Die Straße als Lebenswelt wohnungsloser Frauen in Köln

Perspektiven Niedrigschwelliger Sozialer Arbeit für einen ‚gelingenderen‘ Alltag


Bachelorarbeit, 2014
81 Seiten, Note: 2,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wohnungslosigkeit in Deutschland
2.1 Rückblick auf die Begriffsdefinition im Geschichtsverlauf
2.2 Wohnungslosigkeit: Definition und Differenzierung
2.3 Schätzungen zum Ausmaß von Wohnungslosigkeit in Deutschland
2.4 Wohnungslose Frauen
2.4.1 Geschlechtsspezifische Lebenslagen, Ursachen und Hintergründe weiblicher Wohnungslosigkeit
2.4.2 Verschiedene Erscheinungsformen wohnungsloser Frauen
2.4.2.1 Manifeste Wohnungslosigkeit
2.4.2.2 Verdeckte Wohnungslosigkeit
2.4.2.3 Latente Wohnungslosigkeit

3. Lebensweltorientierung
3.1 Das Konzept der Lebensweltorientierung
3.2 Die Lebensweltorientierte Soziale Arbeit
3.2.1 Die Handlungs- und Strukturmaximen
3.2.2 Die Dimensionen der Lebensweltorientierung
3.2.3 Die Lebensweltorientierung in der Sozialen Arbeit mit Wohnungslosen
3.3 Lebenswelt „Straße“- die Lebenswelt wohnungsloser Menschen

4. Niedrigschwellige Soziale Arbeit in der Wohnungslosenhilfe
4.1 Niedrigschwellige Soziale Arbeit
4.1.1 Begriffsklärung
4.1.2 Hintergrund und Entstehung
4.1.3 Ansätze, Aufgaben und Ziele
4.2 Angebote der Niedrigschwelligen Sozialen Arbeit für Wohnungslose in Köln

5. Umsetzung des Forschungsvorhabens
5.1 Zielsetzung und Herangehensweise
5.2 Die Forschungsinstrumente
5.3 Kontaktaufnahme
5.3.1 Kontaktaufnahme mit der Einrichtung
5.3.2 Kontaktaufnahme mit den wohnungslosen Frauen
5.4 Das Leitfadeninterview - Darstellung der frauenspezifischen Angebote anhand der Interviewauswertung
5.5 Lebensweltanalyse: Darstellung der Lebenswelt zweier wohnungslosen Frauen
5.5 in Köln
5.6 Fragebogen
5.6.1 Die Datenerhebung
5.6.2 Interpretation und Auswertung der Daten

6. Fazit: Wird ein gelingender Alltag für die wohnungslosen Frauen ermöglicht?

Literaturverzeichnis

Internet-Publikationen

Anlagen

1. Einleitung

„Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird.“1 Dieses Zitat von Christian Morgenstern beschreibt sehr passend die Relevanz von Niedrigschwelliger Sozialer Arbeit für Wohnungslose. Einrichtungen, die wohnungslose Menschen ohne schwierige Voraussetzungen aufnehmen. Einrichtungen, die nicht nur die existenziellen Grundbedürfnisse stillen, sondern die Menschen in ihrer Not ernst nehmen, ihnen zuhören, ihnen einen Ort der Ruhe und des Rückzuges bieten.

Lange galt Wohnungslosigkeit als rein männliches Phänomen2, deswegen richtete sich das traditionelle Hilfesystem lange auch nur an diese Klienten. Auch wenn Frauen auf den ersten Blick mit rund 25 Prozent in Deutschland immer noch die Minderheit unter den geschätzt 284.0003 Wohnungslosen darstellen, sind die Erscheinungsformen ihrer Wohnungslosigkeit sehr differenziert und benötigen spezialisierte Hilfe. Die Ursachen ihrer Wohnungslosigkeit, das subjektiven Erleben und auch ihre Bewältigungsversuche unterscheiden sich stark von denen der männlichen Betroffenen.

Diese Arbeit soll sich hauptsächlich um genau diese weiblichen Wohnungslosen drehen. Ziel ist es, herauszufinden inwiefern den wohnungslosen Frauen in ihrer Lebenswelt, in ihrer derzeitigen Notsituation durch Niedrigschwellige Soziale Arbeit geholfen wird. In diesem Zusammenhang wird auf das bestehende Hilfeangebot sowohl im Allgemeinen als auch in geschlechterspezifischer Hinsicht eingegangen. So soll herausgefunden werden, ob niedrigschwellige Angebote die Zielgruppe nicht nur erreichen, sondern auch die benötigte Hilfe bieten - genauere Betrachtung erfahren frauenspezifische Angebote.

Zur Einführung in die Thematik „Wohnungslosigkeit“, zeichnet das erste Kapitel zunächst einen Überblick zur Wohnungslosigkeit und dem gesellschaftlichen Umgang damit in der Historie. Es wird ein Einblick in die Entwicklung von Armut und Armenhilfe in der Geschichte ermöglicht. Infolgedessen wird der Begriff der „Wohnungslosigkeit“ definiert und eine Einordnung des Phänomens in Deutschland vorgenommen. Eine Behandlung der möglichen Ursachen und Hintergründe erfolgt zunächst allgemein und wird anschließend frauenspezifisch skizziert. Nachstehend werden die Bewältigungsstrategien, die die Frauen in ihrer Notsituation anwenden, innerhalb der drei Erscheinungsformen, der latenten, manifesten und verdeckten Wohnungslosigkeit, betrachtet.

Nach dieser Übersicht zur Wohnungslosigkeit, wird mit dem Konzept der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch der theoretische Ansatz der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit erläutert. Auf diese wird dann im Folgenden, verbunden mit den lebensweltlichen Dimensionen und den Struktur- und Handlungsmaximen, näher eingegangen. Der nächste Teil des Kapitels stellt die Lebensweltorientierte Soziale Arbeit in Hinblick auf die Handlungsweisen bei wohnungslosen Menschen in den Mittelpunkt. Abschließend soll Einblick in die Lebenswelt wohnungsloser Menschen gewährt werden, die die maßgebende Ausrichtung für die Lebensweltorientierte Soziale Arbeit bietet.

Die Lebensweltorientierung ist es auch, die die Basis für die Niedrigschwellige Soziale Arbeit bildet. Das vierte Kapitel setzt sich damit auseinander. In diesem Zusammenhang wird zum ersten Verständnis der Begriff der „Niedrigschwelligkeit“ definiert und die Entstehung des Konzepts nachgezeichnet. Von besonderer Relevanz für niedrigschwellige Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe sind die Grundsätze wie Freiwilligkeit, Anonymität und Respekt, diese werden im Anschluss erläutert. Ein Einblick in unterschiedliche niedrigschwellige Einrichtungen in Köln, sowie die spezielle Angebotsbereiche für Frauen beenden dieses Kapitel.

Der finale Teil der Arbeit beschreibt die Zielsetzung und die Methodik der Untersuchung in Hinsicht auf die Frage, inwiefern niedrigschwellige Soziale Arbeit für wohnungslose Frauen eine Hilfe bietet und ihnen damit einen gelingenderen Alltag ermöglicht. Mithilfe der dann aufgeführten Forschungsinstrumente sollen möglichst viele Perspektiven und Ansichten von Betroffenen und Helfenden aufgegriffen werden. Sie umfassen das Leitfadeninterview, die Lebensweltanalyse und den Fragebogen. Anschließend werden die Ergebnisse der Umfrage ausgewertet und analysiert. Das Fazit bietet neben den gewonnen Erkenntnissen auch einen Ausblick in die zukünftigen Entwicklungen der weiblichen Wohnungslosigkeit und den damit verbundenen Hilfemaßnahmen.

2. Wohnungslosigkeit in Deutschland

2.1 Rückblick auf die Begriffsdefinition im Geschichtsverlauf

Schon seit der römischen Antike sind soziale Probleme wie Wohnungslosigkeit und Armut überliefert.4 Die Sicht- und Umgangsweisen der jeweiligen Gesellschaft mit Wohnungslosen ändern sich jedoch immer wieder in den unterschiedlichen Epochen - liberale und restriktive Reaktionen wechseln sich ab.5 Im frühen Mittelalter galt die Rolle der Hilfebedürftigen innerhalb der bestehenden Gesellschaftsordnung als von Gott gegeben und infolgedessen als unveränderbar.6 Deswegen beschränkt sich die Hilfe primär auf die existenzielle Versorgung und nicht auf die Ursachenbeseitigung der Armut.7 Grundsätzlich wird den Betroffenen mit Respekt und „frommen Gaben“ begegnet. Allerdings nicht uneigennützig: Almosengabe gilt als „gottgefällig“ und dient dem „Seelenheil“ des Spenders.8 Erst ab dem 11. Jahrhundert wurde Armut als Resultat von gesellschaftlichen Umbrüchen betrachtet und die Betroffenen als „Verlierer der Erneuerung“ gesehen.9 Neben der staatlichen und privaten Armenfürsorge, entstehen nun große Spitäler und Siechenhäuser.10

Im Rahmen der beginnenden Neuzeit und dem Beginn des Kapitalismus nimmt die Armut besonders unter der Landbevölkerung stark zu.11 Demzufolge wird ab dem 16.Jahrhundert die „[...]Reform für Armenfürsorge, die man als erste Ansätze einer Sozialpolitik bezeichnen kann“ eingeführt.12 Die sozialpolitischen Ziele umfassen zum einen das Überwinden der feudalen Gesellschaftsstrukturen, zum anderen eine berufliche Qualifikation und Sozialisation der von Armut betroffenen Personen.13 Diese frühbürgerliche Sozialpolitik stellt, im Vergleich zu der Almosengabe im Mittelalter, nun aber Erwartungen an den „Nehmenden“, indem auf eine Verhaltensänderung plädiert wird: „Hierzu gehörte das Auspeitschen von „Vagabunden“, die Einziehung von Armen zu Fron- und Kriegsdiensten, Bettelverbote, die Bildung von „Armenkommissionen“ und der Einsatz städtischer „Armenaufseher“.14 Damit einhergehend folgt im 17. Jahrhundert das Verbot und die Verfolgung von Almosengabe - bei Widersetzung folgt eine Geldstrafe.15

Durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert und die damit verbundene Landflucht steigt die Bevölkerung in den Städten rasch an, aber die vorhandenen Arbeitsplätze reichen nicht aus, um das wachsende Potential von Arbeitskräften zu beschäftigen.16 Die Zahl der Wohnungslosen steigt und mit ihr die Diskriminierung der Betroffenen durch die Gesellschaft. Obdachlose Erwachsene wurden als „wohnunfähig“ und „asozial“ bezeichnet.17 Es entstehen die sogenannten „Korrektionsanstalten“, die Zuchthaus, Gefängnis, Arbeitshaus und Zwangserziehung für Jugendliche integrierten.18 So soll „Bettelei“ und „Arbeitsscheu“ strafrechtlich entgegengewirkt und die wohnungslosen Menschen zu einem „normalen Leben“ zurückgeführt werden.19 Bei Kindern soll die „Vererbung“ von Obdachlosigkeit verhindert werden.20 Gleichzeitig gründen sich auch die ersten Caritasvereine, es entstehen Rettungshäuser für verwahrloste Kinder und die „Gesellen Hospize“ von Adolf Kolping.21

Auf diese „Armenpflege“ wird die Begrifflichkeit der „Nichtsesshaftigkeit“ zurückgeführt.22 Mit „Nichtsesshaft“ werden die Menschen bezeichnet, die ohne festen Wohnsitz umherziehen, keine Arbeit haben oder nur gelegentlich Arbeit verrichten.23 Da dies nicht dem Sinn eines geordneten Leben und der „sozialen Norm der Sesshaftigkeit“ entspricht, wird diesen Menschen unterstellt, von einem anhaltendenden Wandertrieb betroffen zu sein.24 Der Begriff „Nichtsesshaftigkeit“ wird zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch neue Erkenntnisse aus dem medizinisch-psychiatrischen Bereich erweitert, sodass das herrschende Persönlichkeitsmerkmal des „Wandertriebes“ mit psychischen Defiziten erklärt wird.25 Mit Hilfe des Einzugs der Psychiatrie in die Wandererfürsorgen soll diesem „Persönlichkeitsdefekt“ entgegengewirkt werden.26

Die Ausgrenzung und Verfolgung von „Nichtsesshaften“ fand ihren Höhenpunkt während des Nationalsozialismus. „Arme, Arbeitsunfähige wurden als „wertlose“ Personen stigmatisiert, die auf Kosten besserer Teile der Volksgemeinschaft unterhalten werden mussten.“27 Diesen Stigmatisierungen zur Folge, wurden im September 1933 die sogenannten „Bettlerwochen“ durchgeführt und tausende Menschen im gesamten Reichsgebiet festgenommen.28 Die „Wanderarmen“ wurden verhaftet, in Arbeitshäuser überführt oder mit anderen Strafen belegt.29 Arbeitsunfähige, Kranke und wohnungslose Alkoholiker werden in Konzentrationslager überführt.30 Die Erkenntnisse der „pathologischen Wanderpersönlichkeit“ setzen sich weiter durch und die Bezeichnung der Nichtsesshaftigkeit wird eng mit den Begriffen „Asozialität“ und „Gemeinschaftsfremdheit“ verbunden.31 Dies wird als Legitimation genutzt zur Sterilisation, Isolation und Vernichtung von Wanderarmen durch das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“.32

Bis in die 1970er Jahre hinein, wurden von Seiten der Psychologie und der Sozialwissenschaften davon ausgegangen, dass „Nichtsesshaftigkeit“ anlagebedingt sei und diagnostizierten Epilepsie und Schwachsinn.33 Es existiert die Überzeugung, Nichtsesshaftigkeit therapeutisch behandeln zu können. Erst gegen Ende der 1970er Jahre entwickelten sich innerhalb der Bundesrepublik neue Erklärungen für eine Nichtsesshaftigkeit.34

Seit dem Deutschen Städtetag 1987 wird die Wohnungslosigkeit nicht mehr mit einem „hemmungslosen Wandertrieb“ in Verbindung gebracht, sondern als ein soziales Problem anerkannt.35

2.2 Wohnungslosigkeit: Definition und Differenzierung

Heute werden in der Alltagssprache, Rechtsprechung und Fachliteratur zumeist die Begriffe der „Wohnungslosigkeit“ und „Obdachlosigkeit“ verwendet.36 Seit Kurzem nutzt die Fachliteratur, bezogen auf die Menschen, die auf der Straße leben, den Begriff der „Straßenobdachlosigkeit“.37 Aufgrund der uneinheitlichen Begriffsbestimmungen, werden diese Begriffe jedoch fälschlicherweise, häufig synonym verwendet.38 Mit der Bezeichnung „Obdachlosigkeit“ sind jedoch allgemein die Menschen gemeint, die ihre Wohnung, aufgrund von Katastrophen, wie Fluten oder Bränden, sowie Räumung, infolge von nicht gezahlter Miete, verloren haben.39 Die Obdachlosigkeit gilt in Deutschland, unabhängig von der Schuldfrage des Einzelnen, als Ordnungswidrigkeit. Diese muss durch eine bereitgestellte Not- oder Ersatzunterkunft beseitigt werden.40 Im Gegensatz zur Obdachlosigkeit, die häufig auch Familien betrifft, handelt es sich bei Wohnungslosigkeit oftmals um allein stehende Menschen.41 Wohnungslose sind, neben dem Aspekt, dass sie gegenwärtig über keine Wohnung verfügen, von speziellen sozialen Schwierigkeiten betroffen, welche eine Widereingliederung durch sozialarbeiterische Maßnahmen erfordert. Sie leben in stationären oder teilstationären Einrichtungen, illegal bei Bekannten oder machen „Platte“ und leben auf der Straße.42 Dementsprechend wird auch rechtlich unterschieden, dass „[…]gem. §67ff.SGBXII besondere soziale Schwierigkeiten vorliegen müssen, um Hilfe zu erhalten. Wohnungslose erhalten sozialhilferechtliche Unterstützung. Obdachlose sind lediglich ordnungsrechtlich unterzubringen.“43 Die Wohnungslosen bilden somit eine spezifische Untergruppe der Obdachlosen.44 Seit dem Deutschen Städtetag 1987 hat sich der Oberbegriff des „Wohnungsnotfalls“ etabliert, der sowohl Wohnlosigkeit, als auch Obdachlosigkeit einschließt.45 Laut dieses Oberbegriffes beschreibt der Wohnungsnotfall die Menschen, die aktuell von Wohnungslosigkeit betroffen oder durch diese bedroht sind, außerdem die Personen, die in unzureichenden beziehungsweise unzumutbaren Verhältnissen leben. Diese Definition wurde Teil der bundesdeutschen Fachdiskussion46 und infolgedessen erscheint im Oktober 2005 die erweiterte Fassung des Forschungsverbundes „Wohnungslosigkeit und Hilfen in Wohnungsnotfällen“.47 Nach dieser im folgendem dargestellten Definition, richtet sich auch die „Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe“, kurz BAG W, Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland:

„ A Aktuell von Wohnungslosigkeit betroffen sind, darunter

A.1 ohne eigene mietrechtlich abgesicherte Wohnung (oder Wohneigentum) und nicht institutionell untergebracht sind, darunter

A.1.1 ohne jegliche Unterkunft

A.1.2 in Behelfsunterkünften(wie Baracken, Wohnwagen, Gartenlauben etc.) A.1.3 vorübergehend bei Freunden, Bekannten und Verwandten unterkommen

A.1.4 vorübergehend auf eigene Kosten in gewerbsm äß iger Behelfsunterkunft lebend(z.B. in Hotels oder Pensionen)

A.2 ohne eigene mietrechtlich abgesicherte Wohnung (...), aber institutionell untergebracht sind, darunter

A.2.1 per Verfügung, (Wieder-) Einweisung oder sonstiger Ma ß nahmen der Obdachlosenaufsicht untergebracht (ordnungsrechtlich untergebrachte Wohnungsnotfälle)

A.2.2 mit Kostenübernahmen nach (...)SGB II oder SGB XII vorübergehend in Behelfs- bzw. Notunterkünften oder sozialen Einrichtungen untergebracht (durch Ma ß nahmen der Mindestsicherungssysteme untergebrachte Wohnungsnotfälle)

A.2.3 mangels Wohnung in sozialen oder therapeutischen Einrichtungen länger als notwendig untergebracht(...), bzw. die Entlassung aus einer sozialen oder therapeutischen Einrichtung oder aus dem Strafvollzug steht unmittelbar bevor( … ) und es ist keine Wohnung verfügbar

B Aktuell von Wohnungslosigkeit bedroht sind(...) C in unzumutbaren Wohnverhältnissen leben(...)

D als Zuwanderinnen und Zuwanderer in gesonderten Unterkünften von Wohnungslosigkeit betroffen sind(...)

E ehemals von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht waren, mit Normalwohnraum versorgt wurden und auf Unterstützung zur Prävention von erneuten Wohnungsverlust angewiesen sind( … ) “ 48

2.3 Schätzungen zum Ausmaß von Wohnungslosigkeit in Deutschland

Als Nachweis für die Kostenträger, die Öffentlichkeitsarbeit oder zum Zweck der internen Evaluation, erheben heutigen Organisationen der Wohnungslosenhilfe Daten zur Statistik.49 Jedoch existiert keine einheitliche, bundesweite Erfassung über die Zahl der Menschen, die von Wohnungsnot betroffen sind.50 Aufgrund der fehlenden Daten wird jährlich eine Schätzung durch die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe vorgelegt.51

Seit den 1960er Jahren werden, mit Hilfe der Beobachtung von Veränderungen innerhalb der Bereiche des Wohnungs- und Arbeitsmarktes, der Zuwanderung und der Sozialhilfebedürftigkeit, regionaler Wohnungslosenstatistiken und eigener Blitzumfragen, Schätzungen zum aktuellen Ausmaß von Wohnungsnot in Deutschland durchgeführt.52 Die zuletzt veröffentlichte Erhebung der BAG W für die Jahre 2008 bis 2012, zeigt einen deutlichen Anstieg der Wohnungslosigkeit.53 Innerhalb dieser vier Jahre stieg die Zahl der Wohnungslosen um 15 Prozent auf rund 284.000 Betroffene, 11 Prozent davon sind Minderjährige.54 Der Verband prognostiziert einen weiteren Anstieg der wohnungslosen Menschen um 33 Prozent bis zum Jahr 2016.55

Die Zahl der Straßenobdachlosigkeit stieg von 2010 bis 2012 von 22.000 auf 24.000 an. Somit ist auch die Anzahl derer, die ohne jegliche Unterkunft auf der Straße leben um 10 Prozent angestiegen.56 Schätzungsweise handelt es sich bei 178.000 der Wohnungslosen um Alleinstehende.57

Die im Rahmen des „Sozialbericht NRW 2012“ durchgeführte Wohnungsnotfallberichterstattung zählte insgesamt 18.233 wohnungslosen Personen in Nordrhein-Westfalen.58 Ein großer Teil davon lebt im Stadtgebiet von Köln, nämlich 7.669 Menschen. Ausgehend von dieser Zahl werden 6.058 Personen behördlich und kommunal untergebracht, 1.611 Personen durch freie Träger der Wohnungslosenhilfe betreut.59

Mit drei Vierteln der Gesamtzahl bilden erwachsene Männer den deutlich größeren Anteil. Frauen sind mit 25 Prozent die kleinere Gruppe.60 Davon lebt eine Hälfte der betroffenen Frauen allein, die andere Hälfte mit Partner und/oder Kindern.61

Die Zahl der wohnungslosen Frauen, ist in den letzten Jahren erheblich angestiegen, zu den Schätzungen der BAG W wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.62 Bereits im Jahr 1985 stellte der Landesssozialbericht von Nordrhein-Westfalen fest: „Die Dunkelziffer der alleinstehenden, wohnungslosen Frauen ist höher als die Dunkelziffer der alleinstehenden Männer. Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass Frauen auf andere Bewältigungsstrategien, wie das Leben bei Bekannten[...]zurückgreifen und stärker den Anspruch vertreten, sich selbst helfen zu können. Zum anderen besteht auch nur ein geringes und für Frauen weitgehend inadäquates Hilfesystem“.63 Zu beachten ist außerdem, dass sowohl Frauen, die in Frauenhäusern oder Mutter-Kind-Häusern untergebracht sind, als auch drogenabhängige Frauen „[…]in Psychiatrien Untergebrachte, Inhaftierte, Frauen nicht- deutscher Herkunft mit einem nicht gesicherten Aufenthaltsstatus, in Illegalität lebende Migrantinnen oder Frauen, die in Abhängigkeitsbeziehungen bleiben[…]“64 nicht in diesen Schätzungen erfasst werden.65

2.4 Wohnungslose Frauen

Eine lange Zeit bezog sich die Wohnungslosenhilfe, sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis, primär auf die Problemlagen von wohnungslosen Männern und brachte den wohnungslosen Frauen kaum Interesse entgegen.66 Frauen in Wohnungsnot wurden zur Gruppe der wohnungslosen Männer gezählt und in ein Hilfesystem aufgenommen, welches vollständig auf die Bedürfnisse von Männern ausgerichtet war.67 Infolgedessen empfingen die Frauen nicht die notwendigen Hilfen und verblieben oder flüchteten in ihren Lebenslagen, ohne dass eine positive Veränderung stattfinden konnte.68

2.4.1 Geschlechtsspezifische Lebenslagen, Ursachen und Hintergründe weiblicher Wohnungslosigkeit

Während der Frauenbewegung in den 1970er Jahren wird die weibliche Armut beziehungsweise Wohnungslosigkeit näher thematisiert und macht auf die Zunahme der Betroffenen im Hilfesystem aufmerksam.69 Aufgrund dessen entwickelt sich innerhalb der neu entstandenen Frauenforschung ein geschlechtsspezifischer Ansatz, der wohnungslose Frauen als eigenständige Zielgruppe berücksichtigt.70 Später entsteht daraus eine neue Richtung in der Wohnungslosenhilfe: Das Gender Mainstreaming, das bedeutet „[…]die auf das Geschlecht bezogenen Unterschiede zwischen den Lebensverhältnissen und den unterschiedlichen Bedürfnissen und Belangen von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen auf allen Entscheidungsebenen und in allen Handlungsfeldern systematisch zu berücksichtigen, soweit sie benachteiligend oder förderlich für die Gleichstellung sind.“71 Daraufhin werden die Lebenslagen, Handlungsmöglichkeiten, sowie Erfahrungen und Interessen im Hinblick auf die Ursache weiblicher Wohnungslosigkeit untersucht und die Frauen erstmals im Zusammenhang mit Erfahrungen männlicher Gewalt und ihren strukturellen Armutsrisiken gesehen.72 Parallel dazu entstehen die ersten professionellen Hilfen, die sich problem- und bedürfnisorientiert auf weibliche Wohnungslosigkeit spezialisieren.73

Die Entstehung, die Ursachen und Hintergründe von Wohnungslosigkeit sind sehr vielfältig. Demnach ist es nicht möglich den einen Grund für diese Problematik zu benennen.74 In der heutigen Zeit bildet aber insbesondere die Arbeitslosigkeit eine Verschärfung des Risikos wohnungslos zu werden.75 Sehr häufig treffen jedoch unterschiedliche negative Umstände aufeinander - zum Beispiel kann der Arbeitsverlust zu einer Überschuldung führen und somit psychische Probleme hervorrufen, welche wiederum in der Wohnungslosigkeit enden können. Diese Art von Kreislauf kann auch aufgrund anderer Faktoren, wie Krankheit, Suchtproblematiken, Verlust einer Partnerschaft oder durch eine Entlassung aus einem längerfristigen stationären Aufenthalt erfolgen.76

Hinsichtlich der Geschlechter ist zunächst auffallend, dass „[w]ohnungslose Frauen […] zumeist jünger [sind] als die Männer und über ein höheres Bildungsniveau [verfügen]; im Ursachenspektrum finden sich neben Armut auch vermehrt Unterdrückungs- und Gewaltverhältnisse.“77

Ein wesentlicher Unterschied zwischen wohnungslosen Frauen und Männern zeichnet sich durch die hohe Zahl der Frauen aus, die in verdeckter und latenter Wohnungslosigkeit leben: „Frauen haben das zweifelhafte Glück, oft schnell wieder eine Bleibe zu finden, wenn sie wohnungslos geworden sind.“78 Hiermit ist das Unterkommen bei Männern gemeint, mit einem gewissen Schutz und einem Schlafplatz. Jedoch zeichnen sich diese „Zweckgemeinschaften“ oft mit erniedrigenden Umständen für die Frau aus79, denn ein Übergang zur Prostitution ist meist fließend.80 Der gebotene Schutz ist also häufig damit verbunden, dass der Mann sexuellen Verkehr von der Frau einfordert. Trotz dieser Umstände gehen wohnungslose Frauen diese „Vereinbarung“ ein, um sich keinerlei Gefahren auf der Straße auszusetzen.81 Diese sind auf Seiten der Frauen deutlich höher, als bei den wohnungslosen Männern.82 Mittels der Frauenforschung stellte sich heraus, dass „[...]Frauen, die auf die Straße kommen, weil sie aus ihren Familiensystemen ausbrechen mussten oder wollten, oftmals noch beengtere und gewalttätigeren Strukturen vorfinden, als die, die sie verlassen haben.“83

Eingehend darauf stellt ein weiterer wichtiger Zusammenhang mit weiblicher Wohnungslosigkeit, die Konflikte in der Partnerschaft und der Herkunftsfamilie dar.84 Der erste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung von 2001 zeigt, dass ungefähr 90 Prozent der von Wohnungslosigkeit betroffenen Frauen, innerhalb ihres Lebens der Gefahr von Gewalt ausgesetzt waren. Diese zeichnet sich durch Demütigungen und körperliche Misshandlungen während der Ehe und Partnerschaft aus, und oftmals auch durch die erlebte Gewalt und die sexuellen Misshandlungen innerhalb der Herkunftsfamilie.85 Um diesen Gewaltverhältnissen zu entkommen, fliehen viele Frauen ohne vorher eine gesicherte Bleibe zu finden. Aufgrund dessen zeigt die „Flucht“ oftmals den zentralen Beginn der weiblichen Wohnungslosigkeit auf, aber auch eine Trennung oder Scheidung kann der Grund dazu sein.86

Wie bereits erwähnt, leben Frauen häufig in latenter Wohnungslosigkeit und gehen oft erniedrigende Beziehungen zum eigenen Schutz ein. Doch nicht nur der Faktor Schutz ist ausschlaggebend, sondern häufig auch eine soziale oder ökonomische Abhängigkeit der Frauen.87 Das Armutsrisiko ist für Frauen maßgeblich höher als für Männern.88 Verantwortlich dafür sind die bis heute bestehende Geschlechtsrollenverteilung und die Norm- und Wertvorstellungen bezüglich der Rolle der Frau als Hausfrau und Mutter.89 Zudem erfahren erwerbstätigen Frauen gegenüber den männlichen Arbeitnehmern, die oftmals die gleiche Qualifizierung besitzen, immer noch eine deutliche Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt.90

Außerdem sind besonders alleinerziehende, erwerbstätige Frauen angewiesen auf einen Hort- oder Kindergartenplatz, die, trotz politischer Bemühungen, häufig noch fehlen.91 Hinsichtlich des andauernden Modernisierungsprozesses im Zusammenhang mit dem Auflösen von „traditionellen Familienkonstellationen“ und dem damit verbundenen, unzureichenden Absicherungssystem, wird davon ausgegangen, dass die Zahl der armen und wohnungslosen Frauen weiter ansteigt.92

Aufgrund der Diskriminierung von Seiten der Gesellschaft, ist es charakteristisch für wohnungslose Frauen, dass sie versuchen, unauffällig zu leben.93 Grundlegend für dieses versteckte Auftreten sind auch die Gewalterfahrungen innerhalb der Straßenszene und der dort existierenden „patriarchalen Hierarchien.“94 Auf der Straße existiert keine „Frauenszene“, auch hier sind Frauen von Männern abhängig. Insofern eine Beziehung besteht, sind sie dort geschützt, doch ohne eine solche gelten sie als frei, zugänglich und „Freiwild.“95

Im Vergleich zwischen den Ursachen für weibliche Wohnungslosigkeit und denen der männlichen Wohnungslosigkeit zeigt sich, dass es sich bei Frauen häufig um Gründe aus dem Nahbereich handelt.96 Bei Männern sind meist strukturelle Auslöser wie Arbeitslosigkeit, Wohnungsverlust oder Schulden Grund für die Wohnungslosigkeit.97 „ Auch hier setzen sich noch immer die unterschiedlichen männlichen, eher von Arbeit und Öffentlichkeit, und die weiblichen, eher von Privatheit und Beziehung geprägten Lebensverhältnisse durch.“98

In dem Forschungsbericht „Zielgruppen- und Bedarfsforschung für eine integrative Wohnungsund Sozialpolitik“, durch die Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Frauenforschung e.V., werden die wesentlichen Ursachen für den Wohnungsnotfall bei Frauen dargestellt.99 Hierbei ergaben sich bei den befragten Frauen drei Erklärungsmuster:

„ Probleme im sozialen Nahfeld; dazu gehören Probleme in der Partnerschaft und in der Familie, Gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Behinderung, schwere Erkrankungen oder eine Alkohol- bzw.

Drogenabhängigkeit einschlie ß lich damit verbundener Haft, wirtschaftliche Probleme wie Mietschulden, Erwerbslosigkeit oder der Verlust oder die Aufgabe des Arbeitsplatzes, an den die Wohnung geknüpft war. “ 100

„Lebenslagen von Frauen sind somit durch Geschlecht, durch soziale Bindungen und durch Gewaltbedrohungen strukturell bestimmt und sie beinhalten Benachteiligungen, geschlechtsspezifische Belastungen und Abhängigkeiten. Dies nun führt zu Versorgungsmängeln und zu frauenspezifischen Armutsrisiken und wirkt sich insbesondere bei Statusveränderungen aus, die auf soziale Bindungen und Beziehungen Einfluss nehmen“101

2.4.2 Verschiedene Erscheinungsformen wohnungsloser Frauen

Bereits seit einigen Jahren herrscht in der Fachliteratur eine Einigkeit darüber, dass die weibliche Wohnungslosigkeit sowohl in anderen, vielfältigeren, als auch in versteckteren Formen vorkommt als bei Männern.102 Mit dem Ziel mehr Informationen, bezogen auf das Erscheinungsbild wohnungsloser Gruppen und deren spezifischen Bewältigungsstrategien, zu gewinnen, werden durch die soziologischen Forschungen innerhalb des Modellprojekts „Hilfen für alleinstehende wohnungslose Frauen“ drei Kategorien unterschieden.103 Neben der bereits erwähnten latenten und manifesten Ausprägung, kommt hier die verdeckte Form der weiblichen Wohnungslosigkeit hinzu.104 Im Folgenden werden diese drei Erscheinungsformen eingehend beschrieben.

2.4.2.1 Manifeste Wohnungslosigkeit

Das manifeste Erscheinungsbild wird auch als sichtbare Wohnungslosigkeit bezeichnet und schließt somit Frauen ein, die erkennbar auf der Straße leben. Durch ihr sichtbares Erscheinungsbild gelten sie als die „typischen wohnungslosen Frauen.“105 Die wesentlichen drei Gründe für die manifeste Wohnungslosigkeit bilden sich aus Arbeitsverlust, dem Scheitern von Beziehungen und die Rettung der Würde zusammenhängend mit dem Beschluss, dass zu retten, was ihnen geblieben ist.106 Trotz ihrer geringen Anzahl, sind die auf der Straße lebende Frauen mit den historisch bedingten, moralischen Vorstellungen der Hausfrau und Mutter behaftet und erfahren aufgrund dessen eine immense Abwertung von Seiten der Gesellschaft.107 Zudem wird die wohnungslose Frau mehr, als die männlichen Betroffenen auf ihr äußeres Erscheinungsbild reduziert108 und das „[...]Schimpfwort „Pennerin “ ist hier viel vernichtender als der männliche Begriff[...].“109 Außerdem wird die Wohnungslosigkeit auf Seiten der Frauen, oftmals mit der Prostitution gleich gesetzt. Wohnungslose Frauen gelten als „[...]gefallen, sittlich gefährdet, verwahrlost usw. als Hure schlechthin[...].“110 Dieses Vorurteil wird Frauen auferlegt, da es häufig, außer der Prostitution, keine anderen Möglichkeiten für diese Frauen gibt, Geld zu verdienen.111 Weiterhin werden auf der Straße lebenden Frauen mit Ungebundenheit oder Widerstand verbunden, da sie sich ihrer Rolle als Frau in einer „bürgerlichen Welt“ entzogen haben.112 Allerdings trägt genau diese Sichtweise dazu bei, dass das wahre Ausmaß der Situation, mit der sich die Frauen täglich auseinandersetzen müssen, nicht realistisch wahrgenommen wird oder werden kann - die Armut, die Gefahr, die Gewalt und vor allem der stetige Kampf um das physische und soziale Überleben.113

2.4.2.2 Verdeckte Wohnungslosigkeit

Frauen, die in verdeckter Wohnungslosigkeit leben, gibt es weit mehr als die, die manifest wohnungslos sind.114 Aufgrund der zuvor beschriebenen öffentlichen Abwertung und Diskriminierung, möchten diese Frauen aber ihre Wohnungslosigkeit möglichst vor der Öffentlichkeit verstecken.115 Auch wenn die Frauen grundsätzlich wohnungslos sind, leben sie in einer festen, wenn auch zeitlich begrenzten Unterkunft, beispielsweise bei Familie, Freunden oder dem Partner.116 Aufgrund ihrer prekären Situation geht eine Mehrzahl der Betroffenen auch auf unwürdige Forderungen ein, denn gerade eine Unterkunft bei Männern birgt häufig erniedrigende Umstände, „[...]denn in den meisten Fällen erwarten die Männer als Gegenleistung sexuelle Gefügigkeit und Unterordnung“.117 Dass die Frauen trotz alle dem diese „Zweckgemeinschaften“ eingehen, liegt an der Angst vor dem gefährlichen Leben auf der Straße.118 Abgesehen davon, erfüllt eine Unterkunft aber auch die existentiellen Bedürfnisse der Frauen, der Körperhygiene nachzugehen, zu essen, zu schlafen, die Wäsche waschen zu können und vieles mehr. Zudem bewahren sie auf diese Weise ihren Status: durch den Anschein der Normalität, dem Haushalt und dem Mann an ihrer Seite.119 Letztendlich bietet diese Form der Unterkunft aber keinerlei Absicherung - weder mietrechtlich, noch ökonomisch - und der soziale Abstieg ist vorprogrammiert.120 So entwickelt sich aus der verdeckten Wohnungslosigkeit durch Gewalt, Missbrauch von Alkohol und Gelegenheitsprostitution, nicht selten die manifeste Form der Wohnungslosigkeit.121

2.4.2.3 Latente Wohnungslosigkeit

Die latente Wohnungslosigkeit betrifft jene Frauen, die kurzfristig von Wohnungslosigkeit betroffen sind oder in der Bedrohung des Wohnungsverlustes leben.122 Frauen können beispielsweise durch gewaltgeprägte Beziehungskonflikte oder Trennungen in eine kurzfristige Wohnungslosigkeit geraten. Die „eigene Wohnung“, in der die Frauen leben, bietet hier keinerlei Sicherheit, da die Mietverträge nur von den Ehe-/Partner geschlossen wurden. Bei auftretenden Beziehungskonflikten, Überschuldung oder anderweitigem Fehlverhalten verfügen die Frauen über keinerlei rechtliche Handhabe.123 In gewaltgeprägten Beziehungen ist die einzige Möglichkeit zu entkommen, das Verlassen der Wohnung. Diese Form des Wohnungsnotstandes, in der sich die Frauen zwar in ihrem sozialen Netz befinden, aber nicht über eine gesicherte Wohnsituation verfügen, wird seit einiger Zeit zu der latenten Erscheinungsform gezählt.124 Ebenfalls zur latenten Wohnungslosigkeit werden Prostituierte gerechnet, die in Bordellen oder Hostesswohnungen leben: sie verfügen zwar über Wohnraum, aber nicht über einen eigenen Mietvertrag.125 Ebenfalls zu dieser Gruppe gezählt, werden Frauen, die unter Sucht- oder psychischen Erkrankungen leiden, „[…]die nach dem Aufenthalt in Institutionen wie Krankenhäusern, Suchtkliniken oder Strafanstalten nicht mehr zur Familie oder in eine eigene Wohnung zurückkehren können oder dort nicht mehr aufgenommen werden.“126

3. Lebensweltorientierung

3.1 Das Konzept der Lebensweltorientierung

Das Konzept der Lebensweltorientierung bietet erste theoretische Ansätze, um auch Notsituationen wie Wohnungslosigkeit hilfreich und wirksam entgegentreten zu können. Innerhalb der 1930er Jahre erscheint der Begriff der „Lebenswelt“ erstmalig im Bereich der Philosophie. Der Mathematiker und Philosoph Edmund Husserl (1859-1938) äußert hierbei seine Meinung in Bezug auf eine Wissenschaft, die sich nicht mehr mit der Sinnfrage des menschlichen Daseins beschäftigt und deswegen in eine Krise gerät.127 Diese wissenschaftliche Abweichung bedeutet für Husserl, dass die Lebenswelt „[…]ihren Boden verliert.“128 Auch Hans Thiersch (*1935), der als Begründer des Lebensweltkonzepts in der Sozialen Arbeit gilt, nimmt Bezug auf den Aspekt des „Bodens“ und knüpft daran an.129 An dieser Stelle führt er die antike Herkulessage, um den Riesen Antaeus, den Sohn von Gaia und Neptun an. Der sechzig Ellen lange Antaeus fordert jeden Fremden zum Kampf auf und besiegt ihn. Im Zweikampf mit Herkules wird Antaeus über den Boden gehoben, aus dem er Kraft durch seine Mutter empfängt - seine Kampfesstärke schwindet und er verliert.130 Mit dieser Sage vergleicht Thiersch die Probleme und Aufgaben im Alltag. Des Weiteren betitelt er die Soziale Arbeit als ein „schwieriges Unterfangen“, das sich zwar durch seine Ganzheitlichkeit und Offenheit kennzeichnet, aber auch genau deswegen überfordernd und entgrenzend wirkt.131 Die existierenden Methodenkonzepte, wie zum Beispiel „Gemeinwesenarbeit“ oder „Casemanagement“ reichen nicht mehr aus, um eine vollkommene Stabilisierung und Absicherung in Bezug auf das sozialpädagogische Handeln herzustellen.132 Anlässlich dieser Notwendigkeit entwickelt Thiersch Ende der 1970er Jahre die ersten Ansätze des Lebensweltkonzeptes.133 Aufgrund der bestehenden gesellschaftlichen und sozialpolitischen Herausforderungen, verfolgt er das Ziel, der Sozialen Arbeit Orientierung zu bieten.134 Zum einen soll sie eine Auseinandersetzung mit den aufkommenden Problemen innerhalb der Lebenswelten von Betroffenen ermöglichen, zum anderen diese bei der Bewältigung und Verarbeitung unterstützen, „[…]die sich aus den normativen Ansprüchen der Gesellschaft, biographisch geprägten Lebenserfahrungen oder der gesellschaftlichen Situation ergeben.“135 Es entsteht eine Verbindung zwischen der „[…]spezifischen Sicht der Bestimmungsmerkmale heutiger Lebensverhältnisse“136 und den sich daraus ergebenden Konstruktionsprinzipien der Sozialen Arbeit.137

Das Konzept ist eine kritisch-radikale Diskussion, die die politische Funktion der Sozialen Arbeit analysiert, und stellt außerdem eine Professionalisierung des Berufsbildes der Sozialen Arbeit dar.138 Diese Professionalisierung zeichnet sich durch die Einführung neuer Studiengänge im Bereich der Ausbildung zu sozialen Berufen aus, wie beispielsweise Studiengänge für Sozialpädagogik oder Soziale Arbeit an neu eröffneten Fachhochschulen oder das Diplom an Universitäten in Erziehungswissenschaften oder Pädagogik.139 Die Bedeutung des „Alltags“ und den damit verbundenen Aufgaben und Problemen, betrifft ohne Ausnahme jeden Menschen und ist somit höchst relevant. Genau deswegen wird von der Sozialen Arbeit gefordert, sich intensiv, praktisch wie theoretisch mit den Problemen des Alltags auseinanderzusetzen.140

Seit ihrer Entwicklung findet die Lebensweltorientierung vielseitig Anwendung - sowohl in den Bereichen der Sozialen Arbeit und der Sozialpädagogik, als auch in der Schul- und Berufsausbildung.141 Trotz der immer größeren Etablierung des Konzeptes, entstehen immer wieder Probleme in der Realisierung.142 Die Handlungs- und Strukturmaximen in der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit greifen diese Forderungen auf.

3.2. Die Lebensweltorientierte Soziale Arbeit

3.2.1 Die Handlungs- und Strukturmaximen

Die Lebensweltorientierte Soziale Arbeit wird durch Prinzipien wie Hilfe zur Selbsthilfe, Fordern und Fördern, Aktivieren, sowie Empowerment geprägt - diese bringen das professionelle und ethische Selbstverständnis zum Ausdruck. Die Handlungs- und Strukturmaximen, die im Folgenden dargestellt werden, sind auf diese Prinzipien ausgerichtet und finden sich in zahlreichen Dokumenten und konzeptionellen Ansätzen der Sozialen Arbeit.

Ausformuliert wurden sie im 8. Jugendbericht von 1990 und sind noch im gleichen Jahr als Handlungsleitlinien in das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz, kurz KJHG, eingegangen.143 Ab diesem Zeitpunkt gilt die Lebensweltorientierung als konzeptionelle Leitidee der Sozialen Arbeit.144

Die erste Handlungsmaxime ist die Prävention, die von Thiersch in der allgemeinen Prävention und der spezielle Prävention unterschieden wird.145 Die allgemeine Prävention verfolgt das Ziel der Stabilisierung und Inszenierung belastbarer und unterstützender Infrastrukturen. Zudem zielt sie auf die Bildung und Förderung allgemeiner Kompetenzen zur Lebensbewältigung ab - als Grundvoraussetzung sollen gerechte Lebensverhältnisse und eine gute Erziehung für jeden Menschen geschaffen werden.146 Die spezielle Prävention dagegen, soll aufmerksam Entwicklungen einschätzen können, um früh auf Anzeichen reagieren und Krisen schon im Vorfeld verhindern zu können.147

Mit der Handlungsmaxime der Alltagsnähe ist die Präsenz von Hilfen in der Lebenswelt der Menschen gemeint. Von Bedeutung sind hier die Erreichbarkeit und die Niedrigschwelligkeit der Angebote.148 Des Weiteren beinhaltet die Alltagsnähe eine ganzheitliche Orientierung, die den Menschen in seinen Lebenserfahrungen und -deutungen wahrnimmt und ihm so einen offenen Zugang zu Hilfemaßnahmen ermöglicht.149

Die Dezentralisierung/Regionalisierung und Vernetzung bezieht sich direkt auf die Handlungsmaxime der Alltagsnähe. Die Hilfen sollen vor Ort, also in Alltagsnähe, geschaffen werden, damit sie in konkrete lokale und regionale Angebote eingepasst werden können. Aufgrund der Ungleichheiten der kommunalen Ressourcen bezüglich der Angebotsstrukturen, soll zusätzlich eine Sicherung der allgemeinen Leistungsstandards hergestellt werden, sodass eine soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit vermittelt werden kann.150

Die Struktur- und Handlungsmaxime der Integration plädiert auf eine Lebenswelt, in der Unterschiedlichkeit anerkannt wird, elementare Gleichheit, sowie Respekt und Offenheit herrscht.151 Sie zielt ab „[…]auf einen Lebenswelt ohne Ausgrenzung, Unterdrückung und Gleichgültigkeit, wie sie sich in unserer arbeitsteilig organisierten Gesellschaft zunehmend ausbilden[…].“152 Die Kenntnis dieser Unterschiedlichkeit, ermöglicht die Entstehung von Räumen des Miteinanders und verhindert eine Entwicklung der Absonderung und Isolation.153 „Diese aber müssen verbunden werden mit der Sicherung von Ressourcen und Rechten, die elementare Gleichheit erst ermöglichen“, so Thiersch.154

Die Partizipation, die fünfte und letzte Handlungsmaxime, verfolgt das Ziel, eine Gleichheit der Vielfältigkeit von Beteiligungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Praxis der Sozialen Arbeit herzustellen.155 „Diese ist in den unvermeidlich gegebenen Unterschiedlichkeiten zwischen denen, die auf Hilfe angewiesen sind und denen, die sie gewähren […]herzustellen.“156 Dementsprechend ist die Voraussetzung für eine gelungene Partizipation, die Organisation von Verhandlungsprozessen in Bezug auf die Artikulationsmöglichkeiten und Ressourcen der Klienten157. Zudem bedarf es der Beachtung der Institutionalisierung von Einspruchs- und Beschwerderechten158, „[…]wie sie dem Status des Bürgers in einer Demokratie entsprechen.“159

Die Struktur- und Handlungsmaximen finden in den verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit eine unterschiedliche Konkretisierung und werden zudem je nach Aufgabe anders profiliert. Dennoch ist es notwendig, die Maximen zusammenhängend zu betrachten und zu praktizieren.160 Folglich ergeben sich Differenzierungen, je nach Arbeitsfeld und Hilfeform, wie „[…]Hilfen zur Erziehung, der offenen Arbeit mit schwierigen Jugendgruppen auf der Straße, der Wohnungslosenarbeit, der Alten- und Behindertenarbeit, der Sozialpsychiatrie oder den vielfältigen Feldern einer Gemeinwesen bezogenen, sozialräumlich orientierten Sozialen Arbeit.“161 Die Struktur- und Handlungsmaximen konkretisieren sich in den folgenden.

3.2.2 Dimensionen der Lebensweltorientierung

Die Lebensweltorientierung sieht den Menschen in einer aktiven Rolle, die mit zentralen Aufgaben verbunden ist. Diese Aufgaben sollen durch den Menschen selbst bewältigt werden, indem eine Gestaltung der Dimensionen von Zeit, Raum und sozialen Beziehungen erfolgt.162

[...]


1 Morgenstern, M. (Hg.), Christian Morgenstern. Gesammelte Werke in einem Band, München 1965, S.447.

2 Vgl. Kautz, N., Wohnungslosigkeit bei Frauen. Skizze eines Gesellschaftsproblems, Marburg 2010, S.11.

3 Vgl. BAG Wohnungslosen e.V. (Hg.), Umfang der Wohnungsnotfälle 2008-2012, online im Internet unter URL: http://www.bagw.de/de/themen/zahl_der_wohnungslosen/ (18.04.2012).

4 Vgl. Paegelow, C., Handbuch Wohnungsnot und Obdachlosigkeit, Bremen 2012, S.13.

5 Vgl. ebd., S.32.

6 Vgl. Maar, K., Zum Nutzen und Nichtnutzen der Sozialen Arbeit am exemplarischen Feld der Wohnungslosenhilfe, Frankfurt am Main 2006, S.31.

7 Vgl. ebd.

8 Vgl. Paegelow, Handbuch Wohnungsnot und Obdachlosigkeit, S.13.

9 Vgl. Lutz, R., Simon, T., Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, Weinheim und Basel2 2012, S.13.

10 Vgl. ebd.

11 Vgl. ebd., S.16.

12 Ebd.

13 Vgl. ebd.

14 Ebd.

15 Vgl. ebd.

16 Vgl. ebd., S.20.

17 Vgl. ebd.

18 Vgl. Maar, Zum Nutzen und Nichtnutzen der Sozialen Arbeit, S.33.

19 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.22f.

20 Vgl. ebd.

21 Vgl. ebd., S.23f.

22 Vgl. Farr, J., Schäfer, R., Nichtsesshaftigkeit - gesellschaftlicher und psychosozialer Konflikt seit 1800, Frankfurt am Main 1981, S.4.

23 Vgl. ebd.

24 Vgl. ebd.

25 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.9f.

26 Vgl. ebd., S.62.

27 Vgl. ebd. S.28f.

28 Vgl. ebd., S.29.

29 Vgl. ebd.

30 Vgl. ebd.

31 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.30.

32 Vgl. ebd.

33 Vgl. Paegelow, Handbuch Wohnungsnot und Obdachlosigkeit, S.34.

34 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.68.

35 Vgl. Reuschke, D.(Hg.), Wohnen und Gender: Theoretische, Politische, Soziale und Räumliche Aspekte, Wiesbaden 2010, S.197.

36 Vgl. Malyssek, J., Störch, K., Wohnungslose Menschen. Ausgrenzung und Stigmatisierung, Freiburg im Breisgau 2009, S.39.

37 Vgl. Paegelow, Handbuch Wohnungsnot und Obdachlosigkeit, S.34.

38 Vgl. Malyssek, Wohnungslose Menschen, S.39.

39 Vgl. ebd.

40 Vgl. ebd.

41 Vgl. ebd.

42 Vgl. ebd.

43 Ebd.

44 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.93.

45 Vgl. Reuschke, Wohnen und Gender, S.197.

46 Vgl. ebd.

47 Vgl. ebd.

48 Forschungsverbund Wohnungslosigkeit und Hilfen in Wohnungsnotfällen, Gesamtbericht 2005, S.5 ff, online im Internet unter URL: http://www.iwu.de/forschde/dateien/FVGesamtbericht.pdf (18.04.2014 ).

49 Vgl. Paegelow, Handbuch Wohnungsnot und Obdachlosigkeit, S.47.

50 Vgl. Malyssek, Wohnungslose Menschen, S.21.

51 Vgl. ebd.

52 Vgl. ebd.

53 Vgl. BAG Wohnungslosenhilfe e.V. (Hg.), Umfang der Wohnungsnotfälle 2008-2012, online im Internet unter URL: http://www.bagw.de/de/themen/zahl_der_wohnungslosen/ (18.04.2012).

54 Vgl. ebd.

55 Vgl. ebd.

56 Vgl. ebd.

57 Vgl. ebd.

58 Vgl. Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.), Sozialberichterstattung NRW. Kurzanalyse 01/2013, S.3, online im Internet unter URL: http://www.mais.nrw.de/sozialberichte/sozialberichterstattung_nrw/kurzanalysen/Kurzanalyse_1_13_Wohnungs notfallberichterstattung.pdf (18.04.2014).

59 Vgl. ebd.

60 Vgl. BAG Wohnungslosenhilfe.

61 Vgl. Kautz, N., Wohnungslosigkeit bei Frauen, Marburg 2010, S.63.

62 Vgl. ebd., S.62.

63 Ebd., S.62.

64 Ebd., S.64.

65 Vgl. ebd.

66 Vgl. Maar, Zum Nutzen und Nichtnutzen der Sozialen Arbeit, S.27.

67 Vgl. ebd.

68 Vgl. ebd.

69 Vgl. Enders-Dragässer, Dr. U., Gender Mainstreaming in der Wohnungslosenhilfe, S.2, online im Internet unter URL: 0611_gender_Enders-Dragaesser_2.pdf ak-wohnungsnot.de (21.4.2014).

70 Vgl. ebd.

71 Ebd.

72 Vgl. Enders- Dragässer, U., Sellbach B. u.a., Frauen ohne Wohnung. Handbuch für die ambulante Wohnungslosenhilfe für Frauen, Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Band 186, Stuttgart, Berlin, Köln 2000, S.82.

73 Vgl. ebd.

74 Vgl. Geiger, M., Wohnungslosigkeit, sozialer Ausschluss und das Projekt der Integration, in: Anhorn, R., Bettinger, F., Stehr, J. (Hg.), Sozialer Ausschluss und Soziale Arbeit. Positionsbestimmungen einer kritische Theorie und Praxis Sozialer Arbeit, Wiesbaden2 2008, S.385.

75 Vgl. ebd.

76 Vgl. ebd., S.385f.

77 Lutz, R., Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.158.

78 Landschaftsverband Rheinland (Hg.), Frauen in Wohnungsnot. Zur Entwicklung neuer Angebote, Köln 2000, S.12.

79 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.160.

80 Vgl. ebd.

81 Vgl. ebd.

82 Vgl. ebd.

83 Ebd.

84 Vgl. Landschaftsverband, Frauen in Wohnungsnot, S.13.

85 Vgl. Kautz, Wohnungslosigkeit bei Frauen, S.67.

86 Vgl. ebd., S.68.

87 Vgl. ebd., S.67f.

88 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.160.

89 Vgl. ebd.

90 Vgl. Maar, Zum Nutzen und Nichtnutzen der Sozialen Arbeit, S.28.

91 Vgl. ebd.

92 Vgl. ebd.

93 Vgl. ebd.

94 Vgl. ebd.

95 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.160.

96 Vgl. ebd., S.161.

97 Vgl. ebd.

98 Ebd.

99 Enders-Dragässer, Dr. U, Sellbach, Dr. B. u.a, Zielgruppen- und Bedarfsforschung für eine integrative Wohnungs- und Sozialpolitik. Forschungsbericht. Frauen in dunklen Zeiten. Persönliche Berichte vom Wohnungsnotfall: Ursachen- Handlungsspielräume- Bewältigung, Frankfurt am Main 2005, S.36, online im Internet unter URL: www.iwu.de/forschde/dateien/Frauen.pdf (20.04.2014).

100 Vgl. ebd.

101 Lutz, R., Wohnungslose Frauen. Zur gesellschaftlichen Konstruktion „besonderer Lebenslagen“, in: Hammer, V., Lutz, R., Weibliche Lebenslagen und soziale Benachteiligung. Theoretische Ansätze und empirische Beispiele, Frankfurt am Main 2002, S.369.

102 Vgl. Enders, Frauen ohne Wohnung, S.82.

103 Vgl. ebd.

104 Vgl. Maar, Zum Nutzen und Nichtnutzen der Sozialen Arbeit, S.28.

105 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.164.

106 Vgl. ebd., S.98.

107 Vgl. ebd.

108 Vgl. Enders, Frauen ohne Wohnung, S.97.

109 Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.164.

110 Enders, Frauen ohne Wohnung, S.97.

111 Vgl. ebd.

112 Vgl. ebd.

113 Vgl. ebd.

114 Vgl. Maar, Zum Nutzen und Nichtnutzen der Sozialen Arbeit, S.29.

115 Vgl. ebd.

116 Vgl. Kautz, Wohnungslosigkeit bei Frauen, S.56.

117 Vgl. Enders, Frauen ohne Wohnung, S.99.

118 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.164.

119 Vgl. ebd.

120 Vgl. ebd.

121 Vgl. Enders, Frauen ohne Wohnung, S.99.

122 Vgl. Lutz, R., Simon, T., Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, Weinheim und Basel2 2012, S.164.

123 Vgl. Kautz, N., Wohnungslosigkeit bei Frauen, Marburg 2010, S.57.

124 Vgl. Enders, Frauen ohne Wohnung, S.100.

125 Vgl. Lutz, Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe, S.164.

126 Kautz, Wohnungslosigkeit bei Frauen, S.58.

127 Vgl. May, M., Aktuelle Theoriediskurse sozialer Arbeit. Eine Einführung. Wiesbaden 2008, S.41.

128 Vgl. ebd.

129 Vgl. Thiersch, H., Strukturierte Offenheit. Zur Methodenfrage einer lebensweltorientierten Sozialen Arbeit, in: Rauschenbach, T., Ortmann, F., Karsten, M.-E. (Hg.): Der sozialpädagogische Blick. Lebensweltorientierte Methoden in der Sozialen Arbeit, Weinheim und München2 2000, S.11f.

130 Vgl. Deutsche Digitale Bibliothek (Hg.), Herkules und Antaeus, online im Internet unter URL: http://www.deutschedigitalebibliothek.de/item/7YAAU45U5DP6NLCF37XVAEUHY7XRUX4A (24.04.14).

131 Vgl. Thiersch, Strukturierte Offenheit, S.11.

132 Vgl. ebd.

133 Vgl. ebd.

134 Vgl. ebd.

135 Vgl. ebd., S.12.

136 Vgl. ebd.

137 Vgl. ebd.

138 Vgl. Thiersch, H., Grunwald, K., Köngeter, S., Lebensweltorientierte Soziale Arbeit, in: Thole, W. (Hg.): Grundriss Soziale Arbeit. Ein einführendes Handbuch, Wiesbaden ³ 2010, S.179.

139 Vgl. ebd.

140 Vgl. ebd., S.119f.

141 Vgl. Düformantel, K.-D., Alltagsorientierte Forschung. Ist das Paradigma verblaßt? in: Huppertz, N. (Hg.), Theorie und Forschung in der Sozialen Arbeit, Neuwied 1998, S.119.

142 Vgl. Thiersch, H., Einen gelingenderen Alltag ermöglichen, in: Engelke, E., Borrmann, S., Spatschek, C. (Hg.), Theorien der Sozialen Arbeit, Freiburg im Breisgau4 2008, S.427ff.

143 Vgl. Seithe, M., Schwarzbuch Soziale Arbeit, Wiesbaden 2010, S.40.

144 Vgl. ebd.

145 Vgl. Thiersch, Lebensweltorientierte Soziale Arbeit, S.188.

146 Vgl. ebd.

147 Vgl. ebd., S.188f.

148 Vgl. ebd., S.189.

149 Vgl. ebd.

150 Vgl. ebd.

151 Vgl. ebd.

152 Ebd.

153 Vgl. ebd.

154 Ebd.

155 Vgl. ebd.

156 Ebd.

157 Vgl. ebd.

158 Vgl. ebd.

159 Ebd., S.190.

160 Vgl. ebd.

161 Ebd.

162 Vgl. ebd., S.186.

Ende der Leseprobe aus 81 Seiten

Details

Titel
Die Straße als Lebenswelt wohnungsloser Frauen in Köln
Untertitel
Perspektiven Niedrigschwelliger Sozialer Arbeit für einen ‚gelingenderen‘ Alltag
Hochschule
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Note
2,3
Jahr
2014
Seiten
81
Katalognummer
V356064
ISBN (eBook)
9783668414310
ISBN (Buch)
9783668414327
Dateigröße
801 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wohnungslosigkeit, Definition, Geschichtsverlauf, Ausmaß, Wohnungslose Frauen, Geschlechtsspezifische Lebenslagen, Ursachen und Hintergründe weiblicher Wohnungslosigkeit, Verschiedene Erscheinungsformen wohnungsloser Frauen, manifeste, lantente, verdeckte, Lebensweltorientierung, Niedrigschwellige Soziale Arbeit, Lebensweltanalyse, Stadtteilbegehung
Arbeit zitieren
Anonym, 2014, Die Straße als Lebenswelt wohnungsloser Frauen in Köln, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356064

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Straße als Lebenswelt wohnungsloser Frauen in Köln


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden