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Instabilität der modernen Ehe und Kleinfamilie

Title: Instabilität der modernen Ehe und Kleinfamilie

Term Paper , 2003 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Andree Wippermann (Author)

Sociology - Relationships and Family
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"In guten wie in schlechten Tagen..." – diesen Grundsatz scheinen immer weniger Ehepaare zu
beherzigen. Die Zahl der Eheschließungen ist seit Mitte der 60er Jahre stark rückläufig; die
Scheidungszahlen pendeln sich auf ein jährliches Mittelmaß von rund 200.000 ein.
Es ist die Rede von der Krise der Ehe.

Diese Krise kann aber auch als ein gesellschaftlicher Umbruchprozess verstanden werden, in dessen Zuge ein Einstellungs- und Wertewandel zu einer Pluralisierung der Lebensformen geführt hat. Wichtig ist: Wir diskutieren die vermeintliche Krise der Ehe vor der historisch einmaligen Situation der Form von Ehe und Familie in der Nachkriegszeit der Mitte der 60er Jahre1. Es muss sich unsere Bezugsrahmen den gesellschaftlichen Verhältnissen anpassen – die Pluralität wird zur Normalität.
Diese Arbeit versucht schwerpunktmäßig die Ursachen für die Instabilität der moderne Ehe herauszustellen. Es darf jedoch nicht vergessen werden: Die Ehe ist weiterhin die am häufigsten praktizierte Form des Zusammenlebens in modernen Gesellschaften.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG – PLURALISIERUNG DER LEBENSFORMEN

2. URSACHEN DER INSTABILITÄT VON ZWEIERBEZIEHUNGEN

2.1 SCHEIDUNGSSPIRALE

2.2 SOZIO-DEMOGRAPHISCHE ANALYSEN

2.3 INDIVIDUALISIERUNGSTHEORIE

2.4 FRAMING

3. PSYCHOLOGISCHE RISIKOFAKTOREN FÜR SCHEIDUNG

3.1 GESCHLECHTSUNTERSCHIEDE IN BEZIEHUNGSKONDITIONEN –

„ROMANTISCHE MÄNNER UND REALISTISCHE FRAUEN“

3.1.1 STUDIE 1 - GESCHLECHTSUNTERSCHIEDE IN BEZIEHUNGSKOGNITIONEN

3.1.2 STUDIE 2 - GESCHLECHTSUNTERSCHIEDE IN DER KOGNITIVEN VERFÜGBARKEIT VON BEZIEHUNGSMERKMALEN

3.1.3 STUDIE 3

4. PSYCHOLOGISCHE RISIKOFAKTOREN FÜR SCHEIDUNG (NACH GUY BODENMANN)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die zunehmende Instabilität moderner Paarbeziehungen und Ehen. Ziel ist es, durch die Verknüpfung soziologischer Erklärungsansätze mit psychologischen Forschungsergebnissen ein umfassendes Verständnis für die aktuelle Scheidungsentwicklung zu gewinnen.

  • Soziologische Mechanismen der Scheidungsspirale
  • Individualisierungstheorie und veränderte Erwartungshaltungen
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Beziehungskognition
  • Psychologische Prädiktoren für den Partnerschaftsverlauf
  • Die Bedeutung von Kommunikation und Stressbewältigung

Auszug aus dem Buch

3.1.3 STUDIE 3 – Unterschiede in der Genauigkeit der Informationsverarbeitung

Aus dem Ergebnis der zweiten Studie heraus ist die Herleitung der Fragestellung für die STUDIE 3 entstanden. Wenn Frauen also beziehungsrelevante Aspekte schneller verarbeiten als Männer, so stellt sich die Frage, ob es auch Unterschiede hinsichtlich der Genauigkeit der Verarbeitung gibt.

Wieder kommt das Idealmodell einer Beziehung als Bezugspunkt zur Bewertung einer Beziehung ins Spiel. (vgl. 30) Dieses „prototype matching“-Modell von Hassebrauck erinnert stark an Max Webers Konzeption des Idealtypus. Weber erklärt den Idealtypus anhand von Wirtschaftstheorie und sieht seinen Nutzen darin, dass bestimmte Elemente der empirischen Realität anhand der idealtypischen Konstruktion („Prototyp einer guten Beziehung“) veranschaulicht und verständlich gemacht werden können. Es geht also gerade um die Differenz – Hassebrauck redet von Distanz – der eigenen Beziehung zur idealtypischen Konstruktion einer Beziehung:

„Je weiter die eigene Beziehung vom Prototyp einer guten Beziehung entfernt ist, desto unzufriedener ist man.“ (S. 30)

Als Ergebnis der Studie 3 ist zu hervorzuheben, dass Frauen stärker zwischen zentralen und peripheren Beziehungsmerkmalen unterscheiden, ergo über eine höhere Differenzierungsfähigkeit verfügen. Frauen verfügen in Konsequenz über eine höhere Beziehungskompetenz, die Hassebrauck durch materielle Abhängigkeiten zu erklären versucht:

„Die Ergebnisse deuten vielmehr darauf hin, dass Frauen sorgfältiger und genauer in der Verarbeitung der Beziehungsinformationen sind, vielleicht weil sie ökonomisch stärker vom Mann abhängig sind als umgekehrt, oder aber weil ihnen generell mehr an Beziehungen liegt und sie beziehungsorientierter sind.“

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Frauen nach diesen Studien als „Beziehungs-Experten“ gelten können. Sie sind eher als Männer in der Lage, eine realistische Einschätzung ihrer Beziehung zu liefern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG – PLURALISIERUNG DER LEBENSFORMEN: Das Kapitel führt in die Thematik der Ehestabilität ein und erläutert, dass die sogenannte Scheidungskrise als Teil eines gesellschaftlichen Wandels zu einer Pluralisierung der Lebensformen zu verstehen ist.

2. URSACHEN DER INSTABILITÄT VON ZWEIERBEZIEHUNGEN: Hier werden soziologische Theorien wie die Scheidungsspirale, Individualisierungstendenzen und das Konzept des "Framing" herangezogen, um das Trennungsrisiko moderner Paare zu erklären.

3. PSYCHOLOGISCHE RISIKOFAKTOREN FÜR SCHEIDUNG: Der Fokus liegt auf sozialpsychologischen Studien von Hassebrauck, die geschlechtsspezifische Unterschiede in der Beziehungsqualität und Informationsverarbeitung beleuchten.

4. PSYCHOLOGISCHE RISIKOFAKTOREN FÜR SCHEIDUNG (NACH GUY BODENMANN): Dieses Kapitel analysiert empirische Befunde zu Persönlichkeitsmerkmalen und Kommunikationsmustern, die als Prädiktoren für eine negative Partnerschaftsentwicklung dienen.

Schlüsselwörter

Instabilität, Ehescheidung, Pluralisierung, Individualisierungstheorie, Framing, Geschlechtsunterschiede, Beziehungskognition, Beziehungsqualität, Psychologische Risikofaktoren, Neurotizismus, Kommunikation, Stressbewältigung, Dyadisches Coping, Partnerschaftsstabilität, Längsschnittstudien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen für die zunehmende Instabilität moderner Ehen und Paarbeziehungen im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen soziologische Erklärungsmodelle wie das Framing oder die Individualisierungstheorie sowie psychologische Faktoren der Beziehungsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis darüber zu entwickeln, warum die Scheidungsraten steigen und welche sozialen und psychologischen Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer Theorien sowie der Auswertung empirischer sozialpsychologischer Studien zu Beziehungsqualität und Scheidungsprädiktoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine soziologische Perspektive auf die Scheidungsursachen und eine vertiefende psychologische Analyse individueller Risikofaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Scheidungsspirale, Individualisierung, Beziehungskognition, Kommunikation und dyadisches Coping.

Welche Rolle spielt die "Scheidungsspirale" nach Ansicht des Autors?

Die Scheidungsspirale beschreibt soziale Mechanismen, durch die Scheidungen eine Eigendynamik entwickeln und die gesellschaftliche Akzeptanz von Trennungen erhöhen.

Welche Bedeutung haben die psychologischen Längsschnittstudien?

Diese Studien ermöglichen eine präzise Vorhersage von Scheidungsrisiken, da sie Prozesse der Partnerschaftsdynamik über mehrere Jahre hinweg beobachten und so die Relevanz von Stressbewältigung aufzeigen.

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Details

Title
Instabilität der modernen Ehe und Kleinfamilie
College
University of Osnabrück
Course
Sozialer Wandel der Familie in Deutschland
Grade
1,7
Author
M.A. Andree Wippermann (Author)
Publication Year
2003
Pages
12
Catalog Number
V35662
ISBN (eBook)
9783638355063
ISBN (Book)
9783638810074
Language
German
Tags
Instabilität Kleinfamilie Sozialer Wandel Familie Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Andree Wippermann (Author), 2003, Instabilität der modernen Ehe und Kleinfamilie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35662
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