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Chancen und Risiken des Basel II Ratings für kleine und mittlere Unternehmen

Titel: Chancen und Risiken des Basel II Ratings für kleine und mittlere Unternehmen

Studienarbeit , 2004 , 34 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Michael Kutz (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Was sind die konkreten Risiken eines Ratings für KMU durch Basel II. Gibt es nicht vielleicht doch mehr Chancen als Risiken auf Grund von Basel II für den Mittelstand, wie es die Banken in ihren Broschüren beteuern. Dieser Fragestellung werde ich in dieser Studienarbeit nachgehen. Dazu werde ich im ersten Schritt kurz den Mittelstand und dessen Probleme in Deutschland analysiere. Im zweiten Schritt erkläre ich was genau Basel II bedeutet und was dahinter steckt soweit es der Rahmen dieser Studienarbeit zulässt. Als dritten Punkt werde ich den Rating Prozess kurz erläutern. Wenn diese Grundlagen geklärt sind werde ich im vierten und letzten Abschnitt auf den Kernpunkt dieser Studienarbeit eingehen. Die Chancen und Risiken für KMU auf Grund des Basel II Ratings.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Mittelstand in Deutschland

2.1 Unternehmensgrößen

2.2 Rechtsformen

2.3 Finanzierungsproblem des Mittelstandes

2.3.1 Geringe Eigenkapitalquote

2.3.2 Ursachen

3 Basel II

3.1 Von Basel I zu Basel II

3.2 Die neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarungen

3.2.1 Säule 1: Mindestkapitalanforderung

4 Rating, „…eine kleine Revolution“

4.1 Ratingnoten

4.2 Folgen des Ratings

4.3 Externe und Banken interne Ratings

4.3.1 Externe Ratings

4.3.2 Banken interne Ratings

5 Risiken und Chancen für KMU

5.1 Risiken

5.1.1 Kreditrationierung durch Insolvenzgefahr

5.1.2 Fehlende Beteiligungskultur

5.1.3 Investitionsverhalten

5.1.4 Transparenzanforderungen

5.2 Chancen

5.2.1 Verbesserte Tranzparenz

5.2.2 Risikogerechte Kreditpreise

5.2.3 Retail-Portfolio

5.2.4 Alternative Finanzierungsmöglichkeiten

5.2.4.1 Private Equity

5.2.4.1.1 Venture Capital

5.2.4.1.2 Mezzanine–Finanzierung

5.2.5 Factoring

5.2.6 Leasing

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Studienarbeit untersucht die tatsächlichen Auswirkungen der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II) auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob die Befürchtungen hinsichtlich einer Kreditverknappung und -verteuerung realistisch sind oder ob Basel II auch Chancen für eine verbesserte Unternehmensführung und Finanzierung bietet.

  • Analyse der aktuellen Finanzierungssituation und der Eigenkapitalproblematik des deutschen Mittelstandes.
  • Erläuterung der Funktionsweise von Basel II und des Rating-Prozesses.
  • Untersuchung der Risiken für KMU, insbesondere in Bezug auf Kreditrationierung und Transparenzanforderungen.
  • Bewertung der Chancen durch verbesserte Transparenz, risikogerechte Kreditpreise und alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

Auszug aus dem Buch

5.2.2 Risikogerechte Kreditpreise

Das Ziel von Basel II ist es nicht eine Kreditverknappung zu verursachen. Viel mehr soll für ein bestimmtes Risiko ein angebrachter Preis gefunden werden. Die Änderungen von Basel II ermöglichen eine viel differenziertere Risikobetrachtung. Basel I verlangte von den Banken eine pauschale Eigenkapital-Unterlegung von 8 Prozent. Risikograde wurden nicht berücksichtigt. Gut geführte Unternehmen mit hervorragender Bonität finanzierten damit indirekt die Kredite der leistungsschwachen Unternehmen mit. Diese Fehlallokation behebt Basel II. Durch die differenzierte Risikobetrachtung wird auch die Pflicht der Banken Kredite mit Eigenkapital zu hinterlegen adäquater gestaltet, wie in Abb. 4 auf Seite 9 dargestellt wurde. Kredite die mit einem hohen Risiko behaftet sind werden teuerer. Wer aber die Bank im Kreditgespräch mit der Bank sein Unternehmen überzeugend darstellen kann, wird sich billiger finanzieren können.

Damit es zu einer Kreditverknappung im Zuge von Basel II kommt müssten die Rating Systeme der Bank falsche Bonitätsbeurteilungen errechnen. Als Konsequenz ginge dann eine fehlerhafte Kredit Bepreisung einher. Gute Kunden würden zu viel bezahlen und damit die schlechten Kunden subventionieren. Im Sinne eines funktionierenden Marktes wandern dann die guten Kunden zu alternativen, billigern Finanzierungsmöglichkeiten ab. Im Portfolio der Bank würden letztendlich nur noch die schlechten Kredite bleiben, was dann zu einer Kreditverknappung führt, da sich die Banken aus dem Kreditgeschäft zurückziehen. Dieses Szenario verhindert aber Säule II der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung, da diese vorschreibt, dass interne Rating-Verfahren durch die Bankenaufsicht auf ihre Qualität geprüft werden. So trägt Basel II dazu bei, dass für ein bestimmtes Risiko der richtige Kreditpreis zu zahlen ist. Das in Abschnitt 5.1.1 aufgezeigte Insolvenzproblem ist also kein Resultat auf Grund von Basel II. Viel mehr deutet dies auf eine schwache Kreditbranche hin mit immer neuen Insolvenzrekorden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Chancen und Risiken für den deutschen Mittelstand.

2 Der Mittelstand in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die Struktur des Mittelstandes, inklusive Unternehmensgrößen und Rechtsformen, und analysiert das primäre Finanzierungsproblem: die geringe Eigenkapitalquote.

3 Basel II: Das Kapitel erläutert den Übergang von Basel I zu Basel II und beschreibt die neuen Eigenkapitalanforderungen für Banken, insbesondere die erste Säule des Drei-Säulen-Konzepts.

4 Rating, „…eine kleine Revolution“: Hier werden die Grundlagen des Ratings, die Bedeutung von Ratingnoten sowie der Unterschied zwischen externen Ratings durch Agenturen und internen Bank-Ratings dargelegt.

5 Risiken und Chancen für KMU: Dieses Hauptkapitel analysiert die potenziellen Risiken (z.B. Insolvenzgefahr, fehlende Beteiligungskultur) sowie die Chancen (z.B. verbesserte Transparenz, alternative Finanzierung) von Basel II für mittelständische Betriebe.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Basel II für KMU eher eine Chance zur Professionalisierung darstellt als eine existenzielle Bedrohung.

Schlüsselwörter

Basel II, Mittelstand, Rating, Eigenkapitalquote, KMU, Kreditverknappung, Bonität, Risikoklassen, Bankenaufsicht, Beteiligungskultur, Venture Capital, Mezzanine-Finanzierung, Transparenz, Kreditpreis, Insolvenzrisiko

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II) auf deutsche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Hinblick auf deren Finanzierungsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die aktuelle Finanzierungslage des deutschen Mittelstands, die Funktionsweise von Banken-Ratings und die Bewertung der Risiken und Chancen, die durch Basel II entstehen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, wie realistisch die Befürchtung der Mittelständler ist, durch Basel II benachteiligt zu werden, und ob die neuen Anforderungen als Chance zur Verbesserung der eigenen Unternehmensführung genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer Auswertung von Bankbroschüren, um die Auswirkungen von Basel II theoretisch und praktisch zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die konkreten Risiken wie Kreditrationierung und Transparenzanforderungen sowie die Chancen, wie verbesserte Risikobewertung und alternative Finanzierungswege wie Mezzanine oder Private Equity, detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Basel II, Mittelstand, Rating, Eigenkapitalquote und Finanzierungsmöglichkeiten für KMU.

Warum spielt die Eigenkapitalquote für KMU bei Basel II eine so entscheidende Rolle?

Die Eigenkapitalquote ist ein wesentliches Kriterium bei der Bonitätseinstufung. Eine höhere Quote verbessert das Rating und führt somit zu günstigeren Zinskonditionen bei Bankkrediten.

Was versteht man in diesem Kontext unter dem "Retail-Portfolio"?

Das Retail-Portfolio ist eine Option für Banken, Kredite an Privatkunden und kleine Unternehmen zusammenzufassen, um bei der Risikogewichtung von Erleichterungen zu profitieren und den administrativen Aufwand zu senken.

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Details

Titel
Chancen und Risiken des Basel II Ratings für kleine und mittlere Unternehmen
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
2,0
Autor
Michael Kutz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
34
Katalognummer
V35507
ISBN (eBook)
9783638354004
ISBN (Buch)
9783638653152
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chancen Risiken Basel Ratings Unternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Kutz (Autor:in), 2004, Chancen und Risiken des Basel II Ratings für kleine und mittlere Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35507
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Leseprobe aus  34  Seiten
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