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Soziale Systeme - Ein Einblick in die Systemtheorie Niklas Luhmanns

Título: Soziale Systeme - Ein Einblick in die Systemtheorie Niklas Luhmanns

Trabajo Escrito , 2004 , 19 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Miriam Pähler (Autor)

Sociología - General y Teorías
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Der Soziologe Niklas Luhmann gilt als der deutsche Vertreter und Begründer der Systemtheorie. Er hat zahlreiche Forschungen nicht nur in der Soziologie, sondern auch in den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, in der Theologie, der Geschichtswissenschaft, Kommunikationswissenschaft und in der Literaturwissenschaft angeregt. Grund hierfür ist sein Anspruch, alle gesellschaftlichen Teilbereiche mit denselben Kategorien beschreiben zu wollen. Dadurch, dass er seine Theorie aus der Sicht verschiedenster Wissensgebiete zu untermauern versuchte, wollte er seine Theorie unanfechtbar machen, um eine Art Universaltheorie daraus entstehen zu lassen.

Doch was genau beinhaltet seine Theorie der sozialen Systeme? – Niklas Luhmann hat in seinen vielen Werken im Laufe seiner „Karriere als Soziologe“ die Handlungstheorie von Talcott Parsons zum Großteil auf Eis gelegt und sie zu einer neuen, seiner so genannten Kommunikationstheorie sozialer Systeme, verändert.

Der frühe Luhmann war, wie auch Parsons, noch Handlungstheoretiker, doch nach gewaltiger Kritik an seiner Theorie Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts durch Jürgen Habermas, stellt er seine alten Ansichten um und seine aktuelle Kommunikationstheorie auf. In seinem aus dieser Umstellung der Theorien resultierenden Werk: „Soziale Systeme – Grundriß einer allgemeinen Theorie“ von 1984 stellt er seine neu entwickelte Theorie von sozialen Systemen dar. Er geht nun von Kommunikationen als kleinstem Element von Vergesellschaftungen aus.

Niklas Luhmanns veränderte Theorie basiert weiterhin, zumindest in ihren Grundzügen, auf der Theorie Talcott Parsons. Des weiteren knüpft er mit der Entwicklung seiner Theorie an das Konzept der beiden chilenischen Biologen und Neurophysiologen Humberto R. Maturana und Francisco J. Varela an, die schon in den sechziger und siebziger Jahren den Begriff der autopoietischen2 Systeme einführten, um hiermit die Eigenarten der Organisation von Lebewesen zu beschreiben. Luhmann verwendet den Begriff der Autopoiesis als eine der Hauptgrundlagen seiner Theorie und überträgt sie von lebenden Systemen, wie es bei den beiden Biologen ausschließlich beabsichtigt war, auf jegliche soziale Systeme.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die allgemeine Systemtheorie

3. Systemtheorie Niklas Luhmanns

3.1 Der funktional-strukturelle Aspekt

3.2 Der Autopoiesis-Begriff

3.3 Kommunikation – soziale und psychische Systeme

3.4 Beobachtung

4. Die Gesellschaftstheorie

4.1 Komplexität und Systemdifferenzierung

4.2 Funktionale Differenzierung

4.2.1 Beispiel: Wirtschaftssystem

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen verständlichen Einblick in die komplexe Systemtheorie von Niklas Luhmann zu geben. Dabei wird untersucht, wie Luhmann die soziologische Theorie durch den Übergang von handlungstheoretischen Ansätzen hin zu einer radikalen Kommunikationstheorie transformiert hat.

  • Grundlagen der allgemeinen Systemtheorie und deren Weiterentwicklung durch Luhmann.
  • Die Rolle des Autopoiesis-Begriffs bei der Beschreibung sozialer Systeme.
  • Kommunikation als kleinstes Element und Basis sozialer Systeme.
  • Die funktionale Differenzierung der Gesellschaft und ihre binären Codes.

Auszug aus dem Buch

3.4 Beobachtung

Systeme konstruieren sich ein systemimmanentes Bild ihrer Umwelt. Sie haben nur ihr spezifisch konstruiertes Bild ihrer Umwelt, ohne zu wissen, ob es das richtige Bild ist, da sie nichts anderes als diese Konstruktion kennen. Systeme beobachten also ihre Umwelt. Luhmann definiert Beobachten als Bezeichnung anhand von Unterscheidungen. Um es kurz zu sagen, wird eine Unterscheidung gewählt und eine der beiden Seiten der Unterscheidung wird bezeichnet. Diese beiden Komponenten der (systeminternen) Operation des Beobachtens treten bei einer Beobachtung immer gemeinsam auf, denn etwas kann nur beobachtet werden, wenn es von etwas anderem unterschieden wird.

Jede Beobachtung kann bei einer anderen Art von Unterscheidung anders ausfallen, deshalb hat jedes System ein anderes Bild seiner Umwelt, obwohl diese möglicherweise zu großen Teilen die Selbe ist. Beobachtung unterscheidet Niklas Luhmann unter dem Aspekt verschiedener Ordnungen. Zum einen gibt es den Beobachter erster Ordnung und zum anderen den Beobachter zweiter Ordnung. Der Beobachter erster Ordnung sieht nur, was er sieht, er sieht aber nicht, was er nicht sieht. Der Beobachter zweiter Ordnung sieht was er sieht und sieht auch nicht das, was er nicht sieht. Allerdings sieht er auch das, was der Beobachter erster Ordnung nicht sehen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in Niklas Luhmanns Ambition ein, eine Universaltheorie zu entwickeln, und beschreibt seinen Paradigmenwechsel vom Handlungstheoretiker zum Kommunikationstheoretiker.

2. Die allgemeine Systemtheorie: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Systemtheorie vor Luhmann, insbesondere die Konzepte von System und Umwelt sowie offene versus geschlossene Systeme.

3. Systemtheorie Niklas Luhmanns: Hier werden Luhmanns spezifische Anpassungen wie der funktional-strukturelle Ansatz und die Übertragung der Autopoiesis auf soziale Systeme detailliert.

3.1 Der funktional-strukturelle Aspekt: Dieses Kapitel beschreibt, wie Luhmann Parsons' Theorie umgestaltete, um die Reduktion von Weltkomplexität ins Zentrum zu stellen.

3.2 Der Autopoiesis-Begriff: Es wird erklärt, wie Systeme durch die rekursive Reproduktion ihrer eigenen Elemente als autonome, selbstreferentiell geschlossene Einheiten existieren.

3.3 Kommunikation – soziale und psychische Systeme: Hier wird erläutert, dass soziale Systeme aus Kommunikationen bestehen, die in einem rekursiven Prozess aneinander anknüpfen.

3.4 Beobachtung: Dieses Kapitel thematisiert die Konstruktion von Systemumwelt durch Unterscheidungen und den Unterschied zwischen Beobachtern erster und zweiter Ordnung.

4. Die Gesellschaftstheorie: Dieses Kapitel verbindet die Theorie sozialer Systeme mit der Differenzierung der modernen Gesellschaft in Teilsysteme.

4.1 Komplexität und Systemdifferenzierung: Hier wird der Prozess beschrieben, in dem soziale Systeme Subsysteme bilden, um komplexer zu werden.

4.2 Funktionale Differenzierung: Dieses Kapitel befasst sich mit der evolutionären Entstehung funktionaler Teilsysteme, die durch binäre Codes operieren.

4.2.1 Beispiel: Wirtschaftssystem: Anhand des Wirtschaftssystems wird verdeutlicht, wie durch einen binären Code (Zahlen/nicht Zahlen) eine eigenständige Systemlogik entsteht.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Intentionen Luhmanns zusammen und resümiert die Schwierigkeiten bei der Rezeption seiner eigenwilligen Begrifflichkeiten.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Soziale Systeme, Autopoiesis, Kommunikation, Komplexität, Systemdifferenzierung, Beobachtung, Beobachter erster Ordnung, Beobachter zweiter Ordnung, Funktionale Differenzierung, Binäre Codes, Wirtschaftssystem, Gesellschaftstheorie, Selbstreferenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine strukturierte Einführung in die Systemtheorie von Niklas Luhmann und beleuchtet dessen Entwicklung von einer handlungsorientierten hin zu einer kommunikationstheoretischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Autopoiesis sozialer Systeme, der Begriff der Kommunikation als Systemelement, die Rolle der Beobachtung und die funktionale Differenzierung der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die komplexen Kernbegriffe Luhmanns verständlich aufzuarbeiten und die Neuerungen darzustellen, die er gegenüber klassischen Systemtheorien wie denen von Talcott Parsons eingeführt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse. Sie stützt sich primär auf Luhmanns eigene Schriften sowie auf relevante Sekundärliteratur zur Systemtheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Systemtheorie, Luhmanns spezifische Theorien sozialer Systeme und eine Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Gesellschaftstheorie inklusive eines Wirtschaftsbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Systemtheorie, Kommunikation, Autopoiesis, Differenzierung, Komplexität und Beobachtung.

Wie unterscheidet Luhmann zwischen verschiedenen Beobachtern?

Ein Beobachter erster Ordnung beobachtet die Welt direkt, während ein Beobachter zweiter Ordnung zusätzlich die Beobachtungen anderer beobachtet und so sieht, was der erste Beobachter möglicherweise übersieht.

Warum ist die Unterscheidung von Wirtschaftssystem und binärem Code wichtig?

Das Beispiel Wirtschaft zeigt, wie ein System durch einen spezifischen Code (Zahlen/nicht Zahlen) von der Umwelt abgegrenzt wird und nur noch nach seiner eigenen systemimmanenten Logik operiert.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Soziale Systeme - Ein Einblick in die Systemtheorie Niklas Luhmanns
Universidad
Bielefeld University
Calificación
1
Autor
Miriam Pähler (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
19
No. de catálogo
V35517
ISBN (Ebook)
9783638354103
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziale Systeme Einblick Systemtheorie Niklas Luhmanns
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Miriam Pähler (Autor), 2004, Soziale Systeme - Ein Einblick in die Systemtheorie Niklas Luhmanns, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35517
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