Zunächst werden die Grundlagen des Stadtmarketings zusammengefasst. Es werden die zentralen Elemente, Typen sowie der Prozess des Stadtmarketings erläutert. Der
Fokus liegt dabei auf dem umfassenden Stadtmarketing, da dieser Ansatz im theoretischen Diskurs die breiteste Zustimmung erfuhr. Aber auch andere Erscheinungsformen des Stadtmarketings werden dargestellt. Danach werden die Ergebnisse der aktuellen BCSD-Stadtmarketingumfrage vorgestellt und, sofern möglich, mit den Ergebnissen der Vorgängerstudien des Difu verglichen. Es folgt in eine kritische Betrachtung der vorgestellten Ergebnisse. Die Arbeit schließt mit einem Fazit verbunden mit einem Ausblick ab.
Inhaltsverzeichnis
I EINLEITUNG
1 Begriffsdefinition und Ausgangsbetrachtungen
II ELEMENTE, TYPEN UND PROZESS
2.1 Umfassendes Stadtmarketing – ein Puzzle
2.1.1 Philosophie des Stadtmarketings
2.1.2 Der Stadtmarketingprozess
2.1.3 Inhalte und Instrumente von Stadtmarketing
2.2 Typen von Stadtmarketing
III DIE BCSD-STADTMARKETINGUMFRAGE 2014
3.1 Das Profil der BCSD
3.2 Die BCSD-Stadtmarketingumfrage 2014 - Ergebnisse
3.2.1 Organisation und Struktur
3.2.2 Aufgaben
3.2.3 Ziele und Zielgruppen
3.2.4 Akteure
3.2.5 Probleme und Erfolge
3.3 Zusammenfassung
IV ANALYSE
4.1 Kritik der BCSD-Umfrage
4.1.1 Ziele und Zieldimensionen
4.1.2 Aufgaben, Maßnahmen und Maßnahmenbündel
4.1.3 Erfolge und Erfolgsdimensionen
V FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Stadtmarketings als umfassenden Ansatz kooperativer Stadtentwicklung. Dabei steht die kritische Analyse der Ergebnisse der BCSD-Stadtmarketingumfrage 2014 im Vordergrund, die in Bezug zu früheren Studien des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) gesetzt wird, um Entwicklungsstand und Praxisrelevanz zu evaluieren.
- Grundlagen, Elemente und Typen des Stadtmarketings
- Empirische Auswertung der BCSD-Stadtmarketingumfrage 2014
- Kritische Gegenüberstellung von Theorieansätzen und praktischer Umsetzung
- Analyse von Organisationsformen, Aufgabenbereichen und Zielsetzungen
- Evaluation von Erfolgsfaktoren in der Stadtentwicklungspraxis
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Der Stadtmarketingprozess
Die vier vertikalen Teile in der Mitte des Puzzles stellen die verschiedenen Ablaufphasen des Prozesses eines umfassenden Stadtmarketings dar. Laut Difu muss zu Beginn eines jeden Prozesses, der zu einer Verbesserung der „Stadtqualität“ führen soll, zunächst eine klassische SWOT-Analyse durchgeführt werden. Diese setzt an vorhandenen Defiziten, den individuellen Stärken, erfolgsversprechenden Potenzialen sowie konkreten Problemlagen vor Ort an. Dabei reicht die interne Problemsicht, also die Einschätzungen aus der Kommunalverwaltung und –politik nicht aus.
Sinnvoll ist es vielmehr, wie bereits in der Philosophie erwähnt, auch die Perspektiven von Bürgerschaft, Wirtschaftsakteuren, Gästen der Stadt sowie weiteren relevanten Akteuren mit einzubeziehen. Ziel sollte es sein, ein Stärken-/Schwächen-Profil der Gesamtstadt, eines städtischen Teilraums wie beispielsweise eines Quartiers in den verschiedenen prägenden Bereichen zu ermitteln, die Chancen und Risiken einzuschätzen sowie Wettbewerbsvor- und –nachteile zu erkennen (vgl. ebd.). Das zweite Puzzleteil auf dem Weg zu einem umfassenden Stadtmarketing beinhaltet die Formulierung von Leitbildern/Leitlinien. Dieser Schritt wird in der theoretischen Diskussion oft gleichgesetzt mit einem „identitätsorientierten Stadtmarketing“ oder auch der „Stadt als Marke“ (vgl. EBERT 2004). Anhand der Leitbilder soll dem Stadtmarketing eine Richtung gegeben werden. Sie dienen als Orientierungspunkt für Akteure, die am Stadtmarketingprozess mitwirken und helfen dabei konkrete Projekte zu entwickeln. Aus diesem Grund ist es laut Difu auch so wichtig, dass die Leitlinien im Konsens aller relevanten Akteure entstehen (vgl. GRABOW/HOLLBACH-GRÖMIG 2006, S. 66).
Zusammenfassung der Kapitel
I EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz des Stadtmarketings und Vorstellung der zugrunde liegenden Forschungsfragen und Datenquellen.
II ELEMENTE, TYPEN UND PROZESS: Detaillierte Darstellung des theoretischen Modells des umfassenden Stadtmarketings sowie dessen verschiedene Ausprägungsformen.
III DIE BCSD-STADTMARKETINGUMFRAGE 2014: Präsentation der empirischen Ergebnisse der Umfrage unter BCSD-Mitgliedern hinsichtlich Struktur, Aufgaben und Zielen.
IV ANALYSE: Kritische Untersuchung der BCSD-Umfrageergebnisse im Vergleich zu älteren Difu-Studien unter Berücksichtigung methodischer Unterschiede.
V FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Grenzen des Stadtmarketings sowie Empfehlungen für zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Stadtmarketing, Stadtentwicklung, Kooperative Stadtentwicklung, BCSD, Difu, SWOT-Analyse, Stadtimage, Standortwettbewerb, Organisationsformen, Prozessmanagement, Bürgerbeteiligung, Leitbilder, Stadtqualität, Kommunalpolitik, Wirtschaftsförderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Stadtmarketings als Instrument für eine kooperative und umfassende Stadtentwicklung in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Stadtmarketings, die Auswertung aktueller Mitgliederumfragen der BCSD sowie die Analyse von Erfolgsfaktoren und Hindernissen in der kommunalen Praxis.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, ob sich Stadtmarketing strategisch planen lässt, welche Ansätze existieren und wie die BCSD-Umfrage 2014 zur aktuellen Wissensbasis beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine literaturgestützte theoretische Herleitung sowie eine kritische Sekundäranalyse empirischer Daten aus Umfragen des Difu und der BCSD.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das „Puzzle-Modell“ des Stadtmarketings, die Ergebnisse der BCSD-Umfrage 2014 zu Organisation, Aufgaben und Zielen sowie eine kritische Analyse dieser Daten dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Stadtmarketing, Standortwettbewerb, kooperative Stadtentwicklung, Organisationsformen, Strategie, Erfolgsfaktoren und Bürgerbeteiligung.
Warum wird das "Puzzle" als Analogie genutzt?
Das Puzzle verdeutlicht, dass Stadtmarketing aus vielen ineinandergreifenden Elementen besteht, die nur gemeinsam ein vollständiges und erfolgreiches Gesamtkonzept ergeben.
Welche Kritik übt die Autorin an der BCSD-Umfrage?
Die Autorin bemängelt, dass die statistische Auswertung der BCSD-Umfrage 2014 an vielen Stellen oberflächlich bleibt und das Potenzial für tiefere Analysen nicht ausschöpft.
- Quote paper
- Anne Böing (Author), 2016, Stadtmarketing als umfassendes Konzept einer kooperativen Stadtentwicklung. Stadtmarketingelemente und Prozess des Stadtmarketings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354851