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Recht im Krieg. "Le Droit de gens " von Emer de Vattel

Título: Recht im Krieg. "Le Droit de gens " von Emer de Vattel

Trabajo de Seminario , 2004 , 32 Páginas , Calificación: 16 Punkte

Autor:in: Juliane Weis (Autor)

Derecho - Filosofía, Sociología e Historia del Derecho
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Emer de Vattels großes Lebenswerk „Le droit des gens ou principes de la loi naturelle“, welches in vielen Auflagen und Übersetzungen erschienen ist, ist ein Handbuch über das Völkerrecht, dessen Ausarbeitung unter den schwierigsten äußeren Umständen und Entbehrungen sich auf viele Jahre erstreckte und nach seinem Erscheinen im Jahre 1758 Anlass zu verschiedensten Beurteilungen gegeben hat.
Schon kurz nach Vattels Tod 1767 hat das 1785 erschienene Werk des Freiherrn Ludwig von Ompteda über die „Literatur des gesamten sowohl natürlichen als positiven Völkerrechts“ die in der ferneren Beurteilung immer wiederholte Behauptung aufgestellt, Vattel sei lediglich ein getreuer Gefolgsmann seines großen Vorgängers Christian Wolff gewesen. Er sei ihm nicht allein in der Disposition, „sondern auch in der Gedankenreihe…sorgfältig gefolgt.“
Auf der anderen Seite wird Vattel lediglich angerechnet, er kleide auch, welches „ohnstreitig“…sein „größter Verdienst um die Völkerrechtswissenschaft ist“, die von Wolff in „dürrer, mathematischer Leseart vorgetragenen Sätze in einen angenehmen natürlichen Vortrag ein, sodass sein Buch in der Tat noch zur Zeit das einzige vom natürlichen Völkerrecht handelnde Buch ist, dass sich zum Gebrauch für Staatsmänner und Personen schickt, die sich nicht eigentlich der Gelehrsamkeit widmen.“
Schon in dieser Kritik gegen Vattels Werk kommt jene Einwendung zum Ausdruck, die bis in die Gegenwart die Durchschnittsmeinung der Völkerrechtsliteratur vorwegnimmt, nämlich dass Vattel „manchmal zu sehr bei der Oberfläche stehen bleibt und nicht tief und gründlich genug in die Materien eindringt.“

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung: Emer de Vattel und das Völkerrecht

II. Der völkerrechtliche Standort

a) Die naturrechtliche Richtung

b) Die positivistische Richtung

c) Die grotianische Richtung

III. Biographie von Emer de Vattel

IV. Die gerechten Gründe des Krieges

V. Die Rechte im Krieg

a. Die Kriegshandlungen, die berechtigt sind und die Kriegshandlungen, die nur erlaubt und straflos sind

b. Das Recht, den Feind mit allen an sich zulässigen Mitteln zu schwächen

c. Das Recht über die Person des Feindes

d. Die Repressalien

e. Die Bestimmungen über Überläufer und Deserteure

f. Die Bestimmungen über Frauen, Kinder, Greise und Kranke

g. Die Bestimmungen über Religionsdiener und Gelehrte

h. Die Bauern und das allgemein unbewaffnete Volk

i. Das Recht, Kriegsgefangene zu machen

j. Das Verbot, Kriegsgefangene zu töten

k. Die Behandlung der Kriegsgefangenen

l. Erörterung der Frage, ob es erlaubt ist, Kriegsgefangene, die man nicht bewachen, oder ernähren kann, zu töten

m. Die Frage, ob Kriegsgefangene zu Sklaven gemacht werden dürfen

n. Der Austausch und der Rückkauf der Gefangenen

o. Das grundsätzliche Verbot, einen Feind zu ermorden oder vergiften zu lassen

p. Das Verbot, Wasser zu vergiften

q. Die Rechtsgrundsätze das feindliche Eigentum betreffend

r. Das Recht, sich der Sachen zu bemächtigen

s. Die Beute

t. Die Beschießung der Städte

u. Das Schleifen der Festungen

v. Die Schutzwachen

w. Die allgemeine Regel für das Maßhalten bei der Schädigung des Feindes

VI. Die Einordnung Vattels Werk „Droit des gens ou principes de la loi naturelle appliqués à la conduite et aux affaires des nations et des souverains“

VII. Die Verbreitung und der Einfluss Vattels’ Werk

VIII. Das Besondere an Vattels „droit des gens“

IX. Vattels Absicht bei der Abfassung seines „Droit des gens“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Hauptwerkes von Emer de Vattel, „Le droit des gens“, unter besonderer Berücksichtigung seiner kriegsvölkerrechtlichen Bestimmungen (ius in bello) und seiner Einordnung in die geistesgeschichtliche Entwicklung des Naturrechts.

  • Biografie und Werdegang von Emer de Vattel
  • Klassifizierung der verschiedenen völkerrechtlichen Strömungen (naturrechtlich, positivistisch, grotianisch)
  • Analyse der gerechten Gründe für die Kriegsführung
  • Detaillierte Darstellung der Rechte und Befugnisse im Krieg
  • Wirkungsgeschichte und praktische Anwendung von Vattels Thesen

Auszug aus dem Buch

Die Rechte im Kriege

Vattel äußert sich vor allem im 3. Buch seines Werkes über „Das Recht der Nationen im Kriege“ und „Rechte und Befugnisse gegen die Person des Feindes in einem gerechten Kriege“.

„Rechte im Krieg“ werden beschrieben als diejenigen Regeln, die die Nationen untereinander beachten müssen, nachdem sie die Waffen ergriffen haben, um ihre Streitigkeiten zu beenden.

Hieraus ergibt sich zunächst die Frage, was dem Feind gegenüber überhaupt erlaubt ist.

Vattel leitet die Antwort auf diese Frage aus einem einzigen Prinzip her, nämlich aus dem Endzweck des gerechten Krieges. Denn sobald ein Ziel rechtmäßig ist, ist eben deshalb der nach ihm Strebende legitimiert, alle zu seiner Realisierung notwendigen Mittel anzuwenden. Das letztendliche Ziel eines gerechten Krieges ist die „Ahndung oder Verhütung eines Unrechts“, wobei „ahnden“ hierbei das Betreiben der Wiedergutmachung des Unrechts bedeutet, wenn eine Wiedergutmachung überhaupt möglich ist, oder die Herbeiführung einer gerechten Genugtuung gemeint ist, wenn das Unrecht irreparabel sein sollte. Das heißt letztendlich, dass man sich durch Gewalt Gerechtigkeit verschafft, die man nicht anders erlangen kann. Man zwingt einen Ungerechten, das begangene Unrecht wiedergutzumachen oder Sicherheiten gegen ein Unrecht zu geben, mit dem er uns bedroht. Ist der Krieg erklärt, so ist man also berechtigt, gegen seinen Feind all das zu unternehmen, was zur Erreichung des Ziels unbedingt notwendig ist; also was dazu dient, ihn zurechtzuweisen und von ihm Gerechtigkeit und Sicherheit zu erlangen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Emer de Vattel und das Völkerrecht: Einleitende Betrachtung von Vattels Lebenswerk und der historischen Rezeption sowie Kritik an seiner wissenschaftlichen Arbeit.

II. Der völkerrechtliche Standort: Differenzierung der naturrechtlichen, positivistischen und grotianischen Schule im Völkerrecht.

III. Biographie von Emer de Vattel: Detaillierter Abriss der Lebensstationen Vattels und deren Einfluss auf sein schriftstellerisches und diplomatisches Schaffen.

IV. Die gerechten Gründe des Krieges: Erörterung der Voraussetzungen und Motive, die einen Krieg nach Vattels Auffassung legitimieren.

V. Die Rechte im Krieg: Umfangreiche Analyse der kriegsrechtlichen Bestimmungen, die den Umgang mit Feinden, Gefangenen und Eigentum regeln.

VI. Die Einordnung Vattels Werk „Droit des gens...“: Geistesgeschichtliche Einordnung und die Rolle Vattels als Vertreter einer konservativen Naturrechtstradition.

VII. Die Verbreitung und der Einfluss Vattels’ Werk: Darstellung der internationalen Rezeption und des praktischen Erfolgs des Buches in verschiedenen Staaten.

VIII. Das Besondere an Vattels „droit des gens“: Analyse der Alleinstellungsmerkmale des Werkes hinsichtlich praktischer Anwendbarkeit und systematischer Neuorientierung.

IX. Vattels Absicht bei der Abfassung seines „Droit des gens“: Untersuchung der Zielsetzung Vattels, ein für Praktiker verständliches Handbuch des Völkerrechts zu schaffen.

Schlüsselwörter

Emer de Vattel, Völkerrecht, Le droit des gens, Naturrecht, ius in bello, Kriegsvölkerrecht, Kriegsgefangene, Souveränität, Neutralität, Christian Wolff, Rechtsgeschichte, Staatsmänner, Diplomatie, Repressalien, Kriegsführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Emer de Vattels Hauptwerk „Le droit des gens“ und analysiert seine Bedeutung für die europäische Kriegsrechtsgeschichte sowie seine Ansichten zum Verhalten von Nationen im Konflikt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Völkerrecht des 18. Jahrhunderts, die philosophischen Grundlagen des Naturrechts, das Verhalten von Souveränen im Krieg und die praktische Anwendbarkeit dieser Normen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Vattels Beitrag zur Völkerrechtswissenschaft zu beleuchten und insbesondere zu zeigen, wie er theoretische Naturrechtsprinzipien in ein praktikables Handbuch für Staatsmänner übersetzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtsgeschichtliche Analyse, die auf der kritischen Auswertung von Vattels Originalschriften und zeitgenössischer sowie moderner Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Biografie Vattels vor allem die detaillierten Regeln des „ius in bello“ untersucht, wie etwa der Umgang mit Gefangenen, das Verbot von Giftmord und die Beschießung von Städten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Vattel, Völkerrecht, Naturrecht, ius in bello, Souveränität und die Einordnung in die geistesgeschichtliche Entwicklung.

Wie bewertet Vattel die Tötung von Kriegsgefangenen?

Vattel lehnt die Tötung von Kriegsgefangenen grundsätzlich ab, sobald der Feind entwaffnet ist, es sei denn, der Gefangene hat sich persönlich eines todeswürdigen Verbrechens schuldig gemacht.

Was ist das besondere Verhältnis Vattels zu Christian Wolff?

Vattel folgt Wolff methodisch stark, ist jedoch überzeugt, dass dessen mathematisch-abstraktes Werk für die diplomatische Praxis ungeeignet ist, weshalb er eine klarere und praktischere Version erstellte.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Recht im Krieg. "Le Droit de gens " von Emer de Vattel
Universidad
University of Würzburg
Calificación
16 Punkte
Autor
Juliane Weis (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
32
No. de catálogo
V35542
ISBN (Ebook)
9783638354295
ISBN (Libro)
9783668259317
Idioma
Alemán
Etiqueta
Emer Vattel ius in bello
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Juliane Weis (Autor), 2004, Recht im Krieg. "Le Droit de gens " von Emer de Vattel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35542
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