Make or buy Entscheidung. Eine Fallstudie zum internen Rechnungswesen und Controlling


Studienarbeit, 2015
17 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Fallstudie
1.1 Einleitung
1.2 Zu beantwortende Aufgabenstellungen
1.2.1 Aufgabe 1
1.2.2 Aufgabe 2
1.2.3 Aufgabe 3
1.2.4 Aufgabe 4

2 Lösungen
2.1 Lösung zu Aufgabe 1
2.2 9
2.3 Lösung zu Aufgabe 2
2.4 Lösung zu Aufgabe 3
2.4.1 Bestimmung der Zahlungsreihe des vollständigen Finanzplanes:

3 Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Anarbeitung eines stehenden Hohlkehlsockels.

Abbildung 2 Relative Zusammensetzung der Gesamtkosten bei 300000 Stück

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Kosten der Eigenfertigung bei einer Menge von 300000 Stück.

Tabelle 2 Kosten des Fremdbezuges bei einer Menge von 300000 Stück.

Tabelle 3 Mengen – Kosten - Entwicklung.

Tabelle 4 Gegenüberstellung der Kosten aus Eigenfertigung und Fremdbezug.

Tabelle 5 Kostenvergleich zwischen Make und Buy.

Tabelle 6 Lösung durch einen vollständigen Finanzplanes (VoFi).

1 Fallstudie

1.1 Einleitung

In Nassbereichen oder Räumen die bestimmte Hygienestandards erfüllen müssen (Großküchen, Lebensmittelindustrie, Krankenhäuser u.a.) werden Hohlkehlsockel und die dazugehörigen Innen- und Außenecken als Übergang vom Boden zum Wandbelag verwendet. Hohlkehlsockel sind konkav gerundet, um eine hygieni-schere Reinigung zu ermöglichen. Als international tätiger Fliesenproduzent ist es daher notwendig auch diese Formteile im Produktportfolio anzubieten. Die Absatzmengen dieser Formteile sind im Gegensatz zu den Mengen der dazugehörigen Bodenfliesen sehr gering. Daher stellt sich die Frage der Eigenfertigung oder des Zukaufs dieser Produkte (Make or buy).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Anarbeitung eines stehenden Hohlkehlsockels.[1]

In der vorliegenden Fallstudie wird in Zukunft ein Lieferant dieser Formteile wegfallen. Daher ist eine kurzfristige „Make or buy“ Entscheidung erforderlich. Die Notwendigen Kapazitäten zur Eigenfertigung sind nicht vorhanden und müssen erst durch eine entsprechende Investition geschaffen werden. Solche Entscheidungen über die Eigenfertigung oder den Fremdbezug von Produkten sind insbesondere für den Produktionsbereich und vor dem Hintergrund neuer Investitionen von erheblicher Bedeutung. Knappe Ressourcen erforderten naturgemäß schon immer eine Fokussierung der betrieblichen Leistungserstellung und der Frage nach Insourcing oder Outsourcing von Dienstleistungen oder Herstellung von Produkten. Fertigungsbezogene Make-or-buy-Entscheidungen beeinflussen dabei in erheblichem Maße die strategischen Wettbewerbsfaktoren, von denen die Existenzsicherung sowie die dauerhafte Leistungsfähigkeit von Unternehmen abhängen. In Industrieunternehmen bei denen die Materialkosten einen Anteil von über 50% der gesamten Herstellkosten ausmachen besitzen Sie zudem eine hohe Erfolgswirksamkeit.

1.2 Zu beantwortende Aufgabenstellungen

1.2.1 Aufgabe 1

Welche Vor- und Nachteile bieten Eigenfertigung bzw. Fremdbezug?

1.2.2 Aufgabe 2

Wie ist die Entscheidung über Eigenherstellung versus Fremdbezug unter wirtschaftlichen Aspekten zu treffen?

1.2.3 Aufgabe 3

Bei welcher abgesetzten Menge ist die Entscheidung indifferent zwischen den beiden Alternativen?

1.2.4 Aufgabe 4

Wie würde die Entscheidung einer Investitionsrechnung mit Hilfe eines Voll-ständigen Finanzplanes aussehen? Für die Zahlungsreihe wird eine Konstanz der Ein- und Auszahlungen bei einem Verkauf von jeweils 300000 Stück über alle Perioden unterstellt. Der VK-Preis beträgt 1,19 € / Stück. Dabei wird von einem Zinssatz für aufzunehmende Kredite in Höhe von 4% und einem Zinssatz für die Anlage zwischenzeitlich freier Mittel in Höhe von 1% ausgegangen. Der Kredit wird nach einem Tilgungsfreien Jahr in gleichen Jahresraten getilgt. Der durch-schnittliche Gewinnsteuersatz beträgt 45%. Die Abschreibung erfolgt linear über 6 Jahre.

2 Lösungen

2.1 Lösung zu Aufgabe 1

Für die Eigenfertigung spricht:

- Man wird unabhängiger von Lieferanten
- Man kann Zusatzgewinne erzielen, wenn man die Ware günstiger produzieren als kaufen kann
- Man kann die Teile genau auf den Einsatz im Unternehmen ausrichten

Gegen die Eigenfertigung spricht:

- Um neue Produkte zu fertigen ist häufig ein enormer Kapitalbetrag notwendig
- Externe Quellen sind oft spezialisiert auf die Fertigung eines Produktes
- Kapazitätsanpassungen (Beschäftigungsabweichungen) müssen vom Unternehmen selbst verwaltet werden

Vorteile des Fremdbezuges:

- Verkürzt die Durchlaufzeit eines Auftrages
- Verringert den Investitionsaufwand für die Teilefertigung
- Kapazitätsanpassungen (Beschäftigungsabweichungen) können auf den Zulieferer abgewälzt werden

- Verringerung der Fertigungstiefe
- Fokussierung der Aktivitäten und Ressourcen auf das eigene Kerngeschäft
- Abwälzen eines Teils des unternehmerischen Risikos auf den Lieferer

Nachteile des Fremdbezuges:

- Man ist abhängiger als bei der Eigenfertigung
- Qualitätssicherung ist nur bedingt möglich
- Verlust von Know-how
- langfristige Bindung an Lieferanten schränkt Flexibilität ein;
- Möglichkeit, dass Betriebsgeheimnisse nicht gewahrt werden;
- steigender Koordinationsaufwand, insbesondere in der Logistik.

2.2 Lösung zu Aufgabe 2

Die Entscheidung über Fremdbezug oder Eigenfertigung (= Make or Buy) kann mit Hilfe des Gesamtkostenvergleichs gefällt werden. Man kalkuliert die Kosten, des selbst gefertigten Produktes (= Eigenfertigung = Make) und vergleicht diese mit der Alternative, dasselbe Produkt von einem anderen Anbieter zu beziehen (= Fremdbezug = Buy).

Bei der Kalkulation sind allerdings nicht nur die pagatorischen Kosten, sondern auch die kalkulatorischen Kosten zu berücksichtigen. Diese werden wie folgt berechnet: (1)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zunächst sind die Anschaffungskosten zu ermitteln, damit die kalkulatorischen Kosten berechnet werden können. Die Anschaffungskosten berechnet man wie folgt: Anschaffungskosten = Anschaffungspreis abzüglich Anschaffungspreis-minderungen Rabatte und Skonti zuzüglich Anschaffungsnebenkosten alles, was notwendig ist, um einen Vermögensgegenstand in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen zuzüglich nachträgliche Anschaffungskosten.

Die Anschaffungskosten der HKS-Anlage betragen Anschaffungspreis 82500 € + Fundamente und sonstige Kosten 2500 € = 85500 €

Der Restbuchwert der Anlage nach 6 Jahren beträgt 5000 €.

Kalkulatorische Abschreibungen:

Die kalkulatorischen Abschreibungen in den Jahren t = 1,...,6 betragen daher:

AB t = (AK - RBW n )/n = (85500 - 5000)/6 = 13417 €.

Kalkulatorische Zinsen:

Die kalkulatorischen Zinsen hingegen liegen bei

Zins t = [(AK + RBWn)/2] ·i = [(85500 + 5000) /2] ·0,02 = 905 €.

Der Kalkulationszins ist dabei durch Marktzins für Risikoneutrale Anlagen gegeben, da der Zinssatz für Staatsanleihen derzeit unter dem Inflationsausgleich von 2% liegt wird der Zinssatz eben auf diesen Inflationsausgleich von 2% festgelegt.

Kosten der Eigenfertigung für die Jahresmenge von 300000 Stück:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 Kosten der Eigenfertigung bei einer Menge von 300000 Stück.[2]

Kosten des Fremdbezugs für die Jahresmenge von 300000 Stück

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 Kosten des Fremdbezuges bei einer Menge von 300000 Stück.[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3 Mengen – Kosten - Entwicklung.[4]

[...]


[1] Quelle: Eigene Darstellung.

[2] Quelle: Eigene Darstellung.

[3] Quelle: Eigene Darstellung.

[4] Quelle: Eigene Darstellung.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Make or buy Entscheidung. Eine Fallstudie zum internen Rechnungswesen und Controlling
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Lehrstuhl für BWL insbesondere Controlling)
Veranstaltung
CUR Executive Business Management Program
Note
2
Autor
Jahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V356478
ISBN (eBook)
9783668417595
ISBN (Buch)
9783668417601
Dateigröße
666 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Make or buy Entscheidung, Make or buy, Make, buy, Selbstfertigung, Fremdbezug, Make or buy Entscheidung in Industriebetrieben, Industriebetriebe
Arbeit zitieren
Richard Kurmann (Autor), 2015, Make or buy Entscheidung. Eine Fallstudie zum internen Rechnungswesen und Controlling, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356478

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