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Die Nordwestpassage und die Auswirkungen auf die Schifffahrt

Titel: Die Nordwestpassage und die Auswirkungen auf die Schifffahrt

Bachelorarbeit , 2013 , 50 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Ramon Canel (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Nordwestpassage (NWP) ist ein Seeweg zwischen den Inseln des kanadischen Archipels. Über sieben verschiedene durch das Nordpolarmeer führende Routen verbindet sie den Atlantischen mit dem Pazifischen Ozean. Schon in der Vergangenheit verleitete die NWP Kaufleute und Entdecker zu großen Bemühungen, diese zu finden und wirtschaftlich zu nutzen. Die früher permanente Eisbedeckung des Seeweges ließ die Seefahrer jedoch lange Zeit bei dem Versuch der Durchfahrt scheitern.

Diese Arbeit fasst die historischen Bemühungen der Entdecker zusammen und klärt, wie sich das Interesse an der NWP entwickelte. Bis zu der ersten erfolgreichen Durchfahrt Roald Amundsens im Jahre 1906 werden die wichtigsten Expeditionen benannt und kurz erläutert. Die Geschichte belegt offensichtlich, dass die NWP für die kommerzielle Schifffahrt zumindest in der Vergangenheit nicht nutzbar und somit wirtschaftlich bedeutungslos war. Auf Grund der Veränderungen des Klimas in jüngerer Zeit stellt sich jedoch die in dieser Arbeit zu untersuchende Frage, ob die bisher kaum genutzte NWP in der Zukunft doch noch zu einer für die Schifffahrt relevanten Route werden kann und welche Vorteile sich gegebenenfalls für Reeder und Handel bei dieser Alternative ergeben. Um diese Frage zu beantworten werden zunächst die Folgen des Klimawandels in der Arktis betrachtet. Auf einer Prognose zweier Klimaforscher basierend wird die Annahme einer zukünftig zeitweilig eisfreien NWP getroffen.

Anschließend werden die alternativen Seewege vorgestellt und ein Distanzvergleich mit der NWP angelegt. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass die NWP grundsätzlich interessant für die Strecken von der Ostküste der USA nach Ostasien, von Europa nach Ostasien und von Europa zur Westküste der USA ist. Bislang werden für diese Routen hauptsächlich der Suez- und Panamakanal genutzt. Aus den Unterschieden der Distanzen wird die Differenz der Fahrzeit ermittelt, woraus sich wiederum mögliche Kosteneinsparungen für Reeder und Handel ergeben. Die völkerrechtliche Zugehörigkeit und somit auch die staatliche Zuständigkeit des Seeweges muss noch geklärt werden. Dabei werden die Motive und Vorgehensweisen der beanspruchenden Staaten beschrieben. Abschließend wird der mögliche Effekt einer befahrbaren NWP und deren Distanzreduktion auf den Handel sowie das Einkommen der beteiligten Länder geschätzt. Anhang A stellt die einzelnen Routen der NWP genauer dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Suche nach der Nordwestpassage

2.1 Historische Einordnung

2.2 Die ersten Expeditionen

2.3 Neue Motive für die Entdeckung der Nordwestpassage

2.4 Die erste gelungene Durchfahrt

3 Die Entwicklung in der Nordwestpassage

3.1 Die Klimaveränderung

3.2 Die Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis

3.3 Die Bedingungen in der Nordwestpassage

3.4 Eine Prognose für die Schiffbarkeit der nördlichen Seewege

4 Die sieben Routen der Nordwestpassage

5 Die alternativen Seewege

5.1 Der Suezkanal

5.2 Der Panamakanal

5.3 Die Nordostpassage

6 Nutzen der Nordwestpassage

6.1 Einzugsgebiet der Nordwestpassage

6.2 Kalkulation der Distanzen

6.3 Kalkulation der Reisetage

6.4 Kalkulation der Kosten

7 Die Zugehörigkeit der Nordwestpassage

7.1 Die Interessen in der Arktis

7.2 Kanadas Anspruch auf die Nordwestpassage

7.3 Kanadas Pläne für die Nordwestpassage

8 Auswirkungen auf den Handel und das Einkommen

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, ob die Nordwestpassage infolge des Klimawandels in der Zukunft zu einer für die internationale Schifffahrt ökonomisch relevanten Route werden kann und welche Vor- und Nachteile sich daraus für Reeder und den globalen Handel ergeben.

  • Historische Entwicklung der Nordwestpassage und frühe Expeditionsversuche
  • Einfluss des Klimawandels auf die arktischen Eisbedingungen und Prognosen zur Schiffbarkeit
  • Vergleichende Analyse der Nordwestpassage gegenüber den Kanälen von Suez und Panama sowie der Nordostpassage
  • Kalkulation ökonomischer Kennzahlen wie Distanzreduktion, Reisezeit und Transportkosten
  • Rechtliche Fragestellungen zur staatlichen Zugehörigkeit und den Ansprüchen in der Arktis

Auszug aus dem Buch

2.4 Die erste gelungene Durchfahrt

Roald Amundsen war es schließlich, der von 1903 bis 1906 die gewonnenen Erfahrungen der Arktisreisen erfolgreich nutzen konnte. Der Norweger profitierte von den gesammelten territorialen Kenntnissen und musste die einzelnen Abschnitte nur noch verbinden (Fuchs 2006, 66). Doch im Gegensatz zu den großen Schiffen der britischen Admiralität setzte Amundsen auf ein kleines wendiges Segelschiff, die Gjoa (Seidler 2009, 151). Zudem eignete er sich über zwei Winter das Wissen der Inuit an, um für ein Überleben in der Kälte gewappnet zu sein (Fuchs 2006, 132). Von Ost nach West gelang Amundsen 1906 entlang der Route 4 die erste vollständige seemännische Durchfahrt der NWP (Fuchs 2006, 229). Die ewige Suche wurde endlich belohnt.

Mit dem Erfolg Amundsens verlor die NWP allerdings auch für die Entdecker ihren übriggebliebenen Reiz. Die zahlreichen zuvor gescheiterten Expeditionen und auch die beiden notwendigen Überwinterungen Amundsens belegten erneut deutlich die geringe Eignung der NWP für die wirtschaftliche Schifffahrt zu dieser Zeit. Zudem ermöglichten die Öffnungen des Suezkanals 1869 und des Panamakanals 1914 weitere schiffbare Routen nach Asien (Seidler 2009, 151).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Nordwestpassage und die Forschungsfrage zur wirtschaftlichen Nutzung in der Zukunft.

2 Die Suche nach der Nordwestpassage: Historischer Rückblick auf die Entdeckungsgeschichte, Motive und erste Durchfahrtsversuche bis zu Amundsen.

3 Die Entwicklung in der Nordwestpassage: Untersuchung der klimatischen Veränderungen, der Eissituation und Prognosen für zukünftige Schiffbarkeit.

4 Die sieben Routen der Nordwestpassage: Darstellung der verschiedenen Routenvarianten und ihrer jeweiligen Eignung für unterschiedliche Schiffstypen.

5 Die alternativen Seewege: Analyse konkurrierender Routen wie Suezkanal, Panamakanal und Nordostpassage als Referenzpunkte für einen Vergleich.

6 Nutzen der Nordwestpassage: Detaillierte Kalkulation von Distanzen, Reisezeitersparnissen und ökonomischen Kostenfaktoren für die Schifffahrt.

7 Die Zugehörigkeit der Nordwestpassage: Erörterung der politischen Interessen, Hoheitsansprüche und rechtlichen Rahmenbedingungen in der Arktis.

8 Auswirkungen auf den Handel und das Einkommen: Abschätzung des Einflusses der verkürzten Seedistanz auf den bilateralen Handel und das Volkseinkommen.

9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der arktischen Seewege.

Schlüsselwörter

Nordwestpassage, Arktis, Klimawandel, Schifffahrt, Panamakanal, Suezkanal, Nordostpassage, Handelsvolumen, Distanzvergleich, Transportkosten, Seerechtsübereinkommen, Kanada, Eisbestand, Welthandel, Wirtschaftlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Nutzbarkeit der Nordwestpassage für die internationale Handelsschifffahrt im Kontext des globalen Klimawandels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die klimatischen Veränderungen in der Arktis, die historische Suche nach dem Seeweg, die vergleichende Analyse gegenüber existierenden Kanälen sowie die politischen und ökonomischen Implikationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, zu klären, ob die bisher kaum genutzte Nordwestpassage in der Zukunft zu einer für die Schifffahrt relevanten Route werden kann und welche Vorteile sich daraus für Reeder und den Handel ergeben könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus historischer Literaturanalyse und quantitativen Modellen zur Berechnung von Distanzen, Reisezeiten und Handelselastizitäten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die physischen Bedingungen durch Eisschmelze, vergleicht Routenoptionen und berechnet Kostenersparnisse für unterschiedliche Schiffsklassen im Vergleich zu existierenden Schifffahrtswegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nordwestpassage, Arktis, Klimawandel, Handelsvolumen, Distanzreduktion und ökonomische Transportkostenanalyse.

Welche Rolle spielt die Nordostpassage in der Untersuchung?

Die Nordostpassage dient als wichtige Vergleichsgröße, da sie ebenfalls durch das Eis schrumpft und somit eine geografische Konkurrenz darstellt, die jedoch andere politische Rahmenbedingungen aufweist.

Warum ist die rechtliche Lage für die Nordwestpassage so komplex?

Die Rechtslage ist umstritten, da Kanada die Passage als historisches Binnengewässer betrachtet, während andere Nationen sie als internationale Seestraße klassifizieren, was die Durchfahrtsrechte und Regulierungen beeinflusst.

Wie beeinflussen die Eisszenarien die ökonomischen Berechnungen?

Die Berechnungen zeigen, dass die Rentabilität stark vom Eisanteil abhängt, da dieser die Durchschnittsgeschwindigkeit maßgeblich bestimmt und somit die Betriebskosten pro Reise direkt beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Nordwestpassage und die Auswirkungen auf die Schifffahrt
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Wirtschaftsgeschichte
Note
1,0
Autor
Ramon Canel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
50
Katalognummer
V356815
ISBN (eBook)
9783668422537
ISBN (Buch)
9783668422544
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nordwestpassage Nordostpassage Seewege
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ramon Canel (Autor:in), 2013, Die Nordwestpassage und die Auswirkungen auf die Schifffahrt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356815
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Leseprobe aus  50  Seiten
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