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Humanisierung der Arbeit

Title: Humanisierung der Arbeit

Term Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Thomas Galsterer (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Wie immer der Begriff der Arbeit definiert wird, Faktum ist, dass der Mensch einen großen Teil seines Lebens zur Arbeit gezwungen ist, um dadurch den Lebensunterhalt für sich selbst und in vielen Fällen auch für seine Familie zu erwerben.

Zu Zeiten der Industrialisierung wurde dieser Zwang nach Existenzsicherung teilweise durch unmenschliche Arbeitstätigkeiten, die von den Organisationsmitgliedern erwartet wurde, ausgenutzt. Hier handelten die Führungskräfte nach tayloristischen Ansätzen einer optimalen Arbeitsgestaltung.

Erst die Hawthorne-Experimente von 1924 erschütterten das tayloristische Weltbild und stellten die Befriedigung von sozialen Bedürfnissen als einen wichtigen Faktor für die Qualität der Arbeitsleistung in den Mittelpunkt.

Diese Ausarbeitung widmet sich der einleitend beschriebenen Entwicklung der Humanisierung der Arbeit, klärt in diesem Sinne wichtige Begrifflichkeiten und zeigt typische arbeitsorganisatorische Modelle auf. Weiter stellt diese Arbeit einen wissenschaftlichen Ansatz zu der Thematik vor und erläutert kurz den Zusammenhang von Humanisierung und Organisation.

In einem Exkurs beziehe ich die organisationale Demokratie mit in meine Überlegungen ein, welche ich an einem Beispiel näher bringen möchten und ende abschließend mit einem Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Abgrenzung

2.1 Naturwissenschaftliche Anthropologie

2.2 Humanistische Anthropologie

2.3 Marxistische Anthropologie

2.4 Christliche Anthropologie

2.5 Ableitung einer Definition

3 Humanisierung und Organisation

4 Organisationale Demokratie

4.1 Ziele Organisationaler Demokratie

4.2 Geschichtliche Entwicklung

4.3 Beteiligungsgrade

4.4 Gegenstand und Reichweite Organisationaler Demokratie

5 Selbstverwaltung als Form Organisationaler Demokratie

6 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Ausarbeitung analysiert die historische und theoretische Entwicklung der Humanisierung der Arbeit und untersucht deren notwendige Verbindung zur modernen Organisationsgestaltung. Ziel ist es, durch die Klärung anthropologischer Begrifflichkeiten und die Analyse konkreter Modelle der organisationalen Demokratie aufzuzeigen, wie Arbeit menschengerechter gestaltet werden kann.

  • Anthropologische Grundlagen der Humanität und Arbeitsgestaltung
  • Zusammenhang zwischen Humanisierung und Organisationsstruktur
  • Konzepte und Ziele der organisationalen Demokratie
  • Beteiligungsgrade und Partizipationsmöglichkeiten für Arbeitnehmer
  • Praxisbeispiele der Selbstverwaltung in genossenschaftlichen Strukturen

Auszug aus dem Buch

4.3 Beteiligungsgrade

Den zentralen theoretischen Ausgangspunkt für die Untersuchung Organisationaler Demokratie bildet die Partizipationsforschung. Wie eingangs erwähnt, wird hierbei der Grad der Mitwirkungs-, Mitentscheidungs- oder Selbstbestimmungsmöglichkeiten der betroffenen Arbeitnehmer untersucht. Auf dieser Grundlage ist zunächst zu untersuchen in welcher Ausprägung Demokratie stattfindet. Es lassen sich zwei Gruppen unterscheiden. Die indirekten Formen Organisationaler Demokratie lassen die Beteiligung der Arbeitnehmer in der Organisation entweder gar nicht oder nur mittelbar über andere Gruppen und Interessenvertreter zu. Direkte Formen Organisationaler Demokratie ermöglichen hingegen den Arbeitnehmern unmittelbar persönlich am Entscheidungsprozess teilzunehmen.

Um den Grad der Partizipation näher zu erläutern, wird eine Kategorisierung vorgenommen, indem eine Einteilung nach dem Grad der Partizipation in Abhängigkeit zu den Entscheidungskompetenzen vorgenommen wird. Dabei bildet die Stufe (1) den geringsten und die Stufe (6) den höchsten Partizipationsgrad.

(1) Keine Partizipation,

(2) Information,

(3) Anhörung (= Konsultation),

(4) Mitwirkung,

(5) Mitbestimmung, Mitentscheidung,

(6) Selbstbestimmung.

„Information sowie Human-Relations-Führungstechniken - wie die Anhörung - sind aus demokratietheoretischer Sicht insofern als pseudodemokratisch zu bewerten, als die Betroffenen vom Mitentscheidungsrecht ausgeschlossen sind“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Notwendigkeit der Arbeit und die Entwicklung weg vom tayloristischen Weltbild hin zu humaner Arbeitsgestaltung.

2 Begriffliche Abgrenzung: Dieses Kapitel erläutert vier anthropologische Grundlagen (naturwissenschaftlich, humanistisch, marxistisch, christlich), um eine fundierte Definition von Arbeitshumanisierung abzuleiten.

3 Humanisierung und Organisation: Der Abschnitt untersucht, wie Humanisierungsmaßnahmen in bestehende Organisationsstrukturen integriert werden können und welche Konflikte dabei entstehen.

4 Organisationale Demokratie: Hier werden Ansätze und Ziele demokratischer Organisationsformen sowie die verschiedenen Grade der Partizipation detailliert dargestellt.

5 Selbstverwaltung als Form Organisationaler Demokratie: Anhand des Praxisbeispiels einer Mietergenossenschaft wird das Konzept der Selbstverwaltung und dessen organisatorische Umsetzung analysiert.

6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Aspekte der Arbeit zusammen und formuliert konkrete Forderungen für die Verbesserung physischer, psychischer und sozialer Arbeitsbedingungen.

Schlüsselwörter

Humanisierung der Arbeit, Organisationale Demokratie, Partizipation, Selbstverwaltung, Arbeitsorganisation, Anthropologie, Mitbestimmung, Taylorismus, Arbeitszufriedenheit, Unternehmensziele, Teilautonome Arbeitsgruppen, Mitarbeiterbeteiligung, Genossenschaft, Selbstverwirklichung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Humanisierung der Arbeitswelt und untersucht, wie moderne Organisationsformen und demokratische Strukturen zu einer menschengerechteren Arbeitsgestaltung beitragen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der anthropologischen Fundierung des Begriffs der Menschlichkeit, der Verbindung von Humanisierung und Organisation sowie der praktischen Umsetzung von organisationaler Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die theoretische Analyse und die Erläuterung konkreter Partizipationsmodelle aufzuzeigen, wie Arbeitssituationen im Sinne menschlicher Bedürfnisse verbessert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse anthropologischer Ansätze sowie eine deskriptive Auswertung von Modellen der organisationalen Demokratie und ein Fallbeispiel zur Selbstverwaltung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Humanisierungsbegriffs, die Diskussion von Beteiligungsgraden in Organisationen und die Analyse eines konkreten genossenschaftlichen Selbstverwaltungsmodells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Humanisierung der Arbeit, organisationale Demokratie, Partizipation, Selbstverwaltung und Mitbestimmung.

Welche Rolle spielen die Hawthorne-Experimente für die Argumentation?

Sie dienen als historischer Wendepunkt, der das tayloristische Weltbild erschütterte und erstmals die Bedeutung sozialer Bedürfnisse für die Arbeitsleistung in den Fokus rückte.

Wie bewertet der Autor "pseudodemokratische" Strukturen?

Der Autor kritisiert Instrumente wie einfache Anhörungen, da sie die Betroffenen vom eigentlichen Mitentscheidungsrecht ausschließen und lediglich eine Beteiligung vortäuschen.

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Details

Title
Humanisierung der Arbeit
College
University of Hamburg
Grade
1,5
Author
Thomas Galsterer (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V35524
ISBN (eBook)
9783638354165
Language
German
Tags
Humanisierung Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Galsterer (Author), 2004, Humanisierung der Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35524
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