Visitas Médicas. Die häufigsten Ursachen für Arztbesuche in der Villa 21-24 in Buenos Aires


Bachelorarbeit, 2014
59 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Beschreibung der erhobenen Daten
2.1 Methodisches Vorgehen
2.1.1 Die Daten für Arztbesuche
2.1.2 Die Daten für die Besuche bei den Psychologen
2.2 Ergebnisse
2.2.1 Ergebnisse aus der Altersgruppe von 0-5 Jahren
2.2.2 Ergebnisse aus der Altersgruppe von 6-11 Jahren
2.2.3 Ergebnisse aus der Altersgruppe von 12-18 Jahren
2.2.4 Ergebnisse aus der Altersgruppe von 19-99 Jahren

3 Dateninterpretation und angewandte Prävention
3.1 Die doppelte Krankheitslast
3.2 Hauptgründe für den Besuch des CeSACs für unter Zwölfjährige
3.2.1 Gesundenuntersuchungen nach dem Plan Nacer
3.2.2 Atemwegserkrankungen
3.2.3 Windpocken
3.2.4 Magen-Darm-Erkrankungen
3.2.5 Hauterkrankungen
3.3 Hauptgründe für den Besuch des CeSACs für über Zwölfjährige
3.3.1 Erweiterungen des Plan Nacer
3.3.2 Allgemeine Untersuchung
3.3.3 Beratung zur Empfängnisverhütung
3.3.4 Haut-, Magen-Darm- und Atemwegserkrankungen
3.3.5 Überwachung der normalen Schwangerschaft
3.3.6 Hypertonie
3.3.7 Diabetes Mellitus
3.4 Hauptgründe für Konsultationen der PsychologInnen
3.4.1 Psychologische Diagnosen der PatientInnen des CeSAC
3.4.2 Angebotsinduzierte Nachfrage der Psychotherapie?
3.4.3 Workshops im CeSAC schaffen das Angebot

4 Dem Bedarf gerechte Krankheitsprävention
4.1 Schwerpunkte der präventiven Maßnahmen
4.2 Der Bedarf an weiteren Präventionsmaßnahmen
4.2.1 Prävention im Bezug auf Hypertonie und Diabetes Mellitus
4.2.2 Prävention im Bezug auf Übergewicht
4.3 Handlungsempfehlungen
4.3.1 Problemstellung
4.3.2 Ziel
4.3.3 Strategie
4.3.4 Evaluation
4.4 Aufgetretene Limitationen

5 Fazit und Ausblick

6 Literaturquellen

7 Internetquellen

8 Anhang

Abstrakt

Hintergrund. Eines der Gesundheits- und Gemeinschaftszentrem („CeSAC“) befindet sich in einem „Slum“ von Buenos Aires, der Villa 21-24. Es bietet den EinwohnerInnen an den Bedarf adaptierte Präventionsmaßnahmen, und sichert deren Basisversorgung.

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Hauptgründe für die Behandlungen der PatientInnen im Zentrum zu eruieren und damit festzustellen: Stimmen die angebotenen Präventionsmaßnahmen überein mit den beobachteten Erkrankungen der Menschen?.

Methoden. Der im Zuge der Feldforschung erhobene Datensatz (n= 1.383) wurde in vier Altersgruppen unterteilt und die gestellten Diagnosen mit den angebotenen Präventionsmaßnahmen verglichen. Hinterfragt wurden sie mittels Literaturrecherche und sechs qualitativen halbstrukturierten Interviews mit lokalen Experten.

Ergebnisse. Präventive Maßnahmen werden in allen Altersgruppen von der Mehrheit genützt. 42 Prozent der 332 Kleinkinder und 30 Prozent der 105 Kinder unter elf Jahren kamen aufgrund von Gesundenuntersuchungen, 36 und 29 Prozent wegen einer Atemwegserkrankung, sowie fünf und 14 Prozent, weil sie an Windpocken litten. 71 Jugendliche bis 18 Jahre besuchten das Zentrum zu 36 Prozent wegen allgemeinen Untersuchungen, zu sieben Prozent für Beratung zur Empfängnisverhütung. 351 Erwachsene nützten zu 27 Prozent Untersuchungen ohne einen pathologischen Grund, 21 Prozent kamen mit der Diagnose Hypertonie und elf Prozent wegen Atemwegs- und Hauterkrankungen. Insgesamt 524 PatientInnen aller Altersgruppen konsultierten vom psychologischen Fachpersonal angebotene präventive Workshops.

Limitationen. Aufzeichnungen der Vitalzeichen und des BMI der PatientInnen fehlen. Der Bedarf an Präventionsmaßnahmen gegen chronische Leiden konnte nicht belegt werden.

Schlussfolgerung. Neben den bereits erfolgreich angewendeten Programmen gegen Infektionskrankheiten erschließt sich der Bedarf an Maßnahmen gegen chronische Erkrankungen, sowie deren Ursachen und gesundheitlichen Folgen. Der Fokus der Medizin, des Gesundheitssystems und damit der Prävention muss künftig erweitert werden, damit die doppelte Krankheitslast verringert werden kann.

Schlüsselwörter: Präventionsmaßnahmen, doppelte Krankheitslast.

Abstract

Background. One of the health and community centres („CeSAC“) is located in a “slum” of Buenos Aires, the Villa 21-24. It offers preventive measures that are adapted to the inhabitants´ needs and ensures the primary care.

The aim of this bachelor thesis is, to find out, which main reasons caused the treatments of the patients and to determine: Do the offered preventive measures correspond with the diseases observed in this centre?.

Methods. The data set (n= 1.383) drawn during the field study was split in four age groups and the placed diagnoses were complied with the offered prevention measures. They were questioned by literature research and by six qualitative semi-structured interviews with local experts.

Results. The majority in all age groups adopts preventive measures. 42 percent of the 332 infants and 30 percent of the 105 children under the age of eleven years came because of health check-ups, 36 and 29 percent because of respiratory diseases, as well as 5 and 14 percent suffering from chicken pox. From 71 adolescents under the age of 18 visited 36 percent the centre because of general exams, seven percent for a counselling interview concerning contraception. 351 adults adopted general exams without a pathological reason at a percentage of 27, 21 percent came because of hypertension and eleven percent because of diseases of the respiratory tract and the skin. In total consulted 524 patients from all age groups the preventive workshops created by the psychological staff.

Limitations. There were not done any records about vital signs or the BMI. The requirement of prevention measures against chronicle diseases could not be proved.

Conclusion. In addition to the already implemented successful programs against infectious diseases the need of measures against chronicle diseases, as well as their causes and health consequences were developed. The focus of medicine, the health care system and especially the prevention measures must be extended in future to reduce the burden of diseases.

key words: preventive measures, needs assessment, burden of diseases.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Häufigste Gründe für den Arztbesuch für alle Altersgruppen in Prozent

Abbildung 2: Empfehlungen zur Prävention von Erkältungen

Abbildung 3: Empfehlungen zur Prävention von Bronchitis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Gründe für ärztliche Konsultationen bei den unter fünf jährigen PatientInnen

Tabelle 2: Gründe für psychologische Konsultationen bei den unter fünf jährigen PatientInnen

Tabelle 3: Gründe für ärztliche Konsultationen bei den sechs bis elf jährigen PatientInnen

Tabelle 4: Gründe für psychologische Konsultationen bei den unter fünf jährigen PatientInnen

Tabelle 5: Gründe für ärztliche Konsultationen bei den unter fünf jährigen PatientInnen

Tabelle 6: Gründe für psychologische Konsultationen bei den jugendlichen PatientInnen von 12 bis 18

Tabelle 7: Gründe für ärztliche Konsultationen bei den über 18 jährigen PatientInnen

Tabelle 8: Gründe für psychologische Konsultationen bei den erwachsenen PatientInnen ab 19

Tabelle 9: Kleinkinder in der Altersgruppe 0-5 Jahre

Tabelle 10: Kinder in der Altersgruppe 6-11 Jahre

Tabelle 11: Jugendliche in der Altersgruppe 12-18 Jahre

Tabelle 12: Erwachsene in der Altersgruppe 19-99 Jahre

1 Einleitung

Die in der ersten Bachelorarbeit erarbeiteten Präventionsmaßnahmen des Gesundheits- und Gemeinschaftszentrums CeSAC (Ce ntro de Sa lud y C omunitario), in der Villa 21-24, einem „Slum“ in Buenos Aires, werden von einem multidisziplinären Team aus ärztlichem, psychologischem, pflegerischem und sozialem Fachpersonal erbracht. Als eines der fünf Zentren verfolgt es das Ziel der primären Gesundheitsversorgung nach der Deklaration von Alma Ata 1978 (BA1, Kapitel 4.4.1, S. 31). Demnach trägt die Regierung von Buenos Aires die Verantwortung für die Volksgesundheit und hat für die Bereitstellung von Mitteln und Maßnahmen zu sorgen, welche die Bürger zu einem sozialen und wirtschaftlich produktiven Leben befähigen sollen. Ausdrücklich wird von der WHO dabei darauf hingewiesen, dass die Versorgung der Bevölkerung den lokalen Gegebenheiten, den sich daraus ergebenden Prioritäten und den Bedürfnissen der Menschen angepasst werden muss (WHO, 1978).

Dieses Werk baut auf das Hintergrundwissen der ersten Bachelorarbeit über mögliche Formen der Krankheitsprävention in der gesundheitsgefährdenden Lebenswelt „Slum“ auf, und wird sich speziell mit der Beschreibung und Auswertung der vor Ort erhobenen Daten befassen. Die Villa 21-24 ist eine informelle Siedlung in Buenos Aires ein „sozial benachteiligtes Stadtviertel“, das aufgrund von unkontrollierter Zuwanderung und als Resultat eines Fehlverhaltens der Regierung bezüglich Wohnungspolitik, Gesetzgebung und öffentlichen Versorgungssystemen gewachsen ist (Un Habitat Report, 2003, S. 5-6). Viele Krankheiten entstehen aufgrund armutsbedingter Umstände, vor allem durch unsauberes Wasser und wegen unzureichender sanitärer Anlagen (Schülke, 2007, S. 48-52). Die Bedeutung von Infektionskrankheiten hat jedoch im Schwellenland Argentinien abgenommen und die Krankheitslast aufgrund von chronischen Erkrankungen, Hypertonie und Diabetes nimmt zu (Abelin, 2012, S. 9). Dieser These aus der Literatur soll nun anhand der erhobenen Daten in dieser Bachelorarbeit nachgegangen werden.

Eine Erhebung und Beschreibung von medizinischen Daten aus dem Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum soll Aufschluss über die Gründe geben, warum die EinwohnerInnen des benachteiligten Stadtviertels das Fachpersonal des CeSACs aufsuchen. Anhand der aufgezählten medizinischen Diagnosen können Rückschlüsse auf die aktuellen Hauptgesundheitsprobleme der BewohnerInnen im Einzugsgebiet der Villa 21-24 gezogen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, zu überprüfen, ob die angebotenen Präventionsmaßnahmen, die vom Team vor Ort durchgeführt werden, den lokalen Bedarf decken und ob sie den gesundheitlichen Bedürfnissen gerecht werden. Möglicherweise können sogar Versorgungslücken aufgedeckt werden, oder Hinweise auf zu wenig berücksichtigte Krankheitsbilder gefunden werden.

Es scheint mir eine komplexe Herausforderung, die zirka 31.000 BewohnerInnen, die teilweise unter prekärsten Wohnverhältnissen leiden (Bozzola, Maglioni, Mera, Nesprias & Versace, 2013, S. 7-8), mittels (nur) fünf Gesundheits- und Gemeinschaftszentren (SECHI, 2013, 2013, S. 5-13), ausreichend zu versorgen. Wie bereits in der ersten Bachelorarbeit im Experteninterview mit Beatriz B. deutlich zu erkennen war, mangelt es dem Zentrum an Personalressourcen und neuen Arbeitsmaterialien. Ein Ausbau und eine Erweiterung um mehrere Fachdisziplinen sei laut der Leiterin der Praxis unbedingt erforderlich, um den Bedürfnissen der EinwohnerInnen gerecht zu werden (BA1, EXP 1, Dr. B., 2013). Eine Auflistung der Ursachen für die Arztbesuche kann dies vielleicht bestätigen und Handlungsempfehlungen können ausgesprochen werden.

Als Schwellenland ist Argentinien von der sogenannten „doppelten Krankheitslast“ betroffen. Das bedeutet, dass nicht nur der Kampf gegen Infektions- und Mangelkrankheiten geführt werden muss. Auch die nicht ansteckenden chronisch-degenerativen Gesundheitsdefizite nehmen an Bedeutung zu. Bereits fast die Hälfte der Krankheitslast geht in Ländern mit mittlerem Einkommen auf nicht übertragbare chronische Krankheiten zurück (Abelin, 2012, S. 8-9). Für die Villa 21-24 und diese Bachelorarbeit ist dies relevant, da der Fokus des Gesundheitswesens nicht nur auf der Bekämpfung von den Erkrankungen des Atemtrakts, den Durchfallerkrankungen und perinatalen Gesundheitsdefiziten liegen darf, sondern auch an Präventionsmaßnahmen gegen chronische, nicht infektiöse Krankheiten gedacht werden muss (Abelin, 2012, S. 9). Vor allem die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die als „Zivilisationskrankheiten“ galten, kommen heutzutage in fast allen Ländern der Welt in ähnlichem Ausmaß vor (Kaufmann, 2009, S. 3). Eine Statistik der Stadtregierung aus dem Jahr 2007 bestätigt diese Annahme auch für Buenos Aires. Die drei häufigsten Todesursachen waren dieser zu Folge die Erkrankungen des Herzens, gefolgt von den malignen Tumoren und an dritter Stelle lagen bereits die akuten Infektionen der Atemwege (Gobierno de la Ciudad, 2007).

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, herauszufinden, ob sich die Präventionsmaßnahmen, die vom Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum CeSAC in der Villa 21-24 umgesetzt werden, mit den gesundheitlichen Problemen der örtlichen Bevölkerung und deren medizinischen Diagnosen decken. Es gilt, die Hauptgründe zu erheben, aufgrund derer die EinwohnerInnen das Zentrum und sein Fachpersonal aufsuchen und zu ermitteln, ob für gerade diese Gesundheitsdefizite vorbeugende Workshops und ähnliches durchgeführt werden. Stimmen die angebotenen Präventionsmaßnahmen überein mit den beobachteten Erkrankungen der Menschen?

Im Zuge meines zwölfwöchigen Praktikums in der Villa 21-24 konnte ich mittels zielgerechten, planmäßigen Beobachtungen und Befragungen, sowie sechs qualitativen Experteninterviews die Präventionsmaßnahmen, die vor Ort angeboten und durchgeführt werden, eruieren. Zusätzlich erhielt ich von der Leiterin des Gesundheitszentrums PatientInnendaten in Form einer Excel-Tabelle, die unter anderen Parametern auch den Grund ihres Besuches enthalten. Es ist mir ein persönliches Anliegen, diese Daten auszuwerten, sie zu interpretieren und sie mit in der Literatur beschriebenen Möglichkeiten zu vergleichen wie auch zu hinterfragen. Außerdem möchte ich Argumentationen zu meinen Beobachtungen finden, und daraus resultierende Annahmen im Zuge dieser zweiten Bachelorarbeit aufbereiten.

Einleitend dient Kapitel zwei als Überblick und zur Präsentation der Ergebnisse, die aus den Datensätzen herausgefiltert werden konnten. Außerdem wird das methodische Vorgehen erklärt und die Aufbereitung der Daten geschildert.

Der anschließende Hauptteil gliedert sich in Kapitel drei und vier. Ersteres stellt die Erhebung der Hauptgründe für den Besuch des Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum CeSAC vor, unternimmt Erklärungs- und Interpretationsversuche auf Basis von Literaturrecherchen und beschreibt daraufhin kurz die dazu vor Ort durchgeführten Krankheitspräventionsmaßnahmen aus der ersten Bachelorarbeit.

Um die Forschungsfrage zu beantworten wird darauf folgend im nächsten Abschnitt, Kapitel vier, geklärt, ob die im Zentrum angebotenen vorsorglichen Therapien den Bedarf der Bevölkerung decken. Dies geschieht, indem die Hauptursachen für die Konsultationen des ärztlichen und psychologischen Teams mit den vor Ort durchgeführten Gesundheitsprogrammen verglichen werden. Hier wird auf zu wenig berücksichtige Krankheitsbilder und Versorgungslücken aufmerksam gemacht. Abschließend wird auf Limitationen der Feldforschung hingewiesen.

In der Schlussfolgerung findet sich eine Kurzzusammenfassung, es werden Ausblicke, sowie weitere mögliche Handlungen diskutiert und persönliche Erkenntnisse fließen ein.

2 Beschreibung der erhobenen Daten

Das Ziel der deskriptiven, oder anders gesagt, der beschreibenden Statistik ist es, durch Tabellen oder Grafiken eine übersichtliche Darstellung von erhobenen Daten zu erreichen. Wesentliches soll dadurch deutlich gemacht werden (Gabler, 2014).

Im Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum CeSAC werden alle vom Fachpersonal während der Konsultation handschriftlich erfassten Daten der PatientInnen täglich von den Sekretärinnen in ein elektronisches Datenverarbeitungssystem des Gesundheitsministeriums von Buenos Aires übertragen. Die Leiterin Beatriz B. überließ mir einen Auszug der Konsultationen des ärztlichen und psychologischen Teams für den Zeitraum vom ersten bis 30. September 2013, da ich zu dieser Zeit mein Praktikum im Zentrum absolvierte und meine Beobachtungen und Befragungen durchführte.

Insgesamt suchten 1.383 Personen im Alter von 0-99 Jahren das im Gesundheitszentrum arbeitende Fachpersonal in diesem Monat auf. 859 davon konsultierten FachärztInnen, 524 EinwohnerInnen nahmen die Dienste der PsychologInnen in Anspruch. Die Anzahl der Villeros, die in diesem Zeitraum die Leistungen der diplomierten Krankenschwestern und die der Sozialen Arbeit bezogen haben, ist leider unbekannt.

2.1 Methodisches Vorgehen

Aus dem ursprünglich vorhandenen Datensatz (n= 1.383) können der Name, die Versicherungsnummer, das Geburtsdatum, das Datum des Besuchs, die konsultierte Fachdisziplin, die medizinische Diagnose, der BMI und das Alter abgelesen werden. Die Excel-Arbeitsmappe ist unterteilt in zwei Arbeitsblätter. Das erste enthält die Daten der Besuche beim ärztlichen Personal, das zweite die Konsultationen bei den PsychologInnen. Die erstgenannte Kategorie von PatientInnen ist in die drei Altersgruppen wie folgt aufgeteilt: 0-5, 6-18 und 19-99 Jahre.

2.1.1 Die Daten für Arztbesuche

Um eine verständliche Übersicht zu gewinnen, wurden alle medizinischen Diagnosen je nach Altersgruppe nach dem Alphabet sortiert und danach mittels Wörterbuch auf deutsch übersetzt (Leo, 2014; Linguee, 2014).

Folglich konnte ermittelt werden, wie oft ein bestimmter Grund für einen Besuch beim medizinischen Fachpersonal vorkam. Das Ergebnis wurde nach quantitativen Aspekten (von der höchsten Anzahl absteigend zur niedrigsten) sortiert und die häufigsten Gründe für den Besuch des Gesundheitszentrums kamen damit hervor. Durch das Zusammenfassen in Überbegriffe wie „allgemeine Untersuchung“ und/oder „Gesundenuntersuchung“, „Atemwegs- und Hauterkrankungen“, sowie „Magen-Darminfektionen“ und „sonstige Gründe“ konnte eine Kategorisierung von Einzeldiagnosen erreicht werden.

Die soeben genannte Clusterung musste bei der Bearbeitung des Datensatzes der erwachsenen Bevölkerung um die Kategorien Bluthochdruck (Hypertonie), erhöhter Blutzucker (Diabetes Mellitus) und Beratung zur Empfängnisverhütung erweitert werden.

Nach dem Zusammenfassen der medizinischen Diagnosen erschien es außerdem noch sinnvoll, die Gruppe der Kinder von sechs bis 18 Jahren noch einmal zu aufzusplitten, um die altersbezogene Kategorisierung um die Generation der Jugendlichen zwischen zwölf und 18 zu erweitern. Die Krankheitsbilder unterscheiden sich, und die Daten können besser interpretiert werden. Diese Unterteilung wurde manuell in einer neu erstellten Excel-Arbeitsmappe durchgeführt.

2.1.2 Die Daten für die Besuche bei den PsychologInnen

Der Datensatz der Konsultationen des psychologischen Teams umfasste ursprünglich alle 524 PatientInnen ohne die Einteilung in die entsprechenden Altersgruppen. Sie wurde manuell in eine eigens erstellte Excel-Arbeitsmappe eingegeben. Auch hier fand eine zusätzliche Kategorisierung für die Generation der Jugendlichen zwischen zwölf und 18 statt. Dies geschah aufgrund der vor Ort durchgeführten Beobachtungen, und der daraus resultierenden Vermutung, dass gerade diese Altersgruppe vermehrt (298 von 524 PatientInnen) Leistungen vom psychologischen Fachpersonal vor allem im Hinblick auf verschiedene Workshops in Anspruch nimmt.

Auch in diesem Fall konnte ermittelt werden, wie oft ein bestimmter Grund für einen Besuch bei den PsychologInnen vorkam. Das Ergebnis wurde ebenfalls nach quantitativen Aspekten (von der höchsten Anzahl absteigend zur niedrigsten) sortiert und wieder in Überbegriffe zusammengefasst.

Zu Nachschlag- und Informationszwecken sind im Anhang alle auf deutsch übersetzten Gründe für den Besuch des Gesundheitszentrums mit den zugehörigen Oberkategorien mittels Excel-Tabellen dargestellt. Sie zeigen die genaue Anzahl jeder einzelnen, von den FachärztInnen, sowie den PsychologInnen, gestellten medizinischen Diagnose, beziehungsweise jede der durchgeführten Untersuchungen im September 2013 an. Aus Datenschutzgründen werden die Originaldaten, die Namen und Versicherungsnummern enthalten, nicht in dieser Arbeit abgebildet, jedoch bieten die Tabellen neun bis zwölf im Anhang, Seite 57 – 60 eine Übersicht über alle Diagnosen.

2.2 Ergebnisse

Die aus den Datensätzen herausgefilterten Ergebnisse werden zur besseren Übersicht tabellarisch dargestellt. Außerdem hilft eine Grafik (S. 21) die auffälligsten gefundenen Fakten zu unterstreichen. Die Einteilung der Personen, welche die Leistungen des Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum CeSAC im untersuchten Zeitraum beanspruchten, erfolgt wie schon erwähnt in den genannten Altersgruppen. Differenziert werden außerdem die Konsultationen der PsychologInnen

2.2.1 Ergebnisse aus der Altersgruppe von 0-5 Jahren

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über die häufigsten Gründe für die Arztbesuche im CeSAC für die Altersgruppe der Kinder und Säuglinge unter fünf Jahre, nachdem diese in Überbegriffe kategorisiert wurden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Gründe für ärztliche Konsultationen bei den unter fünf jährigen PatientInnen

Insgesamt beanspruchten 332 Säuglinge und Kleinkinder ärztliche Leistungen. Die meisten PatientInnen (128) kamen für präventive Maßnahmen, nämlich zu Gesundenuntersuchungen. Diese werden bei gesunden Kindern durchgeführt und beinhalten die Messung des Gewichts, der Körpergröße, sowie des Kopfumfanges. Diese Maße werden mit der dem Alter entsprechenden Norm mittels Tabellen verglichen (Beobachtung, 2013; BA1, EXP 6, Dr. Muñoz, 2013).

Bereits an zweiter Stelle der häufigsten Gründe für die Arztbesuche liegen die Atemwegserkrankungen. Hier wurden die Diagnosen Entzündungen der oberen und unteren Atemwege, akute und rezidivierende Bronchiolitis und Bronchitis, Mandel- und Kehlkopfentzündungen, Erkrankungen des Respirationstraktes, Husten, Asthma, Rachenentzündung, Entzündungen der Nasen- und Rachenschleimhaut, Lungenentzündung, andere Entzündungen im Mund/Rachenbereich, und auch die Nasennebenhöhlenentzündung zu einem Oberbegriff zusammengefasst. Insgesamt litten 121 Kinder im besagten Monat an einer der genannten Atemwegserkrankungen (siehe hierzu auch Tabellen neun bis zwölf im Anhang, Seite 57 - 60).

Ein weiterer häufiger Grund für einen Arztbesuch waren die Windpocken oder Varizellen, in der österreichischen Umgangssprache auch „Feuchtblattern“ genannt. Sie sind eine sehr ansteckende Infektionskrankheit, die durch die Varizella-Zoster-Viren mittels Tröpfcheninfektion verursacht wird. Sie äußert sich mit juckendem Hautausschlag (Hofman-Erhart, 2014) und ist mit 17 Neuinfektionen die dritthäufigste Ursache für den Besuch beim Kinderarzt. Magen-Darmerkrankungen, vor allem Durchfall und infektiöse Magen-Darmgrippe kommen mit 14 Mal fast so oft vor wie die Windpocken.

13 Untersuchungen für administrative Zwecke wie zum Beispiel Krank- und Gesundschreibungen oder Kontrollen der Impfpässe nehmen den fünften Platz in der Reihung der häufigsten Gründe für die Arztbesuche ein. Danach folgen bereits die Hauterkrankungen mit einer Anzahl von zwölf in diesem Monat. Die verbleibenden jüngsten PatientInnen kamen aufgrund von Rezeptausstellungen und wegen anderer Erkrankungen wie zum Beispiel vier wegen Augen- oder Bindehautentzündungen, fünf aufgrund von Ohrenentzündungen, ebenso fünf, weil sie Fieber aus unbekannter Ursache hatten. Vier der Kleinkinder mussten das Zentrum aufgrund eines Unfalls im Haushalt aufsuchen.

Zu Konsultationen des psychologischen Teams kamen 19 Kinder wegen einer kombinierten Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen sowie 10 wegen einer emotionalen Störung mit dem Beginn in der Kindheit. Dies ist in der folgenden Tabelle ersichtlich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Gründe für psychologische Konsultationen bei den unter fünf jährigen PatientInnen

2.2.2 Ergebnisse aus der Altersgruppe von 6-11 Jahren

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über die häufigsten Gründe für die Arztbesuche im Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum CeSAC für die Altersgruppe der Kinder von sechs bis elf Jahren, nachdem diese in Überbegriffe kategorisiert wurden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Gründe für ärztliche Konsultationen bei den sechs bis elf jährigen PatientInnen

Mit 29 von 105 PatientInnen übertreffen die Atemwegserkrankungen als Grund für den Arztbesuch in dieser Altersgruppe die in Anspruch genommenen Gesundenuntersuchungen, die mit 22 Fällen an zweiter Stelle liegen. Aus der Tabelle wird ersichtlich, dass auch noch in dieser Generation die Windpocken mit 14 Neuinfektionen unter den drei häufigsten Ursachen für den Besuch beim fachärztlichen Personal liegen.

Neun PatientInnen besuchten das Zentrum aufgrund einer infektiösen Darmgrippe. Für administrative Zwecke und Kontrolluntersuchungen kamen im besagten Monat acht Kinder. Die Hauterkrankungen, wie Dermatitis und Ekzeme liegen mit sechs Fällen an sechster Stelle, ebenso wie die erforderlichen Rezeptausstellungen.

Andere Gründe wie drei Kinder mit Ohrenentzündungen, eines mit Eisenmangelanämie, eines mit einer Zahnfehlstellung, eines mit Fieber aus unbekannter Ursache und sogar ein Kind mit HIV führten zu einer ärztlichen Konsultation im Zentrum.

Die psychologischen Dienste nahmen insgesamt 124 Kinder zwischen sechs und elf Jahren in Anspruch. 56 Fälle wiesen eine kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen auf, 53 eine emotionalen Störung mit dem Beginn in der Kindheit und 15 ein unspezifisches Problem im Zusammenhang mit der Erziehung. Dies ist in der folgenden Tabelle ersichtlich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Gründe für psychologische Konsultationen bei den unter fünf jährigen PatientInnen

2.2.3 Ergebnisse aus der Altersgruppe von 12-18 Jahren

Eine Übersicht über die häufigsten Gründe für die Arztbesuche im CeSAC für die Altersgruppe der Jugendlichen von zwölf bis 18 Jahre bietet die folgende Tabelle. Wiederum wurden die Diagnosen in Überbegriffe kategorisiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 5: Gründe für ärztliche Konsultationen bei den unter fünf jährigen PatientInnen

Fast die Hälfte aller jugendlichen weiblichen und männlichen Patienten besuchte das fachärztliche Personal aufgrund von allgemeinen Untersuchungen. Dazu zählen Tauglichkeitsuntersuchungen für den Sportunterricht in der Schule, aber auch das Messen des Blutdrucks und des Pulses, sowie der Größe und des Gewichts. Eine beratende und helfende Funktion für alle Lebenslagen fließt in jede dieser Konsultationen mit ein, und auch Krank- und Gesundschreibungen werden vorgenommen.

Mit dem Wunsch zur Empfängnisverhütung wandten sich die Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren ebenfalls in sieben von 71 Fällen an das medizinische Personal. Bereits an dritter Stelle der Hauptgründe für die Arztbesuche sind die Hauterkrankungen mit sechs PatientInnen, gefolgt von den Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen in fünf Fällen. Weiters wurde bei fünf Patientinnen eine Überwachung der normalen Schwangerschaft durchgeführt.

Andere Gründe für die Konsultation der FachärztInnen waren zum Beispiel Kopfschmerzen in zwei Fällen, Untersuchungen für administrative Zwecke, eine virale Augenentzündung oder ein anderes Trauma, sowie eine Harnwegsinfektion und eine Scheidenentzündung.

In dieser Altersgruppe nahmen insgesamt 298 Jugendliche die psychologischen Angebote des CeSAC innerhalb eines Monats in Anspruch. Die unterschiedlichen Gründe für die Besuche sind in der folgenden Tabelle ersichtlich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 6: Gründe für psychologische Konsultationen bei den jugendlichen PatientInnen von 12 bis 18

2.2.4 Ergebnisse aus der Altersgruppe von 19-99 Jahren

Über die häufigsten Gründe für die Arztbesuche im Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum CeSAC für die Altersgruppe der Erwachsenen ab neunzehn Jahre gibt die nächste Tabelle Auskunft. Hier mussten weitere Krankheitsbilder ergänzt und kategorisiert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 7: Gründe für ärztliche Konsultationen bei den über 18 jährigen PatientInnen

Insgesamt beanspruchten 351 PatientInnen ab 19 Jahren die Leistungen des Gemeinschafts- und Gesundheitszentrums. 96 Erwachsene konsultierten die FachärztInnen für allgemeine Untersuchungen. Sie umfasst neben einer beratenden Funktion (meist) die Erhebung der Vitalzeichen (Blutdruck, Puls).

Fast gleich viele PatientInnen, nämlich 75, kamen aufgrund der Diagnose Hypertonie, also Bluthochdruck. Atemwegs- und Hauterkrankungen nehmen mit 40 und 38 von 351 Arztbesuchen den dritten und vierten Platz in der Reihung der relevantesten Gründe für die Konsultationen ein. 36 Bewohnerinnen ließen sich zum Thema der Empfängnisverhütung beraten und erhielten kostenfreie Medikamente zur Vermeidung einer Schwangerschaft. An sechster Stelle folgten 20 PatientInnen mit der Diagnose Diabetes Mellitus, wobei 13 davon als nicht insulinpflichtig, und sieben als insulinpflichtig eingestuft wurden.

13 Bewohnerinnen über 19 Jahre kamen zur Überwachung der normalen Schwangerschaft. Sieben Personen suchten die Gemeinschaftspraxis aufgrund von Magen-Darmerkrankungen auf, sechs konsultierten die ÄrztInnen aufgrund von Arthrose und Gelenkserkrankungen, je zwei wegen Kopf- und Rückenschmerzen, und auch zwei aufgrund von Krätze (Scabies). Drei PatientInnen klagten über Harnwegsinfektionen und jeweils drei litten an Hypercholesterinämie, sowie an Traumen, Verbrennungen oder Wunden.

In dieser Altersgruppe fanden sich insgesamt 73 Personen im Gemeinschafts- und Gesundheitszentrum ein, um die psychologischen Angebote in Anspruch zu nehmen. Die unterschiedlichen Gründe für die Besuche wurden in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 8: Gründe für psychologische Konsultationen bei den erwachsenen PatientInnen ab 19

3 Dateninterpretation und angewandte Prävention

Die drei häufigsten Todesursachen waren 2007 in Buenos Aires mit 25,3 Prozent die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gefolgt von den bösartigen Tumoren mit 20 Prozent und bereits an dritter Stelle fanden sich mit 12,3 Prozent die akuten Infektionen der Atemwege (Gobierno de la Ciudad, 2007). Das zeigt, dass auch den nicht ansteckenden chronisch-degenerativen Gesundheitsdefiziten eine große Bedeutung zuzumessen ist. Die weltweite Krankheitslast wird mit Hilfe differenzierter Gesundheitsindikatoren, den behinderungskorrigierten Lebensjahren (englisch: d isability- a djusted l ife y ears, kurz: DALY), gemessen. Ein DALY kann dabei als der Verlust eines „gesunden“ Lebensjahrs gesehen werden. Vor allem für Länder mit niedrigem oder mittlerem Einkommen ergibt sich aus der weltweiten Erhebung dieser Gesundheitsindikatoren die Tatsache, dass bereits fast die Hälfte der dort vorherrschenden Krankheitslast auf nicht ansteckende chronische Krankheiten zurückgeht (Abelin, 2012, S. 8-9; WHO, 2014).

Argentinien ist als Schwellenland mit der „doppelten Krankheitslast“ betroffen. Nicht nur die Atemwegs- und Durchfallerkrankungen, sowie andere Infektionskrankheiten, sondern auch die unter den „Zivilisationskrankheiten“ bekannten Gesundheitsdefizite müssen vom Gesundheitswesen ernst genommen und bekämpft werden, sowie passende Präventionsmaßnahmen geplant werden (Albelin, 2012, S. 8-9; Kaufmann, 2009, S. 3).

3.1 Die doppelte Krankheitslast

Wie in der Literatur beschrieben, lässt sich auch aus den Daten aller PatientInnen, die das Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum CeSAC No8 im September 2013 besucht haben, tatsächlich herauslesen, dass zu den häufigsten Ursachen für eine ärztliche Konsultation sowohl Infektionskrankheiten, als aber auch chronische gesundheitliche Beeinträchtigungen zählen:

Als für die Villa 21-24 bedeutendste Infektionskrankheit wurde die Atemwegserkrankung identifiziert, welche die Bevölkerung in allen Altersgruppen betrifft. 36 Prozent der Kleinkinder, 28 Prozent der Kinder, sieben Prozent der Jugendlichen und elf Prozent der Erwachsenen nahmen ärztliche Leistungen aufgrund eines respiratorischen Defizits in Anspruch. Dabei litt die Mehrheit in allen Generationen speziell an einer Entzündung der oberen Atemwege (siehe hierzu auch Tabellen neun bis zwölf im Anhang, Seite 57 - 60).

Bereits an zweiter Stelle der Arztkonsultation wegen einer Krankheit werden mit 21 Prozent von 351 Erwachsenen (75 Fälle in einem Monat) die chronischen BluthochdruckpatientInnen sichtbar. Die Hypertonie kommt nur in dieser Altersgruppe vor, zählt jedoch noch vor den Atemwegserkrankungen zu den wichtigsten Ursachen des Besuchs im CeSAC No8 für alle PatientInnen ab 19 Jahren!

Anzahlmäßig übertroffen werden die beschriebenen infektiösen und auch die nicht übertragbaren Erkrankungen von einer präventiven Maßnahme ohne krankheitsbedingte Hintergründe. Die Gesundenuntersuchung und die allgemeine Untersuchung ohne spezifische medizinische Diagnose sind in allen Altersgruppen der Hauptgrund für das Aufsuchen des Gesundheits- und Gemeinschaftszentrums. Auch die Untersuchungen für administrative Zwecke (Krank- und Gesundschreibungen, Impfpass- und Tauglichkeitskontrollen) nehmen einen mehr oder weniger großen prozentuellen Anteil vor allem bei den PatientInnen unter 19 Jahren ein. Sie wurden im Zuge der folgenden Grafik und Interpretation zu den Gesunden- und allgemeinen Untersuchungen dazu gezählt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Häufigste Gründe für den Arztbesuch für alle Altersgruppen in Prozent.

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Ende der Leseprobe aus 59 Seiten

Details

Titel
Visitas Médicas. Die häufigsten Ursachen für Arztbesuche in der Villa 21-24 in Buenos Aires
Hochschule
FH Kärnten, Standort Feldkirchen
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
59
Katalognummer
V356095
ISBN (eBook)
9783668421516
ISBN (Buch)
9783668421523
Dateigröße
2612 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit wurde in Verbindung mit der 1. Arbeit "Villas Miserias" in Rio de Janeiro auf dem Kongress der ISQUA (http://www.isqua.org/) am 8.10.2014 vorgestellt. Nur wenige Abstracts werden auf Kongressen wie diesen angenommen und die Autoren erhalten die Chance, diese vorzutragen. Außerdem wurden die Arbeiten am 1. Pflegewissenschaftlichen Hochschultag in Wien am 27.3.2015 vorgetragen, und sie haben in Form eines Posters den Posterpreis vom 9. Forschungsforum der Ö. Fachhochschulen am 8.4.2015 in Hagenberg (OÖ) gewonnen. All diese Erfolge sind Beweise für die Hochwertigkeit des Inhalts.
Schlagworte
Krankheiten im Slum, Arztbesuche im Slum
Arbeit zitieren
Sonja Datlinger-Kofler (Autor), 2014, Visitas Médicas. Die häufigsten Ursachen für Arztbesuche in der Villa 21-24 in Buenos Aires, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356095

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