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Das Martyrium in Gryphius' "Catharina von Georgien" als politisches und religiöses Ereignis

Titel: Das Martyrium in Gryphius' "Catharina von Georgien" als politisches und religiöses Ereignis

Hausarbeit , 2012 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Larissa Sarand (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich intensiv mit Andreas Gryphius’ "Catharina von Georgien Oder Bewehrete Beständigkeit" auseinander. Dabei soll das Martyrium in "Catharina von Georgien" bezüglich seiner Bedeutung in politischer und religiöser Dimension hin untersucht werden.

Da aufgezeigt werden soll, inwiefern die Figur Catharina als christliche, aber auch als politische Märtyrerin bezeichnet werden kann, wird zunächst eine Definition der Begriffe "Märtyrer" und "Martyrium" dargelegt. Außerdem wird kurz die Rolle des Märtyrers im barocken Trauerspiel analysiert, um schließlich auf Catharinas Rolle als politische und christliche Märtyrerin einzugehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Definition Märtyrer

2.2 Definition Martyrium

3. Der Märtyrer im barocken Trauerspiel

4. Catharinas Rolle als Märtyrerin

4.1 Catharina als politische Märtyrerin

4.2 Catharina als christliche Märtyrerin

4.2.1 Christliche Vorbilder und Anlehnungen in Catharina von Georgien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Trauerspiel "Catharina von Georgien Oder Bewehrete Besändigkeit" von Andreas Gryphius, um die Bedeutung des Martyriums in seiner politischen und religiösen Dimension zu analysieren und die Figur der Catharina in ihrem Spannungsfeld zwischen weltlicher Verantwortung und christlichem Opfertod zu verorten.

  • Analyse der Begriffe Märtyrer und Martyrium im historischen Kontext
  • Untersuchung der Rolle des Märtyrers im barocken Trauerspiel
  • Gegenüberstellung politischer und religiöser Motive in Catharinas Handeln
  • Betrachtung von "imitatio Christi" und christlichen Vorbildern in der Dramenfigur

Auszug aus dem Buch

4.1 Catharina als politische Märtyrerin

Catharina von Georgien ist mehr als eine Figur, die, wie im Titel schon besagt, in bewehreter Beständigkeit an ihrem eigenen Glauben festhält. Sie ist Königin des - wenn auch kleinen - Staates Georgien. Als Königin vertritt sie den Herrschaftsanspruch Gottes auf Erden und auch den rechtmäßigen Thronfolger, ihren Sohn Tamaras. Sie trägt Verantwortung ihrem Volk gegenüber, sowohl im politischen als auch im religiösen Sinne, denn als georgische Christin vertritt sie genauso das ganze christliche georgische Volk. Sich selbst sieht Catharina als Stellvertreterin, an der sich „sowohl die Leidens- als auch die Heilsgeschichte des georgischen Volkes vollzieht.“

Dass sie sich ihrer Verantwortung auf mehreren Ebenen bewusst ist, zeigt sich schon in der ersten Abhandlung, dort wendet sich Catharina an Chach Abas: „Ich fühle keiner Kummer Last. Ich will diß Sorgenvolle Leben Für Reich und Sohn dir willig geben.“

Jedoch ist Catharina in der ersten Abhandlung noch nicht in der Lage, ihre Ängste zur Tugend der Beständigkeit, der constantia, werden zu lassen. Vielmehr wird sie dargestellt als „weltzugewandte, politisch denkende Figur, deren Affekte deutlich hervortreten.“ So heißt es: „Mein Leben ist beschlossen; Doch schnaub’ ich in der Angst.“ Der Lagebericht des georgischen Gesandten Demetrius und der ausführliche Bericht von Catharina an den russischen Gesandten erhalten den Eindruck dieser zur Welt gewandten und politischen Persönlichkeit auch über die nächsten Abhandlungen hinweg aufrecht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der zentralen Texte, die das Martyrium der Catharina aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten.

2. Begriffsdefinitionen: Kurze Erläuterung der Konzepte "Märtyrer" und "Martyrium" anhand der Definitionen von Benedikt XIV.

3. Der Märtyrer im barocken Trauerspiel: Analyse der typischen Rollenverteilung und Charakteristika von Märtyrern im Barockdrama unter Bezugnahme auf Walter Benjamin.

4. Catharinas Rolle als Märtyrerin: Detaillierte Untersuchung der Figur Catharina in ihrer doppelten Funktion als politische Herrscherin und religiöse Glaubenszeugin.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, die Catharina primär als christliche Figur einstuft, wobei die politische Komponente eine untergeordnete Rolle spielt.

Schlüsselwörter

Andreas Gryphius, Catharina von Georgien, Martyrium, Märtyrer, Barock, Trauerspiel, Politik, Religion, imitatio Christi, Beständigkeit, constantia, Herrschaft, Opfertod, Tugend, Sündenfall

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Trauerspiel "Catharina von Georgien" von Andreas Gryphius und erforscht, wie die Hauptfigur zwischen politischen Anforderungen und religiöser Hingabe agiert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Begriffe Märtyrer und Martyrium, die Rolle der Frau als politische Souveränin sowie die religiöse Inszenierung von Leid im barocken Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Figur Catharina primär als politische oder christliche Märtyrerin zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, gestützt auf die Auseinandersetzung mit Primärquellen sowie verschiedenen Forschungspositionen der Literaturwissenschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe definiert, anschließend das barocke Märtyrerdrama charakterisiert und schließlich die spezifische Rolle der Catharina anhand von Textbelegen in politischer und christlicher Hinsicht geprüft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gryphius, Martyrium, Beständigkeit (constantia), imitatio Christi und die Verknüpfung von Ethik und Politik.

Wie bewertet die Arbeit Catharinas politische Rolle?

Catharina handelt als verantwortungsbewusste Königin, die das Wohl ihres Volkes und ihres Thronfolgers sichern will, zeigt jedoch auch eine "weltzugewandte" Seite, in der Emotionen und politische List eine Rolle spielen.

Welchen Stellenwert nimmt die "imitatio Christi" ein?

Die imitatio Christi ist entscheidend für Catharinas religiöses Handeln; sie erträgt ihr Leiden klaglos, in der Gewissheit, durch den Tod mit Jesus als ihrem "Bräutigam" vereint zu werden.

Welche Bedeutung haben die letzten Worte Catharinas?

Ihr Ausruf "Ach Jesu komm!" verbindet sie mit biblischen Vorbildern und der Offenbarung des Johannes, was ihren Tod als einen Akt des göttlichen Heils inszeniert.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin im Fazit?

Die Autorin gelangt zu dem Ergebnis, dass Catharina primär eine christliche Märtyrerin ist, während ihre politische Rolle als untergeordnet einzustufen ist.

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Details

Titel
Das Martyrium in Gryphius' "Catharina von Georgien" als politisches und religiöses Ereignis
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Germanistik)
Note
1,7
Autor
Larissa Sarand (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V357319
ISBN (eBook)
9783668429352
ISBN (Buch)
9783668429369
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Märtyrer Dramen Andreas Gryphius Frühe Neuzeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Larissa Sarand (Autor:in), 2012, Das Martyrium in Gryphius' "Catharina von Georgien" als politisches und religiöses Ereignis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/357319
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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