Des Périers „Cymbalum mundi“ war zur Zeit seiner Veröffentlichung ein Skandal. Ein Aufschrei ging durch die staubigen Reihen der Orthodoxie. Ein für damalige Zeiten solches Werk, das derart atheistische und ketzerische Tendenz enthält, zu veröffentlichen, zeugt von einem tiefen Missfallen an der damaligen Gesellschaft, spiegelt aber auch gleichzeitig den Zeitgeist des Humanismus wieder.
Des Périers bedient sich der Mittel spielerischer Ironie und bissigem Sarkasmus, derben Witzes und hypergelehrter Genauigkeit, um auf die Missstände vor allem von Seiten der kirchlichen Ordonanz aufmerksam zu machen. Die dabei entstehende Satire richtet sich wohl nicht gegen die Reformation, wie viele glauben, sondern eher an die Institution Kirche an sich.
Inhaltsverzeichnis
- Kurzbiographie des Autors Bonaventure des Périers
- Das Werk Cymbalum mundi
- Inhalt der Dialoge
- Geschichte zur Entstehung des Cymbalum mundi
- Deutung des Cymbalum mundi
- Analyse und Interpretation im historisch- und literaturwissenschaftlichen Kontext
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Werk "Cymbalum mundi" von Bonaventure des Périers und untersucht dessen satirisch-subversiven Charakter im Kontext der französischen Renaissance. Sie analysiert die Dialoge des Werkes, beleuchtet die Entstehungsgeschichte und setzt sie in Beziehung zu den literarischen und historischen Strömungen der Zeit.
- Die satirische Kritik an der Kirche und den gesellschaftlichen Normen der Renaissance
- Die Verwendung von Allegorien und Fabeln als Mittel der Subversion
- Der Einfluss des Humanismus und der Reformation auf die literarische Produktion der Zeit
- Die Bedeutung der Sprache und des Stils für die Wirkung des Werkes
- Die Rezeption des Cymbalum mundi und seine Folgen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Kurzbiographie des Autors Bonaventure des Périers beleuchtet seinen Lebensweg und seine Beziehungen zu wichtigen Persönlichkeiten seiner Zeit, insbesondere Marguerite de Navarre. Das Kapitel "Das Werk Cymbalum mundi" gibt einen Einblick in die Struktur und den Inhalt der Dialoge, wobei die allegorischen und fabelhaften Elemente hervorgehoben werden. Im Kapitel "Deutung des Cymbalum mundi" erfolgt eine Analyse und Interpretation des Werkes im Kontext der Renaissance, wobei die historischen und literarischen Einflüsse betrachtet werden.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen der französischen Renaissance, Satire, Subversion, Religion, Humanismus, Reformation, Literaturwissenschaft, Allegorie, Fabel, Sprache, Stil, Rezeption und Bonaventure des Périers.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema von Bonaventure des Périers' "Cymbalum mundi"?
Das Werk ist eine satirische Kritik an der Kirche und den gesellschaftlichen Normen der französischen Renaissance, verpackt in allegorische Dialoge.
Warum galt das Werk zur Zeit seiner Veröffentlichung als Skandal?
Es wurde aufgrund seiner vermeintlich atheistischen und ketzerischen Tendenzen sowie seiner scharfen Kritik an der religiösen Orthodoxie als skandalös empfunden.
Welcher literarischen Mittel bedient sich der Autor?
Des Périers nutzt spielerische Ironie, bissigen Sarkasmus, derben Witz und hypergelehrte Genauigkeit, um gesellschaftliche Missstände aufzuzeigen.
Gegen wen richtet sich die Satire im "Cymbalum mundi"?
Die Satire richtet sich primär gegen die Institution Kirche an sich und die kirchliche Ordonanz, weniger gegen die Reformation selbst.
Welchen Einfluss hatte der Humanismus auf das Werk?
Das Werk spiegelt den Zeitgeist des Humanismus wider, indem es bestehende Dogmen hinterfragt und sich subversiver literarischer Formen bedient.
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- Sven Gerrlich (Author), 2009, Cymbalum Mundi. Ein subversiver Renaissancedialog?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355987