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Lebensort Straße. Die Chancen der Sozialen Arbeit, Obdachlosigkeit im Kontext des Tripelmandates zu verringern

Titel: Lebensort Straße. Die Chancen der Sozialen Arbeit, Obdachlosigkeit im Kontext des Tripelmandates zu verringern

Bachelorarbeit , 2016 , 53 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Markus Fromm (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Obdachlosigkeit ist eine Problematik, die sich geschichtlich gesehen sehr weit zurückverfolgen lässt. Die Geschichte der Obdachlosigkeit ist zugleich die Geschichte der Armut und wird aus heutiger Sicht als extremste Form der Armut und Ausgrenzung bezeichnet.

Diese Arbeit setzt sich mit Obdachlosigkeit und den mit diesem Einsatzgebiet und Arbeitsfeld verbundenen Aufgaben, Tätigkeiten und Zielen der Sozialen Arbeit in der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Sie soll einen Beitrag dazu leisten, Obdachlosigkeit mit all seinen Konsequenzen und Facetten darzustellen.

Es geht in dieser Arbeit darum, zu veranschaulichen, dass Obdachlosigkeit eine im Vergleich zu dem der Wohnungslosigkeit weiter gefasste Definition darstellt, die den gesamten Personenkreis einer gesellschaftlichen Randgruppe (somit auch die Wohnungslosen) umfasst. Obdachlos zu sein bedeutet, in einer derart unzureichenden Unterkunft (oder ohne Unterkunft) leben zu müssen, was wiederum den Menschenrechten im Recht auf Wohnen widerspricht, da den Betroffenen keinerlei Schutz für Gesundheit und Leben gewährt werden kann.

„Lebensort Straße“ wird im Rahmen dieser Arbeit als ein Zustand verstanden, indem Betroffene über keinen eigenen Wohnraum verfügen und somit faktisch „auf der Straße stehen“, ¬ auch wenn nicht alle Obdachlosen permanent auf der Straße leben und nächtigen. Das Fehlen eines eigenen bzw. aus eigenen Mitteln finanzierten (gemieteten) Wohnraumes wird hier gleichgesetzt mit einem Leben auf der Straße.

Aufbauend auf Kapitel 2 und 3 wird im dritten Teil ein Bezug zwischen Sozialer Arbeit und Obdachlosigkeit hergestellt. Dieses Kapitel widmet sich explizit der Klientel, dem existierenden Hilfesystem, den Anforderungen und Zielen, Möglichkeiten und Formen, die an Soziale Arbeit im Kontext mit Obdachlosigkeit gestellt wird sowie den Grenzen der Sozialen Arbeit. Bezugnehmend zur Thesis dieser Bachelor-Arbeit werden in 4.6 die Möglichkeiten des Tripelmandats beschrieben, Obdachlosigkeit zu verringern. Ein Resümee, ob durch das Tripelmandat der Sozialen Arbeit Obdachlosigkeit verringert werden kann, schließt die Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Obdachlosigkeit

2.1 Definition von Obdachlosigkeit

2.2 Geschichte und Entwicklung der Obdachlosigkeit

2.3 Erscheinungsformen von Obdachlosigkeit

2.4 Ursachen von Obdachlosigkeit

2.4.1 Individuelle Faktoren

2.4.2 Soziale und gesellschaftliche Faktoren

2.5 Folgen der Obdachlosigkeit

2.6 Zahlen

3 Soziale Arbeit

3.1 Definition Sozialer Arbeit

3.2 Aufgaben und Ziele der Sozialen Arbeit

3.3 Formen der Sozialen Arbeit

3.4 Methoden der Sozialen Arbeit

3.5 Mandate der Sozialen Arbeit

3.5.1 Das Doppelte Mandat

3.5.2 Das Tripelmandat

4 Soziale Arbeit mit Obdachlosen

4.1 Diversität der Klientel

4.2 Rechtliche Grundlagen und Hilfesysteme Sozialer Arbeit

4.3 Anforderungen und Ziele Sozialer Arbeit

4.4 Möglichkeiten und Formen Sozialer Arbeit

4.5 Grenzen Sozialer Arbeit

4.6 Das Tripelmandat als Instrument zur Verringerung von Obdachlosigkeit

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, Obdachlosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland unter Anwendung des Tripelmandats zu verringern, indem sie die komplexen Ursachen und Folgen der Problemlage analysiert.

  • Historische Entwicklung und Erscheinungsformen der Obdachlosigkeit.
  • Analyse der Ursachen (individuelle und gesellschaftliche Faktoren).
  • Professionelles Selbstverständnis der Sozialen Arbeit und deren Mandate.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Tripelmandat als Handlungsinstrument.
  • Ableitung präventiver und intervenierender Ansätze für die Praxis.

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Individuelle Faktoren

Historisch gesehen wurde der Fokus verstärkt (in vielen Epochen fast ausschließlich) auf personenzentrierte Deutungsmodelle gerichtet, was implizierte, dass Betroffene ausschließlich selbst für ihre prekäre Lage verantwortlich zeichnen (vgl. 2.2). Diese aus heutiger Expertensicht eindimensionale und falsche Sichtweise schloss aus, dass auch soziale und wirtschaftliche Faktoren auf diese Problemlagen maßgeblichen Einfluss nehmen. Doch trotz einer scheinbar aufgeklärten und wissenden Gesellschaft ist weiterhin in vielen Teilen der Bevölkerung die Meinung vertreten, dass Obdachlose ihr Schicksal selbst verschuldet hätten und eigenverantwortlich für ihr Scheitern seien (vgl. Watzenig 2013, S. 21). Dieses soziale Vorurteil, das als Stigmatisierung verstanden werden muss, schreibt von Obdachlosigkeit Betroffenen negative Merkmale zu, die von der Gesellschaftsnorm abweichen (vgl. Malyssek et al. 2009, S. 131 ff.). Diese Sichtweise kann m. E. als ein Produkt fehlenden Wissens und/ oder einer (un)bewussten Angst, selbst einmal in diese Lage zu geraten, verstanden werden.

Nach heutigem Kenntnisstand weiß man, dass Obdachlosigkeit gekennzeichnet ist durch komplexe Problemlagen und mannigfaltige Ursachen. Unter den individuellen Faktoren können belastende Lebensereignisse eines Menschen subsumiert werden: Beziehungsschwierigkeiten, Scheidung, Trennung, physische und psychische Krankheiten, Verlust von nahen Angehörigen und Verlust des Arbeitsplatzes ebenso wie mangelnde soziale Kompetenzen, Gewaltbereitschaft, Suchtproblematiken, Verschuldung oder geringe Bewältigungskompetenzen (vgl. Nakamura et al. 2013, S. 6ff.; Watzenig 2013, S. 25 ff.; Geiger 2008, S. 385 f.). Ebenso können Entlassungen aus Haftanstalten oder Kliniken dazu führen, dass kein Wohnraum mehr zur Verfügung steht und dass das soziale Netz, das diese Situation kompensieren könnte, nicht (mehr) vorhanden ist. Dies kann kurz- oder mittelfristig dazu führen, dass Betroffene obdachlos werden (vgl. Nakamura et al. 2013, S. 74 ff.; Röh 2013, S. 86).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Motivation zur Themenwahl und führt in die Problematik sowie die Struktur der Arbeit ein.

2 Obdachlosigkeit: Definiert Obdachlosigkeit, beleuchtet deren Geschichte, Ursachen und Folgen und skizziert die aktuelle Datenlage.

3 Soziale Arbeit: Erläutert das professionelle Selbstverständnis der Sozialen Arbeit, inklusive ihrer Methoden und Mandate.

4 Soziale Arbeit mit Obdachlosen: Verknüpft die Profession Soziale Arbeit mit der Zielgruppe und analysiert das Tripelmandat als Instrument.

5 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession.

Schlüsselwörter

Obdachlosigkeit, Soziale Arbeit, Tripelmandat, Doppelmandat, Menschenrechte, Armut, Wohnungsnot, soziale Ausgrenzung, Lebensweltorientierung, Sozialraumorientierung, Empowerment, Hilfe zur Selbsthilfe, Stigmatisierung, Prävention, Profession

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Bachelorarbeit analysiert die Chancen und Herausforderungen der Sozialen Arbeit bei der Bekämpfung von Obdachlosigkeit in Deutschland unter Berücksichtigung des Tripelmandats.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Definition von Obdachlosigkeit, deren Ursachen, die historische Entwicklung sowie die professionelle Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext von Hilfe und Kontrolle.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, inwiefern das Tripelmandat der Sozialen Arbeit als Instrument fungieren kann, um Obdachlosigkeit wirksam zu verringern oder im Vorfeld zu verhindern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturrecherche, um den Stand der Fachdiskussion sowie rechtliche und ethische Grundlagen der Sozialen Arbeit aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Sozialen Arbeit, die Analyse der Lebenssituation obdachloser Menschen und die kritische Auseinandersetzung mit dem Tripelmandat als politisches Mandat.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Obdachlosigkeit, Soziale Arbeit, Tripelmandat, Menschenrechtsprofession und lebensweltorientierte Sozialarbeit.

Was unterscheidet das Tripelmandat vom Doppelten Mandat?

Während das Doppelte Mandat den Spagat zwischen Hilfe für den Klienten und Kontrolle durch den Staat beschreibt, fügt das Tripelmandat die Verpflichtung gegenüber der eigenen Profession und den Menschenrechten hinzu.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Obdachlosenhilfe?

Der Autor sieht kritisch, dass Hilfe oft zu kurz greift oder lediglich Symptome lindert, statt an den strukturellen Ursachen anzusetzen, und fordert eine aktivere, präventive Rolle der Sozialen Arbeit.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lebensort Straße. Die Chancen der Sozialen Arbeit, Obdachlosigkeit im Kontext des Tripelmandates zu verringern
Hochschule
Fachhochschule Münster
Note
2,0
Autor
Markus Fromm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
53
Katalognummer
V354831
ISBN (eBook)
9783668409392
ISBN (Buch)
9783668409408
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Obdachlosigkeit Tripelmandat Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Fromm (Autor:in), 2016, Lebensort Straße. Die Chancen der Sozialen Arbeit, Obdachlosigkeit im Kontext des Tripelmandates zu verringern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354831
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Leseprobe aus  53  Seiten
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