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Zum friedensfördernden Potenzial klimapolitischer Handlungsprogramme

Chancen und Grenzen der National Adaption Programmes of Action (NAPA) am Beispiel Somalia

Titel: Zum friedensfördernden Potenzial klimapolitischer Handlungsprogramme

Hausarbeit , 2016 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Vera Richter (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht das friedenspolitische Potenzial klimapolitischer Handlungsprogramme und bewertet deren Chancen und Grenzen. Nach einer theoretischen Einführung in das Thema Klimakonflikte und Adaption an den Klimawandel erfolgt eine übersichtsartige Darstellung der NAPA – National Adaptation Programmes of Action – und ihrer internationalen Koordination durch das Sekretariat des United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), sowie die Entwicklung eines Analyserasters zu deren Bewertung.

Anschließend wird am Fallbeispiel Somalia dargelegt, welches friedenpolitische Potenzial im NAPA von Somalia steckt, wie es entfaltet werden kann und wo die nationale Programmatik zu kurz greift, um friedensfördernd zu sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Thema und Methode

2. Theoretischer Teil: Klimakonflikte und Anpassung

2.1 Gibt es eine ökologische Kriegstheorie?

2.2. Die Kritik der Copenhagener Schule: Das Szenario der Klimakonflikte als Teil einer Versicherheitlichungsstrategie westlicher Staaten

2.3 Die Ökozidthese

2.4 Adaptionsstrategien: Was heißt Anpassungspolitik?

2.5 NAPA – National Adaptation Programmes of Action

2.6 Analyseraster

3. Praktischer Teil: Fallbeispiel Somalia

3.1 Die Situation in Somalia – ein Land zwischen Bürgerkrieg und Klimawandel

3.2 Der somalische NAPA

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das friedenspolitische Potenzial klimapolitischer Handlungsprogramme, insbesondere der "National Adaptation Programmes of Action" (NAPA), unter Berücksichtigung ihrer Chancen und Grenzen im Kontext von Klimakonflikten und staatlicher Vulnerabilität.

  • Theoretische Einordnung von Klimakonflikten und ökologischen Kriegstheorien
  • Analyse der NAPA-Strukturen und ihrer internationalen Koordination
  • Entwicklung eines Analyserasters zur Bewertung friedensfördernder Potenziale
  • Fallstudie zum somalischen NAPA im Kontext von Bürgerkrieg und Klimawandel

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Ökozidthese

Doch woher kommt nun die durchaus verbreitete Vorstellung von dem Szenario drohender Klimakriege, die bereits so präsent ist? Die Prämisse, die diesem Szenario zu Grunde liegt, ist simpel: Knappe Ressourcen erhöhen die Gefahr gewalttätiger Konflikte, und wenn die umweltbedingte Ressourcenverknappung nicht gestoppt wird, löscht sich die Menschheit am Ende gegenseitig aus. Das ist der Kern der Ökozidthese. Harald Welzer, der mit seiner Publikation „Klimakriege“ diese Vorstellung entscheidend mitkonstruiert hat, sieht die Menschheit durch den Klimawandel in einer „Überlebenskonkurrenz“ zueinander, und benennt klimabedingte Veränderungen klar als Ausgangspunkt für Konflikte:

„Wenn aber die Folgen des Klimawandels in der Verschiebung von bewohnbaren Zonen, in der Wanderung von Anbauregionen, im Vorrücken von Wüsten und Verknappung von Wasser auf der einen und Überflutungen auf der anderen Seite bestehen, dann sind die bestehenden Balancen des geo-, macht- und ressourcenpolitischen internationalen Spannungsfeldes berührt – und insofern spricht nicht das Geringste dagegen, dass das 21. Jahrhundert infolge des Klimawandels ein erhöhtes Spannungspotenzial mit der erheblichen Gefahr gewaltsamer Lösungen erleben wird.“ (Welzer 2008:157)

James R. Lee beschreibt eine Dynamik, in der Klimaveränderungen zwei verschiedene Typen von Konflikten hervorbringen werden: „Cold Wars“ würden demnach in nördlichen und südlichen Breitengraden auftreten, weil die Erderwärmung Staaten in mögliche, vor allem zwischenstaatliche Konflikte auf Grund wachsender Interessen an der Erschließung und Nutzung neuer Ressourcen und Territorien treibe, während „Hot Wars“ vor allem innerstaatlich in Ländern um den Äquator herum zu befürchten seien, wo sich die Erwärmung ausbreitet und die Trockenheit verstärkt, was zu wachsender Konkurrenz um die knappen Ressourcen führt. Jedoch müssen laut Lee diese Konflikte nicht zwangsläufig entstehen, sondern je nachdem wie die Staaten, internationalen Institutionen und die Menschen auf die Klimaveränderungen reagieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Thema und Methode: Einführung in das Problemfeld der Klimakonflikte, Begründung der Relevanz von Anpassungsstrategien und Darlegung des methodischen Vorgehens.

2. Theoretischer Teil: Klimakonflikte und Anpassung: Kritische Auseinandersetzung mit der Ökozidthese, den Ansätzen der Copenhagener Schule sowie Definition von Anpassung und Analyse der NAPA-Strukturen.

3. Praktischer Teil: Fallbeispiel Somalia: Untersuchung der spezifischen Situation in Somalia und Anwendung des Analyserasters auf den somalischen NAPA.

4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung des friedenspolitischen Potenzials des somalischen NAPA und Aufzeigen weiterer Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Klimakonflikte, NAPA, Anpassungspolitik, Somalia, Friedensförderung, Ökozidthese, Vulnerabilität, Bürgerkrieg, Ressourcensicherheit, Konfliktsensibilität, Politikkohärenz, UNFCCC, LDC, menschliche Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, inwiefern klimapolitische Handlungsprogramme, speziell die National Adaptation Programmes of Action (NAPA), ein Potenzial zur Friedensförderung in krisenbehafteten Regionen aufweisen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der wissenschaftliche Diskurs um Klimakonflikte, die theoretischen Ansätze der Ökozidthese und die praktische Umsetzung nationaler Anpassungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu erkunden, wo das friedenspolitische Potenzial von Anpassungsstrategien liegt und welche Grenzen sich bei deren Implementierung in fragilen Staaten ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und ein entwickeltes Analyseraster, um das Fallbeispiel Somalia systematisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Neben der theoretischen Einordnung der Klimakonflikte fokussiert der Hauptteil auf die Erläuterung der NAPA-Instrumente und deren anschließende Anwendung auf den Fall Somalia.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Klimakonflikte, Anpassungsfähigkeit, NAPA, Vulnerabilität und konfliktsensible Planung.

Welche Rolle spielt der "Do no harm"-Ansatz in dieser Untersuchung?

Dieser Ansatz dient als Maßstab für die Konfliktsensibilität der geplanten Anpassungsmaßnahmen, um zu verhindern, dass durch Klimaprojekte neue Spannungen im sozialen Umfeld entstehen.

Warum wird Somalia als Fallbeispiel herangezogen?

Somalia gilt als hochgradig vulnerabler Staat, der durch jahrelangen Bürgerkrieg und massive Klimarisiken geprägt ist, was eine Untersuchung des Potenzials nationaler Klimaprogramme in einem extremen Umfeld ermöglicht.

Welches Fazit zieht die Autorin zum somalischen NAPA?

Das Fazit ist, dass der NAPA zwar ein Bewusstsein für die Problematik zeigt, aber noch deutliche Defizite in der konkreten, konfliktsensiblen Implementierung und der politischen Kohärenz aufweist.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum friedensfördernden Potenzial klimapolitischer Handlungsprogramme
Untertitel
Chancen und Grenzen der National Adaption Programmes of Action (NAPA) am Beispiel Somalia
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto Suhr Institut für Politikwissenaschaft - Arbeitsbereich Friedens- und Konfliktforschung)
Veranstaltung
(Zivile) Konfliktprävention und Friedensförderung – Konzepte, Interventionsfelder, Methoden
Note
1,0
Autor
Vera Richter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V355734
ISBN (eBook)
9783668422063
ISBN (Buch)
9783668422070
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedens- und Konfliktforschung Klimapolitik Klimakrieg National Adaptation Plan of Action (NAPA) Anpassungspläne
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vera Richter (Autor:in), 2016, Zum friedensfördernden Potenzial klimapolitischer Handlungsprogramme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355734
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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