Gegenstand der Arbeit ist die Errichtung und Entwicklung des Bistum Lebus im 12. Jahrhundert unter den Voraussetzungen des sich formierenden polnischen Staates. Es geht um die Frage, ob der polnische Staat bestimmte Bedingungen schaffen oder erfüllen musste, um die Gründung des Bistums vorzunehmen. Weiter soll betrachtet werden, ob die deutsche Ostsiedlung im Hochmittelalter eine Bedeutung für die Konsolidierung der brandenburgischen Herrschaft hatte.
Dazu sollen die Beziehungen des Deutschen Reiches und dessen Verhältnis zum neu entstandenen polnischen Territorialstaat beleuchtet werden. Über die direkten politischen Rahmenbedingungen der Diözesangründung und den historischen Zeitpunkt, wird die Rolle vom Bistum Lebus in der damaligen Situation erklärt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die geographische Lage der Landschaft Lebus
- Die Entwicklung der Mark und der Gebiete östlich der Oder
- Der politische Rahmen der Entstehung des Bistums
- Die Gründungsfrage
- Das Stiftsregister von 1405
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Gründung des Bistums Lebus im 12. Jahrhundert im Kontext der sich formierenden polnischen Staatsstruktur. Im Zentrum steht die Frage, ob die Errichtung des Bistums von bestimmten Bedingungen abhing, die der polnische Staat schaffen oder erfüllen musste. Darüber hinaus wird untersucht, ob die deutsche Ostsiedlung im Hochmittelalter eine Rolle bei der Festigung der brandenburgischen Herrschaft spielte.
- Die Entstehung des polnischen Staates und seine Beziehungen zum Deutschen Reich
- Die politischen Rahmenbedingungen der Diözesangründung
- Die Rolle des Bistums Lebus in der damaligen Situation
- Die strategische Bedeutung der Landschaft Lebus als Berührungspunkt deutscher und polnischer Interessen
- Der Einfluss der Ostsiedlung auf die politische Entwicklung des Gebiets
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Die Arbeit führt das Thema des Bistums Lebus ein und stellt die zentralen Fragestellungen vor.
- Kapitel 2: Die geographische Lage der Landschaft Lebus: Beschreibt die geographische Lage der Landschaft Lebus, die an der Oder liegt und die strategische Bedeutung der Region aufgrund ihrer Lage im Grenzbereich zwischen deutschen und polnischen Interessen herausstreicht.
- Kapitel 3: Die Entwicklung der Mark und der Gebiete östlich der Oder: Beleuchtet die Entwicklung des Gebiets östlich der Oder im Kontext der Staatsbildung in Deutschland und Polen. Es werden die politischen Interessen und Konflikte zwischen den beiden Staaten beleuchtet.
Schlüsselwörter
Bistum Lebus, deutsche Ostsiedlung, polnischer Staat, Piasten, Ottonen, Brandenburg, Oder, Christianisierung, strategische Lage, Grenzland, politische Interessen, Staatsbildung, Diözesangründung, Handelsverbindungen, Mieszko I., Boleslaw I.
Häufig gestellte Fragen
Wann wurde das Bistum Lebus gegründet?
Das Bistum Lebus wurde im 12. Jahrhundert unter dem Einfluss des sich formierenden polnischen Staates (Piasten) gegründet.
Welche Rolle spielte der polnische Staat bei der Gründung?
Der polnische Staat musste bestimmte politische und religiöse Bedingungen erfüllen, um die Diözesangründung als Instrument der Machtfestigung und Christianisierung vorzunehmen.
Was war die Bedeutung der Landschaft Lebus?
Die Region an der Oder war ein strategisch wichtiger Berührungspunkt deutscher und polnischer Interessen sowie ein zentraler Ort für Handelsverbindungen.
Wie beeinflusste die deutsche Ostsiedlung das Bistum?
Die Ostsiedlung im Hochmittelalter trug zur Konsolidierung der brandenburgischen Herrschaft bei und veränderte die demographische und politische Struktur des Gebiets nachhaltig.
Was ist das Stiftsregister von 1405?
Es ist eine bedeutende historische Quelle, die Aufschluss über die Besitzverhältnisse, die Organisation und die wirtschaftliche Situation des Bistums Lebus gibt.
- Arbeit zitieren
- Urs Zelle (Autor:in), 1996, Das Bistum Lebus und seine Bedeutung für die deutsche Ostsiedlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355085