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"Der Sohn" von Walter Hasenclever (1914), Eine Dramenanalyse des zweiten Akts

Title: "Der Sohn" von Walter Hasenclever (1914), Eine Dramenanalyse des zweiten Akts

Pre-University Paper , 2017 , 6 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Johanna Maria Würtz (Author)

Didactics for the subject German - Discussion and Essays
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Summary Excerpt Details

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist die gesellschaftliche Situation einerseits geprägt von zunehmender Urbanisierung, Industrialisierung und allgemeiner Modernisierung, denen andererseits die starren bürgerlichen Lebens- und Sozialisationsformen der Kaiserzeit gegenüberstehen. Insbesondere die Schulbildung ist geprägt von militärischer Disziplinierung, wobei die Ausführung des Lehrauftrags im Befehlston und auch unter Gebrauch der Prügelstrafe als Erziehungsmethode die einzige Aufgabe der Lehrer ist. Aufgrund fehlender Individualisierung des Unterrichts bezeichnet der Pädagoge Theodor Wilhelm diese „alte Schule“ treffend als „pädagogische Massenfabrik“. Aus dieser Situation heraus formiert sich eine bürgerliche Jugendbewegung, die gekennzeichnet ist durch die Hinwendung zur Natur und die Auslebung kreativer Energien. In dieser Zeit wächst auch der 1890 in Aachen geborene Medizinersohn Walter Hasenclever auf, der sich während seines Jurastudiums mehr und mehr der Literatur und Philosophie zuwendet und ab seinem 20. Lebensjahr eigene Werke veröffentlicht. [...]

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftlicher Kontext um 1900

3. Dramentheoretische Einordnung und Analyse der Szene

3.1 Charakterisierung der Hauptpersonen

3.2 Verlauf und Struktur des Dialogs

3.3 Zentrale Motive und Konfliktlinien

4. Der Wendepunkt im Beziehungsgefüge

5. Epochenspezifische Merkmale des Expressionismus

6. Zusammenfassung in Sonettform

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die ausgewählte Schlüsselszene aus Walter Hasenclevers Drama „Der Sohn“ von 1914. Ziel ist es, den Generationenkonflikt zwischen Vater und Sohn vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Zwänge der Kaiserzeit und der expressionistischen Strömung zu untersuchen.

  • Gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts
  • Strukturanalyse des dramatischen Dialogs und seiner Dynamik
  • Die Darstellung des autoritären Erziehungsstils vs. jugendlicher Freiheitsdrang
  • Merkmale des literarischen Expressionismus in Sprache und Motivik

Auszug aus dem Buch

Dramenanalyse: Der Sohn (Walter Hasenclever, 1914)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist die gesellschaftliche Situation einerseits geprägt von zunehmender Urbanisierung, Industrialisierung und allgemeiner Modernisierung, denen andererseits die starren bürgerlichen Lebens- und Sozialisationsformen der Kaiserzeit gegenüberstehen. Insbesondere die Schulbildung ist geprägt von militärischer Disziplinierung, wobei die Ausführung des Lehrauftrags im Befehlston und auch unter Gebrauch der Prügelstrafe als Erziehungsmethode die einzige Aufgabe der Lehrer ist. Aufgrund fehlender Individualisierung des Unterrichts bezeichnet der Pädagoge Theodor Wilhelm diese „alte Schule“ treffend als „pädagogische Massenfabrik“.

In seinem fünfaktigen Drama „Der Sohn“ von 1914 richtet sich Walter Hasenclever deutlich nach der 1863 von Freytag entwickelten Dramentheorie, die wiederum stark an den antiken Vorbildern orientiert ist. Die vorliegende Szene gehört zum zweiten Akt, welcher demnach einen Anstieg der Handlung beinhaltet, durch Problementwicklung und Konflikte wird ein Spannungsaufbau beim Publikum bewirkt. Die klassisch geschlossene Form wird in diesem Ausschnitt deutlich durch Linearität und Zeitdeckung, die Beschränkung auf die Personen des Vaters und Sohnes, die nicht näher benannt werden, wie auch auf das Zimmer des Sohnes als Handlungsort.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Kurze Hinführung zum Thema der Dramenanalyse im Kontext des expressionistischen Werkes von Walter Hasenclever.

2. Gesellschaftlicher Kontext um 1900: Erläuterung der historischen Einflüsse wie Industrialisierung und der strengen Erziehungspraktiken der Kaiserzeit.

3. Dramentheoretische Einordnung und Analyse der Szene: Untersuchung des Anstiegs der Handlung nach Freytag und erste inhaltliche Auseinandersetzung der Kontrahenten.

4. Der Wendepunkt im Beziehungsgefüge: Analyse der emotionalen Eskalation und des versuchten, aber misslingenden Näherungsversuchs zwischen Vater und Sohn.

5. Epochenspezifische Merkmale des Expressionismus: Reflexion über sprachliche Mittel wie Wortballung und die Thematisierung allgemeiner Gesellschaftsprobleme.

6. Zusammenfassung in Sonettform: Eine kreative, komprimierte Darstellung des Konflikts im Stile der literarischen Epoche.

Schlüsselwörter

Expressionismus, Walter Hasenclever, Der Sohn, Generationenkonflikt, Kaiserzeit, Dramenanalyse, Erziehungsmethode, Familienstreit, Rebellion, Literatur, Freytag, Drama, gesellschaftlicher Wandel, Pubertät, Vater-Sohn-Verhältnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Dramenanalyse primär?

Die Arbeit untersucht einen zentralen Konflikt in Walter Hasenclevers Drama „Der Sohn“ und beleuchtet die Dynamik zwischen einem autoritären Vater und dessen rebellierendem Sohn.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Thematisiert werden die rigiden Erziehungsmethoden der Kaiserzeit, der Wunsch nach individueller Freiheit und die soziokulturellen Spannungen des frühen 20. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Aufarbeitung, wie ein privater Familienkonflikt als Spiegelbild allgemeiner gesellschaftlicher Probleme und der expressionistischen Epoche fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Analyse zugrunde?

Es wird eine klassische Dramenanalyse angewandt, die sich methodisch an Gustav Freytags Dramentheorie orientiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Dialogverlauf, die psychologische Charakterisierung der Akteure sowie die sprachliche Gestaltung des Werkes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Expressionismus, Generationenkonflikt, Autorität, Rebellion und der Wunsch nach Emanzipation.

Wie reagiert der Vater auf den Wunsch seines Sohnes nach Nähe?

Der Vater reagiert überwiegend mit Spott, Vorwürfen und einer betonten Distanz, da er den Sohn nicht ernst nimmt und ihn als „Tagedieb“ diffamiert.

Welche Rolle spielt die „pädagogische Massenfabrik“ im Text?

Dieser Begriff dient als Metapher für das entmenschlichte Bildungssystem der Kaiserzeit, das maßgeblich zum Aufbegehren der Jugend in dieser Epoche beiträgt.

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Details

Title
"Der Sohn" von Walter Hasenclever (1914), Eine Dramenanalyse des zweiten Akts
Grade
1,2
Author
Johanna Maria Würtz (Author)
Publication Year
2017
Pages
6
Catalog Number
V355634
ISBN (eBook)
9783668415256
Language
German
Tags
sohn walter hasenclever eine dramenanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Maria Würtz (Author), 2017, "Der Sohn" von Walter Hasenclever (1914), Eine Dramenanalyse des zweiten Akts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355634
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