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Die "force de frappe". Außenpolitisches Instrument, Ausdruck der Macht und Faktor der Entwicklung Frankreichs

Title: Die "force de frappe". Außenpolitisches Instrument, Ausdruck der Macht und Faktor der Entwicklung Frankreichs

Pre-University Paper , 2016 , 21 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Tim-Maximilian H. M. Jedlitschka (Author)

Didactics for the subject French - Applied Geography
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Oft genug liegt der Fokus politischer Diskussionen auf der Frage, welche Ziele internationale Staatenlenker verfolgen und mit welchen Mitteln sie diese zu erreichen gedenken, insbesondere auch deshalb, weil viele historische Begebenheiten und Entscheidungen den weiteren Verlauf der Geschichte und spätere Generationen maßgeblich beeinflusst haben.

Welche außenpolitische Konzeption Charles de Gaulles pittoresker Vergleich Frankreichs mit einer Prinzessin des Märchens vor dem Hintergrund des Aufbaus der „force de frappe“ beschreibt, also, welche außenpolitische Funktion sie darstellt, sowie die dabei von ihm angewandten Spielarten der Macht und die Auswirkungen dieses Ereignisses auf die Entwicklung Frankreich, soll diese Seminararbeit analysieren. Hierbei liegt das Augenmerk darauf, zu untersuchen, welche Eckpfeiler der gaullistischen außenpolitischen Sichtweise der Aufbau und die Existenz der „force de frappe“ repräsentieren. Bei zweitgenanntem Aspekt, der Analyse der von de Gaulle angewandten Formen der Macht, soll eine Einordnung in das von Prof. Dr. Joseph S. Nye Jr. entwickelte „Hard-Soft-Smart-Power-Gefüge“ Anwendung finden, indem typische Kennzeichen der beiden erstgenannten Arten der Macht innerhalb der gaullistischen außenpolitischen Führung Frankreichs nachgewiesen werden und die letztliche Art der Umsetzung von Zielen de Gaulles bezüglich weltpolitischen Angelegenheiten einer Machtform zugeordnet wird. Schlussendlich setzt sich diese Seminararbeit zum Ziel, Antworten auf die Frage zu finden, inwiefern der Aufbau der „force de frappe“ Frankreich verändert und bis heute geprägt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Frankreich, die Prinzessin des Märchens“ - Annäherung an de Gaulles außenpolitische Überzeugungen und Zielsetzung der Seminararbeit

2. Analyse - „Die ,force de frappe’ - außenpolitisches Instrument, Ausdruck der Macht und Faktor der Entwicklung Frankreichs

2.1. Begriffsklärung - „force de frappe“

2.2. Außenpolitisches Instrument

2.2.1. Verteidigung und Abschreckung

2.2.2. „Grandeur“ und Unabhängigkeit

2.2.3. Schutz durch Andeutungen

2.2.4. US-amerikanische Unterstützung durch „trigger“-Funktion

2.3. Ausdruck der Macht

2.3.1. Begriffsklärung - „Soft Power“, „Hard Power“, Smart Power“

2.3.2. Nachweis verschiedener Spielarten der Macht am Aufbau und der Existenz der „force de frappe“

2.3.2.1. Nachweis von Merkmalen der Soft Power

2.3.2.2. Nachweis von Merkmalen der Hard Power

2.3.2.3. Die „force de frappe“ als Vertreter einer Smart Power-Strategie

2.4. Faktor der Entwicklung Frankreichs

3. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die Zukunft der „force de frappe“

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die außenpolitische Funktion der französischen Nuklearstreitmacht „force de frappe“ unter Charles de Gaulle. Ziel ist es, den Aufbau dieser Macht unter Einordnung in das „Hard-Soft-Smart-Power-Gefüge“ nach Joseph S. Nye Jr. zu analysieren und deren langfristige Auswirkung auf die Entwicklung Frankreichs zu bewerten.

  • Gaullistische außenpolitische Konzeption
  • Die „force de frappe“ als Verteidigungs- und Drohinstrument
  • Anwendung des Smart-Power-Konzepts in der Praxis
  • Unabhängigkeitsstreben und der Anspruch auf „Grandeur“
  • Kontinuität und Wandel in der französischen Nuklearpolitik

Auszug aus dem Buch

2.2.1. VERTEIDIGUNG UND ABSCHRECKUNG

„Wenn Rußland uns angreift, sind wir Ihre Verbündeten und Sie die unsern. Aber in diesem wie in jedem anderen Konfliktfall wollen wir unser Schicksal, das vor allem davon abhängt, ob wir atomaren Geschossen zum Opfer fallen oder nicht, in der eigenen Hand halten. Folglich brauchen wir etwas, das jeden denkbaren Angreifer davor zurückschrecken läßt, den Schlag gegen uns auf unserem Boden zu führen, und das setzt voraus, daß er weiß, daß wir das auch tun werden, ohne irgendeine Genehmigung von außen abzuwarten. In einem Kampf zwischen West und Ost habt Ihr Amerikaner zweifellos die Mittel, den Gegner auf seinem Territorium zu vernichten. Aber er besitzt seinerseits das Nötige, um euch auf eurem Territorium in Stücke zu fetzen. Wie sollen wir Franzosen nun die Gewißheit haben, daß Sie sich […] in eine Situation begeben, wo der Tod auf Sie herniedergeht, selbst wenn Sie mit dem letzten Atemzug noch die Hoffnung verbinden können, das[s] russische Volk werde zur gleichen Zeit seine Seele aushauchen? Der Umkehrschluß trifft übrigens ebenfalls zu, so daß die Abschreckung für Rußland wie für Amerika wirklich existiert. Aber sie existiert nicht für die jeweiligen Verbündeten. Was hinderte denn die beiden daran, das zu zermalmen, was zwischen ihren Lebensnerven liegt, das heißt im Wesentlichen das europäische Schlachtfeld? […] Zu allem übrigen wäre in einem solchen Fall aus vielen geographischen, politischen und strategischen Gründen gerade Frankreich in erster Linie zum Sterben verurteilt, wie zwei Weltkriege bereits zur Genüge bewiesen haben. Also besteht es darauf, sich eine Überlebenschance zu erhalten, wie immer die Gefahr geartet sein möge und woher sie auch komme“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Frankreich, die Prinzessin des Märchens“ - Annäherung an de Gaulles außenpolitische Überzeugungen und Zielsetzung der Seminararbeit: Einleitung in das Thema mit Fokus auf de Gaulles Sicht auf Frankreich und die Forschungsfragen der Arbeit.

2. Analyse - „Die ,force de frappe’ - außenpolitisches Instrument, Ausdruck der Macht und Faktor der Entwicklung Frankreichs: Detaillierte Untersuchung der „force de frappe“ als Mittel der Verteidigung, Ausdruck nationaler Größe und Element der Smart-Power-Strategie.

3. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die Zukunft der „force de frappe“: Fazit zur Bedeutung der Nuklearstreitmacht für das französische Selbstverständnis und Reflexion über deren Rolle in der heutigen Zeit.

Schlüsselwörter

Force de frappe, Charles de Gaulle, Frankreich, Nuklearstrategie, Abschreckung, Grandeur, Hard Power, Soft Power, Smart Power, Außenpolitik, Souveränität, Verteidigung, NATO, Atomwaffen, Nukleare Sicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion und den Stellenwert der französischen Nuklearstreitmacht „force de frappe“ als außenpolitisches und machtstrategisches Instrument unter Charles de Gaulle.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Sicherheitsverständnis Frankreichs, der Unabhängigkeitsstrategie („Grandeur“), der Anwendung von Machtformen (Hard/Soft Power) und der historischen Entwicklung bis zur Gegenwart.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Beweggründe für den Aufbau der „force de frappe“ aufzudecken und zu belegen, wie Frankreich damit seine außenpolitischen Ziele innerhalb des „Smart-Power-Gefüges“ verfolgte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin/der Autor nutzt eine theoretisch fundierte Analyse, basierend auf dem Machtbegriff von Joseph S. Nye Jr., ergänzt durch eine intensive Auswertung historischer Dokumente und Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Im Hauptteil wird die „force de frappe“ detailliert als Instrument der Verteidigung, Mittel der Abschreckung und als Ausdruck von Macht analysiert, wobei auch der Schutz durch Andeutungen und die „Trigger“-Funktion gegenüber den USA beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe umfassen Force de frappe, Grandeur, Nuklearstrategie, Smart Power und die französische Souveränitätspolitik.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis der „force de frappe“ zu den USA?

Die Arbeit zeigt auf, dass de Gaulle die Streitmacht bewusst als Mittel nutzte, um Frankreich aus der Dominanz der USA zu lösen, gleichzeitig aber die „Trigger“-Funktion der französischen Atomwaffen einsetzte, um die USA im Krisenfall zur Unterstützung zu zwingen.

Welche Rolle spielt die „Grandeur“ im Kontext der französischen Außenpolitik?

„Grandeur“ wird als essenzieller Bestandteil des gaullistischen Selbstverständnisses interpretiert; der Besitz eigener Atomwaffen war für de Gaulle die notwendige Voraussetzung, um den Anspruch auf den Status einer unabhängigen Großmacht zu untermauern.

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Details

Title
Die "force de frappe". Außenpolitisches Instrument, Ausdruck der Macht und Faktor der Entwicklung Frankreichs
Grade
1,00
Author
Tim-Maximilian H. M. Jedlitschka (Author)
Publication Year
2016
Pages
21
Catalog Number
V355040
ISBN (eBook)
9783668411173
ISBN (Book)
9783668411180
Language
German
Tags
außenpolitisches instrument ausdruck macht faktor entwicklung frankreichs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim-Maximilian H. M. Jedlitschka (Author), 2016, Die "force de frappe". Außenpolitisches Instrument, Ausdruck der Macht und Faktor der Entwicklung Frankreichs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355040
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