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Die Islamische Republik Iran seit der Islamischen Revolution

Geschichte, Verfassung und Politik

Titel: Die Islamische Republik Iran seit der Islamischen Revolution

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Karina Hühmann (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit thematisiert die historische und politische Entwicklung der Islamischen Republik Iran von der Revolution bis zum Ende des Ersten Golfkrieges. Um dieses Thema jedoch besser in den Gesamtzusammenhang einbinden zu können, beginnt die vorliegende Abfassung zunächst mit einigen einleitenden Bemerkungen zur Zwölfer Schia im Allgemeinen und zur ideologischen Grundlage der Islamischen Revolution von 1979. Es folgt eine Darstellung des politischen Systems der Republik, ihrer Verfassung und der innen- und außenpolitischen Entwicklung des Staates.

Ziel der Hausarbeit ist es, die historischen, gesellschaftlichen und religiösen Prozesse und Entwicklungen, die mit der Gründung der Islamischen Republik Iran einhergingen, zu untersuchen und darzustellen. Als literarische Grundlage dienen hierbei einige Standardwerke zum schiitischen Islam und zur Geschichte des Iran, allen voran die Abfassungen Heinz Halms und Monika Gronkes zu diesem Thema, sowie einige tiefergehende Werke und Lexikonartikel.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Ideologische Hintergrund der Islamischen Revolution

3. Die Struktur und die Ideologie der Islamischen Republik

3.1. Die Verfassung von 1979

3.2. Die neue Verfassung von 1989

4. Historische und politische Folgen und Prozesse nach der Revolution

4.1. Die innenpolitische Etablierung der Herrschaft

4.2. Die Besetzung der US-Botschaft

4.3. Der Erste Golfkrieg

5. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische und politische Entwicklung des Irans von der Islamischen Revolution 1979 bis zum Ende des Ersten Golfkrieges. Dabei steht insbesondere die ideologische Transformation des schiitischen Klerus sowie der Aufbau der staatlichen Strukturen und deren außenpolitische Auswirkungen im Zentrum der Betrachtung.

  • Historische und religiöse Grundlagen der Islamischen Revolution
  • Struktur und Wandel des politischen Systems der Islamischen Republik
  • Innenpolitische Konsolidierung der Herrschaft und Rolle der Opposition
  • Auswirkungen der Geiselnahme von Teheran und des Ersten Golfkrieges auf die internationale Stellung Irans

Auszug aus dem Buch

3.2. Die neue Verfassung von 1989

Ḫomeinīs Herrschaft war absolut und uneingeschränkt, da er in seiner Person die religiöse Autorität eines Marǧaʿ mit dem Amt des politischen Führers verband. Er nahm jedoch die Regelung für seine Nachfolge schon frühzeitig selbst in die Hand. Sein Nachfolger sollte nicht mehr vom Volk selbst, sondern von der Expertenversammlung gewählt werden. Bereits 1985 designierte die Versammlung Āyatollāh Hussaīn ʿAlī Montazerī zum Nachfolger. Dieser fiel im März 1989 jedoch in Ungnade und trat von der möglichen Nachfolge zurück. Ḫomeinī setzte daraufhin einen Monat später eine Kommission ein, die die Verfassung revidieren sollte.

Die Änderungen der neuen Verfassung betrafen die Position des Staatspräsidenten und die des Rahbar. Der Staatspräsident übernahm von nun an die Leitung der Regierung, was seine Machtposition verstärken sollte. Aber auch die Qualifikation des künftigen Rahbar wurde neu definiert. Es erwies sich als problematisch einen geeigneten Nachfolger zu finden, der wie Ḫomeinī die politische Führung mit der religiösen Autorität eines Marǧaʿ verbinden konnte. Deshalb plädierte Ḫomeinī für eine personelle Trennung der religiösen Autorität von der des revolutionären Führeramtes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Kontext der Ankunft Chomeinis in Teheran und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die religiösen und politischen Transformationsprozesse der Islamischen Republik zu untersuchen.

2. Der Ideologische Hintergrund der Islamischen Revolution: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Zwölfer Schia und beschreibt den ideologischen Wandel hin zu einem politisch aktiven, kämpferischen Islam durch Intellektuelle wie Ali Shariati.

3. Die Struktur und die Ideologie der Islamischen Republik: Das Kapitel analysiert die Etablierung des Theokratiemodells durch die Verfassung von 1979 und die späteren Anpassungen in der neuen Verfassung von 1989 zur Trennung von politischer und religiöser Führung.

4. Historische und politische Folgen und Prozesse nach der Revolution: Hier werden die innenpolitische Unterdrückung der Opposition, die Bedeutung der US-Botschaftsbesetzung sowie der langjährige Erste Golfkrieg als prägende Faktoren für die Stabilität des Regimes beleuchtet.

5. Schlussteil: Das Fazit fasst die Ambivalenz des klerikalen Einflusses zusammen und stellt fest, dass der Iran trotz wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Probleme eine feste internationale politische Rolle erlangt hat.

Schlüsselwörter

Islamische Revolution, Iran, Schiismus, Chomeini, Theokratie, Verfassung, Velayat-e Faqih, Rahbar, Erster Golfkrieg, US-Botschaft, Politische Ideologie, Klerus, Islamische Republik, Nahostkonflikt, Geiselnahme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische und politische Transformation des Irans ausgehend von der Islamischen Revolution 1979 bis hin zum Ende des Ersten Golfkrieges.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die religiösen Grundlagen der Zwölfer Schia, die staatliche Organisation in der Islamischen Republik und der Einfluss außenpolitischer Ereignisse auf die innenpolitische Stabilität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die historischen, gesellschaftlichen und religiösen Prozesse darzustellen, die mit der Gründung der Islamischen Republik einhergingen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung von Standardwerken zum schiitischen Islam, der iranischen Geschichte, Fachliteratur sowie Lexikonartikeln und Primärquellen wie Verfassungstexten.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die ideologischen Hintergründe, die verfassungsrechtliche Struktur (1979 und 1989) sowie die Analyse der innen- und außenpolitischen Folgen der Revolution.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?

Zu den prägenden Begriffen gehören Islamische Revolution, Velayat-e Faqih, Rahbar, Schiismus und der Erste Golfkrieg.

Welche Rolle spielte die Verfassung von 1989 für die Führung?

Die Verfassung von 1989 führte eine wichtige strukturelle Änderung ein: die personelle Trennung zwischen dem Amt des politischen Führers (Rahbar) und der höchsten religiösen Autorität (Marja-e Taqlid).

Warum war die Besetzung der US-Botschaft für das Regime so entscheidend?

Die Besetzung festigte die internationale Isolation Irans und half dem Klerus innenpolitisch, die liberale Opposition zu schwächen und die eigene Vormachtstellung zu zementieren.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Islamische Republik Iran seit der Islamischen Revolution
Untertitel
Geschichte, Verfassung und Politik
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,0
Autor
Karina Hühmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V357221
ISBN (eBook)
9783668429116
ISBN (Buch)
9783668429123
Sprache
Deutsch
Schlagworte
islamische republik iran islamischen revolution geschichte verfassung politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karina Hühmann (Autor:in), 2016, Die Islamische Republik Iran seit der Islamischen Revolution, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/357221
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Leseprobe aus  21  Seiten
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