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Die Öffentlichkeitsarbeit der politischen Parteien

Title: Die Öffentlichkeitsarbeit der politischen Parteien

Presentation (Elaboration) , 2004 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom Pädagoge Andy Stock (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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. Einleitung

Aktuelle und moderne politische Systeme sind ohne (politische) Parteien nicht denkbar. Dabei stellen Diversität und Transversalität der Parteien wesentliche Merkmale einer Demokratie dar. In einer solchen Demokratie kommen den Parteien bestimmte gesellschaftliche Aufgaben zu. Bei einer Wahl (Bundestagswahl, Kommunalwahl, . . .) entscheiden sich die Bundesbürger für eine politische Partei und damit für deren Konzept oder Programm. Die aus der o.g. Wahl resultierenden Mehrheitsverhältnisse entscheiden dann über die Fortsetzung der „alten“ oder den Anfang einer „neuen“ Politik. Die Parteien repräsentieren dabei die wichtigsten Strömungen der öffentlichen Meinung. Diese öffentliche Meinung wird meistens aber auch erst durch die Öffentlichkeitsarbeit der Parteien gebildet.
Seit 1948 gibt es im wesentlichen drei Lager von Parteien in der Politik der Bundesrepublik Deutschland:
1. eine liberal – konservative Gruppe
2. eine sozialdemokratisch - liberale Gruppe
3. eine sozialdemokratisch - „grüne“ Gruppe.
In Deutschland gibt es aktuell ca. 100 Parteien, die politisch tätig sind. Die beiden größten sind dabei die liberal-konservative Christlich-Demokratische Union (CDU) und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). Für die Bundespolitik sind aber neben diesen beiden grössten Volksparteien auch die Freie Demokratische Partei (FDP), Bündnis 90/ Die Grünen und die Partei des Sozialismus (PDS) von politischer Bedeutung. So waren zumindest die FDP und Bündnis 90/ Die Grünen immer an der Regierungsmannschaft / der Regierungsbildung beteiligt. Die PDS hat bundespolitisch betrachtet kaum Bedeutung. Momentan ist sie lediglich mit zwei Direktmandaten im deutschen Bundestag vertreten und bildet somit nicht einmal eine Fraktion. In der Länderpolitik der Bundesländer der ehemaligen DDR ist das Bild allerdings deutlich umgekehrt. Hier wählen ca. 20% der Bevölkerung die Nachfolgepartei der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und dadurch ist die PDS an mancher Landesregierung beteiligt.


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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Definition von „Partei“

2.2 Definition von „politischer Öffentlichkeitsarbeit“

2.3 Typologien der politischen Öffentlichkeitsarbeit

2.3.1 Informative Selbstdarstellung

2.3.2 Informationsermittlung

2.3.3 Allgemeine Sympathiewerbung

2.3.4 Besondere Sympathiewerbung

2.4 Legitimation von politischer Öffentlichkeitsarbeit

3. Politische Öffentlichkeitsarbeit

3.1 Öffentlichkeitsarbeit im Nachkriegsdeutschland

3.1.1 Die politische Situation nach dem zweiten Weltkrieg

3.1.2 Politische Öffentlichkeitsarbeit nach dem zweiten Weltkrieg

3.2 Gegenwärtige politische Öffentlichkeitsarbeit

3.2.1 Vielfalt des Informationsangebotes und Knappheit von Aufmerksamkeit

3.2.2 Die Verkürzung der Öffentlichen Diskussion

3.2.3 Die Entertainisierung der politischen Kommunikation

3.2.4 Personalisierung der politischen Kommunikation

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Öffentlichkeitsarbeit politischer Parteien in Deutschland von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, wobei der Fokus auf dem Einfluss technischer und medialer Entwicklungen auf die politische Kommunikation liegt.

  • Definition und theoretische Grundlagen von Parteien und politischer Öffentlichkeitsarbeit.
  • Entwicklung der Öffentlichkeitsarbeit im Nachkriegsdeutschland.
  • Analyse gegenwärtiger Trends wie Infotainment und Personalisierung.
  • Diskussion des Spannungsfeldes zwischen inhaltlicher Information und werblicher Aufmerksamkeitsgenerierung.

Auszug aus dem Buch

3.2.4 Personalisierung der politischen Kommunikation

Die bereits genannten Rededuelle zwischen den Spitzenkandidaten für das Kanzleramt vor der Bundestagswahl 2002 zeigen eine weitere Entwicklung in der Öffentlichkeitsarbeit politischer Parteien. Die Öffentlichkeitsarbeit der Parteien erfuhr (und erfährt) eine Fokussierung auf Personen. Es steht also nicht unbedingt die Partei im Vordergrund, sondern meist eine Person. Diese Person steht dann fast symbolhaft für die Partei und verkörpert diese. Die Öffentlichkeit nimmt also nicht die Partei als Institution, als Partei wahr – sie identifiziert die Partei über eine Person.

„Personalisierung bildet ein wichtiges publizistisches Mittel zur Erregung von Aufmerksamkeit. Sie weckt vielfach erst das Interesse an Problemen und begründet den Wunsch nach Sachinformationen. Auch Anteilnahme an Ereignissen und Zuständen wird meist durch Personalisierung vermittelt. Prominente Personen stehen überdies für bestimmte Wertvorstellungen und Lebenshaltungen. Vielen bieten sie deshalb Orientierung bei eigenen Lebensentwürfen. Sie werden zu Kristallisationspunkten für Zustimmung und Ablehnung und erfüllen Leit- und Kontrastfunktionen: darin hat das öffentliche Interesse an den verschiedensten Lebensbezügen solcher Personen seinen Grund.“ (BVerfGE 101, 361 (391) in Depenheuer 2002, S. 86)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Relevanz von Parteien für moderne Demokratien dar und führt in die Fragestellung der Arbeit ein.

2. Grundlagen: Definiert die Begriffe „Partei“ sowie „politische Öffentlichkeitsarbeit“ und erläutert deren Typologien und Legitimationsgrundlagen.

3. Politische Öffentlichkeitsarbeit: Analysiert den historischen Wandel der Kommunikationsstrategien von der Nachkriegszeit bis zur modernen Mediengesellschaft.

4. Zusammenfassung: Reflektiert die Ergebnisse und zieht ein Fazit über die Entwicklung hin zu einer zunehmend personalisierten und medial geprägten Parteienkommunikation.

Schlüsselwörter

Politische Parteien, Öffentlichkeitsarbeit, politische Kommunikation, Demokratie, Medien, Personalisierung, Infotainment, Wahlkampf, Parteienrecht, Medienentwicklung, politische Willensbildung, Sympathiewerbung, Selbstdarstellung, Bundestagswahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Öffentlichkeitsarbeit politischer Parteien in der Bundesrepublik Deutschland im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit beleuchtet die Definition von Parteien, die historische Entwicklung der Parteienkommunikation sowie aktuelle Herausforderungen wie den Informationsüberfluss und den Druck zur medialen Inszenierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Wandel der Strategien aufzuzeigen, mit denen Parteien heute um Aufmerksamkeit und Wählerstimmen werben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse politikwissenschaftlicher Literatur und verfassungsrechtlicher Grundlagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Öffentlichkeitsarbeit im Nachkriegsdeutschland im Kontrast zu modernen Tendenzen wie der Personalisierung und Entertainisierung in den 80er und 90er Jahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere politische Kommunikation, Personalisierung, Medienwandel und der öffentliche Auftritt von Führungspersonen.

Warum spielt die Personalisierung eine so große Rolle?

Laut Autor dient die Personalisierung als Mittel, um in einer durch Informationsüberfluss geprägten Medienlandschaft Aufmerksamkeit zu erregen und die Partei für den Wähler greifbarer zu machen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit?

Der Autor vertritt die Auffassung, dass eine strikte Trennung kaum möglich ist, da Werbung heute einen integralen Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit einer Partei darstellt.

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Details

Title
Die Öffentlichkeitsarbeit der politischen Parteien
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Seminar
Grade
2,0
Author
Diplom Pädagoge Andy Stock (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V35623
ISBN (eBook)
9783638354806
ISBN (Book)
9783638653213
Language
German
Tags
Parteien Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Pädagoge Andy Stock (Author), 2004, Die Öffentlichkeitsarbeit der politischen Parteien , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35623
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