Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Parlamentarismus in der 1. Republik Österreichs.
Es soll vor allem auf die Entwicklung und Entwicklungstendenzen des Parlamentarismus in der 1. Republik eingegangen werden und in weiterer Hinsicht auf die Krisen und die Bedingungen bzw. Ursachen für diese Krisen.
Auf die Rolle der politischen Parteien wird genau eingegangen, da diese wichtige Wegweiser oder Problemverursacher gegenüber dem Parlamentarismus und dem demokratischen System als ganzem waren.
Wichtige geschichtliche Informationen wie wirtschaftliche Hintergründe oder ein bestehendes Demokratiedefizit, die zum Verständnis der Probleme des Parlamentarismus dienen, werden in der Arbeit dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Forschungsgegenstand und Forschungsinteresse
1.2 Zentrale Fragestellungen
1.3 Methode
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Begriffserklärungen
2.1 Parlamentarismus
2.2 Parlament
3 Historische Entwicklung des Parlamentarismus bis zur 1.Republik
4 Der Parlamentarismus in der I. Republik
4.1 Die politischen Parteien
4.2 Abschnitte des Parlamentarismus der 1. Republik
4.3 Entwicklungen, Probleme und Krisen
4.3 Rechtsextreme Tendenzen und das Auflösen des Parlaments
5 Resümee
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit analysiert den Parlamentarismus der Ersten Republik Österreichs mit einem besonderen Fokus auf die Rolle der politischen Parteien, deren Einfluss auf das demokratische System und die Ursachen für das Scheitern parlamentarischer Strukturen.
- Entwicklung des parlamentarischen Systems in der Ersten Republik.
- Einfluss der politischen Parteien und ihre Rolle im Konkurrenzsystem.
- Analyse der Krisenfaktoren und der mangelnden Konsensfähigkeit.
- Die Auswirkungen rechtsextremer Tendenzen auf die Stabilität des Parlaments.
Auszug aus dem Buch
4.3 Entwicklungen, Probleme und Krisen
Wie bereits in den vorherigen Kapiteln erwähnt, standen die politischen Parteien in engem Zusammenhang mit dem Parlamentarismus der 1. Republik. In diesem Abschnitt werden die Entwicklungen des Parlaments von 1920 bis zum Ende des Parlamentarismus und dem damit beginnenden Ständestaat bearbeitet. Zusätzlich wird auf die Probleme und Krisen, vor allem im Zusammenhang mit den politischen Parteien, eingegangen.
Durch die Verfassung von 1920 bekam die Republik Österreich eine parlamentarische Regierungsform, die als „reiner“ Parlamentarismus bezeichnet werden kann. Aufgrund der im vorigen Kapitel angeführten Phaseneinteilung Anton Pelinkas kann man erkennen, dass nach 1920 vermehrt Konflikte zwischen den Sozialdemokraten und den Christlichsozialen auftraten. Diese verschärften sich im Laufe der 1. Republik und endeten in militärischen Auseinandersetzungen. Da die Sozialdemokraten, teilweise die Mehrheit im Nationalrat innehabend, permanent von der Regierungsfunktion ausgeschlossen wurden, stieg das Konfliktpotential von Jahr zu Jahr an.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Definiert das Forschungsinteresse an der Entwicklung und den Krisen des Parlamentarismus der Ersten Republik sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Begriffserklärungen: Legt die theoretischen Grundlagen durch die Definition der Begriffe Parlamentarismus und Parlament fest.
3 Historische Entwicklung des Parlamentarismus bis zur 1.Republik: Beleuchtet die historischen Vorstufen und Verfassungsstrukturen der Zeit von 1848 bis 1918.
4 Der Parlamentarismus in der I. Republik: Analysiert den Hauptteil der Arbeit, insbesondere die Rolle der Parteien und die verschiedenen Phasen des Systems.
4.1 Die politischen Parteien: Beschreibt die Bedeutung und den Konkurrenzkampf der großen politischen Lager ab 1920.
4.2 Abschnitte des Parlamentarismus der 1. Republik: Unterteilt die Geschichte des Systems in Konkordanz-, Konkurrenz- und zentrifugale Demokratie.
4.3 Entwicklungen, Probleme und Krisen: Untersucht die Ursachen der zunehmenden Handlungsunfähigkeit des Parlaments.
4.3 Rechtsextreme Tendenzen und das Auflösen des Parlaments: Behandelt den Einfluss der NSDAP und das endgültige Scheitern der parlamentarischen Ordnung.
5 Resümee: Fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert, wie das Parteiensystem zum Zusammenbruch der Demokratie beigetragen hat.
Schlüsselwörter
Erste Republik, Parlamentarismus, Österreichische Politik, Politische Parteien, Konkurrenzdemokratie, Parlament, Nationalrat, Demokratiedefizit, Christlichsoziale, Sozialdemokraten, Konkordanzdemokratie, Ständestaat, Rechtsextremismus, Historische Analyse, Politische Krisen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Funktionsweise, den Krisen und dem Scheitern des parlamentarischen Systems in der Ersten Republik Österreichs.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Rolle der politischen Parteien, die historische Entwicklung parlamentarischer Strukturen und die Ursachen für die Systemkrise.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Einfluss der Parteien auf die politische Entwicklung zu veranschaulichen und zu erklären, warum das parlamentarische System der Ersten Republik letztlich zusammenbrach.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor wählt eine literaturbezogene Vorgehensweise, bei der vorhandene Fachliteratur zur Analyse herangezogen wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Entwicklung des Parlaments nach 1920, die zunehmende Polarisierung zwischen den Parteien und die externen Faktoren, die zur Erosion der Demokratie führten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Parlamentarismus, Ersten Republik, Parteienstaat, Konkurrenzdemokratie und Krisenmanagement.
Warum war der "reine" Parlamentarismus der Ersten Republik so anfällig für Krisen?
Trotz einer demokratischen Verfassung konnte das Parlament die extreme ideologische Konkurrenz der Parteien nicht ausgleichen, was in eine ständige Blockade und schließlich den Ausschluss der Opposition führte.
Welche Rolle spielten die Rechtsextremen beim Ende des Parlaments?
Rechtsextreme Tendenzen, insbesondere durch das Erstarken der NSDAP und die Polarisierung ab 1929, untergruben die demokratische Stabilität und führten zur Selbstaufgabe des Parlaments.
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- Harald Löberbauer (Author), 2003, Parlamentarismus in der Ersten Republik Österreichs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35816