Freiwillige Selbstausbeutung? Arbeiten bis zum Burnout

Eine Analyse der modernen Arbeitswelt. Das Arbeitskraftunternehmermodell und die Individualisierungsthese


Hausarbeit, 2016
23 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

I. Theoretische Ansätze
1.1 Individualisierungstheorie
1.2 Arbeitskraftunternehmer

II. Burnout
2.1 Die Krankheit
2.2 Gesundheitslage

III. Analyse
3.1 Gesundheitslage
3.2 Arbeitskraftunternehmer
3.3 Individualisierungsthese

IV. Konklusion

V. Kritik

Literatur

Einleitung

Burnout ist ein Thema, dem in den letzten Jahren eine große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu Teil wurde. Zahlreiche Medien berichteten über die Krankheit, die eine scheinbar immer größere Anzahl von Menschen betraf und an zunehmender gesellschaftlicher Bedeutung gewann. Die Popularität wurde so groß, dass das Burnout-Syndrom als neue Modekrankheit gilt - und gesellschaftlich akzeptierter zu sein scheint, als so manch andere psychische Krankheit. Denn Burnout gilt als ein Ausdruck der Überarbeitung, der übermäßigen Beschäftigung und somit des Fleißes, der in der Regel positiv von anderen Menschen bewertet wird (vgl. Heyn 2010; Kleinschmidt 2014). Die Assoziation der Erkrankung mit der Erwerbsarbeitswelt ist insofern nicht von der Hand zu weisen, dass das Burnout-Syndrom nach der Mehrheit der Definitionen ein Zustand ist, der u.a. von physischer und psychischer Erschöpfung als Folge von beanspruchenden Tätigkeiten geprägt ist. In unserer heutigen, modernen westlichen Welt kommt die Erwerbsarbeit als eine solche krankheitsauslösende Tätigkeit in der Regel schnell in Betracht. Doch wenn es stimmen sollte, dass die Erkrankungen an Burnout in unserer Gesellschaft zunehmen, und diese Krankheit in einer nicht vernachlässigbaren Anzahl von Fällen auf das Erwerbsarbeitsleben der betroffenen Individuen zurückzuführen ist, könnte dies im Umkehrschluss bedeuten, dass Veränderungen in der Arbeitswelt innerhalb der letzten Jahre oder Jahrzehnte einen beträchtlichen Einfluss auf diesen Umstand haben. Es wäre ein bedeutender Hinweis darauf, dass sich die Anforderungen an den Einzelnen eventuell insofern geändert haben, dass sie einer Erkrankung am Burnout-Syndrom Vorschub leisten. Diese Hausarbeit nimmt sich dieses Themas an und geht der Frage nach, in welcher Art und Weise die Wandlung der Arbeitswelt möglicherweise Einfluss auf die Zunahme von Burnout-Erkrankungen hat. Als theoretische Ansatzpunkte für die soziologische Betrachtung dieser Fragestellung wurden hierfür die These des Arbeitskraftunternehmers nach Voß und Pongratz sowie die Individualisierungstheorie nach Beck ausgewählt.

Voß und Pongratz stellten in den 1990er Jahren einen konzeptionell neuen Typus von Arbeitskraft vor, den Arbeitskraftunternehmer. Nach dieser arbeitssoziologischen These wird von der Etablierung eines neuen Leitbildes ausgegangen, welches das Individuum als einen Unternehmer seiner eigenen Arbeitskraft und seiner Daseinsfürsorge ansieht, sowie generell von der Tendenz zu einer Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit. In der Perspektive der individualistischen Gesellschaftsbetrachtung formulierte Beck in den 1980er Jahren in der Individualisierungstheorie eine Veränderung des Individualisierungsprozesses, der in seiner Ausführung und seinen Auswirkungen von weitreichender Bedeutung für das Verhältnis des Einzelnen zu der Gesellschaft, aber im Besonderen auch zu seiner Erwerbsarbeit ist. Die Theorie beschreibt die Auflösung und Herauslösung aus traditionellen, industriegesellschaftlichen Zusammenhängen und Beziehungen und gleichzeitig das Aufkommen neuer Zwänge und Anforderungen, denen sich das Individuum mit einem höheren Maß an Eigenleistung auf einem globalen Arbeitsmarkt stellen muss. Beide Theorien lassen sich mit ihrem individualistischen Ansatz für die Bearbeitung der Fragestellung dieser Hausarbeit heranziehen, der Fokus liegt jedoch bei dem Modell des Arbeitskraftunternehmers. Dies hat seinen Grund in der stärkeren Aussagekraft der These über den alltäglichen Umgang und die individuelle Einstellung des Individuums zu seiner Arbeit, welche vor allem wegen der Konzeption als Arbeitskrafttypus gegeben ist. Anhand Becks Individualisierungstheorie hingegen soll die Situation begleitend in einem zeitlich und räumlich unspezifischerem Rahmen beleuchtet werden. Der Aufbau der Arbeit gestaltet sich so, dass zunächst in einem ersten Teil (I.) die beiden Theorien genauer vorgestellt werden. Der zweite Teil (II.) beinhaltet eine Darstellung der Krankheit Burnout-Syndrom sowie die Darstellung der Gesundheitslage hinsichtlich des Symptoms in der Bundesrepublik Deutschland. Im dritten Teil (III.) folgt die Analyse bezüglich der Gesundheitslage, des Konzept des Arbeitskraftunternehmers sowie der Individualisierungsthese. Nach einer Konklusion im vierten Teil (IV.), in der die Ergebnisse noch einmal zusammengefasst werden, folgt in einem abschließenden fünften Teil (V.) die Kritik, die auf empirische und theoretische Schwachstellen eingeht.

I. Theoretische Ansätze

1.1 Individualisierungstheorie

Becks Individualisierungstheorie, die Anfang der 1980er Jahre veröffentlicht wurde, liegt ein angenommener, erheblicher Wandel der materiellen und soziokulturellen Lebensbedingungen und - perspektiven zugrunde. Innerhalb der drei Jahrzehnte zuvor (etwa seit den 1950er Jahren) habe sich die moderne westliche Gesellschaft von einer Industrie- zur Risikogesellschaft gewandelt, deren einstigen traditionellen gesellschaftlichen und klassenkulturellen Milieus und Normen an Bedeutung verlieren und in der Folge das herkömmliche klassensoziologische Hierarchiemodell „ unterlaufen und in seinem Realit ä tsgehalt zunehmend in Frage “ (Beck 1983: 36) gestellt wird (vgl. Beck 1986: 26). Auf den Menschen innerhalb der Risikogesellschaft kommen neue Möglichkeiten, aber auch Anforderungen und Zwänge zu, denen er sich auf individueller Ebene stellen muss. Mit den gesellschaftlichen Veränderungen sei daher ein erheblicher Individualisierungsprozess in Gang getreten, der auf ebenjenen Veränderungen fußt und noch kein Ende genommen habe. Beck spricht von einem regelrechten Individualisierungsschub, der primär positiven Niveauverschiebungen1 unter anderem im Bereich des Einkommens und der Bildung, der Mobilität, der Schaffung sozialstaatlicher Sicherungs- und Steuerungssysteme, künstlicher Binnendifferenzierungen, Konkurrenzbeziehungen, neuer Wohnverhältnisse und Arbeitsmarktdynamiken sowie der Senkung von Erwerbsarbeitszeit und der Relativierung sozialmoralischer Milieus zuzuschreiben ist. Die Entwicklung ist dabei ambivalent zu bewerten, da sich dem Einzelnen nicht nur Freiheiten, sondern auch teils existenzbedrohende Risiken eröffnen (vgl. Beck/Beck-Gernsheim 1994: 10f.). Neben der Verschiebung und Neukombination von identitätskonstruierenden Bezugspunkten (vgl. Beck 1997: 206) verschwinden institutionelle Einbindungen des Individuums keineswegs. Es bewegt sich weiterhin weitgehend innerhalb der grundsätzlich einschränkenden Bedingungen beispielsweise des Sozialstaates, des Arbeitsmarktes, des Arbeitsrechts. Im Gegensatz zur traditionellen Gesellschaft gibt es aber innerhalb institutioneller Anforderungen mehr Möglichkeiten und Ansprüche, das eigene Leben zu organisieren und selbstständige Entscheidungen zu treffen - eine Entwicklung, die von staatlich-institutioneller Seite teils gezielt lanciert wird (vgl. Beck/Beck-Gernsheim 1994: 14). Im Zuge dieser Individualisierungsprozesse werden Erwartungen auf individuelle Entfaltung systematisch erweckt, welche dann in ihrer Auslebung und -differenzierung auf gesellschaftliche und politische Grenzen treffen und mit diesen in einem beiderseitig auslotenden Prozess annäherungsweise in Einklang gebracht werden müssen. Das historische Novum des daraus resultierenden, fortschreitenden sozialen und kulturellen Erosions- und Evolutionsprozesses erkennt Beck im stets bestehenden Bezug zum Privaten, zum individuellen Leben dort, wo er offen politisch wird. Der reflexiv-moderne Mensch bedarf nach Beck einer aktiven Eigenleistung, um innerhalb der Risikogesellschaft bestehen zu können - Entscheidungen sind nicht optional, sondern vielfach in erster Linie lebenswichtig (vgl. ebd.).

Die Individualisierung beinhaltet nach Beck drei unterscheidbare Dimensionen. Die Freisetzungsdimension beschreibt die „ Herausl ö sung aus historisch vorgegebenen Sozialformen und - bindungen im Sinne traditionaler Herrschaft- und Versorgungszusammenh ä nge “ (Beck 1986: 206), die Entzauberungsdimension beinhaltet den „ Verlust traditioneller Sicherheiten im Hinblick auf Handlungswissen, Glauben und leitende Normen ( … ) “ (ebd.) und die Kontroll- und Reintegrationsdimension beschreibt eine neue Form sozialer Einbindung (vgl. ebd.). Aus diesen Annahmen heraus erstellt Beck den Begriff einer strukturellen gesellschaftlichen Individualisierung, in deren Konzeption Individualität eine herausragende Stellung einnimmt, die die Biographie des Individuums bedeutend beeinflusst, das Individuum aber gleichzeitig dennoch abhängiger als zuvor von Institutionen wird (vgl. Beck/Beck-Gernsheim 1994: 21) - denn Individualisierung gestaltet sich nach Beck als Prozess einer „ fortgeschrittenen Form markt-, rechts-, bildungs- usw. -abh ä ngiger Vergesellschaftung “ (Beck 1986: 210). Dem Einzelnen stehen als Akteur seiner marktvermittelnden Existenzsicherung, Biographieplanung und -organisation (vgl. ebd.: 209) kaum traditionsbestimmte, soziale Vorgaben zur Verfügung - stattdessen muss er eigenständig individuelle Fähigkeiten und Ressourcen entwickeln, verbessern und einsetzen, um Beziehungen und Netzwerke herzustellen und zu pflegen, die Risikofaktoren wie Jobwechsel, Arbeitslosigkeit, sozialer Vereinsamung entgegenwirken.

1.2 Arbeitskraftunternehmer

Voß und Pongratz gehen von einem neuen Leitbild des Individuums als Unternehmer seiner Arbeitskraft und seiner Daseinsvorsorge aus. Das von ihnen erstellte Modell des sogenannten Arbeitskraftunternehmers ist stark persönlichkeitsbezogen und grundsätzlich als strukturelles Modell zu verstehen, dass aufgrund der zwingenden Subjektbezogenheit nur auf ebendieser Ebene und in der Empirie nicht ohne weitere Operationalisierung erfasst werden kann.2 Im arbeitssoziologischen Kontext verbindet sich die Theorie mit den Annahmen Voß und Pongratz‘, einen Vorgang betrieblicher Reorganisationsprozesse konstatieren zu können, die in einer „ bisher unbekannten Qualit ä t und Reichweite “ (Voß und Pongratz 2004: 10) stattfänden. Hierbei würden zuvor übliche betriebliche Strategien zur Arbeitsorganisation „ durch rigide Detailsteuerung des Arbeitshandelns ( … ) zunehmend als Hindernis “ (ebd.) bewertet werden. An ihre Stelle treten daher vermehrt Strategien, die die Subjektivität des Arbeitenden stärker mit einbezieht. Ausschlaggebend sind bei dieser neuen Form der Arbeitsorganisation vor allem die Entgrenzung von Arbeit sowie die Subjektivierung der Arbeit.

Die Entgrenzung von Arbeit beschreibt den Prozess des Umbruchs von tayloristisch-fordistischer Normalarbeitsorganisation3, der sich in der Aufweichung oder Auflösung bisher statischer Grenzen konstatieren lässt. Diese unter Beeinflussung betrieblicher Kalküle stattfindenden Umstrukturierungen beziehen sich unter anderem sowohl auf die zeitliche Dimension4, auf die räumliche (z.B. Heimarbeit), die qualifikatorische (z.B. Weiterbildungen) als auch die rechtliche Dimension (Deregulierung) (vgl. Voß 1998: 473-476).

Die Subjektivierung der Arbeit beschreibt im arbeitssoziologischen Diskurs allgemein den in der Folge der Entgrenzung entstehenden Prozess der Intensivierung von individuellen, folglich subjektivierten Wechselverhältnissen zwischen arbeitender Person und Betrieb. Dieser Vorgang kann sowohl insofern vonstattengehen, dass das Individuum aus intrinsischer oder außerbetrieblicher gewonnener extrinsischer Motivation heraus von sich aus mehr Subjektivit ä t in die Arbeit hineinbringt, als auch, dass von betrieblicher Seite aus mehr Subjektivit ä t gefordert wird (vgl. Voß 2007: 101-104).

Wie beispielhaft an der Individualisierungstheorie dargelegt, ist dieser Wandel zu erhöhter individueller Autonomie und Selbstentfaltung keineswegs ein innerbetriebliches Phänomen, sondern befindet sich kontextuell in einem weiteren Feld kulturellen Wertewandels und korrespondiert fachbereichsübergreifend mit gewonnen Erkenntnissen (vgl. Pawlowsky 1986; Meulemann 1996). Analog zur theorieimmanenten These der Subjektivierung kann also von einem doppelten Prozess gesprochen werden, der sich sowohl aus strukturellen und gesellschaftlichen, als auch aus individuellen Prozessen speist. Ein weiterer Aspekt, der tendenziell für die Grundannahmen des Arbeitskraftunternehmermodells spricht, ist die von Moldaschl dargelegte Zunahme von marktähnlichen Auftragsbeziehungen zwischen Betrieb und Arbeitskraft (vgl. Moldaschl 1998, dargestellt nach Kaymak/Seyran 2008: 27). Voß und Pongratz führen weiter begründend den Abbau von institutionellen Regelungen der Arbeitsmärkte an, die neben flexibilisierten Arbeitsformen stehen und selbige weiter fördern könnten (vgl. Voß/ Pongratz 1998: 132).

Die Konzeption des Arbeitskraftunternehmers ist hinsichtlich seiner Charakteristik als Idealtypus und normative Leitfigur einer empirischen Verbreitungsanalyse schwer zugänglich. Die Suche nach real existierenden, voll ausgeprägten Arbeitskraftunternehmern dürfte sich daher extrem schwierig gestalten. Voß und Pongratz begegnen dieser Problematik mit einer an marx’sche Differenzierung von konkreter, abstrakter und lebendiger Arbeit angelehnten Trisektion des Idealtypus in die Ausprägungen Selbst-Kontrolle, Selbst- Ö konomisierung und Selbst-Rationalisierung. Die Dimension der Selbst-Kontrolle, die sich auf den Themenbereich des Arbeitsfeldes bezieht, beinhaltet den Indikator der nochmals genauer bestimmbaren Leistungsorientierung, anhand dessen Ausprägung eine relationale Übereinstimmung des Subjekts mit dem Konzept des Arbeitskrafttypus bestimmt werden kann. Die Selbst-Kontrolle befindet sich nach marx’scher Differenzierung in der Kategorie der konkreten Arbeit, welche auch den Gebrauchswert von Arbeit umfasst. Die Dimension der Selbst- Ö konomisierung befindet sich in der Kategorie der abstrakten Arbeit, die u.a. den Tauschwert von Arbeit erfasst und einen subjektbezogenen, biographischen Zusammenhang herstellt. Hier stellt die berufsbiographische Orientierung des Einzelnen im Themenbereich der Erwerbsperspektive die Operationalisierungsform dar. Die dritte Dimension, Selbst-Rationalisierung, ist der Kategorie der lebendigen Arbeit zuzuordnen, und thematisiert im Themenbereich der Lebensf ü hrungdie existenzielle Funktion von Erwerbsarbeit und de[n] Zusammenhang von Arbeit und Privatleben “ (Voß/Pongratz 2004: 42), das anhand eines Elastizit ä tsmusters von Arbeit und Privatleben präzisiert wird (vgl. ebd.: 42-43).

Die Charakteristika des Idealtypus Arbeitskraftunternehmer sind eine erweiterte Selbst-Kontrolle sowie eine stärker werdende Selbst- Ö konomisierung der Arbeitskraft, aus der heraus letztlich die Verbetrieblichung der allt ä glichen Lebensf ü hrung folgt (vgl. Voß/Pongratz 1998: 131). Diese Umstände wirken sich ambivalent auf das Arbeits- und Privatleben der Individuen aus. Anstatt innerhalb früher strikt festgelegter Dimensionen punktuell und eingrenzbar ihre vordefinierte Arbeitskraft abrufen zu müssen, muss der moderne Arbeitskraftunternehmer ein über diese Dimensionen hinaus kontinuierlich strategisch handelnder Akteur werden (Voß/Pongratz 1998: 142) - ein Vorgang, der aufgrund der „ Nichttrennbarkeit von Arbeitsverm ö gen und Person “ (Voß/Pongratz 1998: 131) das grundsätzliche Verhältnis zur eigenen Arbeitskraft verändert und darüber hinausgehende Vorteile und Risiken für das arbeitende Individuum mit sich bringt.

[...]


1 Die Niveauverschiebungen sind an dieser Stelle als ganzheitliche Fortschrittsentwicklung zu verstehen; die Verteilungsrelationen und daraus ableitbare Formen sozialer Ungleichheit bleiben in ihrer Bedeutung und Begrifflichkeit unangetastet.

2 Bzgl. der Konzipierung des Arbeitskraftunternehmers als Idealtypus siehe Voß 2007: 99-100.

3 Die konstitutiven Merkmale eines Normalarbeitsverhältnisses fasst Bosch zusammen als „ eine stabile, sozial abgesicherte, abh ä ngige Vollzeitbesch ä ftigung, deren Rahmenbedingungen (Arbeitszeit, L ö hne, Transferleistungen) kollektiv-vertraglich oder arbeits- bzw. sozialrechtlich auf einem Mindestniveau geregelt sind” (1986: 165).

4 Primär hierauf bezieht sich insbesondere der oft verwendete Begriff der Flexibilität, der häufig auch synonym zum Begriff der Entgrenzung verwendet wird, nach Auffassung Vo ß ‘ für diese Gleichstellung aber nicht weitreichend genug ist; vgl. hierzu Voß 2007: 101.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Freiwillige Selbstausbeutung? Arbeiten bis zum Burnout
Untertitel
Eine Analyse der modernen Arbeitswelt. Das Arbeitskraftunternehmermodell und die Individualisierungsthese
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V356954
ISBN (eBook)
9783668428331
ISBN (Buch)
9783668428348
Dateigröße
506 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Burnout, Arbeitskraftunternehmer, Individualisierungsthese, Freiwillige, Selbstausbeutung, Arbeit, Gesundheit, Krankheit, psychische, Erschöpfung, Erwerbsarbeit, Burnout-Syndrom, Erkrankung, Arbeitssoziologie, Entgrenzung, Subjektivierung, Entfremdung, Arbeitsmarkt, Selbstkontrolle, Selbstökonomisierung, Selbstrationalisierung, Privatleben, Arbeitsunfähigkeit, Krankschreibungen, Dienstleistung, Leistungsoptimierung, Leistungsorientierung, Arbeitsorganisation, Leistung
Arbeit zitieren
Arne Guttmann (Autor), 2016, Freiwillige Selbstausbeutung? Arbeiten bis zum Burnout, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356954

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