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Der Frieden von Edinburgh und Northampton 1328. Aus schottischer und aus englischer Sicht

Titel: Der Frieden von Edinburgh und Northampton 1328. Aus schottischer und aus englischer Sicht

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 18 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Christoph Grave (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einen vorläufigen Höhepunkt der Auseinandersetzungen zwischen dem Königreich England und dem Königreich Schottland zwischen den Jahren 1296 und 1328 bildet der Frieden von Northampton, der den Endpunkt jahrelanger Kämpfe darstellt und dennoch keinen dauerhaften Frieden bringen konnte. Aufgrund seiner außerordentlichen Bedeutung für das schottische Königtum soll er im Fokus dieser Arbeit stehen. Dabei soll vor allem geklärt werden, welche Ziele aus schottischer Sicht erreicht wurden, ob die Legitimation der Herrschaft von Robert I. gestärkt wurde und wie der Frieden von englischen bzw. schottischen Autoren wahrgenommen wurde.

Die Arbeit gliedert sich hierbei in zwei Teile. Zunächst wird die Vorgeschichte kurz skizziert und die wesentlichen Ereignisse dargestellt, um die Bedeutung des Friedens von Northamptons einordnen zu können. Danach erfolgt eine Darstellung des Friedensschlusses anhand von ausgesuchten Quellen, mit deren Hilfe versucht werden soll, die Kernfragen dieser Arbeit zu beantworten. Hinzu kommt ein Vergleich zwischen der Rezeption in englischen und schottischen Quellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte

3. Der Frieden von Edinburgh und Northampton

3.1. Der Frieden aus schottischer Sicht

3.2. Der Frieden aus englischer Sicht

3.3. Robert I. am Ziel?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Friedens von Edinburgh und Northampton von 1328 für das schottische Königtum unter Robert I. Ziel ist es zu analysieren, welche schottischen Ziele erreicht wurden, wie die Legitimation der Herrschaft von Robert I. gestärkt wurde und wie der Friedensschluss in zeitgenössischen schottischen und englischen Quellen rezipiert wurde.

  • Die Vorgeschichte der schottischen Unabhängigkeitskriege
  • Die politische Rolle und Herrschaftssicherung von Robert I.
  • Die Analyse der schottischen Wahrnehmung in zeitgenössischen Quellen
  • Die englische Perspektive und die Rolle von Edward III.
  • Der Vergleich der unterschiedlichen Quellendarstellungen

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Frieden aus englischer Sicht

Blickt man auf die Chronik von Maxwell, so wird hier der Frieden als mögliches Produkt von Gesprächen erwähnt:

„Meanwhile ambassadors were appointed between the kingdoms of England and Scotland to arrange a temporary truce or confirm the former truce for thirteen years, or to come to any treaty for perpetual peace if that could be done.”

An dieser Stelle wird mehr als deutlich, dass Maxwell eine sehr negative Sicht auf den Vertrag hatte. Er beschreibt, dass man sich traf um irgendeine und vor allem zeitlich begrenzte Übereinkunft zu finden. Hier unterscheidet er sich klar von den schottischen Autoren, die vor allem das immerwährende des Vertrages in den Vordergrund ihrer Beschreibungen stellten. Besonders interessant ist, wie Maxwell die Rolle Edwards III. darstellt:

„[...] acting on the pestilent advice of his mother and Sir Roger Mortimer [...], he was forced to release the Scots by his public deed from all exaction, right, claim or demand of the overlordship of the kingdom of Scotland on his part, or that of his heirs and successors in perpetuity, and from any homage to be done to the kings of England. He restored to them also that piece of the Cross of Christ which the Scots call the Black Rood [...] But the people of London would no wise allow to be taken away from them the Stone of Scone, whereon the Kings of Scotland used to be set at their coronation at Scone.”

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die politische Krise nach dem Tod Alexander III. und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Bedeutung des Friedens von 1328 für die Herrschaft Robert I.

2. Vorgeschichte: In diesem Kapitel werden die wesentlichen Ereignisse des schottischen Unabhängigkeitskrieges von 1286 bis zum Vorabend des Friedensschlusses dargestellt.

3. Der Frieden von Edinburgh und Northampton: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Bedingungen und die unterschiedliche Wahrnehmung des Friedensvertrages in den schottischen und englischen Quellen sowie dessen Auswirkung auf die Dynastie Robert I.

3.1. Der Frieden aus schottischer Sicht: Untersucht wird die patriotische Darstellung in den Chroniken von John Fordun und Walter Bower, die den Frieden als Resultat schottischer Stärke deuten.

3.2. Der Frieden aus englischer Sicht: Analysiert wird die kritische Perspektive englischer Quellen, welche die Entscheidung für den Frieden als Folge der Unmündigkeit Edwards III. interpretieren.

3.3. Robert I. am Ziel?: Dieses Kapitel beleuchtet, inwiefern Robert I. durch den Frieden seine persönlichen und dynastischen Ziele erreichen und seine Anerkennung als König sichern konnte.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Friedensschluss zwar die Unabhängigkeit Schottlands völkerrechtlich festigte, die bilateralen Spannungen jedoch langfristig bestehen blieben.

Schlüsselwörter

Robert I., Bruce, Schottland, England, Frieden von Edinburgh und Northampton, 1328, Unabhängigkeitskrieg, Edward III., Quellenanalyse, Legitimation, Oberherrschaft, Mittelalter, Schottische Geschichte, Geschichtsschreibung, Mittelalterliche Konflikte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Friedensschluss von Edinburgh und Northampton im Jahr 1328 und dessen Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen den Königreichen England und Schottland sowie der Festigung der Herrschaft von Robert I.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Legitimation des schottischen Königtums unter der Bruce-Dynastie, die militärischen Auseinandersetzungen zwischen 1296 und 1328 sowie der Vergleich der zeitgenössischen Quelleneditionen aus schottischer und englischer Sicht.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin zu klären, welche Ziele aus schottischer Sicht durch den Frieden erreicht wurden, ob dieser die Herrschaft von Robert I. legitimierte und wie er von Autoren beider Nationen wahrgenommen wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Methode, bei der zeitgenössische Chroniken wie das Scotichronicon oder die Scalachronica analysiert und hinsichtlich ihrer Perspektive und Intention verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Vorgeschichte, die detaillierte Untersuchung des Friedensvertrages aus unterschiedlichen nationalen Blickwinkeln sowie eine Beurteilung der dynastischen Erfolge von Robert I.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Robert I. (The Bruce), die Unabhängigkeitskriege, der Frieden von 1328, Souveränität, Legitimation und der historische Quellenvergleich zwischen schottischen und englischen Autoren.

Warum wird im Text betont, dass Edward III. bei Friedensschluss "unmündig" war?

Die untersuchten englischen Quellen nutzen das junge Alter Edwards III., um den für sie "nachteiligen" Frieden zu erklären. Sie stellen ihn als Marionette seiner Mutter und Roger Mortimers dar, um die Verantwortung für das Zugeständnis an Schottland vom König auf dessen Vormünder zu verlagern.

Welche Rolle spielte der "Stone of Scone" in der Argumentation der englischen Chronisten?

Der Stein symbolisiert den schottischen Herrschaftsanspruch. Dass er trotz des Friedensvertrages in England verblieb, diente englischen Autoren als Beweis dafür, dass England trotz der Zugeständnisse die symbolische Oberhand behalten hatte.

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Details

Titel
Der Frieden von Edinburgh und Northampton 1328. Aus schottischer und aus englischer Sicht
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Die schottischen Unabhängigkeitskriege im späten Mittelalter
Note
2,7
Autor
Christoph Grave (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V355904
ISBN (eBook)
9783668419339
ISBN (Buch)
9783668419346
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frieden edinburgh northampton sicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Grave (Autor:in), 2016, Der Frieden von Edinburgh und Northampton 1328. Aus schottischer und aus englischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355904
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Leseprobe aus  18  Seiten
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