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Other Comprehensive Income im Abschluss der International Financial Reporting Standards. Entstehung, Bedeutung, Ziele

Titel: Other Comprehensive Income im Abschluss der International Financial Reporting Standards. Entstehung, Bedeutung, Ziele

Seminararbeit , 2016 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Luca Bißmaier (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, die Entstehung und Bedeutung erfolgsneutraler Erträge und Aufwendungen im IFRS-Abschluss darzustellen und kritisch zu diskutieren. Dabei wird vorerst auf die Definition und Entstehung des Other Comprehensive Income eingegangen. Im Anschluss erfolgt eine Darstellung der einzelnen Bestandteile des OCI nach IFRS. Hierfür bilden die aktuellen Rechnungslegungsstandards die Grundlage. Gegen Ende des zweiten Kapitels wird zunächst der Ausweis des OCI erläutert und seine praktische Bedeutung betrachtet. Dazu wird das sonstige Ergebnis von DAX- & MDAX-Unternehmen der Jahre 2009-2013 ins Verhältnis zum Gesamtergebnis gesetzt. Neben der Ermittlung des prozentualen Anteils des OCI am Gesamtergebnis werden im Weiteren die einzelnen Werttreiber des OCI identifiziert. Kapitel 3 widmet sich abschließend der kritischen Analyse des OCI- Konzepts. Hierbei wird speziell auf die Kritik im Rahmen des Diskussionspapiers ED/2015/3 eingegangen.

Im Zuge der zunehmenden Globalisierung der Weltmärkte seit den 1990er Jahren richten sich Unternehmen verstärkt international aus. Ein erhöhter Kapitalbedarf wird dabei vermehrt über internationale Finanzmärkte ausgeglichen. Da die unterschiedlichen Rechnungslegungssysteme der einzelnen Länder einen weltweiten Unternehmensvergleich als unmöglich gestalten, ist die Berichterstattung international zu vereinheitlichen. Durch die Entwicklung hochwertiger Rechnungslegungsstandards, den sogenannten International Financial Reporting Standards (IFRS), soll auf die Konvergenz weltweit unterschiedlicher Rechnungslegungssysteme hingewirkt werden. Der Übergang nationaler Rechnungslegungssysteme auf die internationalen Rechnungslegungsstandards wird in IFRS 1 geregelt.

Mit der Übernahme und Anwendung dieser Standards wird das Ziel verfolgt, „Finanzinformationen zu harmonisieren, um einen hohen Grad an Transparenz und Vergleichbarkeit der Abschlüsse und damit eine effiziente Funktionsweise des Kapitalmarkts in der Gemeinschaft und im Binnenmarkt sicherzustellen.“ Im Mittelpunkt des Ergebnisausweises nach IFRS steht hierbei die Gewinn- und Verlustrechnung. Sie ist zugleich ein Pflichtbestandteil der externen Finanzberichterstattung. Allerdings beschränken sich die IFRS nicht nur auf die GuV. Neben den erfolgswirksam verbuchten Aufwendungen und Erträgen werden bestimmte Ergebniskomponente erfolgsneutral als so genanntes Other Comprehensive Income (OCI) ausgewiesen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.1. Einführung

1.2. Gang der Arbeit

2. Die Gesamtergebnisrechnung nach IFRS

2.1. Definition

2.2 Entstehung des Other Comprehensive Income (OCI)

2.3. Veränderung der Neubewertungsrücklage

2.4. Neubewertungen von leistungsorientierten Versorgungsplänen

2.5. Gewinne und Verluste eines ausländischen Geschäftsbetriebs

2.6. Neubewertung von available-for-sale Vermögenswerten

2.7. Effektive Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten

2.8. Ausweis des OCI

2.9. Praktische Bedeutung des OCI

2.10. Identifizierung von Werttreibern im OCI

3. Kritische Analyse

3.1. Einführung Entwurf Diskussionspapier ED/2015/3

3.2. Kritik im Rahmen des Diskussionspapiers ED/2015/3

3.3. Kritische Stellungnahme

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung, den praktischen Anwendungsmöglichkeiten und der kritischen Würdigung des Other Comprehensive Income (OCI) innerhalb der IFRS-Rechnungslegung, um dessen Bedeutung für die Finanzberichterstattung zu analysieren.

  • Grundlagen der Gesamtergebnisrechnung und Definition des OCI
  • Methoden der Erfassung einzelner OCI-Bestandteile nach IFRS
  • Empirische Analyse der praktischen Bedeutung und Werttreiber des OCI
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Diskussionspapier ED/2015/3
  • Diskussion über Ausweiswahlrechte und mangelnde Vergleichbarkeit

Auszug aus dem Buch

2.3. Veränderung der Neubewertungsrücklage

Ein Bestandteil des OCI ergibt sich nach IAS 1.7 aus der Neubewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen. Ist wahrscheinlich, dass aus dem Vermögenswert ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen für das Unternehmen entsteht und die Anschaffungs- und Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können, ist eine Sachanlage nach IAS 16.7 bzw. ein immatrieller Vermögensgegensstand nach IAS 38.21 anzusetzen. Diese Erstbewertung erfolgt nach IAS 16.15 bzw. IAS 38.24 zu Anschaffungs oder Herstellungskosten.

Bei der Folgebewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen besteht nach IAS 16.29 bzw. IAS 38.72 ein Wahlrecht zwischen dem Anschaffungskostenmodell und dem Neubewertungsmodell. Im Rahmen des Anschaffungskostenmodells werden nach IAS 16.30 die Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Anstatt zu fortgeführten Anschaffungskosten können die Sachanlagen nach IAS 16.31 ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der beizulegende Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Nach diesem Modell ist der Vermögenswert nach IAS 16.31 zu einem Neubewertungsbetrag anzusetzen, welcher dem beizulegenden Zeitwert am Tage der Neubewertung abzüglich nachfolgender planmäßiger Abschreibungen und nachfolgender Wertminderungen entspricht.

Erhöht eine solche Neubewertung den Buchwert des Vermögensgegenstandes ist die Wertsteigerung nach IAS 16.39 im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Diese Beträge werden im Eigenkapital unter der Position Neubewertungsrücklage kumuliert.

Im Falle einer Verminderung des Buchwerts fordert IAS 16.40 in erster Linie eine Verringerung der Neubewertungsrücklage und eine Erfassung im sonstigen Ergebnis. Übersteigt die Verringerung des Buchwerts den Betrag der Neubewertungsrücklage so ist die Verminderung nach IAS 16.40 im Ergebnis zu erfassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einführung erläutert die Notwendigkeit einer internationalen Rechnungslegungsharmonisierung und führt in die Thematik der Aufteilung des Ergebnisses in Gewinn und Verlust (GuV) sowie das sonstige Ergebnis (OCI) ein.

2. Die Gesamtergebnisrechnung nach IFRS: Dieses Kapitel definiert die Gesamtergebnisrechnung und analysiert detailliert die verschiedenen Bestandteile des OCI, wie Neubewertungen, Sicherungsinstrumente und Währungsumrechnungsdifferenzen.

3. Kritische Analyse: Hier wird das OCI-Konzept anhand des Diskussionspapiers ED/2015/3 sowie allgemeiner Kriterien kritisch hinterfragt, insbesondere hinsichtlich fehlender konzeptioneller Grundlagen und der Vergleichbarkeit.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle des OCI bei der Reduktion von Volatilität im Jahresabschluss zusammen und fordert eine klarere Regelung der Ausweiswahlrechte.

Schlüsselwörter

Other Comprehensive Income, OCI, IFRS, Gesamtergebnisrechnung, GuV, Neubewertungsrücklage, Fair Value, IAS 1, Diskussionspapier ED/2015/3, Konzernabschluss, Finanzberichterstattung, Recycling, Hedge Accounting

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht das "Other Comprehensive Income" (OCI) innerhalb der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), seine Entstehung, Zusammensetzung und die damit verbundenen Herausforderungen für die Bilanzierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Gesamtergebnisses, der detaillierten Betrachtung spezifischer OCI-Komponenten wie Pensionen oder Fair-Value-Bewertungen sowie der kritischen Analyse aktueller Standardentwürfe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Bedeutung erfolgsneutraler Erträge und Aufwendungen darzustellen und die Kritik an der aktuellen Ausgestaltung des OCI-Konzepts fundiert zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive Analyse auf Basis der bestehenden IFRS-Standards sowie einer Auswertung von Konzernabschlüssen deutscher Unternehmen durchgeführt, ergänzt durch eine Literaturanalyse aktueller Fachdiskussionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen und die einzelnen Bestandteile des OCI (z.B. IAS 19, IAS 39) sowie eine deskriptive Analyse von DAX- und MDAX-Unternehmen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Rahmenkonzept ED/2015/3.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind OCI, Gesamtergebnisrechnung, IFRS, Fair Value, Neubewertungsrücklage und Recycling.

Warum wird das OCI als kritisch angesehen?

Das OCI steht aufgrund der mangelnden konzeptionellen Basis bei der Zuordnung von Posten zur GuV oder zum OCI sowie wegen zahlreicher Ausweiswahlrechte, die die Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen erschweren, in der Kritik.

Welche Rolle spielt das "Recycling" von OCI-Positionen?

Das Recycling beschreibt die spätere Umgliederung von im OCI erfassten Beträgen in die GuV; die Frage, wann und unter welchen Umständen dies sinnvoll ist, ist ein zentraler Streitpunkt in der Standardsetzung.

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Details

Titel
Other Comprehensive Income im Abschluss der International Financial Reporting Standards. Entstehung, Bedeutung, Ziele
Hochschule
Hochschule Heilbronn Technik Wirtschaft Informatik
Note
1,3
Autor
Luca Bißmaier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V355006
ISBN (eBook)
9783668411906
ISBN (Buch)
9783668411913
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IFRS OCI Other Comprehensive Income International Financial Reporting Standards Globalisierung Finanzstandards
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luca Bißmaier (Autor:in), 2016, Other Comprehensive Income im Abschluss der International Financial Reporting Standards. Entstehung, Bedeutung, Ziele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355006
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