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Demokratiepädagogik. Zu Wolfgang Edelsteins "Überlegungen zur Demokratiepädagogik"

Title: Demokratiepädagogik. Zu Wolfgang Edelsteins "Überlegungen zur Demokratiepädagogik"

Elaboration , 2015 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dominik Hey (Author)

Pedagogy - General
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Die Demokratie nimmt in unserer Gesellschaft einen großen Stellenwert ein. Zuweilen als Selbstverständlichkeit betrachtet, ist Demokratie weltweit gesehen, ein rar gesätes Gut, welches als Herrschaftsform unterstützt und gefördert werden muss. Neben der Gewaltenteilung, der Rechtsstaatlichkeit und dem Mehrheitsprinzip, den wohl wichtigsten Eigenschaften der Demokratie, muss sie zudem Einzug in alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft erhalten, um so ein demokratisches Bewusstsein innerhalb der Bevölkerung zu erzeugen.
Wie Himmelmann (2010) bereits richtig formulierte, „[fallen] Demokraten nicht einfach vom Himmel“ (Himmelmann 2010, S. 23). Vielmehr kommt es darauf an, Demokratie einzuüben, um sie richtig vorleben zu können und umgekehrt muss Demokratie „zugleich gelebt werden, um gelernt werden zu können“ (ebd., S. 24).

Die Demokratiepädagogik befasst sich mit pädagogischen, insbesondere mit schulischen und didaktischen Aktivitäten zur Förderung von Demokratiekompetenz. Diese wird benötigt um an der Lebensform ‚Demokratie‘ teilzunehmen, sich in der Gesellschaftsform ‚Demokratie‘ zu engagieren und um schlussendlich eine Handlungsfähigkeit und Handlungsbereitschaft, als verantwortungsfähiger Bürger innerhalb unserer demokratischen Gesellschaft zu erlangen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, erfordert die Demokratiepädagogik Handlungsfelder, Wissensbestände, Werte und Kompetenzen für demokratisches und politisches Handeln.

Die nachfolgende Ausarbeitung, auf der Grundlage eines Referates vom 16.11.2015 zu dem Text von Wolfang Edelstein (2005), soll sich mit diesen „Überlegungen zur Demokratiepädagogik“ auseinandersetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

2. Schule als erfahrungsnahe Gelegenheitsstruktur begreifen

3. Demokratische Lebens- und Sozialpraxis stärken

4. Für das Leben lernen

5. Die Schule bewegen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich mit Wolfgang Edelsteins „Überlegungen zur Demokratiepädagogik“ auseinander und untersucht die Notwendigkeit, Demokratie als gelebte Praxis in den Schulalltag zu integrieren. Ziel ist es aufzuzeigen, wie demokratische Kompetenzen durch schulische Strukturen gefördert werden können, um junge Menschen auf eine aktive Teilhabe an der Zivilgesellschaft vorzubereiten und der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.

  • Bedeutung der Demokratiepädagogik für die Schulentwicklung
  • Schule als erfahrungsnahe Gelegenheitsstruktur für demokratisches Handeln
  • Bewältigung globaler Herausforderungen durch politische Bildung
  • Integration benachteiligter Gruppen in zivilgesellschaftliche Prozesse
  • Förderung der Demokratiekompetenz durch Partizipation und Mitgestaltung

Auszug aus dem Buch

2. Schule als erfahrungsnahe Gelegenheitsstruktur begreifen

Die historisch-politische Situation in Deutschland, nach der Wiedervereinigung der deutschen Teilstaaten, hatte den Entwurf eines Programms zur Folge, dass der Prävention der Entfaltung anti-demokratischer Handlungsdispositionen dienen und Schulen demokratiepädagogisch aktivieren und gegebenenfalls sogar transformieren sollte. Bei dem genannten Programm, handelt es sich um das BLK-Bildungsprogramm „Demokratie lernen und leben“, das maßgeblich unter der Mitarbeit von Prof. Dr. Edelstein in den Jahren 2002 bis 2007 stattgefunden hat und auf einem Gutachten desselbigen basiert (vgl. Edelstein 2005, S. 208 ff.).

In der Kritik an dem Bildungsprogramm wird angezweifelt, ob der Schluss von einer kohortenspezifischen Verhaltens- und Mentalitätsanalyse auf ein komplettes Bildungsprogramm überhaupt möglich ist. Dabei wurden folgende Fragen aufgeworfen: „Ist die Mentalitätsanalyse für die Wendegeneration zutreffend? Sind die demokratiepädagogisch legitimierten Kompetenzen, die das Programm vermitteln soll, zur Prävention gegen die Entfaltung anti-demokratischer Potenziale in der Jugend geeignet? Ist das Programm demokratiepolitisch überhaupt gerechtfertigt?“ (Edelstein 2005, S. 215). Edelstein geht deshalb im weiteren Verlauf des Textes zunächst darauf ein, dass selbst wenn man dem Demokratieprogramm skeptisch gegenüber steht, man eingestehen muss, dass die politische Bildung mit den derzeitigen Methoden auch keine Erfolge verzeichnet. Dies schreibt er mit Verweis auf die internationale IEA-Vergleichsstudie, nach der die deutschen 14-jährigen die ausländerfeindlichsten unter den 28 teilnehmenden Länderstichproben sind (vgl. Edelstein 2005; siehe auch Torney-Purta u.a. 2001).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik: Die Einleitung beleuchtet den hohen Stellenwert der Demokratie und die Notwendigkeit, Demokratiekompetenz durch pädagogische Aktivitäten zu fördern.

2. Schule als erfahrungsnahe Gelegenheitsstruktur begreifen: Dieses Kapitel analysiert das BLK-Bildungsprogramm und diskutiert, wie Schulen durch reale Erfahrungsräume zu Orten demokratischen Lernens transformiert werden können.

3. Demokratische Lebens- und Sozialpraxis stärken: Hier wird die Bedeutung von verinnerlichten demokratischen Erfahrungen für den Zusammenhalt der Gesellschaft in unsicheren Zeiten thematisiert.

4. Für das Leben lernen: Es wird die Verbindung zwischen kognitiven Lerninhalten und reformpädagogischen Handlungsformen aufgezeigt, um Bildung auf ein Leben in der Zivilgesellschaft auszurichten.

5. Die Schule bewegen: Dieses Kapitel fokussiert auf die aktive Integration benachteiligter Jugendlicher, um deren demokratische Teilhabe zu sichern und Exklusion zu verhindern.

6. Fazit: Das Fazit resümiert die Relevanz der Demokratiepädagogik als Antwort auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und Krisen.

Schlüsselwörter

Demokratiepädagogik, Demokratiekompetenz, Politische Bildung, Schulentwicklung, Zivilgesellschaft, Partizipation, Demokratie lernen und leben, Politikverdrossenheit, Handlungsdispositionen, Sozialisation, Bildungsqualität, Integration, Wolfgang Edelstein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Auseinandersetzung der „Demokratiepädagogik“ nach Wolfgang Edelstein und deren praktischer Anwendung im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Förderung demokratischer Kompetenzen, die Gestaltung von Schulen als Erfahrungsräume und der Abbau von Politikdistanz bei Jugendlichen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schule als Institution zur Stärkung demokratischer Lebensformen beitragen kann, insbesondere um junge Menschen auf die Anforderungen der Zivilgesellschaft vorzubereiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf der Analyse des Fachtextes von Wolfgang Edelstein sowie ergänzender pädagogischer Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte: von der Schule als Gelegenheitsstruktur bis hin zur Notwendigkeit, exkludierte Personengruppen durch Bildung zu integrieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Demokratiepädagogik, Partizipation, Zivilgesellschaft, politische Bildung und Schulentwicklung.

Warum betont der Autor die Notwendigkeit der „Gelegenheitsstruktur“?

Edelstein argumentiert, dass demokratische Kompetenzen nicht allein durch theoretisches Wissen, sondern durch aktives, situiertes Erfahren im Alltag der Schule gelernt werden müssen.

Inwiefern thematisiert die Arbeit die Gefahr der Exklusion?

Die Arbeit hebt hervor, dass insbesondere sozial benachteiligte Jugendliche eine „potenziell anti-demokratische Masse“ darstellen können, wenn das Bildungssystem sie nicht erfolgreich integriert und ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.

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Details

Title
Demokratiepädagogik. Zu Wolfgang Edelsteins "Überlegungen zur Demokratiepädagogik"
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,7
Author
Dominik Hey (Author)
Publication Year
2015
Pages
11
Catalog Number
V355671
ISBN (eBook)
9783668415652
ISBN (Book)
9783668415669
Language
German
Tags
demokratiepädagogik wolfgang edelsteins überlegungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Hey (Author), 2015, Demokratiepädagogik. Zu Wolfgang Edelsteins "Überlegungen zur Demokratiepädagogik", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355671
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