Die Europäische Union ist eine der reichsten Wirtschaftszonen der Welt. Durch die Erweiterung der Union entstehen aber verschieden soziale- und wirtschaftliche Ungleichheiten, die für die Weiterentwicklung Hindernisse darstellen können. Die regionalen Disparitäten sind in Europa nicht nur seit den letzten Jahren, sondern seit einigen Jahrzehnten zu sehen. Die regionalen Disparitäten könnte man als Ungleichheiten bezeichnen, die für Regionen typisch sind, die hinter der allgemeinen Entwicklung zurückgeblieben sind. Die Differenzen zwischen den Ländern lassen sich mit Hilfe der Indikatoren, wie Arbeitslosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit, Lebenserwartung, BIP pro Kopf etc. erläutern, auf die in dieser Hausarbeit näher eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der regionale Disparitäten in der Europäischen Union
2.1 Was ist eine Region
2.2 Indikatoren
2.2.1 Bevölkerung
2.2.2 Wirtschaft
2.2.3 Beschäftigung
2.3 Ursachen für die Disparitäten
3. Abbauen der Disparitäten
4. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die regionalen Disparitäten innerhalb der Europäischen Union und analysiert deren Ursachen sowie die politischen Maßnahmen zu deren Reduzierung. Im Zentrum steht die Frage, wie wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten zwischen Regionen mittels statistischer Indikatoren identifiziert und durch europäische Strategien adressiert werden können.
- Regionale Gliederung und das NUTS-System
- Demografische Indikatoren: Bevölkerung und Lebenserwartung
- Wirtschaftliche Indikatoren: BIP pro Kopf und Standortfaktoren
- Arbeitsmarktstrukturen und Beschäftigungsquoten
- Politische Strategien zum Abbau von Disparitäten (Kohäsionsfonds, Lissabon-Strategie)
Auszug aus dem Buch
2.2.2 Wirtschaft
Als wichtigster Indikator für die Messung der Wirtschaftskraft eines Landes gilt das Bruttoinlandsprodukt. “Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Tätigkeit in einer Volkswirtschaft. Es ist definiert als Wert aller neu geschaffenen Waren und Dienstleistungen, abzüglich des Wertes aller dabei als Vorleistungen verbrauchten Güter und Dienstleistungen” (bpb.de 2013:Abs.7). Es ist sinnvoll das BIP pro Kopf zu betrachten, da dieser Wert unabhängig von der Gesamteinwohnerzahl ist. Das BIP je Einwohner wird in Kaufkraftstandard (KKS) umgerechnet, um die Preisunterschiede in verschiedenen Ländern zu vermeiden.
Wenn die Statistik der Eurostat für BIP pro Kopf in KKS auf NUTS-2-Ebene beobachtet wird, entstehen kritische Unterschiede zwischen den Regionen. Als Beispiele können die Region Severozapaden in Bulgarien, wo das BIP pro Kopf im Jahr 2009 nur 27% des EU- Durchschnitts erreichte, und die britische Hauptstadtregion, deren BIP pro Kopf 332% des EU-Durchschnitts betrug, verglichen werden (Eurostat5 2012:Abs.5). Laut Eurostat5 (2012:Abs.5) besaßen 2009 folgende Regionen nach der britischen Hauptstadtregion das höchste BIP je Einwohner: Luxemburg (266% des EU-Durchschnitts), die Région de Bruxelles-Capitale/Brussels Hoofdstedelijk Gewest (223%) in Belgien und Hamburg (188%) in Deutschland. Hervorzuheben ist dabei, dass viele Regionen mit einem hohen BIP pro Kopf in Hauptstadtregionen liegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der regionalen Disparitäten in der EU ein und erläutert die Bedeutung der verwendeten Indikatoren.
2. Grundlagen der regionale Disparitäten in der Europäischen Union: Das Kapitel definiert den Begriff Region, erklärt das NUTS-System und analysiert soziale sowie wirtschaftliche Indikatoren wie Bevölkerung, Wirtschaftskraft und Beschäftigung.
3. Abbauen der Disparitäten: Hier werden politische Instrumente wie der Kohäsionsfonds und die Lissabon-Strategie hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zur Verringerung regionaler Ungleichheiten bewertet.
4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Ursachen der Disparitäten zusammen und ordnet die Bedeutung der EU als führende Wirtschaftsmacht ein.
Schlüsselwörter
Regionale Disparitäten, Europäische Union, NUTS-System, Bruttoinlandsprodukt, Beschäftigungsquote, Bevölkerungsdichte, Kohäsionsfonds, Lissabon-Strategie, Wirtschaftskrise, Stadt-Land-Gefälle, Zentrum-Peripherie-Modell, Arbeitslosenquote, Demografie, Wettbewerbsfähigkeit, Europa 2020.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Unterschieden zwischen den verschiedenen Regionen innerhalb der Europäischen Union.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind demografische Entwicklungen, wirtschaftliche Produktivität, Arbeitsmarktindikatoren sowie die raumpolitischen Maßnahmen der EU.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die regionalen Disparitäten zu identifizieren, deren Ursachen zu beleuchten und die politischen Pläne zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive statistische Analyse unter Verwendung von Daten des Eurostat-Systems und weiterer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Regionen anhand der Indikatoren Bevölkerung, Wirtschaft und Beschäftigung sowie die Ursachen für die Disparitäten, insbesondere unter Einfluss der Wirtschaftskrise.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind regionale Disparitäten, NUTS-System, BIP, Beschäftigungsquote, Kohäsionsfonds und Stadt-Land-Gefälle.
Was besagt die Klassifizierung des NUTS-Systems?
Das NUTS-System unterteilt die Mitgliedstaaten der EU in vier statistische Ebenen, um eine einheitliche Grundlage für wirtschaftliche und soziale Analysen zu schaffen.
Warum wird das BIP pro Kopf in Kaufkraftstandard umgerechnet?
Die Umrechnung in Kaufkraftstandard ist notwendig, um die unterschiedlichen Preisniveaus zwischen den EU-Ländern vergleichbar zu machen.
Welche Rolle spielt die Wirtschaftskrise für regionale Disparitäten?
Die Krise ab 2008 hat die bestehenden Unterschiede verschärft, da sie zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen führte, von dem insbesondere periphere Regionen stark betroffen waren.
- Quote paper
- Nikola Bobchev (Author), 2015, Regionale Disparitäten und Wettbewerbsfächigkeit von Regionen in der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354884