Fußballberichterstattung in der "Berliner Zeitung" 1950-1953


Bachelorarbeit, 2015

38 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung
1. Nachkriegsdeutschland: Fußball in der Ostzone und der DDR
2. Aktueller Forschungsstand
3. Quellenkritik
3.1. Presse in der DDR
3.2. Die Berliner Zeitung
4. Aufbau der Arbeit

II. Darstellung des methodischen Vorgehens
1. Die Verbindung von qualitativer und quantitativer Analyse
2. Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
2.1 Erstellung des Kategoriensystems
2.1.1 Auswahl der Stichprobe
2.1.2 Das Kategoriensystem

III. Auswertung und Darstellung der Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse
1. Die Frequenzanalyse
2. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse

IV. Fazit
1. Die Fußballberichterstattung
2. Die Forschungsmethode
3. Forschungsperspektiven

V. Literaturverzeichnis

VI. Abbildungsverzeichnis

VII. Tabellenverzeichnis

VIII. Anhang

I. Einleitung

1. Nachkriegsdeutschland: Fußball in der Ostzone und der DDR

Im Jahre 1948 wurde der 1.FC Nürnberg als erster westdeutscher Nachkriegsmeister ermittelt. Doch wie sah es zu dieser Zeit in der sowjetischen Besatzungszone[1] aus? In unterschiedlicher Geschwindigkeit und unter strengen Auflagen des alliierten Kontrollrates gründeten sich in Westdeutschland in den jeweiligen Besatzungszonen ab dem Jahre 1946 bereits neue Landessportbünde und Vereine, sodass bereits zwei Jahre später eine westdeutsche Meisterschaft ausgetragen werden konnte. Allerdings hielt die SBZ, die spätere DDR, am Not- und Übergangskonzept des „kommunalen Sports“ fest. Auf der einen Seite konnte dadurch der bürgerliche Sport, welcher im dritten Reich eng mit der NSDAP verbunden war, zwar kontrolliert werden, wurde jedoch auf der anderen Seite stark in seiner Entwicklung eingeschränkt.[2] So mussten sich neue Sportgemeinschaften (SG) polizeilich registrieren lassen. Zusätzlich wurde eine Polizeiverordnung erlassen, die besagte, dass es nicht zulässig war außerhalb dieser registrierten Sportgemeinschaften gruppen- oder vereinsmäßigen Sport zu betreiben.[3] Die sowjetische Besatzungsmacht war also an einer Genesung des Fußballs in der Ostzone nicht interessiert und so herrschte in der SBZ ein regelrechtes Durcheinander. In Mecklenburg und Brandenburg wurden 1947 die ersten Landesmeister ausgespielt. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gab es erst im Jahre 1949 die ersten Landesmeister. In Berlin wurden von 1946 bis 1950 überhaupt keine Meisterschaften ausgetragen. Zwar wurde auch 1947/48 die 1. Ostzonenmeisterschaft bestritten, doch wird diese von Klaus Querengässer als „Farce“ bezeichnet, da nur die Landesmeister und Tabellenzweiten der jeweiligen fünf Länder der SBZ (Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg) an der Deutschen Landesmeisterschaft teilnehmen durften. Allerdings fanden in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu diesem Zeitpunkt keine Landesmeisterschaften statt.[4]

In der Saison 1949/50 wurde dann die DDR-Oberliga gegründet. Deren 14 Teilnehmer ergaben sich aus den Mannschaften, welche bereits an den bisherigen Ostzonenmeisterschaften teilgenommen hatten, den beiden Pokalfinalisten des Jahres 1949 und dem Sieger der Entscheidungsspiele. Bereits zur Saison 1950/51 wurde die Oberliga auf 18 Mannschaften erhöht. Zu den zusätzlichen Teilnehmern zählten nun auch drei Berliner Vereine: VfB Pankow, Union Oberschöneweide und Lichtenberg 47.[5]

Die politische Situation in Berlin zu dieser Zeit war eine besondere. Die deutsche Hauptstadt wurde nach dem Krieg zwischen den Besatzungsmächten aufgeteilt. Mit der von den USA angeführten Allianz der Westmächte in Westberlin und Westdeutschland traf ein kapitalistisches System auf ein, in Ostberlin und Ostdeutschland von der Sowjetunion angeführtes, kommunistisches System. Die daraus entstehenden Konfrontationen gipfelten sich später im Kalten Krieg. Aufgrund der besonderen Situation in Berlin war es den Berliner Fußballmannschaften nur gestattet am Spielbetrieb innerhalb der Stadt teilzunehmen. Es fand also ein Ost-West übergreifender Spielbetrieb innerhalb der Stadt statt. Als der in Westberlin ansässige VBB beschloss sich an Westdeutschland ein Beispiel zu nehmen und das Vertragsspielersystem einzuführen, war dies der auschlaggebende Punkt für den Deutschen Sportausschuss[6]: die Ostberliner Mannschaften wurden zur Saison 1950/51 vom Westberliner Spielbetrieb getrennt.

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Analyse der Ostberliner Presseberichterstattung sowohl über den allgemeinen Fußballspielbetrieb im demokratischen Sektor Berlins und der SBZ, also der späteren DDR, als auch über den internationalen Fußball in den Jahren 1950-1953. Grundlage dieser Analyse bildet die täglich in Ostberlin erschienene Berliner Zeitung[7]. Dazu werden jegliche in dieser Zeit erschienenen und gleichzeitig zum Fußball bezugnehmenden Artikel unter folgender Fragestellung untersucht (ausgenommen davon sind aus technischen Gründen der 07.1950 sowie der 12.1951):

„Was und wie berichtete die BerlinerZeitung 1950-1953 überden Fußball?“

Die an die zu untersuchenden Artikel gerichtete Frage ist absichtlich sehr allgemein gefasst, da das zu untersuchende Material sehr umfangreich ist und einen großen Zeitraum abdeckt. Deshalb kann eine spezifische Fragestellung dazu führen, dass einige wichtige und interessante Aspekte der Fußballberichterstattung in der Berliner Zeitung 1950-1953 nicht erfasst werden.

Die Untersuchung der Artikel erfolgt nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse. Alexander Feldmann griff im Zuge seiner Masterarbeit „Die FIFA- Weltmeisterschaft 1974 und die Fußball-Nationalmannschaft der DDR - Eine Analyse der Berichterstattung in der ost- und westdeutschen Presse“ auf diese Methode der Inhaltsanalyse zurück. Nach eingehender Betrachtung erschien mir die Methode als geeignet, um sie im Zusammenhang dieser Bachelorarbeit ebenfalls anzuwenden. Das Werk „Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken“ von Philipp Mayring ist im Jahre 2010 bereits in der 11. Auflage erschienen und somit für Mayring selbst ein Zeichen dafür, dass sich die in dem

Buch beschriebenen Auswertungstechniken besonders in den Sozialwissenschaften durchgesetzt haben.[8]

Ziel dieser Arbeit ist es die von Mayring entwickelten Auswertungstechniken auf das gegenwärtige Forschungsmaterial anzuwenden, um so die genannte Forschungsfrage zu beantworten. Eine speziellere Fragestellung wird auf Grundlage der Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse am Ende der Arbeit erfolgen.

2. Aktueller Forschungsstand

Der folgende Teil der vorliegenden Arbeit wird in zwei thematische Abschnitte unterteilt. Zunächst wird auf den Stand der bisherigen DDR- bzw. DDR-Sport- Forschung eingegangen. Danach wird die angewandte Forschungsmethode selbst näher betrachtet.

Die Forschung zur Deutschen Demokratischen Republik deckt ein breites Spektrum ab. Dies beinhaltet unter anderem Politik, Wirtschaft, Gesellschaft sowie Kultur als auch Sport. Obwohl bereits vor der Wende im Jahre 1989 gegenwartsbezogene und historiographische Analysen der DDR-Forschung stattgefunden haben, steigerte sich die Intensität, mit der man sich diesem Thema in den folgenden annähernd zwei Jahrzehnten widmete, nach der Wiedervereinigung in einem solchen Ausmaß, dass sie zu einem der gründlichsten und eingehendsten erforschten Kapiteln der Geschichte seit 1945 wurde.[9] Im Jahr 2003 allerdings behauptete Jürgen Kocka in seiner Bilanz zur DDR-Forschung, dass die DDR- Geschichte als weitgehend erforscht gelten könne[10], sodass die DDR-Forschung seitdem zusehends mehr in Frage gestellt wurde.[11] Bispinck allerdings betont, dass sich die DDR-Forschung nicht in absoluter Hochform befindet und noch immer einige Teilbereiche der DDR-Geschichte existieren, bei denen Licht ins Dunkle gebracht werden müsse.[12] Denn obwohl die Archive der DDR ohne eine sonst übliche Speerfrist von 30 Jahren geöffnet wurden, was zu einer immensen Fülle an Veröffentlichungen in der sporthistorischen Forschung führte, entsprechen diese Publikationen nicht immer dem aktuellsten wissenschaftlichen Kenntnis- und Forschungsstand.[13] Auch Prof. Dr. Bernd Faulenbauch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, ist im Jahre 2003 von folgendem Überzeugt:

„Vielfältige Fragen zur DDR-Sportgeschichte, auch zu der gesamtdeutschen Sportgeschichte und ihrer Verschränkung mit der politischen, sozialen und kulturellen Entwicklung sind noch weiter zu bearbeiten.[14]

Peiffer und Fink bemängeln in ihrem Werk zum Forschungsstand der Geschichte von Sport in der DDR, dass:

„Bei aller Heterogenität der methodologischen Ansätze in der allgemeinen zeithistorischen Forschung herrscht aber offensichtlich in einer Frage Konsens: der Ausblendung von Körperkultur und Sport und der politisch-ideologischen Einbindung in das politische und gesellschaftliche System der DDR aus dem Forschungskatalog der allgemeinen Zeitgeschichte.[15]

In Folge dessen überrascht es nicht, dass eine Vielzahl an Forschungsprojekten, welche sich mit der historischen Erforschung des DDR-Sports beschäftigen, vom Bundesinstitut für Sportwissenschaften gefordert und gefördert wurde.[16] In Bezug auf Fußball ist das aktuelle Projekt des DFBs „Organisation und Klubgeschichte“ und „Kultur- und Alltagsgeschichte“ im DDR-Fußball[17] ein klares Zeichen dafür, dass das Thema DDR und speziell der DDR-Sport historisch noch nicht als weitgehend erforscht gelten kann. Die Erforschung des Themas „Kultur- und Alltagsgeschichte“ wurde unter anderem an die Westfälische Wilhelms­Universität unter Leitung von Dr. Kai Reinhart vergeben. In diesen Themenbereich soll auch diese Arbeit eingeordnet werden und hoffentlich einen Teil zur Erforschung dieses Themas beitragen. Die Arbeit mit einer Tageszeitung aus den frühen 1950ern, der Entstehungs- und Entwicklungszeit der DDR, kann im Zusammenhang mit diesem Thema äußerst interessant sein, denn die Inhalte einer täglich erschienen Zeitung können doch sehr viele Informationen über die Kultur- und Alltagsgeschichte des DDR-Fußballs enthalten.

Zum DDR-Fußball in den 1950er Jahren und seiner Geschichte allgemein, sind bereits einige Werke verfasst worden. Genannt wären hier z. B. „Spaarwasser und Mauerblümchen: Die Geschichte des Fußballs in der DDR 1945-1991“ aus dem Jahre 1996 von Horst Friedemann oder „Fußball in der DDR. 1945-1989“ in zwei Teilen aus dem Jahre 1994 von Klaus Querengässer, um nur zwei von vielen zu nennen. Die Publikationen beschäftigen sich größtenteils mit der Entstehung und Entwicklung des DDR-Fußballs und vor allem mit den Zusammenhängen zwischen Fußball und Politik in der DDR. Allerdings vermisst man besonders zum Zeitraum der frühen 1950er Jahre eine auf der Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse beruhende Veröffentlichung.

Die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse hat sich in den letzten 25 Jahren besonders in den Sozialwissenschaften etabliert.

„Es liegen mittlerweile umfangreiche Handbücher (z.B. Frieberthäuser & Prengel 1997; Denzing & Lincoln 1998; Flick, Kardorff & Steinke 2000) sowie übersichtliche Einführungen (z.B. Flick 1999; Mayring 2002) zur qualitativen Forschung vor.[18]

Prof. Dr. Philipp Mayring gilt als Pionier auf dem Gebiet der qualitativen Inhaltsanalyse. Ihm wird zu Gute gehalten diese Methode entwickelt zu haben und ist im deutschsprachigen Raum ihr Hauptvertreter.[19] Daraus ergibt sich, dass sich die Veröffentlichungen zu diesem Thema größtenteils auf seine eigenen Werke beschränken oder auf solche, die sich an Mayrings Literatur orientieren. In Folge dessen werden sich auch im Falle dieser Arbeit die methodischen Vorgänge auf die Publikationen Mayrings stützen.

3. Quellenkritik

Bevor im folgenden Kapitel auf die für diese Arbeit zu untersuchende „Berliner Zeitung“ eingegangen wird, ist es zunächst wichtig sich die Rolle der Presse und den Einfluss der Politik auf das Zeitungswesen in der SBZ bzw. der DDR bewusst zu machen.

3.1. Presse in der DDR

„Die Presse ist das früheste und wichtigste Medium in der SBZ sowie im ersten Jahrzehnt der DDR. Sie stand im Mittelpunkt der Kommunikationspolitik der 50er Jahre.[20] “ So bewertete Rolf Geserick die Rolle der Presse in der SBZ und der DDR im Jahre 1987. Für ihn sind einige Punkte der damaligen westlichen Merkmale des Begriffsverständnisses von Kommunikationspolitik nicht mit dem Konzept der DDR vereinbar. Dazu zählen die Konkurrenz gesellschaftlicher Gruppen und die Unzuständigkeit des Staates.[21] Bereits zur Zeit der SBZ gab es Verordnungen, welche besagten, dass eine Publikation von Zeitungen nur Parteien und Massenorganisationen gestattet war. Seit ihrer Gründung am 22.04.1946 gewann die Sozialistische Einheitspartei Deutschland[22] immer mehr an Einfluss. 1947 existierten bereits neun SED-Zeitungen, die einer sowjetischen Zensur unterlagen. Bis 1950 entwickelten sich dann die einst bürgerlich-unabhängigen Zeitungen zu Mitteilungsblättern der Parteien, unter denen die SED die Vormachtstellung inne hatte. Denn bereits ab dem 15.08.1952 gab die SED 15 Bezirkszeitungen und das „Neue Deutschland“ heraus.[23] Da die Bevölkerung der DDR auf die DDR-Zeitungen angewiesen war, hatten diese folglich eine starke Steuerungsfunktion und so wurde die Presse zu einem der Grundsteine der SED-Herrschaft.[24] [25] Abbildung 1 zeigt die strukturelle Einflussnahme auf die Presse und deren Kontrolle durch die SED.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Anleitung und Kontrolle der DDR-Tagespresse25

3.2. Die Berliner Zeitung

Als Untersuchungsgegenstand wurde die „Berliner Zeitung“ ausgewählt. Der Sitz der Zeitung in Ost-Berlin, der täglich erschienene Sportteil und eine durchgängige und qualitativ gut einsehbare Archivierung der in den frühen 1950er Jahren veröffentlichten Zeitungen waren auschlaggebende Gründe für die Untersuchung der „Berliner Zeitung“[26]. Zusätzlich gehörte die BZ zum Berliner Verlag. Obwohl die BZ während der zu untersuchenden Jahre (Januar 1950 bis Juli 1953) dem SED- Monopol unterlag, konnte sie stets ihren eigenen Charakter bewahren. Die Berichterstattung der BZ galt meist als offener und kritischer als andere Tageszeitungen der DDR.[27]

Die BZ erschien seit dem 21.05.1945 bis 1990 nur in Ost-Berlin. Seit der Wiedervereinigung weitete sich das Veröffentlichungsgebiet auf ganz Berlin aus. Die BZ wurde von der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland[28] gegründet. Zunächst wurde die Redaktion von sowjetischen Offizieren geleitet, bis die BZ am 20.06.1945 an den Berliner Magistrat übergeben wurde.[29] Von 1949­1955 war Günter Kertzscher Chefredakteur der BZ. Er war der einzige ehemalige Nationalsozialist unter den führenden SED-Propagandisten. In sowjetischer Gefangenschaft schloss er sich dem Nationalkomitee Freies Deutschland an und verteidigte öffentlich den Bau der Mauer.[30] Obwohl die Beschränkung der Erscheinungen auf Ost-Berlin die Publikationszahlen verhältnismäßig niedrig hält, nahm die Zeitschrift dennoch eine besondere Stellung in der Presselandschaft der DDR ein. Die Druckauflage lässt sich auf der Internetseite der IVW leider nur bis 1998 zurückverfolgen. Im 1. Quartal des Jahres 1998 wurden 248.767 Exemplare der BZ gedruckt. Im 2. Quartal des Jahres 2015 umfasst die Auflage nur noch 126.623 Exemplare.[31]

4. Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit ist in vier große Abschnitte eingeteilt worden. Sie beginnt mit der Einleitung und kommt dann über den Anwendungs- und dem darauffolgenden Ergebnisteil zum Fazit. In der Einleitung wurde bereits das zu untersuchende Material präsentiert. Nach einer kurzen Einführung in die aktuelle Forschung zur DDR und speziell in die Forschung zum DDR-Sport wurde die dieser Arbeit zu Grunde liegenden Forschungsfrage vorgestellt.

Im zweiten Teil der Arbeit, dem Anwendungsteil, wird zunächst das methodische Vorgehen erläutert und durch Abbildungen und Auszügen aus dem Arbeitsvorgang nachvollziehbar dargestellt, bevor in II. 2.1.2 das Kategoriensystem als erstes Ergebnis vorgestellt wird.

Im dritten Teil findet die auf dem Kategoriensystem beruhende Frequenzanalyse und dessen Auswertung und Interpretation statt. Der dritte Teil der vorliegenden Arbeit schließt mit einem Zwischenfazit, welches die Ergebnisse der Auswertung und Interpretation darstellt.

Im vierten und letzten Abschnitt dieser Arbeit wird ein Fazit gezogen, in dem die noch bestehenden und neu entstandenen Forschungsperspektiven aufgeführt werden bevor die Forschungsmethode rückblickend kritisch betrachtet wird. Abschließend wird ein Resümee verfasst in dem die eingangs allgemeine

Fragestellung unter Berücksichtigung der vorliegenden Ergebnisse spezieller formuliert wird. Die so entstehenden Fragestellungen können als Grundlage zukünftiger Untersuchungen dienen.

II. Darstellung des methodischen Vorgehens

Im nun folgenden Abschnitt der vorliegenden Arbeit soll die zur Beantwortung der in I. 1 genannten Frage an das Material angewandte Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring dargestellt, erläutert und angewendet werden. Zunächst soll aber auf die aktuelle Methodendiskussion zur Verbindung von qualitativen und quantitativen Analysemethoden eingegangen werden.

1. Die Verbindung von qualitativer und quantitativer Analyse

Bei der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring handelt es sich um eine Methode, welche mit quantitativen Praktiken kombiniert werden kann, um so Aussagen über den Untersuchungsgegenstand treffen zu können. Im Falle dieser Arbeit nimmt die Frequenzanalyse den quantitativen Teil ein. Mayring sieht die qualitativ vs. quantitativ Debatte als unsinnig an und sucht selbst nach Möglichkeiten beide Methoden ineinander zu integrieren, anstatt sie gegenüber zu stellen.[32] Er hat dazu verschiedene Kombinationsmodelle für die qualitativen und quantitativen Methoden entwickelt, von denen das Verallgemeinerungsmodell in Abbildung 2 in dieser Arbeit Anwendung findet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Verallgemeinerungsmodell nach Mayring[33]

Allerdings muss nach Mayrings Ansicht immer ein qualitativer Schritt vorausgehen, bevor eine quantitative Methode hinzugezogen wird und diese Ergebnisse wieder auf qualitative Art und Weise interpretiert werden, wie Abbildung 3 verdeutlicht:

[...]


[1] wird im weiteren Verlauf als SBZ abgekürzt

[2] vgl. Teichler, H. (2006): Fußball in der DDR, abgerufen von http://www.bpb.de/apuz/29767/fussball-in-der-ddr?p=all

[3] vgl. Spitzer, G. (2004): Fußball undTriathlon. Sportentwicklung in der DDR, S.20

[4] vgl. Querengässer, K. (1994): Fußball in der DDR. 1945-1989. Teil 1: Die Liga, S.7f:

[5] vgl. ebd., S.35

[6] wird im weiteren Verlauf mit DS abgekürzt

[7] wird im weiteren Verlauf mit BZ abgekürzt

[8] vgl. Mayring, P. (2008): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken, S.7

[9] vgl. Lindenberger, Th. (2014): Ist die DDR ausgeforscht? Phasen, Trends und ein optimistischer Ausblick, abgerufen von http://www.bpb.de/apuz/185600/ist-die-ddr-ausgeforscht-phasen-trends-und-ein-optimistischer- ausblick?p=all

[10] Kocka, J.: Der Blick über den Tellerrand fehlt, in: Frankfurter Rundschau vom 22.08.2003; ähnlich ders., Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung. Hermann Weber zum 75. Geburtstag, in: Deutschland Archiv (künftig: DA) 36 (2003), S.764-769

[11] vgl. Bispinck, H., Hoffmann, D., Schwartz, M., Skyba, P., Uhl, M., Wentker, H. (2005): Die Zukunft der DDR- Geschichte. Potentiale und Probleme zeithistorischer Forschung, abgerufen von http://www.ifz- muenchen.de/heftarchiv/2005_4_2_bispinck.pdf, S.1

[12] vgl. ebd., S.2

[13] vgl. Peiffer, L., Fink, M. (2003): Zum aktuellen Forschungsstand der Geschichte von Körperkultur und Sport in der DDR. Eine kommentierte Bibliografie, S.14

[14] Peiffer, L., Fink, M. (2003): Zum aktuellen Forschungsstand der Geschichte von Körperkultur und Sport in der DDR. Eine kommentierte Bibliografie, S.12

[15] ebd., S.13

[16] vgl. ebd., S.13

[17] vgl. DFB-News vom 24.07.2014: DFB startet Forschungsprojekt zum DDR-Fußball, abgerufen von http://www.dfb.de/news/detail/dfb-startet-forschungsprojekt-zum-ddr-fussball-61044/

[18] Mayring, P. (2008): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken, S.7

[19] vgl. Kukartz, U. (2010): Einführung in die Computergestützte Analyse qualitativer Daten, S.43

[20] Geserick, R. (1987): 40 Jahre Presse, Rundfunk und Kommunikationspolitik in der DDR, S.41

[21] vgl. ebd., S.32f.

[22] wird im weiteren Verlauf als SED abgekürzt

[23] vgl. Geserick, R. (1987): 40 Jahre Presse, Rundfunk und Kommunikationspolitik in der DDR, S.42f

[24] vgl. Geißler, R. (1986): Vom Kampf der Agitatoren mit einem widerspenstigen Publikum. Die Massenmedien der DDR im Überblick, in: Medium, 16, S.18

[25] Fiedler, A., Meyen, M. (2011): Fiktionen für das Volk: DDR-Zeitungen als PR-Instrument, S.9

[26] wird im weiteren Verlauf als BZ abgekürzt

[27] vgl. http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ddr-presse/berliner-zeitung/

[28] wirdim weiteren Verlauf SMAD abgekürzt

[29] vgl. Geserick, R. (1987): 40 Jahre Presse, Rundfunk und Kommunikationspolitik in der DDR, S.41

[30] DerSpiegel, 27.03.1995, abgerufen von http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9177198.html

[31] vgl. http://www.ivw.eu/aw/print/qa/titel/797?quartal%5B19981%5D=19981&quartal%5B20152%5D=20152#views- exposed-form-aw-titel-az-aw-az-qa

[32] Mayring, P. (2010): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken, S.8

[33] Mayring, P. (2001): Kombination und Integration qualitativer und quantitativer Analyse, S.10

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Fußballberichterstattung in der "Berliner Zeitung" 1950-1953
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
38
Katalognummer
V355440
ISBN (eBook)
9783668416239
ISBN (Buch)
9783668416246
Dateigröße
721 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DDR, Fußball, Medien, Sportgeschichte, Berliner Zeitung
Arbeit zitieren
Philipp Schmidt (Autor), 2015, Fußballberichterstattung in der "Berliner Zeitung" 1950-1953, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355440

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