This final thesis is on methods of English linguistic proficiency measurement in primary schools.
English as a foreign language is becoming increasingly important. Accordingly, German primary schools are expected to introduce English as a major subject, to take advantage of the outstanding ability of children to learn a language quickly. However, there is still uncertainty regarding the appropriate grade to start teaching English, the didactic to be applied, the adequate curriculum etc.
Furthermore, there is a growing public awareness of the quality of education in Germany. Therefore, there is need to develop and implement procedures that assure high standards of teaching.
A standardized instrument to measure the linguistic proficiency of groups or individuals would be a valuable help to optimize teaching methods for English in primary school. It would also support the definition of a mandatory curriculum and allow to measure the improvement of quality of education. Additionally, it would be an useful diagnostic instrument for teachers who want to improve the effectiveness of their classes.
The first step to construct such an instrument is the definition of what English proficiency actually is. A framework is developed that encompasses two dimensions with four components each. The first dimension is the content dimension, including the components vocabulary, grammar, auditory, and vocal skills. These components make people speak and understand English well, however they cannot be observed directly. The second dimension is the process dimension containing the components listening comprehension, speaking, reading and writing. These components are the actual expressions of linguistic proficiency and they are sourced by the components of the content dimension. It is argued that such a model allows not only a differentiated measurement of English proficiency but is also useful to help English students in a purposeful way.
To develop a measurement tool that meets scientific standards, key quality criteria (mainly validity, reliability and objectiveness) have to be met. Different issues, that need to be considered to achieve these, are discussed. [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Ziele und Grenzen der Lernstandsermittlung
2.1 Die Ziele der Lernstandsermittlung
2.1.1 Optimierung der Methoden des Englischunterrichts
2.1.2 Entwicklung eines Englischcurriculums und Evaluation der Erreichung der Unterrichtsziele
2.1.3 Objektive und differenzierte Diagnose von Schülerleistungen
2.1.4 Hilfestellung beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe
2.2 Grenzen der Lernstandsermittlung
3 Entwicklung einer Systematik zur Ermittlung fremdsprachlicher Kenntnisse
3.1 Die Komponenten der Inhaltsdimension
3.1.1 Wortschatz
3.1.2 Grammatik
3.1.3 Auditive Fähigkeiten
3.1.4 Vokale Fähigkeiten
3.2 Die Komponenten der Prozessdimension
3.2.1 Hörverstehen
3.2.2 Sprechen
3.2.3 Lesen
3.2.4 Schreiben
3.3 Gewichtung der Komponenten
4 Wissenschaftliche Qualitätskriterien zur Konstruktion einer Lernstandsermittlung
4.1 Gütekriterien für Tests
4.1.1 Validität
4.1.2 Reliabilität
4.1.3 Objektivität
4.1.4 Trennschärfe und Schwierigkeit
4.1.5 Normierung
4.1.6 Ökonomie
4.2 Besonderheiten der Entwicklung eines Grundschulkindes
5 Entwicklung eines exemplarischen Verfahrens
5.1 Aufgaben zur Messung des Wortschatzes
5.2 Aufgaben zur Messung der Grammatikkenntnisse
5.3 Aufgaben zur Messung der auditiven Fähigkeiten
5.4 Aufgaben zur Messung der vokalen Fähigkeiten
5.5 Aufgaben zur Messung des Hörverstehens
5.6 Aufgaben zur Messung des Sprechens
5.7 Vorschlag zum Gesamtablauf der Lernstandsermittlung
6 Diskussion und Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein theoretisches Rahmenmodell sowie darauf aufbauende methodische Ansätze zur Erfassung englischer Sprachkenntnisse bei Grundschülern zu entwickeln. Dabei steht die wissenschaftlich fundierte, differenzierte Diagnose im Mittelpunkt, um eine Grundlage für die Optimierung des Englischunterrichts, die curriculare Entwicklung und den erfolgreichen Übergang in die Sekundarstufe zu schaffen.
- Grundlagen der Lernstandsermittlung und wissenschaftliche Gütekriterien
- Konstruktion eines zweidimensionalen Messmodells (Inhalts- und Prozessdimension)
- Entwicklung exemplarischer Testaufgaben für den Primarbereich
- Möglichkeiten des computergestützten Testens (CBT)
- Bedeutung der diagnostischen Rückmeldung für die Unterrichtsentwicklung
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Grammatik
Ein weiterer Kernbereich des Fremdsprachenunterrichts ist die Grammatik (Klippel 2000: 44). Dabei geht es in der Grundschule nicht darum, grammatische Regeln als solche zu kennen. Vielmehr sollen Schüler handelnd mit ihnen umgehen (Klippel 2000: 71), d.h. Muster der Fremdsprache kennen und sie in Sprechsituationen anwenden. Durch die Kenntnis der Muttersprache haben Schüler ein implizites Wissen wie Sprache aufgebaut ist (Quetz 1998: 273). Sie sind im Stande, Sprachmuster zu erkennen und zu dekodieren. Auf dieser muttersprachlichen Basis und mit Hilfe des situativen Kontexts (z.B. der Umgebung im Klassenraum, der Gestik und Mimik des Lehrers oder der Spielsituation) sind Schüler in der Lage, englische Sätze zu entschlüsseln, also den Sinnzusammenhang der erkannten Vokabeln zu erschließen und, im Rahmen ihres Wortschatzes, durch Bilden von Analogien, neue Sätze zu formulieren.
Mittels häufiger Wiederholung prägen sie sich diese ein und lernen auch die Fälle kennen, wo sich Muster der Mutter- und Fremdsprache unterscheiden. Je schneller und differenzierter diese Dekodierung und das Bilden der Analogien gelingt, desto besser ist die Grammatik des Schülers.
So lernt der Schüler, mit Ein- und Zweiwortsätzen beginnend, die Bildung von Nominalphrasen und elliptischen Sätzen sowie schließlich die Konstruktion von vollständigen Sätzen (vgl. Kahl & Knebler: 48-49; Cameron 2001: 101). In der Regel werden Grundschüler einfache Aussage- und Fragesätze im Präsens (simple present und present progressive) produktiv beherrschen, während sie das simple past rezeptiv verstehen (Klippel 2000: 71). Die verwendete Komplexität der Satzstruktur eines Schülerbeitrags ist also ein zentrales Kriterium zur Beurteilung der Grammatikkenntnisse. Doyé und Lüttge (1977: 133/137) haben eine Liste von Satzstrukturen vorgeschlagen, die in der vierten Klasse erarbeitet werden können. Diese Liste beinhaltet Phrasen, wie beispielsweise sich vorzustellen (My name is...) oder etwas benennen können (This is a...). Sie kann bei der Entwicklung der Lernstandsermittlung als Basis für die Beschreibung dienen, was Schüler am Ende der vierten Klasse können sollten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Englischunterrichts in der Grundschule und begründet die Notwendigkeit valider Lernstandsdiagnosen für die Unterrichtsqualität.
2 Ziele und Grenzen der Lernstandsermittlung: Hier werden die diagnostischen Potenziale von Lernstandsermittlungen definiert und von der konventionellen Leistungsmessung abgegrenzt, wobei auch die Limitierungen des Ergebnisfokus diskutiert werden.
3 Entwicklung einer Systematik zur Ermittlung fremdsprachlicher Kenntnisse: In diesem Kapitel wird ein zweidimensionales Modell (Inhalts- und Prozessdimension) hergeleitet, das als theoretisches Fundament für die Messung fremdsprachlicher Kompetenzen dient.
4 Wissenschaftliche Qualitätskriterien zur Konstruktion einer Lernstandsermittlung: Dieser Abschnitt erläutert die zentralen gütheoretischen Kriterien wie Validität, Reliabilität und Objektivität, die für die wissenschaftliche Konstruktion von Testverfahren unabdingbar sind.
5 Entwicklung eines exemplarischen Verfahrens: Hier wird die praktische Umsetzung des Messmodells beschrieben, indem konkrete Aufgabenformate für die verschiedenen Kompetenzbereiche und ein Gesamtablauf der Lernstandsermittlung vorgeschlagen werden.
6 Diskussion und Fazit: Der abschließende Teil reflektiert die Ergebnisse der Arbeit, erörtert die Anwendbarkeit des Modells und diskutiert die Konsequenzen für die zukünftige Forschung und Schulpraxis.
Schlüsselwörter
Englischunterricht, Grundschule, Lernstandsermittlung, Sprachdiagnose, Inhaltsdimension, Prozessdimension, Testgütekriterien, Kompetenzmessung, Fremdsprachendidaktik, Validität, Reliabilität, Objektivität, Curriculum, Computer Based Testing, Sprachförderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Entwicklung von Methoden zur Erfassung des Lernstands im Fach Englisch an Grundschulen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Fokus stehen die theoretische Definition von Fremdsprachenkompetenz, die Ableitung wissenschaftlicher Gütekriterien für Tests sowie die praktische Konstruktion exemplarischer Messinstrumente.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erstellung eines theoretischen Modells, das eine präzise und differenzierte Erfassung von Englischkenntnissen ermöglicht, um daraus praktische Schlussfolgerungen für den Unterricht ziehen zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt ein zweidimensionales Konstrukt (Inhalts- und Prozessdimension) zur Definition der Sprachkenntnisse und wendet testtheoretische Gütekriterien zur methodischen Ausarbeitung der Testaufgaben an.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Systematik der Sprachkompetenz, die Diskussion wissenschaftlicher Qualitätskriterien sowie die Entwicklung konkreter Testformate für Wortschatz, Grammatik, auditive und vokale Fähigkeiten sowie Hörverstehen und Sprechen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Englischunterricht, Grundschule, Lernstandsermittlung, Sprachdiagnose, Messmodell und Testgütekriterien beschreiben.
Warum ist der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe ein kritisches Thema in dieser Arbeit?
Da es in der Grundschule oft an verbindlichen Curricula mangelt, ist der Lernstand der Schüler beim Übergang meist unbekannt; die Arbeit argumentiert, dass standardisierte Lernstandsermittlungen hier als Orientierungshilfe für Sekundarschullehrkräfte dienen können.
Welche Rolle spielt das "Computer Based Testing" (CBT) für die vorgeschlagene Methode?
CBT wird als effiziente Alternative zu klassischen Testverfahren gesehen, da es Vorteile wie Zeitersparnis bei der Auswertung, individuelle Anpassungsfähigkeit und eine kindgerechte, motivierende Durchführung bietet.
- Quote paper
- Dawn Puckett (Author), 2003, Methoden der Lernstandsermittlung im Englischunterricht der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35669