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Das Reine Land Sukhavati - Buddha Amitabha als Form der „buddhistischen Erlösungsreligion“

Title: Das Reine Land Sukhavati - Buddha Amitabha als Form der „buddhistischen Erlösungsreligion“

Seminar Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marko Tomasini (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Der Buddhismus, als eine der drei Weltreligionen, ist ein umfassendes Konzept, welches sich überwiegend mit den Menschen, seinem Leben und seinem Leid beschäftigt. Er zeigt einen Ausweg aus dem Kreislauf der Wiedergeburten und somit aus dem Leid der Menschen, hin zur Erleuchtung und der Erlösung im Nirvana. So soll man versuchen in jedem Leben, was man durchlaufen muss, die moralischen Normen so gut es geht einzuhalten, um darauf in ein besseres Leben wiedergeboren zu werden. Mit jeder Stufe aufwärts, kann man die buddhistische Moral ein Stück besser verfolgen, denn ein besseres Leben heiß auch größere Unabhängigkeit. Dieses gut durchdachte Konzept, mit tiefen philosophischen Weltanschauungen, hat den Nachteil, nicht besonders „alltagstauglich“ zu sein, da es immer auf die Zukunft ausgerichtet ist, keine Lösung aber für die alltäglichen Sorgen und Ängste bietet. Auch war nach dem Tod Sakyamunis kein Lehrmeister mehr da, so dass sich die Entwicklung dahingehend änderte, dass Sakyamuni nicht das blieb, was er war: „Der Lehrmeister der Menschen“ (und Götter), sondern er wurde selbst zum Gott.

Mit der Entwicklung des Mahayana-Buddhismus, wurde schließlich eine Entwicklung eingeleitet, die es dem einfachen Volk erlaubte weitere Buddhas zu kreieren, zu denen dann auch Amitabha, der Buddha des westlichen reinen Landes gehörte, welcher eine besondere Position einnehmen sollte, da er einen der einfachsten Wege zur Erleuchtung zu bieten hatte. Auf den nächsten Seiten möchte ich auf diese Entwicklungen innerhalb des Buddhismus eingehen, wobei ich auch versuchen werde, die Herkunft des Buddha Amitabha zu klären und die Umstände die zu seiner Entwicklung führten, wobei ich seine Verbreitung nach China und Japan leider nur am Rande streifen kann, da dieses Thema eine eigene Arbeit benötigt hätte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Mahayana-Buddhismus

2.1 Eine kleine Einführung in den Mahayana

2.2 Die Vervielfachung der Buddhas u. Bodhisattvas

3. Amida-Buddhismus (Amidismus)

3.1 Die Literatur des Amida-Buddhismus

3.2 Herkunft Amitabhas

3.3 Amitabhas Gelübde

4. Amidismus in China und Japan

4.1 China

4.2 Japan

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und religionswissenschaftliche Entwicklung des Amida-Buddhismus (Amidismus) als eine Form der buddhistischen Erlösungsreligion. Das primäre Ziel ist es, den Wandel von einer elitären, asketischen Mönchstradition hin zu einer laienfreundlichen Praxis aufzuzeigen, die durch die Verehrung des Buddha Amitabha und den Glauben an dessen Reines Land Sukhavati geprägt ist.

  • Die Entwicklung des Mahayana-Buddhismus als Reaktion auf die Bedürfnisse der Laien.
  • Die Entstehung und Transformation des Amitabha-Kultes in Indien, China und Japan.
  • Die Bedeutung der Amitabha-Sutren und der Gelübde des Bodhisattva Dharmakara.
  • Die Rolle sozio-kultureller Faktoren und Krisenzeiten bei der Verbreitung des Amidismus.
  • Die "Demokratisierung" der Erlösung durch die Praxis der Namensrezitation ("andere Kraft").

Auszug aus dem Buch

3. Amida-Buddhismus (Amidismus)

Man kann sagen, dass der Kult um Amitabha Anfangs eine Protestbewegung war. So wie das Mahayana eine Veränderung herbeigeführt hat, indem nun auch Laien durch tugendhaftes Leben der Erlösung näher kommen konnten, so wurde der Amidismus durch seine Funktion als Erlösungsreligion, vor allem in China und Japan beliebt. Die von Buddha Sakyamuni verkündete Lehre war vom einfachen Menschen kaum zu befolgen und gestattete es im Grunde nur den Mönchen, die Gebote Sakyamunis einzuhalten, indem sie sich durch dicke Mauern, oder tief im Wald von der Außenwelt fernhielten.

In der Zeit, zu welcher der Amidismus entstand waren die Bedingungen für die buddhistischen Laien in Indien nicht die besten und der Amidismus vermutlich ein Auflehnen gegen die besser gestellt Klasse der Mönche, die nach Meinung des Volkes nur rein äußerlich Verdienste im Sinne des Buddhismus einsammelten und dafür viel zu viele Privilegien genossen. So rückte in manchen Regionen (vor allem in Nord-West-Indien) der schon länger bekannte Buddha Amitabha in den Mittelpunkt der Laien, der es ermöglichen sollte, auch ohne asketisches Leben und striktes Einhalten aller von Sakyamuni vorgegebenen Weisungen, die Erlösung zu finden, indem man den Namen Amitabhas verehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit der klassischen buddhistischen Lehre für das einfache Volk und führt in die Entstehung des Mahayana-Buddhismus und des Amitabha-Kultes als laienorientierte Antwort ein.

2. Der Mahayana-Buddhismus: Dieses Kapitel erläutert die Grundlehren des Mahayana, insbesondere das Ideal des Bodhisattva, und beschreibt die Ausweitung des kosmologischen Pantheons, um den menschlichen Bedürfnissen nach Ansprechpartnern für das tägliche Leben gerecht zu werden.

3. Amida-Buddhismus (Amidismus): Hier werden die literarischen Grundlagen, die Herkunft des Buddha Amitabha unter Berücksichtigung außer-buddhistischer Einflüsse sowie die Bedeutung seiner Gelübde für die Erlösung der Gläubigen analysiert.

4. Amidismus in China und Japan: Das Kapitel behandelt die spezifische Verbreitung und Anpassung des Amida-Kultes in China (Integration in bestehende Schulen) und Japan (Entwicklung eigenständiger Sekten und politische Relevanz).

5. Resümee: Das Resümee fasst die Entwicklung des Amidismus als notwendige Antwort auf die menschlichen Ängste und Krisenzeiten zusammen, die durch die "Demokratisierung" der buddhistischen Lehre eine dauerhafte Verankerung im Alltagsleben fand.

Schlüsselwörter

Buddhismus, Mahayana, Amidismus, Amitabha, Sukhavati, Reine Land, Bodhisattva, Dharmakara, Erlösung, Laien, Jodo-shinshu, Religionsgeschichte, Erlösungsreligion, Meditationspraxis, Dharma

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und den Aufstieg des Amida-Buddhismus als Erlösungsreligion, die es Laien ermöglichte, ohne streng asketische Lebensweise durch die Verehrung Amitabhas Erlösung zu erlangen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Übergang vom Hinayana zum Mahayana, die historische Entwicklung des Amitabha-Kultes, die Rolle der Gelübde des Dharmakara und die soziologische Anpassung der Lehre in China und Japan.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Buddhismus durch den Amidismus von einer elitären Lehre zu einem für das einfache Volk zugänglichen Glaubenssystem wandelte, das Antworten auf alltägliche Nöte bot.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine religionswissenschaftliche Analyse auf Basis vorhandener Fachliteratur, um die Entwicklungslinien des Amidismus kontextuell und perspektivisch zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den philosophischen Grundlagen des Mahayana, der literarischen Basis (Sutren), den Ursprüngen des Amitabha-Kultes und den länderspezifischen Ausprägungen in China und Japan.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Amidismus, Reine Land (Sukhavati), Mahayana, Erlösung, Laienfreundlichkeit und den Buddha Amitabha charakterisiert.

Inwiefern beeinflussten andere Religionen die Entstehung von Amitabha?

Der Autor diskutiert Parallelen zu persischen (zoroastrischen) Lichtvorstellungen und hinduistischen Himmelskonzeptionen, die bei der "Erschaffung" des Amitabha-Kultes als Inspiration gedient haben könnten.

Warum wurde die japanische Sekte "jodo-shinshu" als Endpunkt der Untersuchung gewählt?

Sie repräsentiert die konsequente und erfolgreichste Umsetzung der Lehre von der "anderen Kraft", in der die Erlösung ausschließlich durch das Vertrauen auf Amitabha erreicht wird, was die jahrhundertlange Entwicklung zur laienorientierten Religion vollendet.

Was bedeutet der Begriff "Demokratisierung" im Kontext des Amidismus?

Er beschreibt die Abkehr von exklusiven, monastischen Praktiken hin zu einem für alle Gesellschaftsschichten zugänglichen Glauben, bei dem nicht mehr die Askese, sondern der Glaube und die Rezitation des Namens entscheidend sind.

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Details

Title
Das Reine Land Sukhavati - Buddha Amitabha als Form der „buddhistischen Erlösungsreligion“
College
University of Erfurt
Course
und Interpretation von Texten aus dem Buddhismus
Grade
1,3
Author
Marko Tomasini (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V35808
ISBN (eBook)
9783638356176
ISBN (Book)
9783638824088
Language
German
Tags
Reine Land Sukhavati Buddha Amitabha Form Erlösungsreligion“ Interpretation Texten Buddhismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marko Tomasini (Author), 2004, Das Reine Land Sukhavati - Buddha Amitabha als Form der „buddhistischen Erlösungsreligion“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35808
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