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Unterricht zum Thema Verschleierungsverbot

Title: Unterricht zum Thema Verschleierungsverbot

Lesson Plan , 2016 , 20 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Henrike Weber (Author), Daniel Garbers (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Summary Excerpt Details

In der Unterrichtseinheit werden in Form eines mediengestützten Unterrichtsgesprächs Arten der Verschleierung, Herkunft und Bedeutung der Verschleierungsarten sowie Zahlen, Daten und Fakten zur Verschleierung, als auch die diesbezügliche aktuelle Rechtslage in Deutschland und Nachbarländern vermittelt.
Durch diese Art der Einführung ins Thema verfügen die Schülerinnen und Schüler über wichtige themenrelevante Informationen. Diese bilden die Voraussetzung für das Verstehen der Sachlage und das Hineindenken in den Konflikt. [...]

Excerpt


Gliederung

1. Bedingungsanalyse

2. Didaktische Analyse

2.1 Exemplarische Bedeutung

2.2 Gegenwartsbedeutung

2.3 Zukunftsbedeutung

2.4 Struktur des Inhaltes

2.5 Zugänglichkeit

3. Sachanalyse

4. Makrosequenz

5. Didaktische Perspektive

6. Mikrosequenz

6.1 Phaseneinteilung

6.2 Einstieg

6.3 Erarbeitungsphase

6.4 Ergebnissicherung

6.5 Anwendung und Transfer

6.6 Stundenschluss

7. Didaktische Reduktion

8. Kompetenzen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung und Tragweite einzelner Menschenrechte im Kontext des Verschleierungsverbots, um sie zur eigenständigen Analyse politisch-gesellschaftlicher Konflikte zu befähigen.

  • Analyse des Verschleierungsverbots als politisch-religiöser Konflikt.
  • Abwägung gegensätzlicher Menschenrechte wie Religionsfreiheit und Gleichberechtigung.
  • Förderung der Argumentationsfähigkeit durch kontroverse Debatten.
  • Reflexion demokratischer Werte und deren Grenzen im öffentlichen Raum.
  • Einüben von Partizipation und Rollenübernahme in einer Streitgespräch-Simulation.

Auszug aus dem Buch

3. Sachanalyse

Die aktuelle Diskussion in Deutschland um ein Verbot der Vollverschleierung beinhaltet ein Dilemma auf Basis unterschiedlicher Aspekte. Die Erarbeitung der Inhalte für die geplante Mikrosequenz wurde mithilfe des Politikzyklus bewerkstelligt. Nach Identifizierung der im Konflikt um das Verschleierungsverbot zentralen Fragen, wurde nach Akteuren und deren Argumentation geforscht.

Kern des Dilemmas ist es, eine Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung und Wahrung der einzelnen Menschenrechte zu treffen. Wie kann man eine legitime und demokratisch vertretbare Lösung herbeiführen? Dieser Konflikt zeigt, dass die Gesetzesverabschiedung eine ausführliche Diskussion aller beteiligten Personen (Akteure) und Interessengruppen mit sich führen muss. Um welche Argumente geht es?

Im Grundgesetz stehen sich einzelne Menschenrechte gegenüber und treten in Konflikt zueinander. Es geht dabei zum einen um die Religionsfreiheit - aber auch um die Identifikation des Einzelnen im öffentlichen Leben - beispielsweise beim Regeln behördlicher Angelegenheiten. Vollverschleierung kann auf nicht verschleierte Personen beängstigend und bedrohlich wirken. Berücksichtigt werden muss auch die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Frauen in Ländern mit Verschleierungspflicht werden von ihren Männern unterdrückt und zum Tragen einer Burka gezwungen. Viele empfinden es als Gefängnis die Gesichtsverschleierung tragen zu müssen. Im Gegensatz dazu gibt es allerdings auch Frauen die aufgrund ihrer religiösen Einstellung eine Burka, Niqab etc. ganz bewusst und aus eigener Entscheidung heraus tragen wollen. Es zeichnet sich also ab, dass eine Gesetzesverabschiedung zu dieser Thematik äußerst schwierig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die Lerngruppe der Pflegeassistenzschüler, das Klassenklima, die räumlichen Ressourcen sowie die mediale Ausstattung und die Qualifikation der Lehrkraft.

2. Didaktische Analyse: Hier wird das bildungstheoretische Modell nach Klafki angewendet, um die Bedeutung des Themas für Gegenwart und Zukunft sowie die inhaltliche Struktur und Zugänglichkeit zu begründen.

3. Sachanalyse: Das Kapitel beleuchtet das grundlegende Dilemma zwischen verschiedenen Menschenrechten im Kontext der Vollverschleierung und diskutiert die Komplexität der Gesetzesfindung.

4. Makrosequenz: Es erfolgt eine Übersicht über die gesamte Unterrichtsreihe von 12 Einheiten, die Themen von der Entstehung des Grundgesetzes bis zur Kopftuchdebatte umfasst.

5. Didaktische Perspektive: Dieses Kapitel fasst kurz die angestrebten Lernziele zusammen, insbesondere die Diskussion von Gefahren für die Demokratie und die Reflexion von Grundrechten.

6. Mikrosequenz: Detaillierte Planung der 90-minütigen Einheit zum Verschleierungsverbot, gegliedert in fünf Phasen vom Einstieg bis zum Stundenschluss.

7. Didaktische Reduktion: Darlegung der Strategien zur quantitativen und qualitativen Stoffreduktion für eine bessere Vermittelbarkeit im Unterricht.

8. Kompetenzen: Aufstellung der fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen, die durch die verschiedenen Unterrichtsphasen bei den Lernenden gefördert werden sollen.

Schlüsselwörter

Verschleierungsverbot, Menschenrechte, Grundgesetz, Religionsfreiheit, Gleichberechtigung, Politische Bildung, Demokratie, Partizipation, Argumentation, Diskurs, Unterrichtsentwurf, Sozialkunde, Politische Konflikte, Meinungsbildung, Pflegeassistenzausbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für das Fach Wirtschafts- & Sozialkunde dar, der sich mit der kontroversen Debatte um ein staatliches Verschleierungsverbot auseinandersetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Schutz demokratischer Werte, die Abwägung konkurrierender Menschenrechte (insbesondere Religionsfreiheit versus Gleichberechtigung) und der Umgang mit gesellschaftspolitischen Konflikten.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Die Schüler sollen befähigt werden, komplexe politische Sachverhalte selbstständig zu analysieren, Pro- und Kontra-Argumente abzuwägen und eine eigene, begründete Position zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Entwurf basiert auf der bildungstheoretischen und kritisch-konstruktiven Didaktik nach Wolfgang Klafki und nutzt zur inhaltlichen Erschließung den Politikzyklus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungs- und Sachanalyse, eine didaktische Begründung, eine Makrosequenz für die gesamte Unterrichtsreihe sowie eine detaillierte Planung der Mikrosequenz zum Verschleierungsverbot.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Verschleierungsverbot, Menschenrechte, Grundgesetz, politische Bildung, Partizipation und diskursive Argumentation.

Warum wird im Einstieg mit analogen Reizen gearbeitet?

Das Herumreichen eines laminierten Bildes mit verschiedenen Verschleierungsarten soll den rein digitalen Medienkonsum (PowerPoint) unterbrechen und die Konzentration sowie die haptische Wahrnehmung der Schüler fördern.

Wie werden die Lernenden in der Erarbeitungsphase zur Argumentation motiviert?

Durch die Arbeit in kleinen Pro- und Kontra-Gruppen und die anschließende Vorbereitung auf ein Rollenspiel werden die Schüler angehalten, ihre Argumente präzise zu formulieren und diese in einer simulierten Debatte aktiv anzuwenden.

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Details

Title
Unterricht zum Thema Verschleierungsverbot
College
University of Applied Sciences and Medical University
Grade
2,7
Authors
Henrike Weber (Author), Daniel Garbers (Author)
Publication Year
2016
Pages
20
Catalog Number
V354939
ISBN (eBook)
9783668412811
ISBN (Book)
9783668412828
Language
German
Tags
Verschleierungsverbot Burka Pro und Kontra
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henrike Weber (Author), Daniel Garbers (Author), 2016, Unterricht zum Thema Verschleierungsverbot, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354939
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