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Rom - alltagsgeographische Phänomene einer antiken Metropole

Title: Rom - alltagsgeographische Phänomene einer antiken Metropole

Seminar Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Patrick Schweitzer (Author)

World History - Early and Ancient History
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„Was überlicherweise eine Stadt für ihr Territorium bedeutet, das repräsentiert diese Stadt für die gesamte bewohnte Welt, da sie gleichsam zu ihrer gemeinsamen Hauptstadt erhoben worden ist“, so der aus Kleinasien stammende Rhetor Aelius Aristides im 2. Jahrhundert nach Christus.

Daß diese Bezeichnung auf Rom zutrifft, scheint unbestritten, doch wie lebte es sich in dieser Hauptstadt der Welt? Was bestimmte den Alltag der Bewohner und was unterschied ihr Leben von dem eines Menschen in der römischen Provinz? Diese Fragen zu klären, soll der Anspruch dieser Arbeit sein. Dabei wird der Fokus nicht auf der politischen, militärischen oder administrativen Bedeutung der Stadt für das Römische Weltreich, sondern vor allem auf der Herausstellung der alltagsgeographischen Phänomene dieser einzigen Metropole der Antike liegen. Nach einem kurzen geschichtlichen Abriß, der natürlich nur absolut verkürzt ist, aber mir dennoch notwendig erscheint, wird besonders die Betrachtung der Stadt in der Römischen Kaiserzeit unter den vier Gesichtspunkten Wohnen, Verkehr, Versorgung und Unterhaltung im Mittelpunkt stehen. Neben der Beleuchtung der einzelnen Phänomene soll es ferner Ziel dieser Arbeit sein, mögliche Vergleichsaspekte zwischen Phänomenen und Problemen des antiken Roms und moderner Metropolen aufzuzeigen. Bei der Bearbeitung des Themas habe ich mich für einen interdisziplinären Ansatz entschieden. Neben geographischen Instrumentarien werden vor allem archäologische, historische und philologische Erkenntnisse in die Betrachtung einfließen. Abschließend möchte ich noch erwähnen, daß diese Arbeit nach den Regeln der alten Rechtschreibung verfaßt wurde.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Historischer Abriß

III. Vergleichbarkeit Antike – Moderne

IV. Alltagsgeographische Phänomene

1. Wohnkultur

2. Verkehr

3. Versorgung

4. Unterhaltung

V. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Alltagsleben in der antiken Metropole Rom. Ziel ist es, die spezifischen Lebensbedingungen der Stadtbewohner unter Berücksichtigung sozio-ökonomischer Strukturen sowie infrastruktureller Gegebenheiten zu analysieren und Vergleiche zu modernen großstädtischen Phänomenen zu ziehen.

  • Historische Entwicklung Roms zur Metropole
  • Strukturen der antiken Wohnkultur und Mietverhältnisse
  • Herausforderungen der urbanen Verkehrsorganisation
  • Infrastrukturelle Versorgungssysteme (Wasser und Nahrung)
  • Bedeutung von Unterhaltung und Thermenkultur im öffentlichen Raum

Auszug aus dem Buch

IV. 1. Wohnkultur

Aus der nach mythologischer Überlieferung im Jahre 753 vor Christus gegründeten Stadt Rom, die anfangs nur aus einem Zusammenschluß von Fischersiedlungen mit einfachsten Hüttenbauten bestand, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die Hauptstadt der damals bekannten Welt. Grundsätzlich besteht in der heutigen Zeit eine große Diskrepanz zwischen den Vorstellungen der meisten Menschen über das städtische Leben in der Blütezeit des Römischen Reiches und seiner Wirklichkeit. Die meisten Menschen lebten mitnichten in einem luxuriösen Herrenhaus, welches auf dem Lande villa und in der Stadt domus genannt wurde, sondern bewohnte einfache, mehrstöckige Mietshäuser. Denn schon damals hing die Qualität der Wohnstätte enorm von der sozialen Stellung und dem Einkommen des Bewohners ab. „Während die Vornehmen und Wohlhabenden in einem komfortablen Haus lebten, spielte sich das Leben der Masse wesentlich im öffentlichen Straßenraum ab.“

Nur ein kleiner Teil der Bürger besaß ein Stadthaus, ein sogenanntes domus, in einer mondänen Gegend wie dem Viertel am Mons Palantinus, direkt neben dem Forum Romanum. Diese meist eingeschossigen und klar gegliederten Stadthäuser waren gekennzeichnet durch großzügige Grundrisse, bequeme Ausstattung, luxuriöse Dekoration und einen Anschluß an das städtische Wasser- und Abwassersystem. „Die domus war ein Raum, der fast jedes Bedürfnis zu erfüllen vermochte.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den alltagsgeographischen Bedingungen in der antiken Metropole Rom und erläutert den interdisziplinären methodischen Ansatz.

II. Historischer Abriß: Ein chronologischer Überblick über die Entwicklung Roms von der legendären Gründung bis zur Transformation in der Spätantike.

III. Vergleichbarkeit Antike – Moderne: In diesem Kapitel werden grundlegende Parallelen zwischen antiken Metropolen und modernen Städten in Bezug auf Infrastruktur, Wohnbau und Binnenwanderung aufgezeigt.

IV. Alltagsgeographische Phänomene: Der Hauptteil analysiert detailliert die Bereiche Wohnkultur, städtischen Verkehr, infrastrukturelle Versorgung und Unterhaltungskultur.

V. Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse über die soziale Differenzierung und die beachtlichen infrastrukturellen Leistungen der Römer.

Schlüsselwörter

Rom, Antike, Metropole, Alltagsgeographie, Wohnkultur, Mietshäuser, Insulae, Domus, Infrastruktur, Wasserversorgung, Verkehr, Festivalisierung, Brot und Spiele, Thermen, Sozialgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den alltagsgeographischen Phänomenen der antiken Millionenstadt Rom und beleuchtet die Lebensumstände ihrer Bewohner.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Wohnkultur, innerstädtischer Verkehr, öffentliche Versorgungssysteme sowie der Unterhaltungskultur im antiken Rom.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse des täglichen Lebens im antiken Rom und das Aufzeigen von Vergleichsaspekten zwischen antiken und modernen städtischen Problematiken.

Welcher methodische Ansatz wurde gewählt?

Die Arbeit verwendet einen interdisziplinären Ansatz, der geographische Instrumentarien mit archäologischen, historischen und philologischen Erkenntnissen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Im Hauptteil werden die Wohnbedingungen in Domus und Insulae, die verkehrstechnischen Herausforderungen, die Wasser- und Nahrungsmittelversorgung sowie die Bedeutung der Thermen für das gesellschaftliche Leben untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Metropole, Wohnkultur, soziale Differenzierung, Infrastruktur, Festivalisierung und Thermenzivilisation.

Was unterscheidet ein Domus von einer Insula?

Das Domus war ein komfortables, oft repräsentatives Stadthaus der wohlhabenden Schichten, während die Insula ein mehrgeschossiges Mietshaus war, in dem der Großteil der Bevölkerung unter oft prekären Bedingungen lebte.

Welche Bedeutung hatten die Thermen im sozialen Gefüge?

Die Thermen dienten nicht nur der Körperhygiene, sondern fungierten als zentrale gesellschaftliche Begegnungsstätten für sportliche Ertüchtigung und geistige Weiterbildung.

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Details

Title
Rom - alltagsgeographische Phänomene einer antiken Metropole
College
University of Potsdam
Grade
1,3
Author
Patrick Schweitzer (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V35510
ISBN (eBook)
9783638354035
Language
German
Tags
Phänomene Metropole
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Schweitzer (Author), 2004, Rom - alltagsgeographische Phänomene einer antiken Metropole, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35510
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