In dieser Hausarbeit wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung gerade die Einstiegsphase als diejenige Phase des Unterrichts hat, in der ein neues Thema eingeführt werden und vorbereitet werden soll. Das heißt, es sollen mit dieser Phase inhaltlich die Grundlagen geschaffen werden, die zu bearbeitenden Aufgaben und die zu diesem Thema zu schreibende Klassenarbeit möglichst gut zu bewältigen. Je besser diese Einstiegsphase die Schülerinnen und Schüler inhaltlich auf den Rest der Unterrichtsreihe vorbereitet, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese die bearbeitenden Aufgaben möglichst gut bewältigen werden. Gleiches gilt dabei neben der inhaltlichen Vorbereitung für das methodische Vorgehen. Die Methoden für den Unterrichtseinstieg sollten so gewählt werden, dass die Lehrkraft nicht nur die erforderlichen Informationen vermittelt, sondern sie sollen den Schülerinnen und Schülern auch einen Grund geben, sich diese Lerninhalte anzueignen und sie anzuwenden. Eben dazu sollten sie von der Lehrkraft motiviert werden.
Im ersten Kapitel wird daher zunächst auf die Einstiegsphase und deren Funktion eingegangen. Im zweiten Kapitel werden zwei für die schulische Praxis relevante Motivationstheorien vorgestellt. Im dritten Kapitel wird dann genauer auf zwei Methoden für die Einstiegsphase eingegangen und diese schließlich vor dem Hintergrund der in Kapitel zwei vorgestellten Motivationstheorien untersucht.
Welche Bedeutung kommt der Einstiegsphase für die Motivierung von Schülerinnen und Schülern zu? Mit der Einstiegsphase beginnt ein neues Unterrichtsthema und die Motivierung der Schülerinnen und Schüler soll zu einer möglichst hohen Lernleistung führen. Da gerade jüngere Schülerinnen und Schüler häufig noch nicht die erforderliche Reife erlangt haben, sich selbst zu motivieren, ist es wichtig, dass die Lehrkräfte in dieser Hinsicht unterstützen und somit möglichst gute Grundlagen für den Lernerfolg schaffen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Die Einstiegsphase
1.1 Funktionen der Einstiegsphase
1.2 Methoden für die Einstiegsphase
1.2.1 Der informierende Einstieg
1.2.2 Der stumme Impuls
2. Motivation im schulpraktischen Kontext
2.1 Motivationstheorien im schulpraktischen Kontext
2.1.1 Operante Konditionierung
2.1.2 Humanistische Psychologie
3. Motivierung in der Einstiegsphase
3.1 Formen und Möglichkeiten der Motivierung in der Einstiegsphase
3.1.1 Informierender Einstieg
3.1.2 Stummer Impuls
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Einstiegsphase für die Motivation von Schülerinnen und Schülern bei der Einführung neuer Unterrichtsthemen und analysiert, welche methodischen Ansätze hierbei besonders effektiv sind.
- Funktionen der Einstiegsphase für den Lernerfolg
- Motivationstheoretische Grundlagen im schulischen Kontext
- Vergleich zwischen informierendem Einstieg und stummem Impuls
- Die Rolle der Lehrkraft als Motivator
- Verknüpfung von operanter Konditionierung und humanistischer Psychologie
Auszug aus dem Buch
1. Die Einstiegsphase
Warum überhaupt Unterrichtseinstiege, man könnte ja auch direkt anfangen? Greving und Paradies (2012) zufolge ,,hat jede Unterrichtsstunde einen Einstieg, eine Mitte und einen Ausstieg.“ (S. 12) Dabei unterscheiden die Autoren zwischen einer Einstiegsphase und der Eröffnung einer Stunde (Stundeneinstieg), mit der eine neue Unterrichtsstunde beginnt. Die Eröffnung einer Stunde unterscheidet sich von einer Einstiegsphase dadurch, dass erstere immer am Anfang einer Unterrichtsstunde (dem Stundenplan gemäß) steht, eine Einstiegsphase, aber auch mitten in einer Unterrichtsstunde oder kurz vor deren Ende erfolgen kann. Zudem steht sie immer am Anfang eines neuen Themas. Im folgenden geht es um die Einstiegsphase, genauer darum, welche Funktionen diese Einstiegsphase hat und um die Vorstellung zweier Methoden für die Einstiegsphase.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die Forschungsfrage nach der Bedeutung der Einstiegsphase für die Motivation von Lernenden gestellt und der methodische Aufbau der Arbeit erläutert.
1. Die Einstiegsphase: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Einstiegsphase, grenzt ihn von der allgemeinen Stundenöffnung ab und beleuchtet dessen grundlegende Funktionen.
2. Motivation im schulpraktischen Kontext: Hier werden zentrale theoretische Modelle wie die operante Konditionierung und die humanistische Psychologie auf ihre Anwendbarkeit im Schulalltag geprüft.
3. Motivierung in der Einstiegsphase: Die beiden ausgewählten Methoden (informierender Einstieg und stummer Impuls) werden hinsichtlich ihrer motivierenden Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler untersucht.
Fazit: Die Erkenntnisse werden zusammengefasst und die komplementäre Eignung der Methoden für kognitive und emotionale Motivationsprozesse hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Einstiegsphase, Unterricht, Motivation, Schülerinnen und Schüler, Operante Konditionierung, Humanistische Psychologie, Informierender Einstieg, Stummer Impuls, Lernleistung, Lehrkraft, Unterrichtsthema, Bedürfnispyramide, Eigenverantwortliches Lernen, Unterrichtsmethoden, Motivierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Gestaltung des Unterrichtseinstiegs bei der Einführung neuer Themen und dessen Einfluss auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Funktionen der Einstiegsphase, psychologischen Motivationstheorien sowie der praktischen Umsetzung durch spezifische Lehrmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, wie durch geschickte Einstiegsphasen Grundlagen für den Lernerfolg geschaffen und die Lernenden nachhaltig motiviert werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bewährter pädagogischer Konzepte und verknüpft diese mit motivationstheoretischen Ansätzen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Motivation sowie die konkreten Methoden des informierenden Einstiegs und des stummen Impulses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Einstiegsphase, Motivation, Unterrichtsgestaltung, operante Konditionierung und humanistische Psychologie.
Wie unterscheidet sich der stumme Impuls vom informierenden Einstieg?
Während beim informierenden Einstieg die kognitive Transparenz und verbale Zielvorgabe dominieren, setzt der stumme Impuls auf die emotionale Aktivierung durch nonverbale Reize.
Welche Rolle spielt Maslows Bedürfnispyramide in der Argumentation?
Die Bedürfnispyramide wird herangezogen, um zu verdeutlichen, dass Wertschätzung und Anerkennung essenzielle Voraussetzungen für die Lernmotivation der Schüler sind.
Warum ist die Wahl der Methode für die Einstiegsphase so bedeutend?
Eine geeignete Methode entscheidet darüber, ob Lernende neugierig werden, Interesse entwickeln und bereit sind, Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zum Ende?
Beide untersuchten Methoden sind wertvolle Instrumente, wobei der informierende Einstieg eher kognitiv und der stumme Impuls stärker emotional-aktivierend wirkt.
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- Anonym (Author), 2017, Motivierung von Schülerinnen und Schülern in der Einstiegsphase einer Unterrichtsreihe. Bedeutung, Funktion, Motivationstheorien und Praxisanwendung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358178