Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Medienpädagogik

Medienpädagogische Kompetenz Lehrender im Bildungsgang Gesundheits- und Krankenpflege

Anforderungen und Handlungsfelder

Titel: Medienpädagogische Kompetenz Lehrender im Bildungsgang Gesundheits- und Krankenpflege

Bachelorarbeit , 2016 , 49 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sonja Meerkamp (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Medienpädagogische Kompetenz lässt sich nach Sigrid Blömeke in die fünf Elemente mediendidaktische Kompetenz, medienerzieherische Kompetenz, sozialisationsbezogene Kompetenz im Medienzusammenhang, Schulentwicklungskompetenz im Medienzusammenhang sowie eigene Medienkompetenz untergliedern und gilt als Teil einer umfassenden Lehrerprofessionalität.

Der Erwerb medienpädagogischer Kompetenz ist mit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Medienbildung in der Schule seit 2012 fest in der universitären Lehrerbildung verankert. Auch im Arbeitsprozess der Gesundheits- und Krankenpflege gewinnt die Nutzung digitaler Medien zunehmend an Bedeutung. Insofern stellt sich die Frage, welche berufs- und domänenspezifischen Elemente medienpädagogischer Kompetenz Lehrende im Berufsfeld Pflege benötigen, um Auszubildende auf Anforderungen und Handlungsfelder im Medienzusammenhang vorzubereiten.

Dieser Frage geht die vorliegende Arbeit in einer theoretischen Analyse nach. Dazu werden die gesetzlichen und institutionellen Rahmenbedingungen und historisch gewachsenen Besonderheiten sowohl der Ausbildung als auch der Lehrerbildung näher beleuchtet. Modellprojekte und Reformprozesse wie Beispielsweise die Bestrebungen zur Akademisierung in der Pflege oder die Einführung einer generalistischen Ausbildung werden dabei berücksichtigt.

Die Entwicklung digitalen Lernens und die Nutzung digitaler Medien in der Praxis und an Pflegeschulen wird anhand aktueller empirischer Befunde dargestellt. Entlang dieser Befunde erfolgt die Überprüfung der fünf Elemente medienpädagogischer Kompetenz auf ihre Relevanz für Lehrende in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verwendung zentraler Begriffe in der Medienpädagogik

2.1 Medienkompetenz

2.2 Medienbildung

2.3 Medienpädagogische Kompetenz

2.3.1 Elemente medienpädagogischer Kompetenz

2.3.2 Verankerung medienpädagogischer Kompetenz in der Lehrerbildung

3. Lehren und Lernen in der Gesundheits- und Krankenpflege – domänenspezifische Rahmenbedingungen

3.1 Zum Begriff der Domäne

3.2 Gesetzliche und institutionelle Rahmenbedingung

3.3 Entwicklungen in der Pflegeausbildung

3.3.1 Vom Fächer- zum Lernfeldkonzept

3.3.2 Modellprojekte in der Pflegeausbildung – integriert – integrativ – generalistisch

3.3.3 Akademisierung in der Pflegebildung

3.4 Lehrerbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege

4. Bedeutung digitaler Medien in der Gesundheits- und Krankenpflege

4.1 Digitale Medien im Arbeitsprozess beruflich Pflegender

4.2 Mediengestütztes Lernen in der Pflege

4.3 Digitale Medien an Schulen des Gesundheitswesens

5. Anforderungen an die medienpädagogische Kompetenz Lehrender im Bildungsgang Gesundheits- und Krankenpflege – Kritische Überprüfung

5.1 Mediendidaktische Kompetenz

5.2 Medienerzieherische Kompetenz

5.3 Sozialisationsbezogene Kompetenz im Medienzusammenhang

5.4 Schulentwicklungskompetenz im Medienzusammenhang

6. Fazit

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die spezifischen medienpädagogischen Kompetenzen, die Lehrende in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege benötigen, um Auszubildende erfolgreich auf eine zunehmend digitalisierte Berufspraxis vorzubereiten. Hierbei steht die kritische Analyse der bestehenden Rahmenbedingungen und die Ableitung konkreter Handlungsfelder für Lehrkräfte im Zentrum.

  • Bedeutung digitaler Medien für den Arbeitsprozess in der Pflege
  • Strukturelle Rahmenbedingungen und Reformprozesse der Pflegeausbildung
  • Konzeptualisierung medienpädagogischer Kompetenz nach Blömeke
  • Anforderungen an Lehrkräfte in der Pflegeausbildung
  • Förderung von Medienkompetenz und selbstständigem Lernen bei Auszubildenden

Auszug aus dem Buch

Mediendidaktische Kompetenz

Tulodziecki, Herzig und Grafe (vgl. 2010, S.100) unterscheiden fünf didaktische Konzepte, wie Medien in Lehr- und Lernkontexte eingebunden werden können: Lehrmittelkonzept, Arbeitsmittelkonzept, Bausteinkonzept, Systemkonzept und Lernumgebungskonzept. Diese unterscheiden sich im Grad der Festlegung des Lehr- und Lernprozesses, dem Grad der Planung bzw. Vorplanung des Unterrichtsprozesses und den damit verbundenen Aufgaben der Lehrperson sowie der Art des Lernens (vgl. ebd., S.112). Der Unterteilung in die fünf Konzepte liegt die Annahme zugrunde, dass die Verwendung von Medien bei der Unterrichtsgestaltung nicht unabhängig von der didaktischen Zielsetzung erfolgen sollte, was mit „Passung“ bezeichnen wird (vgl. ebd. S.100).

Das Systemkonzept ist für die Arbeit an Schulen weniger von Bedeutung und wird daher nicht näher erläutert.

Das Lehrmittelkonzept ist durch die überwiegend passiv-rezeptive Rolle der Lernenden gekennzeichnet. Zum Einsatz kommen unterschiedliche Medien wie Bilder, Filme oder Präsentationen, die der Visualisierung und Veranschaulichung eines von der Lehrperson vorstrukturierten Unterrichtes dienen (vgl. Tulodziecki et al., 2010, S.101, vgl. de Witt & Czerwionka, 2013, S.78).

Im Sinne des Arbeitsmittelkonzeptes werden Medien als Lernmittel aufgefasst, welche das Lernen direkt unterstützen können. Lehrende übernehmen dabei die Aufgabe, das durch die Arbeitsmittel gelenkte Lernen der Schülerinnen und Schüler anzuleiten, zu beraten und gegebenenfalls zu kontrollieren. Die Auseinandersetzung mit den bereitgestellten Materialien erfolgt aufgabenbezogen und ist insofern vorstrukturiert. Das Konzept geht auf Reformpädagogen wie Freinet, Parkhurst und Montessori zurück, deren zu Lernzwecken speziell konzipierte Materialien sich auch heute noch in vielen pädagogischen Einrichtungen finden (vgl. de Witt & Czerwionka, 2013, S.78, vgl. Tulodziecki & Herzig, 2004 S.101f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Digitalisierung in der Pflege und leitet daraus die forschungsleitende Frage nach der notwendigen medienpädagogischen Kompetenz von Lehrenden ab.

2. Verwendung zentraler Begriffe in der Medienpädagogik: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Medienkompetenz und Medienbildung sowie das Konzept der medienpädagogischen Kompetenz nach Blömeke.

3. Lehren und Lernen in der Gesundheits- und Krankenpflege – domänenspezifische Rahmenbedingungen: Hier werden die rechtlichen, institutionellen und curricularen Besonderheiten der Pflegeausbildung dargelegt, einschließlich der Entwicklung hin zum Lernfeldkonzept.

4. Bedeutung digitaler Medien in der Gesundheits- und Krankenpflege: Das Kapitel analysiert den Einsatz digitaler Medien im Pflegealltag und für Lehr-Lern-Prozesse in den Schulen des Gesundheitswesens.

5. Anforderungen an die medienpädagogische Kompetenz Lehrender im Bildungsgang Gesundheits- und Krankenpflege – Kritische Überprüfung: Auf Basis der vorangegangenen Kapitel werden die fünf Elemente medienpädagogischer Kompetenz kritisch auf ihre Relevanz für Lehrkräfte in der Pflege geprüft.

6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Notwendigkeit aller fünf medienpädagogischen Kompetenzelemente für das Berufsfeld Pflege.

7. Ausblick: Der Ausblick identifiziert weiteren Forschungsbedarf und betont die Relevanz der Thematik für zukünftige pflegepädagogische Studiengänge.

Schlüsselwörter

Medienpädagogische Kompetenz, Gesundheits- und Krankenpflege, Medienbildung, Medienkompetenz, Blömeke, Pflegeausbildung, Mediendidaktik, Lehr- und Lernformen, Schulentwicklung, Digitalisierung, Kompetenzorientierung, Pflegedidaktik, Berufsbildung, Lehrerprofessionalität, Evidence-based Nursing.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht, welche medienpädagogischen Kompetenzen Lehrende an Schulen des Gesundheitswesens benötigen, um angehende Pflegekräfte auf die Anforderungen einer mediatisierten Arbeitswelt vorzubereiten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Arbeit deckt die Definitionen medienpädagogischer Grundbegriffe, die spezifischen Rahmenbedingungen der Pflegeausbildung in Deutschland und die Anforderungen an Lehrende in Bezug auf digitale Medien ab.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Welche (domänenspezifischen) Elemente medienpädagogischer Kompetenz benötigen Lehrende an Schulen des Gesundheitswesens im Bildungsgang Gesundheits- und Krankenpflege?“

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die auf Literaturrecherche und der kritischen Überprüfung bestehender Konzepte (insbesondere von Blömeke) vor dem Hintergrund der pflegeberuflichen Spezifika basiert.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Der Hauptteil analysiert, wie sich der Wandel der Pflegeausbildung (z.B. Lernfeldorientierung, Akademisierung) auf die Anforderungen an Lehrkräfte auswirkt und welche fünf Elemente medienpädagogischer Kompetenz als Handlungsfelder fungieren.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten charakterisieren?

Medienpädagogische Kompetenz, Pflegeausbildung, digitale Medien, Pflegedidaktik, Blömeke-Modell und Schulentwicklung sind die zentralen Begriffe der Arbeit.

Welche Rolle spielt das "Krankenpflegegesetz" (KrPflG) für die Medienbildung in diesem Kontext?

Da die Pflegeausbildung nicht unter das allgemeine Schulrecht, sondern unter ein eigenes Berufszulassungsgesetz fällt, sind die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Medienbildung hier nicht rechtlich bindend, was die Implementierung erschwert.

Warum ist das "Lernfeldkonzept" für die Medienpädagogik in der Pflege relevant?

Das Lernfeldkonzept erfordert handlungsorientierte Lehr- und Lernmethoden. Digitale Medien dienen hier als Werkzeuge, um diese komplexen, realitätsnahen Lernarrangements zu unterstützen und träges Wissen zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medienpädagogische Kompetenz Lehrender im Bildungsgang Gesundheits- und Krankenpflege
Untertitel
Anforderungen und Handlungsfelder
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik)
Note
1,7
Autor
Sonja Meerkamp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
49
Katalognummer
V355498
ISBN (eBook)
9783668416147
ISBN (Buch)
9783668416154
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medienkompetenz medienpädagogische Kompetenz Gesundheits- und Krankenpflege Mediencoaches für das Berufsfeld Pflege Generalistik Akademisierung Lernfeldkonzept Evidence-based-Nursing (EBN)
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sonja Meerkamp (Autor:in), 2016, Medienpädagogische Kompetenz Lehrender im Bildungsgang Gesundheits- und Krankenpflege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355498
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  49  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum