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Forschungskontroversen über den Ausbruch des Ersten Punischen Krieges im Hinblick auf die Rolle von Hieron II. und Syrakus

Titel: Forschungskontroversen über den Ausbruch des Ersten Punischen Krieges im Hinblick auf die Rolle von Hieron II. und Syrakus

Hausarbeit , 2017 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll es um Forschungskontroversen über den Ausbruch des Ersten Punischen Krieges gehen. Was bewegte Rom dazu, in einen Krieg einzutreten, obwohl es ihm eher daran hätte liegen müssen, die soeben erst gewonnene Herrschaft über ganz Italien zu sichern? Oder traten die Römer gerade deshalb in diesen Krieg ein?

Besonders betrachtet werden soll die Rolle von Hieron II. von Syrakus, indem aufgezeigt werden soll, dass er eine wichtige Rolle beim Ausbruch des Krieges spielte. Wollten die Römer vielleicht nur in einen Krieg gegen ihn ziehen und erkannten sie den Krieg gegen die Punier dann erst später in seiner ganzen Tragweite? Um diesen Fragen nachzugehen, wird zuerst die Ausgangslage vor Beginn des Ersten Punischen Krieges geschildert und anschließend die verbreiteten Annahmen über den Ausbruch des Krieges. Daraufhin werden die Forschungskontroversen in verschiedenen Unterpunkten ausgeführt, um anschließend ein Fazit zu ziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Die Ausgangslage vor Beginn des Ersten Punischen Krieges

3.Der Ausbruch des Ersten Punischen Krieges – Verbreitete Annahmen

4.Forschungskontroversen und alternative Annahmen über den Ausbruch und den weiteren Verlauf des Krieges

4.1 Feldzüge Hierons II. gegen Messana

4.2 Das umstrittene „doppelte Hilfegesuch“ der Mamertiner

4.3 Der Eingriff Roms und Karthagos

4.4 Die ersten Kriegsjahre bis zum römisch-syrakusanischen Bündnis

4.5 Der weitere Kriegsverlauf

5.Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Forschungskontroversen rund um den Ausbruch des Ersten Punischen Krieges, mit einem besonderen Fokus auf die Rolle von Hieron II. von Syrakus. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob der römische Eintritt in den Krieg primär als Konflikt mit Karthago oder ursprünglich als strategische Intervention gegen Syrakus zu verstehen ist.

  • Die Rolle von Hieron II. beim Ausbruch des Ersten Punischen Krieges
  • Die Analyse von Forschungskontroversen und alternativen Deutungen
  • Die Bewertung des „doppelten Hilfegesuchs“ der Mamertiner
  • Der Übergang vom lokalen Konflikt um Messana zum großflächigen Krieg um Sizilien
  • Die kritische Auseinandersetzung mit antiken Primärquellen wie Polybios

Auszug aus dem Buch

4.2 Das umstrittene „doppelte Hilfegesuch“ der Mamertiner

Wie in Kapitel 4.1. ausgeführt, ist es also umstritten, ob ein dritter Feldzug Hierons zum Hilferuf der Mamertiner führte. HOFFMANN und MOLTHAGEN jedenfalls legen mögliche andere Beweggründe der Mamertiner dar.

So führt HOFFMANN aus, dass Polybios mit seiner Geschichte vom doppelten Hilfegesuch zwei zeitlich und sachlich verschiedene Dinge zusammengezogen habe. Zum einen sei das der Sachverhalt, dass die Karthager bereits vor dem Hilferuf, nämlich seitdem sie Hieron nach der Schlacht am Longanas 269 v. Chr. um die Besatzung Messanas gebracht hätten, in Messana gewesen seien, zum anderen der, dass Rom 264 v. Chr. zur Hilfe gerufen wurde, um die karthagische Besatzung wieder loszuwerden und um wieder eine Verbindung zu Italien – zur ursprünglichen Heimat der Kampaner – herzustellen. Wichtig an dieser Deutung wäre vor allem, dass die Römer von vornherein gewusst hätten, dass sie gegen Karthago ziehen würden (mehr zu dieser Thematik aber später). Bei der Ankunft der Römer in Messana hätten die Mamertiner die Karthager aber schon aus eigener Kraft vertrieben.

MOLTHAGEN führt einen weiteren Beweggrund für das Hilfegesuch an Rom an. Auch er beschreibt, dass die Mamertiner sich sicher erst über die Besatzung der Karthager als Unterstützer gegen Hieron gefreut hätten, aber sie loswerden wollten, als keine akute Bedrohung von Hieron mehr ausging. Er hält es aber im Gegensatz zu HOFFMANN für unwahrscheinlich, dass sie den Abzug der Karthager selbst erreichen konnten, sondern meint, die Karthager seien aus freien Stücken abgezogen. Den Kontakt zu Rom hätten die Mamertiner nur hergestellt, um eine gute Beziehung zu haben und nicht wegen einer akuten Gefahr. Als Argument hierfür zitiert er Polybios Worte, zwischen den Römern und Mamertinern habe es zunächst eine Freundschaft gegeben und danach auf Bitte der Mamertiner Hilfe.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung skizziert die Ausgangslage zwischen Rom und Karthago vor 264 v. Chr. und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Rolle von Hieron II. beim Ausbruch des Ersten Punischen Krieges.

2.Die Ausgangslage vor Beginn des Ersten Punischen Krieges: Dieses Kapitel beschreibt das historische Kräftegleichgewicht auf Sizilien und die Rolle der Mamertiner in Messana als Ausgangspunkt für die späteren Spannungen.

3.Der Ausbruch des Ersten Punischen Krieges – Verbreitete Annahmen: Es werden die traditionellen historischen Erklärungen dargestellt, die den Kriegsausbruch aus dem Hilfegesuch der Mamertiner in Bedrängnis durch Hieron II. ableiten.

4.Forschungskontroversen und alternative Annahmen über den Ausbruch und den weiteren Verlauf des Krieges: Das Kapitel analysiert tiefgreifend die strittigen Punkte der Überlieferung, darunter die Feldzüge gegen Messana, die Glaubwürdigkeit des doppelten Hilfegesuchs und die tatsächlichen Motive Roms.

5.Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass Rom primär ein Interesse an einer Eindämmung Syrakus' hatte und Hieron II. eine zentrale, keineswegs neutrale Akteurrolle einnahm.

Schlüsselwörter

Erster Punischer Krieg, Hieron II., Syrakus, Rom, Karthago, Mamertiner, Messana, Forschungskontroverse, Polybios, Hilfegesuch, Sizilien, antike Geschichte, Pyrrhoskrieg, Schlacht am Longanos, römische Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Ursachen und dem Ausbruch des Ersten Punischen Krieges unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des syrakusanischen Königs Hieron II.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die diplomatischen Verwicklungen um Messana, die Rolle der kampanischen Söldner (Mamertiner) und die kritische Analyse der antiken Quellenüberlieferung.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Autorin/der Autor untersucht, ob Rom bei seinem Eingreifen 264 v. Chr. primär gegen Karthago oder eigentlich gegen den Machtzuwachs von Syrakus unter Hieron II. agieren wollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse. Hierbei werden verschiedene antike Autoren (Polybios, Diodor, Zonaras) miteinander verglichen und moderne Forschungsthesen kritisch bewertet.

Was wird im umfangreichen Hauptteil thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Feldzüge Hierons, die Problematik des sogenannten „doppelten Hilfegesuchs“ der Mamertiner sowie die frühen Kriegsjahre bis zum Bündnis zwischen Rom und Syrakus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Erster Punischer Krieg, Hieron II., Syrakus, Machtpolitik in der Antike und Quellenkritik definieren.

Warum wird die Rolle von Hieron II. als zentral für den Kriegsausbruch betrachtet?

Hieron wird nicht als neutrale Figur gesehen; seine Bündnispolitik und militärischen Aktionen gegen die Mamertiner schufen erst die Vakanz oder Bedrohungssituation, die das spätere Eingreifen Roms provozierte.

Wie bewertet die Arbeit die These von einem "doppelten Hilfegesuch"?

Die Arbeit hinterfragt die Darstellung des doppelten Hilfegesuchs als potenzielles Konstrukt antiker Geschichtsschreibung, das komplexe historische Ereignisse zugunsten einer einfacheren Erzählung zusammengezogen haben könnte.

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Details

Titel
Forschungskontroversen über den Ausbruch des Ersten Punischen Krieges im Hinblick auf die Rolle von Hieron II. und Syrakus
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V356629
ISBN (eBook)
9783668424746
ISBN (Buch)
9783668424753
Sprache
Deutsch
Schlagworte
forschungskontroversen ausbruch ersten punischen krieges hinblick rolle hieron syrakus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Forschungskontroversen über den Ausbruch des Ersten Punischen Krieges im Hinblick auf die Rolle von Hieron II. und Syrakus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356629
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Leseprobe aus  16  Seiten
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