Zusammenarbeit im Betrieb (ZiB). Eine stichpunktartige Prüfungsvorbereitung für angehende Industriemeister


Zusammenfassung, 2016
22 Seiten

Leseprobe

Anlagen, Entwicklung und Selbstwertgefühl

Anlagen

- Der Meister erkennt Anlagen im MA und fördert diese gezielt. Beispiel: Ein MA hat eine logische Begabung, Der IM gibt dem MA regelmässig Aufgaben, die seine Begabung fördern. Bei Problemen gibt er Hilfestellung, der MA ist sehr zufrieden mit seinem MA.

Entwicklung und Sozialverhalten

- Der IM lässt alle MA in verschiedenen Teams mitarbeiten. Dieses fördert die Sozialkompetenz, Er fördert seine MA durch Weiterbildungsmassnahmen und verteilt Aufgaben die die Selbstständigkeit fördern.

Umsetzung Anlagen und Entwicklung

- Vermeidung von Unter und Überforderung
- Geeignete Förderung
- Entwicklungsgerechte Ausbildung
- Konzentrationsmöglichkeit

Arbeitsplatzbeschreibung (Stellenbeschreibung )

Inhalte

- Arbeitsanforderungen

- Arbeitsziel
- Inhalt der Tätigkeit (nach Haupttätigkeit, Nebentätigkeit und fallweisen Aufgaben gegliedert
- Arbeitsformen, Einzelarbeit Gruppenarbeit

- Zuständigkeiten und Verantwortung

- Menschen
- Betriebsmittel
- Material
- Termine
- Geld
- Kontakte(nach innen und aussen)

- Befugnisse und Vollmachten

- Entscheidungsspielraum
- Stellvertretungen
- Unterstellungen

- Ausbildungsanforderungen

- Betriebliche, und/oder gesetzlich vorgeschrieben Ausbildung
- Zusatzausbildung
- Erfahrungen
- Besondere Verhaltensweisen

Arbeitsplatz und Betriebsgestaltung (Humanisierung )

Wesentliche Elemente

- Menschengerechte Gestaltung der Arbeit
- Weg von der Zerlegung der Arbeitsabläufe, hin zu überschaubaren Arbeitsplatzabläufen
- Ablösung der Fremdsteuerung hin zur Selbststeuerung
- Ausführung grösserer Arbeitsinhalte
- Einbeziehung des einzelnen in das Betriebsgeschehen
- Mitwirkung bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsabläufe
- Möglichst vielseitige statt einseitige Beanspruchung
- Möglichkeiten der sozialen Kontakte (Gruppenarbeit)
- Übernahme von Verantwortung
- Job Enlargement
- Job enrichment
- Job rotation

Autorität

Grundlagen persönlicher Autorität bzw. Verhaltensweisen zur Förderung

- Selbstvertrauen (d.h. gelernt haben deine Schüchternheit und Komplexe zu bekämpfen und zu überwinden, um so Vertrauen zu sich selbst zu finden
- Selbstsicherheit, d.h. nicht unbedingt stets das zu tun, was andere auch tun, sondern das Handeln an sich selbst ausrichten und dabei
- Mit Vorgesetzten und MA gleichermassen freundlich umgehen
- Sich nicht beim handeln auf seine Dienstgewalt berufen müssen
- Glaubhaftes überzeugendes Verhalten
- Führungswille
- Kommunikationsbereitschaft
- Kontaktfähigkeit

Formen der Autorität ZIB Seite 47

- Übertragene Autorität
- Dienstgewalt

- Erworbene personelle und fachliche Autorität

Führungsverhalten durch Autorität

- Autorität führt durch Überzeugung
- Basis ist Vertrauen und Fachwissen
- Bei Uneinsichtigkeit trotzdem kurzfristig autoritär
- Autorität fördert Selbstständigkeit der MA
- Lehnt blinden Gehorsam ab
- Fördert Talente und Fähigkeiten
- Vermeidet Konflikte durch sachliche Detaillierung
- Unterdrückt Mobbing

Betriebsklima

Definition

- Das Betriebsklima umfasst zum einen Faktoren, die mit der sozialen Struktur des Unternehmens zu tun haben. Gute Mitarbeiterführung und Kommunikation sind Vorraussetzungen für ein gutes Betriebsklima. Andere Faktoren wie Entlohnung und Arbeitsplatzgestaltung wirken gleichfalls auf das Betriebsklima von aussen positiv oder negativ ein.

Auswirkungen eines schlechten Betriebsklimas

- Allgemeine Einstellung der MA zum Betrieb wird negativ
- Das Verhältnis zwischen Vorgesetzten und MA ist gespannt
- Die Arbeits- und Leistungsbereitschaft sinkt
- Die Arbeitsmoral sinkt und unbegründete Fehlzeiten steigen
- Die Leistungskurve der MA fällt
- Ausschussquoten steigen
- Unpünktlichkeit steigt
- Rückläufige Produktivität
- Schlechte Qualität
- Steigende Kosten in Produktion und Verwaltung
- Steigende Gemeinkosten
- Überdurchschnittlich hoher Krakenstand
- Hohe Fluktuation

Ursachen des schlechten Betriebsklimas

- Persönliche Ursachen
- Arbeitstechnische Ursachen(Monotonie, Lärm)
- Ursachen im zwischenmenschlichen Bereich
- Betriebliche Ursachen
- Ungerechte Arbeitsverteilung
- Konflikte mit anderen MA

Methoden zur Findung der Ursachen des schlechten Betriebsklimas

- Gespräche mit Gruppenführern (nicht objektiv)
- Einzelgespräche mit MA (zeitintensiv)
- Schriftliche Befragung (Zustimmmungspflichtigkeiten müssen beachtet werden sehr arbeitsintensiv und zeitaufwendig

Möglichkeiten zur Verbesserung des Betriebsklimas

- Soziale Einrichtungen
- Pausen und Versorgungszonen
- Kantine
- Mitarbeiterinformation(Werkzeitung schwarze Bretter, Intranet)
- Parkmöglichkeiten
- Schaffung der Möglichkeit von Fahrgemeinschaften
- Betriebssport
- Betriebsausflug
- Betriebsfeier
- Vermeidung von Monotonie durch Job Rotation, Job Enrichment, Job Enlargement
- Bildung Teilautonomer Arbeitsgruppen
- Gerechte Arbeitsverteilung

Führungsverhalten zur Verbesserung des Betriebsklima

- Mehr Kontakt zu den MA pflegen
- MA durch angemessene Anerkennung oder auch Korrektur fördern
- Mitarbeiter weiterbilden
- Einen Auftrag oder eine Anordnung stets richtig, klar und eindeutig übermitteln
- Dem richtigen MA den richtigen Platz zuweisen
- Ruhe und Selbstbeherrschung ausstrahlen
- Unter angemessener Berücksichtigung emotionaler Einflüsse stets sachliche Entscheidungen treffen.
- Jeden MA korrekt mit seinem Namen anreden
- Eindeutige Ziele setzen

Fluktuationshemmnisse

- Bei Gruppen

- Aufgrund von Gruppenzwang (gegenseitige Abhängigkeit)
- Vermehrte soziale Kontrolle
- Keine Anonymität
- Starkes WIR Gefühl
- Gruppenzusammenhalt

- Bei MA mit eigenem Fachbereich und Entscheidungsbereich

- Mehr Verantwortungsbewusstsein
- Motivierter durch Entscheidungsfreiraum
- Fühlt sich als unverzichtbarer Teil des ganzen
- Vorbildfunktion für andere anspruchsvollerer Aufgaben

Auswirkungen hoher Fluktuation

- Der Weggang eingearbeiteter MA vermindert zumindest vorübergehend die Leistung

- Bei der Einarbeitung neuer MA ergeben sich Qualitätsprobleme

- Erhöhte Unfallgefahr bei der Einarbeitung neuer MA bzw. bei der Umsetzung vorhandener MA

- Erneuter Zeit und Kraftaufwand bei Vorgesetzen durch Einweisen, unterweisen und vermehrter Kontrolle

- Störungen in den Arbeitsgruppen und daraus

- Störung des Arbeitsrhythmus in bestehenden Gruppen
- Gewöhnung der Arbeitsgruppe an neue MA

Massnahmen zur Verringerung von Fehlzeiten

- Der Meister fördert verstärkt das ausheilen von Krankheiten
- Der Meister steht vorbeugenden Massnahmen positiv gegenüber
- Mit Rücksicht auf verantwortungsbewusste MA, die meistens gezwungen sind Aufgaben fehlender Kollegen mit zu übernehmen, sollte der IM jedoch gegen MA vorgehen, die anscheinend nicht wegen einer Krankheit, sondern aus anderen nicht bekannten Gründen fehlen.
- MA müssen am richtigen Platz arbeiten, damit sie zufrieden sind
- Fehlzeiten hängen entscheidend von der Führung ab
- Reorganisation von Arbeitsgruppen
- Reduzierung durch steigende Verantwortung der MA durch Delegation, Arbeitsplatzverbesserungen, Aufstiegschancen
- Der IM muss den MA klarmachen, dass man die Abwesenheit beachtet und sich Gedanken über Genesung macht
- Rückkehrgespräche führen
- Krankenbesuche durchführen

Auswirkungen von Fehlzeiten

- Auf das Unternehmen

- Kosten der Lohnfortzahlung
- Produktionsstau
- Kosten für Leihkräfte
- Kosten für Mehrarbeit
- Verschlechterung des Betriebsklimas
- Unzufriedene Kunden

- Für die Vorgesetzten

- Ziele werden nicht erreicht
- Planungsänderungen
- Belastung durch Einarbeitung von umgesetzten MA
- Minderleistung der neuen MA
- Mehr Ausschuss

- Für die Kollegen

- Mehr Arbeit
- Überstunden
- Hektik
- Tätigkeitswechsel
- Spannungen zwischen gesunden und fehlenden

- Den fehlenden

- Vermindertes Selbstwertgefühl
- Geringere Aufstiegschancen
- Anfeindungen durch Kollegen
- Isolierung

Inhalte des Fehlzeitengesprächs

- Nach befinden erkundigen
- Mögliche Ursache der Fehlzeit erfragen
- Können betriebliche Ursachen abgestellt werden?
- Liegen immer gleiche o.ä. Ursachen für die Fehlzeit vor?
- Wenn die Ursachen nicht im Betrieb liegen, kann der Betrieb dennoch helfen Informationen über die Folgen des Fehlens für den MA, die Vorgesetzen und die Kollegen geben

Beschwerden

Anhörphase

- Jede Beschwerde ernst nehmen
- Den Beschwerdeführer ausreden lassen
- Nicht sofort dazu Stellung nehmen

[...]

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Details

Titel
Zusammenarbeit im Betrieb (ZiB). Eine stichpunktartige Prüfungsvorbereitung für angehende Industriemeister
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V355656
ISBN (eBook)
9783668424821
ISBN (Buch)
9783668424838
Dateigröße
592 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Industriemeister, ZIP, Zusammenarbeit im Betrieb, Prüfung
Arbeit zitieren
Stefan Geschke (Autor), 2016, Zusammenarbeit im Betrieb (ZiB). Eine stichpunktartige Prüfungsvorbereitung für angehende Industriemeister, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355656

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