken, 2005, S. 4). Des Weiteren kann sich das Verhalten der angesprochenen Schüler beschreiben als „Dienst nach Vorschrift“ (Wolters & Gebken, 2005, S. 4). Sie beteiligen sich nur in dem Maße, in dem sie die Aufmerksamkeit des Lehrers nicht auf sich ziehen. Dies bedeutet z. B. eine Übung nur so lange auszuführen, bis der Lehrer wegschaut. Eine weitere Form der Verweigerung findet in der plötzlich auftretenden Bereitschaft statt, sich für die Ausübung von Hilfstätigkeiten zur Verfügung zu stellen, bei denen keine körperliche Anstrengung notwenig ist, z. B. die Bedienung der Musikanlage oder das Zeitmessen beim Sprint (vgl. ebd., 2005, S. 5). Die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Verweigerung beruhen auf komplexen Ursachsenzusammenhängen (vgl. Hietzge, 2005, S. 36). Wolters und Gebken gliedern die Ursachen in zwei Hauptebenen. Zum einen in den Teil der außerschulischen Gründe und zum anderen Teil in Ursachen im innerschulischen Bereich. Diesen unterteilen sie widerum in drei unterschiedliche Ebenen: „[…] der instituationellen, der Unterrichts- und der Beziehungsebene“ (Wolters & Gebken, 2005, S. 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Schulsportverweigerung ein, beschreibt die Relevanz des Themas und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Entwicklung sportschwacher Schüler zu Schulsportverweigerern.

2. Das Phänomen „Schulsportverweigerung“: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Sport als Schulfach und beleuchtet die Hintergründe der Verweigerung, inklusive der Begriffsdefinition sowie einer Analyse der Dynamiken und Strategien der betroffenen Schüler.

3. Der sportschwache Schüler im Schulsportunterricht: Hier wird die Rolle des leistungsschwachen Schülers analysiert, wobei der Fokus auf der Definition der Leistungsschwäche sowie den damit verbundenen Ursachen und psychosozialen Folgen liegt.

4. Diskussion und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt die Parallelen zwischen Schulsportverweigerern und sportschwachen Schülern in einer kritischen Diskussion gegenüber.

Schlüsselwörter

Schulsportverweigerung, Schulsportunterricht, sportschwache Schüler, Leistungsschwäche, Vermeidungsstrategien, Pubertät, Sportdidaktik, Schulpflicht, motorische Fähigkeiten, soziale Isolation, Verweigerungshaltung, Unterrichtsstörung, Sportlehrer, Selbstwertgefühl, Schulsport.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Phänomenen der Schulsportverweigerung und der Leistungsschwäche im Schulsportunterricht sowie deren komplexen Zusammenhängen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Erscheinungsformen der Schulsportverweigerung, die Identifizierung sportschwacher Schüler und die Analyse der Ursachen, die zu einer ablehnenden Haltung gegenüber dem Schulsport führen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, zu untersuchen, ob und unter welchen Bedingungen sich sportschwache Schüler im Schulsportunterricht zu Schulsportverweigerern entwickeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Synthese bestehender wissenschaftlicher Literatur und Forschungsergebnisse zur Sportdidaktik und Schulsportforschung.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Verhaltensweisen, Ursachen und Lösungsansätzen für Schulsportverweigerung sowie eine spezifische Analyse der Situation von leistungsschwachen Schülern.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Schulsportverweigerung, sportschwache Schüler, Vermeidungsstrategien und Sportdidaktik charakterisieren.

Warum empfinden viele Schüler den Sportunterricht als "Horrorfach"?

Dies ist häufig auf eine Überforderung durch motorische Anforderungen, Angst vor Blamagen vor Mitschülern sowie eine empfundene Bedrohung des Selbstwerts zurückzuführen.

Welche Rolle spielt die Pubertät bei der Schulsportverweigerung?

Die Pubertät gilt als kritische Phase, in der durch die Suche nach Identität und das Unwohlsein mit dem eigenen Körper die Neigung zur Verweigerungshaltung signifikant zunimmt.

Wie können Lehrkräfte auf Schulsportverweigerung reagieren?

Anstatt auf Bestrafungen zu setzen, werden Ansätze wie eine stärkere Einbindung der Schüler, Förderung des Selbstwertgefühls durch Aufgaben innerhalb der Schule und eine dialogorientierte Beratung empfohlen.

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Details

Title
Wenn Sport zum "Horrorfach" wird. Schulsportverweigerer und sportschwache Schüler im Schulsportunterricht
College
University of Göttingen
Grade
1,0
Author
Marvin Munke (Author)
Publication Year
2016
Pages
16
Catalog Number
V354666
ISBN (eBook)
9783668407121
ISBN (Book)
9783668407138
Language
German
Tags
Schulsportverweigerer Sportunterricht Sportdidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marvin Munke (Author), 2016, Wenn Sport zum "Horrorfach" wird. Schulsportverweigerer und sportschwache Schüler im Schulsportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354666
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