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THC-Abhängigkeit und Interventionsmöglichkeiten für die soziale Arbeit

Title: THC-Abhängigkeit und Interventionsmöglichkeiten für die soziale Arbeit

Intermediate Diploma Thesis , 2005 , 36 Pages , Grade: 2.0 (gut)

Autor:in: Stephan Kobieter (Author)

Social Work
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Cannabis ist weltweit die am häufigsten konsumierte illegale Droge. Trotz des Verbotes der Pflanze in den westlichen Industrienationen hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte diese Droge in unserem Kulturkreis etablieren können, so dass heute ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen eigene Erfahrungen im Umgang mit Cannabis haben. Für viele dieser Jugendlichen bleibt Cannabis eine Erfahrung auf dem Weg zum „Erwachsenwerden“, d.h., sie kommen über das „Probierstadium“ nicht hinaus. Ein großer Teil der Leute, die Cannabis konsumieren, behaupten, dass diese Droge harmlos ist und nicht abhängig machen kann. Demgegenüber steht die stetig wachsende Gruppe von Cannabiskonsumenten, welche öfter konsumieren, als sie das selber möchten und deswegen auch Beratungsstellen aufsuchen.
Cannabiskonsum wird demzufolge in der Gesellschaft kontrovers diskutiert, wobei das Spektrum von der Verharmlosung bis zum restriktiven Ablehnung reicht. Ich werde mich daher im Folgenden, ausgehend von einer kurzen Darstellung der Botanik des Hanfes, einem Überblick über Cannabisprodukte und den Rauschwirkungen des Cannabis (Kapitel 2) dem Problem der Cannabisabhängigkeit zuwenden (Kapitel 3). Die Rauschwirkung von Cannabis beruht auf Tetrahydrocannabinol (THC). Im Folgenden werden Cannabis- und Haschisch- und THC-Abhängigkeit als Synonyme gebraucht. Ebenso wird bei den Begriffen Abhängigkeit und Sucht verfahren, obwohl der Begriff der Sucht in der Fachsprache nicht mehr gebräuchlich ist. Im Kapitel 4 meiner Arbeit, werde ich die verschiedenen Interventionsmöglichkeiten sozialer Arbeit bei Cannabiskonsum/-abhängigkeit vorstellen, aber auch Schwachstellen der präventiven Angebote näher beleuchten. Die Ergebnisse meiner Arbeit fasse ich in einem kurzen Resümee zusammen. Nicht untersucht werden soll, ob und wie Cannabis den Einstieg zum Konsum anderer Drogen ebnet. Des weiteren soll in dieser Arbeit auch nicht die Frage geklärt werden, ob und wie Cannabiskonsum schizophrene Psychosen auslösen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cannabis – Produkte und Rauschwirkung

2.1 Botanik des Hanfes

2.2 Cannabisprodukte

2.3 Rauschwirkung des Cannabis

3. Zum Problem der THC-Abhängigkeit

3.1 Allgemeine Bemerkungen zur Abhängigkeitsproblematik

3.2 Zur Begrifflichkeit von Abhängigkeit

3.3 Theorien zu den Ursachen der Entstehung von Abhängigkeit

3.4 Cannabiskonsum und Abhängigkeit

4. Präventionsansätze für die soziale Arbeit

4.1 Die drei Säulen der Prävention

4.2 Primärpräventive Ansätze

4.3 Sekundärpräventive Ansätze

4.4 Tertiärpräventive Ansätze

4.5 Defizite innerhalb des Versorgungssystems

5. Schlusswort/ Resümee

6. Quellenverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik der THC-Abhängigkeit und untersucht kritisch die Interventionsmöglichkeiten innerhalb der sozialen Arbeit. Das primäre Ziel besteht darin, die Debatte um Cannabisabhängigkeit theoretisch einzuordnen, die spezifische Problematik für Jugendliche zu beleuchten und Versorgungslücken im bestehenden Präventions- und Hilfesystem aufzuzeigen.

  • Botanik des Hanfes sowie Formen von Cannabisprodukten und deren Wirkungsweisen.
  • Wissenschaftliche Grundlagen und Theorien zur Entstehung von Sucht und Abhängigkeit.
  • Diskussion des Cannabiskonsums in Bezug auf das Abhängigkeitspotenzial.
  • Analyse präventiver Strategien (Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention).
  • Kritische Reflexion der Defizite im aktuellen deutschen Versorgungssystem für jugendliche Konsumenten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Allgemeine Bemerkungen zur Abhängigkeitsproblematik

Die Frage, warum jemand abhängig wird, ist bis heute nicht in einer allgemein gültigen Form beantwortet worden. Die Suchtpersönlichkeit, die Suchtursache, die Suchtfamilie – all das existiert nicht. Es ist immer eine ganze Reihe von Faktoren, welche in einem meist mehrere Jahre dauernden Prozess der Abhängigkeitsentwicklung zusammenwirken. Weshalb jemand abhängig wurde – das lässt sich nur durch die intensive Auseinandersetzung mit der tatsächlichen Lebensgeschichte des Abhängigen verstehen. Menschen, die beispielsweise nicht gelernt haben, ihre Gefühle offen zu auszudrücken, können versucht sein, ihre ungeliebten Gefühle durch Suchtmittelmissbrauch zu betäuben. Aber auch belastende soziale und familiäre Situationen, wie Beziehungstrennungen, Arbeitslosigkeit, Eintönigkeit des Alltags, der Tod eines geliebten Menschen, können den Weg zu Missbrauch und Sucht ebnen. Wiederum andere betroffene mussten in ihrer Kindheit traumatische Erfahrungen wie die sexuellen Missbrauchs oder anderer Gewalt machen, welche sie nicht verarbeiten konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Cannabiskonsums und Definition des Untersuchungsrahmens, wobei die Arbeit den Fokus auf die Interventionsmöglichkeiten in der Sozialarbeit legt.

2. Cannabis – Produkte und Rauschwirkung: Vermittlung botanischer Grundlagen sowie Informationen zu Konsumformen und den psychischen wie physischen Auswirkungen des Rausches.

3. Zum Problem der THC-Abhängigkeit: Theoretische Auseinandersetzung mit Suchtursachen und die spezifische Betrachtung, unter welchen Umständen Cannabiskonsum tatsächlich zur Abhängigkeit führen kann.

4. Präventionsansätze für die soziale Arbeit: Systematische Darstellung der drei Präventionsebenen und Aufdeckung von Schwachstellen in der Versorgung, insbesondere für gefährdete Jugendliche.

5. Schlusswort/ Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Erkenntnisse und Appell zur Sensibilisierung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis unter Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Ansätze.

6. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die vorliegende Arbeit.

Schlüsselwörter

Cannabis, THC-Abhängigkeit, Soziale Arbeit, Suchtprävention, Primärprävention, Sekundärprävention, Tertiärprävention, Drogenkonsum, Jugendhilfe, Substanzmissbrauch, Psychosoziale Faktoren, Bewältigungsstrategien, Versorgungssystem, Abhängigkeitsentwicklung, Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik der THC-Abhängigkeit und analysiert, wie die soziale Arbeit mit diesem Thema umgeht und welche präventiven Ansätze hierbei Anwendung finden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Wirkung von Cannabis, die Entstehung von Sucht bei Konsumenten sowie die Kategorisierung und Effektivität von Präventionsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Cannabisabhängigkeit existiert, und zu hinterfragen, warum bestehende Interventionsangebote oft an den realen Bedürfnissen gefährdeter Jugendlicher vorbeigehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Analyse bestehender wissenschaftlicher Literatur, Studien und Klassifikationssysteme (wie ICD-10 und DSM-IV) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine botanische Einführung, eine theoretische Herleitung von Suchtursachen, die Diskussion um Cannabisabhängigkeit und eine detaillierte Kritik an deutschen Präventionsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Cannabis, THC-Abhängigkeit, Suchtprävention, soziale Arbeit und Versorgungssysteme definiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer Prävention so wichtig?

Die Arbeit verdeutlicht, dass primäre Prävention oft unauffällige Jugendliche erreicht, während gefährdete Jugendliche (Risikogruppen) durch das Raster fallen, weshalb eine stärkere Sekundärprävention erforderlich wäre.

Welche Rolle spielt die psychosoziale Verfassung bei der Abhängigkeit?

Der Autor betont, dass Sucht oft als unzureichende Bewältigungsstrategie für belastende Lebensumstände oder psychische Grundstörungen fungiert, anstatt nur eine rein pharmakologische Reaktion zu sein.

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Details

Title
THC-Abhängigkeit und Interventionsmöglichkeiten für die soziale Arbeit
College
University of Applied Sciences Jena
Course
Grundlagen Sozialer Arbeit mit Konsumenten psychoaktiver Substanzen
Grade
2.0 (gut)
Author
Stephan Kobieter (Author)
Publication Year
2005
Pages
36
Catalog Number
V35726
ISBN (eBook)
9783638355520
ISBN (Book)
9783638653251
Language
German
Tags
THC-Abhängigkeit Interventionsmöglichkeiten Arbeit Grundlagen Sozialer Arbeit Konsumenten Substanzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Kobieter (Author), 2005, THC-Abhängigkeit und Interventionsmöglichkeiten für die soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35726
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