Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der katholischen Emanzipation in Irland von 1778 bis 1829, das heißt mit der politischen Gleichstellung der Katholiken – in Form von freier Religionsausübung und Zugang zu öffentlichen Ämtern. Im Zentrum steht dabei der Weg zur katholischen Emanzipation mit folgenden Leitfragen: Wie kam es zur Unterdrückung der Katholiken? Was waren die entscheidenden Schritte auf dem Weg zur katholischen Emanzipation und wie lief diese ab? Wie sah der politische Diskurs innerhalb des Parlaments zu diesem Thema aus?
Zunächst wird der ereignishistorische Kontext der Geschichte Irlands dargestellt, um aufzuzeigen, wie es zur Unterdrückung der Katholiken kam – selbstverständlich nur als kurzer historischer Ausschnitt. Durch die sogenannten Catholic Relief Acts wurde bereits 1778 der erste entscheidende Schritt auf dem Weg zur katholischen Emanzipation eingeleitet. Auf diese wird im Rahmen dieser Hausarbeit auch eingegangen. Im nächsten Kapitel wird die Bedeutung der Gründung der Catholic Association für die katholische Emanzipation in Irland erörtert. Auch der Act of Union, der Großbritannien und Irland 1801 vereinte, soll im Rahmen dieser Ausarbeitung auf seine Bedeutung für die katholische Emanzipation erörtert werden. Als Grundlage der politischen Diskussion rund um die katholische Emanzipation dienen die parlamentarischen Debatten im House of Lords und House of Commons vom 5. und 6. Februar 1828. Diese soll den zu dieser Zeit vorherrschenden politischen Diskurs innerhalb der politischen Elite Großbritanniens aufzeigen. Danach wird noch kurz auf die Folgen der Gesetzgebung von 1829 eingegangen. Zum Schluss fasst die Hausarbeit die Ergebnisse im Fazit zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Historische Kontext zur Unterdrückung der Katholiken
- Die Catholic Relief Acts von 1778 und 1792/93
- Der Catholic Relief Act von 1778
- Der Catholic Relief Act von 1792/93
- Das 19. Jahrhundert: Vom Act of Union zur katholischen Emanzipation
- Act of Union
- Die Gründung der Catholic Association
- Das Britische Parlament und die Katholikenemanzipation
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der katholischen Emanzipation in Irland von 1778 bis 1829 und untersucht die politische Gleichstellung der Katholiken in Form von freier Religionsausübung und Zugang zu öffentlichen Ämtern. Sie verfolgt die Leitfragen: Wie kam es zur Unterdrückung der Katholiken? Was waren die entscheidenden Schritte auf dem Weg zur katholischen Emanzipation und wie lief diese ab? Wie sah der politische Diskurs innerhalb des Parlaments zu diesem Thema aus?
- Die historischen Hintergründe der Unterdrückung der Katholiken in Irland
- Die Rolle der Catholic Relief Acts in der Emanzipationsbewegung
- Die Bedeutung der Catholic Association für die politische Mobilisierung
- Der Einfluss des Act of Union auf die katholische Emanzipation
- Die parlamentarischen Debatten und der politische Diskurs um die Emanzipation
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der katholischen Emanzipation in Irland ein und stellt den historischen Kontext der Unterdrückung der Katholiken dar. Das zweite Kapitel beleuchtet die historischen Ursachen der Unterdrückung, beginnend mit der Reformation und der englischen Einflussnahme auf Irland. Das dritte Kapitel befasst sich mit den Catholic Relief Acts von 1778 und 1792/93, die erste Rechtsverbesserungen für die Katholiken in Irland darstellten. Das vierte Kapitel behandelt das 19. Jahrhundert und analysiert die Bedeutung des Act of Union, die Gründung der Catholic Association und die politischen Debatten im Parlament zur katholischen Emanzipation. Das Fazit fasst die Ergebnisse der Hausarbeit zusammen.
Schlüsselwörter
Katholische Emanzipation, Irland, Catholic Relief Acts, Act of Union, Catholic Association, politische Gleichstellung, Religionsfreiheit, Unterdrückung, Diskriminierung, parlamentarischer Diskurs, House of Lords, House of Commons, Geschichte Irlands.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter der katholischen Emanzipation in Irland?
Es handelt sich um den Prozess der politischen Gleichstellung der Katholiken, insbesondere das Recht auf freie Religionsausübung und den Zugang zu öffentlichen Ämtern.
Was waren die Catholic Relief Acts?
Dies waren Gesetze (insbes. 1778 und 1792/93), die erste rechtliche Verbesserungen für die unterdrückte katholische Bevölkerung in Irland brachten.
Welche Rolle spielte Daniel O’Connell und die Catholic Association?
Die Catholic Association war entscheidend für die politische Mobilisierung der Massen und erhöhte den Druck auf das britische Parlament massiv.
Wie beeinflusste der Act of Union von 1801 die Emanzipation?
Durch die Vereinigung von Großbritannien und Irland verlagerte sich die politische Debatte in das Parlament in London, was den Weg für eine reichsweite Regelung ebnete.
Wann wurde die vollständige Gleichstellung erreicht?
Der entscheidende Durchbruch gelang mit dem Catholic Emancipation Act im Jahr 1829.
Warum wurden Katholiken in Irland ursprünglich unterdrückt?
Die Unterdrückung wurzelte in der Reformation und der englischen Bestrebung, politische und religiöse Kontrolle über Irland auszuüben, was zu diskriminierenden Gesetzen führte.
- Quote paper
- Kerstin Roth (Author), 2016, Der Beginn der katholischen Emanzipation in Irland von 1778 bis 1829. Von den Catholic Relief Acts zum Catholic Emancipation Act, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356680