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Curriculum für den Literaturkurs "Text"

Title: Curriculum für den Literaturkurs "Text"

Bachelor Thesis , 2015 , 77 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magister / Master Andrea Hahnfeld (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Im Rahmen der Honoursarbeit wird ein umfangreiches Curriculum für den Literaturkurs „Text“ erstellt, der in Modul 278 des Bachelor-Studiengangs Deutsche Sprache, Kultur und Literatur angeboten wird.

Ausgangspunkt für die Curriculumsentwicklung ist die Modulbeschreibung im aktuellen Studienführer (vgl. Department of Modern Foreign Languages, 2015) sowie eine Unterrichtshospitation, während der eine Vorlesung und zwei Tutorien des betreffenden Kurses besucht wurden. Anhand der Beobachtungen während der Hospitation erfolgte eine Einschätzung der Kompetenzen, über die Studierende verfügen müssen, um den Literaturkurs „Text“ erfolgreich zu absolvieren. Die sich daraus ergebenen Handlungsfelder wurden um jene Aspekte ergänzt, die aktuelle Forschungserkenntnisse hinsichtlich des Umgangs mit Literatur im DaF-Unterricht einbeziehen. So wurden u.a. drei zentrale Konzepte berücksichtigt: symbolische Kompetenz, Literarizität und literarische Kompetenz.

In einem nächsten Schritt erfolgte die Erstellung von detaillierten Kann-Beschreibungen zu allen definierten Handlungsfeldern. Diese Kann-Beschreibungen sind einerseits am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen des Europarats (2001) ausgerichtet, andererseits flossen Aspekte aus Burwitz-Melzers Lesekompetenzmodell (2007) ein. Da die formulierten Kann-Beschreibungen als Ausgangspunkt für die Erstellung von Unterrichts- und Prüfungsmaterialien dienen, wird im Kapitel "Leistungsmessung" ausführlich reflektiert, welche Konsequenzen daraus für die Praxis abzuleiten sind.

Den Abschluss bildet ein Ausblick, in dem auseinandergesetzt wird, wie das vorliegende Curriculum für die departmentinterne Weiterentwicklung eingesetzt werden könnte.

Zwischen der Deutschabteilung der Universität Stellenbosch (Südafrika) und dem Herder-Institut der Universität Leipzig besteht seit dem Wintersemester 2008/2009 eine Institutspartnerschaft. Ein wesentliches Anliegen dieser Kooperation stellt u.a. der (fachliche) Austausch zwischen den beiden Instituten dar. Vor diesem Hintergrund strebe ich mit der vorliegenden Arbeit an, die fachlichen Kompetenzen, die ich als Studierende des Master-Moduls Curriculare Planung am Herder-Institut erworben habe, auf den südafrikanischen Kontext zu übertragen und so zum Qualitätsmanagement der Deutschabteilung in Stellenbosch beizutragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Curriculum

1 Einleitung

2 Rahmenbedingungen

2.1 Zielgruppe

2.2 Kursbeschreibung

2.3 Leistungsnachweise

2.4 Konsequenzen für die Curriculum- und Materialentwicklung

3 Grundlagen

3.1 Literatur als Fremdsprache

3.1.1 Symbolische Kompetenz

3.1.2 Literarizität

3.1.3 Literarische Kompetenz

3.2 Fachsprache Literaturwissenschaft

4 Handlungsfelder und Kann-Beschreibungen

4.1 Handlungsfelder

4.2 Kann-Beschreibung

5 Konsequenzen für die Praxis

5.1 Anforderungen an die Materialien

5.2 Anforderungen an den Unterricht

5.3 Anforderungen an das Assessment

6 Ausblick

7 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit entwickelt ein umfangreiches Curriculum für den Literaturkurs „Text“ des Moduls 278 im Bachelor-Studiengang „Deutsche Sprache, Kultur und Literatur“ an der Universität Stellenbosch, um Studierende durch gezielte Kompetenzförderung auf weiterführende Honours- und Masterstudiengänge vorzubereiten.

  • Curriculumsentwicklung für den Literaturkurs „Text“ unter Einbezug von Hospitationen.
  • Theoretische Fundierung durch Konzepte wie symbolische Kompetenz, Literarizität und literarische Kompetenz.
  • Integration von CLILiG (Content and Language Integrated Learning in German) zur sprachlichen Unterstützung.
  • Erstellung detaillierter Kann-Beschreibungen für diverse Handlungsfelder.
  • Anpassung von Assessment-Formen hin zu einem formativen, prozessorientierten Ansatz.

Auszug aus dem Buch

3.1 Literatur als Fremdsprache

Riedner (2010) zeigt in ihrem Überblicksaufsatz zur Theoriebildung und Literaturvermittlung im Fach Deutsch als Fremdsprache auf, dass die Auseinandersetzung mit Literatur im DaF-Unterricht von zwei Theorien wesentlich geprägt wurde. Der Einfluss dieser beiden Ansätze sei auch in neueren literaturdidaktischen Arbeiten noch erkennbar.

Rezeptionsästhetik Das literarische Kommunikationsmodell der Rezeptionsästhetik geht davon aus, dass Text und Leser/in in einem dialogischen Verhältnis zueinander stehen. Durch den Leseakt schaffen Lesende in Interaktion mit dem Text überhaupt erst Bedeutung (vgl. Iser, 1994: 265). Folglich rücken zahlreiche literaturdidaktische Ansätze im Fach Deutsch als Fremdsprache die Lernenden als Rezipierende in den Mittelpunkt. Die Annahme dabei ist, dass die Lernenden den Text „vor dem Hintergrund individueller, aber auch kulturell geprägter Erfahrungen“ (Riedner, 2010: 1544) rezipieren und Bedeutungen schaffen.

Kulturelle Fremdheit Dem zweiten Ansatz in der DaF-Literaturdidaktik liegt die Vorstellung zugrunde, dass literarische Texte dabei helfen, sich „Unterschiede von eigener und fremder Wirklichkeitssicht bewusst zu machen“ (Riedner, 2010: 1545).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Kooperation zwischen der Universität Stellenbosch und dem Herder-Institut und stellt das Ziel vor, ein Curriculum für den Literaturkurs „Text“ zu entwickeln.

2 Rahmenbedingungen: Analysiert die Zielgruppe der Studierenden des zweiten Studienjahrs und legt die organisatorischen Anforderungen des Kurses fest.

3 Grundlagen: Erläutert die theoretischen Konzepte wie Literaturbegriff, symbolische Kompetenz, Literarizität und literarische Kompetenz als Fundament des Curriculums.

4 Handlungsfelder und Kann-Beschreibungen: Identifiziert Standardsituationen im Unterricht und formuliert darauf basierend spezifische Kompetenzbeschreibungen für die Studierenden.

5 Konsequenzen für die Praxis: Reflektiert die methodische Umsetzung mittels CLILiG und definiert Gütekriterien für Materialien sowie Assessment-Instrumente.

6 Ausblick: Erörtert die Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Curriculums und dessen Nutzung als Instrument der Lehrerfortbildung.

7 Literatur: Listet sämtliche für die Arbeit herangezogenen Quellen auf.

Schlüsselwörter

Curriculumsentwicklung, DaF, Literaturunterricht, symbolische Kompetenz, Literarizität, literarische Kompetenz, CLILiG, Kann-Beschreibungen, Stellenbosch, Fremdsprachenlernen, Handlungsfelder, Assessment, Lehrmaterialien, bildungssprachliche Fähigkeiten, Lesekompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht um die Konzeption und Erstellung eines fundierten Curriculums für den Literaturkurs „Text“ im Rahmen des BA-Studiengangs „Deutsche Sprache, Kultur und Literatur“ an der Universität Stellenbosch.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die theoretische Begründung literaturdidaktischer Arbeit im DaF-Kontext, die Definition von literarischer Kompetenz sowie die praktische Umsetzung durch Handlungsfelder und Kann-Beschreibungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist die Übertragung fachdidaktischer Kompetenzen aus dem Master-Modul am Herder-Institut auf den spezifischen südafrikanischen Kontext, um das Qualitätsmanagement der Deutschabteilung in Stellenbosch zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine Kombination aus Bedarfsanalyse mittels Unterrichtshospitation, Literaturstudium zur Theoriebildung und der Anwendung des Modells von Burwitz-Melzer zur Operationalisierung von Kompetenzen genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, der Ableitung von Handlungsfeldern, der Erstellung von Kann-Beschreibungen auf Niveaustufen (A2/B1) sowie der Reflexion über Konsequenzen für Materialien und Assessment.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Curriculumsentwicklung, DaF, Literaturunterricht, symbolische Kompetenz, Literarizität und CLILiG charakterisiert.

Wie wird das Sprachniveau der Studierenden bei der Curriculumsplanung berücksichtigt?

Durch die Formulierung von Kann-Beschreibungen, die ein Bodenniveau (A2) und ein Deckenniveau (B1) unterscheiden, wird der heterogenen sprachlichen Zusammensetzung der Zielgruppe Rechnung getragen.

Welche Rolle spielt die CLILiG-Methode in diesem Curriculum?

CLILiG dient als methodischer Ansatz, um den Studierenden trotz des fachorientierten Unterrichts in der Zielsprache Deutsch sowohl fachliche als auch sprachliche Fortschritte durch gezielte Unterstützung zu ermöglichen.

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Details

Title
Curriculum für den Literaturkurs "Text"
College
Stellenbosch Universitiy  (Germanistik)
Course
BA-Studiengang "Deutsche Sprache, Kultur und Literatur"
Grade
1,0
Author
Magister / Master Andrea Hahnfeld (Author)
Publication Year
2015
Pages
77
Catalog Number
V355229
ISBN (eBook)
9783668413481
ISBN (Book)
9783668413498
Language
German
Tags
Curriculum DaF DFU Literarizität Literarische Kompetenz Dobstadt Riedner Kramsch Kann-Beschreibungen Literatur DaF-Unterricht Burwitz-Melzer CLIL CLILiG Leisen Symbolische Kompetenz Herder-Institut
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister / Master Andrea Hahnfeld (Author), 2015, Curriculum für den Literaturkurs "Text", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355229
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