Beeinflussen Einhaltung und Nicht-Einhaltung bestimmter Kriterien die Ergebnisse? Konstruktion eines Fragebogens


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

19 Seiten, Note: 2,6


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragebogenkonstruktion
2.1 Die 10 Gebote der Frageformulierung
2.2 Form des Fragebogens
2.3 Möglichkeiten bei der Antwortgestaltung

3. Anwendung an realem Fragebogen

4. Fazit

5. Anhang

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Wie in vielen anderen Bereichen, gibt es auch im Bereich der Sozialforschung nicht einen vorgegebenen Pfad, der eingeschlagen werden muss, sondern viele verschiedene Abzweigungen und Entscheidungen, die während des gesamten Forschungsprozesses immer wieder aufs neue überdacht und gegeben falls überarbeitet werden müssen. Die erste Entscheidung zu Beginn des eigenen Forschungsprojektes ist die Wahl zwischen der qualitativen oder der quantitativen Sozialforschung. Dabei bleibt es jedoch nicht, es folgt die Wahl des passenden Erhebungsinstrumentes wie zum Beispiel ein Interview, ein Fragebogen oder eine Beobachtung. Jedes Instrument hat seine eigenen Vor- und Nachteile und bestimmte Regeln nach denen das jeweilige Instrument ausgestaltet werden sollte. Die nachfolgende Arbeit wird sich mit dem Fragebogen als Erhebungsinstrument befassen und die Konstruktion von eben diesem erläutern. Die Regeln zur Formulierung der einzelnen Fragen, sowie die äußere Gestaltung, also die Form des Fragebogens wird im Folgenden näher erläutert, sowie die Auswirkungen eben dieser auf die Ergebnisse. Anschließend werden die vorgestellten Wegweiser auf ein konkretes Beispiel angewandt um sie zu verdeutlichen. Zunächst werde ich jedoch den Unterschied zwischen den beiden Sozialforschungsmethoden herausstellen. Beginnen wir mit der quantitativen Sozialforschung.

Die quantitative Sozialforschung bezieht sich auf die rein numerische Darstellung der gewonnenen Daten. Die Daten die so beispielsweise mittels Fragebogen erhoben wurden, werden im Zuge der quantitativen Forschung in Zahlen formatiert, beziehungsweise wiedergegeben. Mithilfe von statistischen Verfahren können Häufigkeiten festgestellt, verschiedene Ausprägungen erkannt und die verschiedenen Variablen miteinander in Verbindung gebracht werden. Durch die numerische Darstellung ist es schlichtweg möglich die gewonnenen Daten miteinander zu vergleichen und rechnerisch Schlüsse daraus zu ziehen. (Vgl. Schöneck/ Voß 2005, 32) Von besonderer Wichtigkeit ist hier die Operationalisierung der Daten, um diese in eine messbare Dimension zu bringen. Durch diese ist es überhaupt erst möglich weitere Berechnungen mit den Daten vorzunehmen. (Vgl. Raithel 2008, 8) Die quantitative Sozialforschung ermöglicht durch die numerische Darstellung eine Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Befragten und auch zwischen einzelnen Variablen. Diese Vergleichbarkeit stellt einen der großen Vorteile bei der Wahl einer quantitativen Methode dar. Auf der anderen Seite steht die qualitative Sozialforschung, welche die Besonderheit bietet, dass das zu erforschende Feld besonders tiefgründig und genau erfasst werden kann. Die individuellen Antworten der einzelnen Befragten spielen eine große Rolle und werden genau wie sie sind berücksichtigt. Die Vergleichbarkeit wie sie bei der Nutzung einer quantitativen Methode gegeben ist, fällt durch die Individualität der Antworten bei der qualitativen Forschung weg.

Der gesamte Forschungsprozess unterteilt sich in mehrere Schritte, die nacheinander abgearbeitet werden müssen. Selbstverständlich gibt es nicht den Forschungsprozess, der unumstritten eingehalten werden muss, sondern viele verschiedene Prozesse, die sich in einzelnen Feinheiten unterscheiden. Ich werde mich im folgenden Abschnitt auf den „Fahrplan zum Forschungsprojekt“ beziehen, welcher sich in 12 Einzelschritte untergliedert. (Vgl. Schöneck/ Voß 2005, 17) Welches Forschungsdesign, also ob der Forschungsprozess sich quantitativer oder qualitativer Methoden bedient, wird bereits im zweiten Schritt entschieden. Erst danach wird überhaupt die konkrete Hypothese formuliert. Da diese Arbeit sich mit der Konstruktion von Fragen und Antworten im Fragebogen auseinandersetzt, müssen an dieser Stelle einige Schritte übersprungen werden. Welches Erhebungsinstrument genutzt werden soll und welches Instrument überhaupt Sinn in Bezug zur Forschungsfrage macht, wird im sechsten Schritt geklärt. Dabei muss man sich immer die Frage stellen, was überhaupt machbar ist und was sich im eigenen speziellen Fall am sinnvollsten herausstellt. Im achten Schritt folgt die konkrete Entwicklung des im sechsten Schritt gewählten Erhebungsinstrumentes. Dabei geht es darum das entsprechende Instrument vollends zu gestalten und so für die kommende Forschung bereitzustellen.

2. Fragebogenkonstruktion

2.1 Die 10 Gebote der Frageformulierung

In dieser Arbeit gehen wir nun also davon aus, dass im zweiten Schritt die Wahl des Forschungsdesigns auf die quantitative Sozialforschung fiel und im sechsten Schritt als Erhebungsinstrument die schriftliche Befragung als sinnvoll erachtet wurde. Der achte Schritt, also die Entwicklung eben dieses Fragebogens wird in dieser Arbeit beschrieben. Welche Möglichkeiten bieten sich, welche Entscheidungen müssen auf dem Weg zum fertigen Fragebogen getroffen werden, welche Regeln müssen möglicherweise eingehalten werden und welche Auswirkungen auf die Forschungsergebnisse hat eine Nichteinhaltung dieser Regeln? Auf diese und noch weitere Aspekte wird im kommenden Teil eingegangen. Das ganze wird mit einem konkreten Beispiel unterfüttert, nämlich einem real existierenden Fragebogen aus dem ALLBUS 2008. Zunächst werde ich auf den allgemeinen Ablauf und Aufbau bei der Konstruktion von Fragen im Fragebogen eingehen, danach auf die Möglichkeiten die sich bei Antwortkategorien, Antwortskalen, etc. bieten und anhand des Beispiels aufzeigen wie gewisse Regeln gemeint sein können, oder auch eben nicht gemeint sein könnten. Im Anschluss daran werde ich beschreiben wie sich die Nichteinhaltung bestimmter Regeln möglicherweise auf die Ergebnisse der gesamten Forschung auswirken kann.

Der Fragebogen in Form einer schriftlichen Befragung kann vorab in zwei verschiedene Arten unterteilt werden. Zum einen kann der Fragebogen in standardisierter Form ablaufen. Dabei bekommt jeder Befragte der am Forschungsprozess teilnimmt exakt den gleichen Fragebogen. Die Fragen innerhalb diesem sind genau die gleichen und auch der Aufbau ist gleich. Die Bedingungen für die einzelnen Befragten sind, was den Fragebogen angeht, genau gleich. Dadurch, dass die Fragen und Antwortmöglichkeiten genau die gleichen sind, können die einzelnen Bögen miteinander verglichen werden, ohne dass zuvor eine Anpassung bezüglich der Antworten der Befragten vorgenommen werden muss. Das Gegenteil davon ist der nicht-standardisierte Fragebogen. Hierbei unterscheiden sich die Fragebögen. Es werden beispielsweise für unterschiedliche Befragten-Typen spezielle Bögen mit unterschiedlichen Fragen angefertigt. Oder beispielsweise können aus einer festgelegten Anzahl an Fragen per Zufall eine ebenfalls vorher festgelegte Anzahl an Fragen für jeden Fragebogen einzeln ausgewählt werden. Somit wäre kein Bogen wie der andere und es wäre keine einheitliche Vergleichbarkeit gegeben. Welche dieser beiden eben vorgestellten Formen man für den eigenen Fragebogen wählt, hängt davon ab welche Forschungsfrage mit der Befragung abgedeckt werden soll und ob es demnach entscheidend ist, dass eine Vergleichbarkeit gegeben ist, oder ob die Befragten beispielsweise so unterschiedlich sind, dass es nicht möglich ist sie mit ein und dem gleichen Fragebogen zu befragen.

Kommen wir nun zur Frageformulierung. Bevor überhaupt die konkreten Fragen formuliert werden können, muss man sich als Forscher bewusst machen, worauf die einzelnen Fragen abzielen sollen, also welche Informationen eingeholt werden müssen um eine Beantwortung der Forschungsfrage gewährleisten zu können. Dies allein reicht jedoch noch nicht, denn auch die Durchführbarkeit spielt eine große Rolle. Nicht nur worauf die Fragen abzielen sollen, sondern auch ob es überhaupt machbar ist bestimmte Faktoren mittels Fragebogen abdecken zu können. Die Fragen die in einen Fragebogen aufgenommen werden können, können so verschieden sein, wie auch die entsprechenden Forschungsfragen, bezüglich derer überhaupt ein Fragebogen erstellt wird. So können die sich Fragen die Einstellung beziehungsweise die Meinung, die Überzeugung, das Verhalten oder bestimmte Eigenschaften beziehen. (Vgl. Porst 2008, 51)

Ist man sich darüber im Klaren, welche Aspekte im Fragebogen aufgenommen werden müssen und welche tatsächlich eingeholt werden können, (soweit dies vorab möglich ist) kann die konkrete Formulierung der einzelnen Fragen beginnen. Dabei gibt es zunächst allgemein geltende Regeln, welche auch als „10 Gebote der Frageformulierung“ bezeichnet werden. (Porst 2000) Zunächst werde ich auf diese zehn Gebote eingehen, die kurz erläutern und im späteren Teil auf das Beispiel des realen Fragebogens anwenden. Die nun folgenden zehn Gebote sind nicht nur auf den Fragebogen an sich anzuwenden, sondern können für jegliche Form der Befragung dienen, wie zum Beispiel der mündlichen Befragung. Sie sind zudem nicht steif und feststehend, sondern können von Fall zu Fall neu interpretiert werden. „1. Du sollst einfache, unzweideutige Begriffe verwenden, die von allen Befragten in gleicherweise verstanden werden!“ (Porst 2000) Selbstverständlich sollte sich ein Fragebogen nicht an Begrifflichkeiten bedienen, welche nur von Experten verstanden werden können und somit den Kreis der Befragten, die diese Frage tatsächlich verstehen und auch beantworten können, stark einschränkt. Da bei bestimmten Begriffen jedoch vorab nicht ganz klar bestimmt werden kann, ob diese tatsächlich für jeden einzelnen Befragten verständlich sind, ist es nicht leicht diese Regel ohne Zweifel einzuhalten. „2. Du sollst lange und komplexe Fragen vermeiden!“ (Porst 2000) Je länger und verschachtelter der Satzbau, umso unverständlicher erscheint die gesamte Frage für den Befragten, auch wenn diese inhaltlich noch so einfach ist. „3. Du sollst hypothetische Fragen vermeiden!“ (Porst 2000) Um mögliche Befragte an den Fragebogen zu binden, sollte dieser eine möglichst lebensnahe Situation eben dieser abbilden oder ihnen zumindest bekannt sein, da diese sich sonst nicht mit der Befragung identifizieren können. Diese Identifikation ist für eine Befragung allerdings von großer Bedeutung. Außerdem sollen die Antworten die Realität so nah wie möglich abbilden. Kann der Befragte sich jedoch nicht in die (hypothetische) Frage hineinversetzen, kann die entsprechende Antwort auch nicht realitätsnah sein. „4. Du sollst doppelte Stimuli und Verneinungen vermeiden!“ (Porst 2000) Bei einem doppeltem Stimuli, also einer einzigen Frage, die zwei Aspekte abdecken soll, ist es schwierig bis nicht möglich die Antwort korrekt zu formulieren, da es für den Befragten zu verwirrend ist auf welchen der angegebenen Aspekte sich die Antwort bezieht. Soll sich die Antwort nur auf einen Stimulus oder gar auf beide beziehen? Bei Verneinungen ist es problematisch eine eigene Antwort zu formulieren die zur gestellten Frage passt. Wird eine Verneinung in die Frage aufgenommen, ist es nur schwer nachzuvollziehen, welche Logik der Fragende verfolgt. „5. Du sollst Unterstellungen und suggestive Fragen vermeiden!“ (Porst 2000) Beinhaltet eine Frage im Fragebogen eine Unterstellung ist es für viele Befragte unmöglich diese Frage wahrheitsgemäß zu beantworten, da sie die in der Unterstellung vermittelte Meinung möglicherweise überhaupt nicht teilen. Auch bei Phrasen wie „Zahlreiche Statistiken erweisen, dass …“ oder „Der Großteil der Menschheit glaubt, dass …“ ist es für die Befragten nur schwer ihre tatsächliche Meinung zu vertreten. Da die Befragten natürlich nicht wissen, ob entsprechende Aussage tatsächlich in zahlreichen Statistiken erwiesen ist, müssen sie dies im Zweifelsfall glauben. Die meisten Befragten würden in einer solchen Situation lieber mit dem angeblichen Strom der Masse schwimmen und sich für die entsprechende Aussage aussprechen, als sich gegen diese und somit die vorgegebenen „zahlreichen Statistiken“ und gegen den „Großteil der Menschheit“ zu stellen. Somit kann (bewusst, wie unbewusst) Einfluss auf die Beantwortung der entsprechenden Frage genommen werden. „6. Du sollst Fragen vermeiden, die auf Informationen abzielen, über die viele Befragte mutmaßlich nicht verfügen!“ (Porst 2000) Dieses Gebot ist stark abhängig vom Personenkreis der befragt werden soll. Selbstverständlich verfügt nicht jeder Mensch über die gleichen Informationen. Dies ist auch der Grund, aus dem dieses Gebot angeführt wird, stellt sich jedoch auch gleichzeitig als nur schwer durchführbar dar. Denn als Forscher ist es natürlich nicht möglich vor Erstellung des Fragebogens exakt zu wissen, welcher Befragte über bestimmte Informationen verfügt. Bei Befragungen die darauf abzielen das Wissen oder eben Nichtwissen zu testen, fällt dieses Gebot weg. Bei allen anderen Arten von Fragebögen ist es wichtig sich den gesamten Zeitraum der Frageformulierung selbst zu fragen und in die Lage der Befragten zu versetzen um so herauszufinden, ob diese überhaupt über bestimmte Informationen verfügen. Nur so kann es ausgeschlossen werden, dass Befragten keine Frage gestellt wird, deren Beantwortung für sich schlichtweg nicht möglich ist. „7. Du sollst Fragen mit eindeutigem zeitlichen Bezug verwenden!“ (Porst 2000) Dieses Gebot erklärt sich quasi von selbst. Wird in einer Frage eine unklare Zeitangabe verwendet, wie beispielsweise „In der welche Zeit es sich tatsächlich handelt. Da „häufig“ und „in der letzten Zeit“ keine klar definierten Zeitangaben sind, fällt es hier schwer eine wahrheitsgemäße Antwort geben zu können. „8. Du sollst Antwortkategorien verwenden, die erschöpfend und disjunkt sind!“ Dieses Gebot deckt gleich zwei verschiedene Faktoren ab. Sollen die Antwortkategorien disjunkt sein, bedeutet das, dass eben diese Antwortkategorien so aufgeteilt sind, dass sich jede befragte Person genau einer Kategorie zuordnen kann. Würden sich die vorgegebenen Kategorien beispielsweise überschneiden, oder würden mögliche Antworten gar ganz weggelassen sein, wäre es den Befragten nicht möglich sich für genau eine Antwort zu entscheiden und würden möglicherweise einfach eine beliebige Kategorie angeben, wodurch es nicht mehr zu einer Abbildung der Realität kommen würde. Erschöpfend bezieht sich ebenfalls auf den gleichen Aspekt, der eben beschrieben wurde, nur dass es Bedingung ist, dass die Antwortkategorien so ausgerichtet sind, dass jede befragte Person auch eine Antwort geben kann. Würden die Kategorien Antwortmöglichkeiten auslassen, könnte sich nicht jeder Befragte zuordnen und es würde ebenfalls zu bewussten Falschangaben kommen können. Um beide Fälle zu umgehen, wäre es eine Möglichkeit den Fragebogen nur mithilfe von offenen Fragen zu gestalten. Da hier keine Antwortkategorien vorgegeben werden, kann es durch diese auch nicht zu Verzerrungseffekten kommen, welche die Endergebnisse beeinflussen. „9. Du sollst sicherstellen, dass der Kontext einer Frage sich nicht (unkontrolliert) auf deren Beantwortung auswirkt!“ (Porst 2000) Dieses Gebot ist in der Realität kaum durchzusetzen, da man im Vorfeld nur schwer sagen kann, welche Fragen andere Fragen beeinflussen und auf welche Art und Weise dies vonstatten gehen könnte. Soll der Fragebogen schriftlich von den Befragten selbst ausgefüllt werden, ist es zudem nicht kontrollierbar in welcher Reihenfolge die einzelnen Fragen beantwortet werden. Daher kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass zwei Fragen hintereinander beantwortet werden, deren Kontext sich möglicherweise beeinflusst. „10. Du sollst unklare Begriffe definieren!“ (Porst 2000) Dieses Gebot setzt sich ähnlich wie das erste und das sechste Gebot zusammen. Da unklare Begriffe innerhalb einer Frage beim Befragten dazu führen, dass dieser unter Umständen die ganze Frage nicht verstehen und somit auch nicht antworten kann, sollten diese nach Möglichkeit nicht verwendet werden. Dies ist allerdings nicht immer machbar. Handelt es sich beispielsweise um feststehende Fachbegriffe die abgefragt werden, lassen sich diese selbstverständlich nicht umgehen. Stellt man während der Fragebogenkonstruktion fest, dass bestimmte Begriffe möglicherweise nicht von Jedem verstanden werden können, sollte man versuchen diese entweder direkt innerhalb der Frage kurz zu beschreiben, oder aber eine kurze Notiz beifügen.

2.2 Form des Fragebogens

Diese 10 Gebote können während der Fragebogenkonstruktion auf jegliche Fragetypen angewandt werden. Sie stellen Regeln dar, nach welchen die inhaltliche Ausgestaltung der Fragen vonstatten gehen sollte, beziehungsweise könnte. Die äußere Form, die Rahmenbedingungen einer Frage, werden durch die Wahl des Fragentyps bestimmt. Im nun folgenden Abschnitt werden einige bestimmte dieser Rahmenbedingungen erläutert. Zunächst einmal entscheidet bereits die Wahl zwischen einer offenen und einer geschlossenen Frage über die zu erwartenden Ergebnisse der jeweiligen Forschungsfrage. Welche Unterschiede sich darauf ergeben, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt weiter erläutern, wenn es um die Möglichkeiten bei der Antwortgestaltung geht. Beginnen werde ich nun mit besonderen Fragentypen, welche ich jedoch nur nennen und kurz beschreiben werde, ohne näher auf die Einzelnen einzugehen. Zum einen gilt als besonderer Fragentyp die fiktive Frage, welche nicht existierende Objekte in die Frage einbaut. (Vgl. Porst 2008, 121) Die heikle „[…] Frage ist dann „heikel“, wenn die Person, die sie beantworten soll, irgendwelche negativen Reaktionen jedweder Art […] erwartet […]“ (Porst 2008, 124) und äußert sich als hoher Anteil ´item nonresponse´. Kontrollfragen stellen Fragen zu bestimmten Aspekten, die in ähnlicher Form zuvor im Fragebogen bereits abgefragt wurden und die darauf angegebene Antwort überprüfen sollen. (Vgl. Schnell et al. 2013, 336) Filterfragen dienen dazu innerhalb des Fragebogens ´zu gruppieren´. Das heißt, dass die Antworten zu bestimmten Fragen mit Hinweisen versehen sind, bei welcher Frage der Befragte weitermachen soll, da er von bestimmten Fragen nicht betroffen ist und diese so umgehen kann.

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Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Beeinflussen Einhaltung und Nicht-Einhaltung bestimmter Kriterien die Ergebnisse? Konstruktion eines Fragebogens
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
2,6
Autor
Jahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V356561
ISBN (eBook)
9783668422889
ISBN (Buch)
9783668422896
Dateigröße
815 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialforschung, Forschungsmethoden, Qualitativ, Quantitativ, Fragebogen
Arbeit zitieren
Tanja Heckl (Autor), 2014, Beeinflussen Einhaltung und Nicht-Einhaltung bestimmter Kriterien die Ergebnisse? Konstruktion eines Fragebogens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356561

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