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Der Kosmos als Zahlenordnung. Erläuterung der Pythagoreischen Philosophie

Titel: Der Kosmos als Zahlenordnung. Erläuterung der Pythagoreischen Philosophie

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: David Schneider (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Lehre vom Kosmos als Zahlenordnung wird in dieser Arbeit erläutert. Um diese besser verstehen zu können, wird in einem ersten Schritt ein genereller Blick auf die Lebensumstände und die vielschichtige Persönlichkeit des Pythagoras geworfen, bevor dann die Probleme hinsichtlich der wahrheitsgetreuen Rekonstruktion des Pythagoreismus aufgrund der Quellenlage zur Sprache kommen.

Aufbauend auf diesen Grundlagen wird in einem zweiten Schritt die eigentliche Erläuterung der pythagoreischen Zahlenlehre erfolgen, wobei die Erklärung der Kosmogonie an erster Stelle steht. Es wird also zunächst gezeigt, wie der pythagoreische Kosmos entstand. Daraufhin wird erläutert, wie sich der pythagoreische Kosmos aus den Himmelskörpern zusammensetzt. Sowohl mit der Kosmogonie, als auch mit der Kosmologie ist die pythagoreische Vorstellung der Tetraktys verbunden, die als universeller Schlüssel zum Verständnis des pythagoreischen Weltbildes dient.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Tetraktys mit ihren Zahlenverhältnissen stark die Harmonielehre der Pythagoreer, sowie deren Vorstellung von einer „himmlischen Sphärenmusik“ beeinflusste. Während die Zahlen allgemein im Zentrum der Lebensauffassung dieser Vorsokratiker standen, existierten für sie Zahlen, die mit besonderen Bedeutungen versehen waren. Welche waren diese Zahlen? Und wie kamen die Pythagoreer zu den Bedeutungsäquivalenten dieser Zahlen, die Begriffe wie „Hochzeit“, „Gerechtigkeit“ und „richtiger Zeitpunkt“ beinhalten? Zu guter Letzt wird auf den berühmten „Satz des Pythagoras“ eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Pythagoras und die Pythagoreer

1.1 Der vielschichtige Pythagoras

1.2 Probleme der wahrheitsgetreuen Rekonstruktion des Pythagoreismus

2. Die Pythagoreische Zahlenlehre

2.1 Kosmogonie

2.2 Kosmologie

2.3 Tetraktys

2.4 Harmonielehre

2.5 Die Bedeutungen der für die Pythagoreer besonderen Zahlen

2.6 Der Satz des Pythagoras

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die philosophische Lehre des Pythagoras und seiner Anhänger zu erläutern, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Vorstellung des Kosmos als einer durch Zahlen geordneten Struktur liegt. Es wird untersucht, wie die Pythagoreer die Welt durch mathematische Proportionen zu erklären suchten und welche Bedeutung Zahlen für ihr Verständnis von Kosmogonie, Kosmologie, Ethik und Musik hatten.

  • Biografische Einordnung des Pythagoras und Quellenlage
  • Entstehung der Zahlenwelt aus dem "Apeiron" und die Bedeutung der Tetraktys
  • Anwendung der Zahlenlehre auf astronomische und kosmologische Modelle
  • Die pythagoreische Harmonielehre als Verbindung zwischen Musik und Kosmos
  • Symbolik und Bedeutung einzelner Zahlen sowie der Satz des Pythagoras

Auszug aus dem Buch

1.1 Der vielschichtige Pythagoras

Pythagoras wurde um 570 v. Chr. auf der griechischen Insel Samos geboren. Mit ungefähr 40 Jahren, nachdem er zur Wissenserweiterung einige Reisen nach Ägypten und Babylonien unternommen hatte, siedelte er ins süditalienische Kroton über. Da Pythagoras ein begnadeter Redner und nach Max Weber ein charismatischer Führer war, fiel es ihm leicht, schnell politischen Einfluss sowie Anhänger für seine religiös-philosophische Lebensgemeinschaft, die „Pythagoreer“, zu gewinnen. Es wird berichtet, dass in vielen Städten damals die Pythagoreer die Regierung stellten. Aufgrund eines Aufstandes musste Pythagoras um 500 v. Chr. nach Metapont fliehen, wo er bald darauf starb. Der Pythagoreismus hatte Fortbestand bis Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr., in nicht mehr nachvollziehbaren Formen eventuell sogar bis ins 1. Jhd. v. Chr.

Pythagoras kann als eine der vielschichtigsten Persönlichkeiten der Vorsokratiker angesehen werden, nicht umsonst galt er bei Heraklit „als Wundermann, als Gelehrter, als Erzieher, aber auch als 'Ahnherr der Schwindler'“. Er war insofern ein „Erzieher“, als dass er mit den „Akusmata“, auf die später noch genauer eingegangen werden soll, seinen Gefolgsleuten Lebensregeln vorgab. Außerdem wollten Eltern ihre Kinder von ihm erziehen lassen. In der Erziehung hatte die Ausbildung des Gedächtnisses und der Erinnerungskraft einen großen Stellenwert, denn Pythagoras war der Auffassung, „nichts [trage] mehr zum Wissen, zur Erfahrung und zum vernünftigen Denken bei, als die Fähigkeit des Erinnerns“. Deswegen mussten die zu Erziehenden z.B. vor dem Aufstehen den Vortag gedanklich genauestens rekapitulieren.

„Lehrer“ war Pythagoras insofern, als dass er eine umfassende Naturphilosophie begründete und lehrte. In dieser vermischte er Astronomie, Geometrie, Musik und Arithmetik, wobei eine allumfassende Zahlenlehre im Mittelpunkt stand. An späterer Stelle soll diese Lehre genauestens erläutert werden. Während Pythagoras zwar nur als wahrscheinlicher Urheber dieser Lehre gilt, kann er als „Entwickler“ seiner Seelenwanderungslehre bestätigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Pythagoras und die Pythagoreer: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie des Pythagoras, seinem Wirken als charismatischer Lehrer und den wissenschaftlichen Herausforderungen, die sich aus der schwierigen Quellenlage zur Rekonstruktion des Pythagoreismus ergeben.

2. Die Pythagoreische Zahlenlehre: Hier werden die zentralen Pfeiler der Lehre behandelt, angefangen bei der Entstehung der Zahlen aus dem Unendlichen, über das kosmologische Weltmodell bis hin zur musikalischen Harmonielehre und der mathematischen Symbolik.

Schluss: Das abschließende Kapitel resümiert die Bedeutung der pythagoreischen Philosophie für die Entwicklung des abendländischen Denkens und die mathematische Strukturierung der Wirklichkeit.

Schlüsselwörter

Pythagoras, Pythagoreer, Zahlenlehre, Kosmos, Kosmogonie, Kosmologie, Tetraktys, Harmonielehre, Apeiron, Satz des Pythagoras, Zahlenmystik, Musik, Vorsokratiker, Mathematik, Geometrie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit erläutert die pythagoreische Philosophie, wobei der Fokus auf der Vorstellung liegt, dass der Kosmos eine durch Zahlen geordnete Einheit bildet.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Biografie des Pythagoras, der pythagoreischen Kosmogonie, dem kosmologischen Modell, der Bedeutung der Tetraktys, der Harmonielehre und der symbolischen Deutung von Zahlen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das mathematisch geprägte Weltbild der Pythagoreer nachvollziehbar zu machen und aufzuzeigen, wie sie Zahlen als grundlegende Elemente des Kosmos und der menschlichen Erfahrung interpretierten.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Die Arbeit stützt sich auf eine wissenschaftliche Literaturanalyse von antiken Fragmenten und Sekundärquellen, um die Lehre des Pythagoras und seiner Anhänger trotz der schwierigen Quellenlage zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehung der Welt aus dem Apeiron, die Darstellung der pythagoreischen Astronomie, die Analyse der musikalischen Intervalle im Kontext der Harmonielehre sowie die Bedeutung spezieller Zahlen wie der Eins oder der Sieben.

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von Mathematik, Musiktheorie und vorsokratischer Naturphilosophie aus, um das "Zahlenuniversum" der Pythagoreer greifbar zu machen.

Welche Rolle spielt die Tetraktys für die Pythagoreer?

Die Tetraktys gilt als zentrales Symbol der pythagoreischen Lehre, da sie die Folge der Zahlen 1 bis 4 umfasst, die in ihrer Summe die Zehn ergibt, welche als vollkommene Zahl angesehen wurde.

Wie erklären die Pythagoreer das Verhältnis von Musik und Kosmos?

Die Pythagoreer erkannten, dass musikalische Harmonien (Intervalle wie Oktave, Quinte und Quarte) auf einfachen Zahlenverhältnissen basieren, und übertrugen diese mathematischen Prinzipien auf die Bewegung und Ordnung der Himmelskörper.

Warum war die Quellenlage für den Autor eine Herausforderung?

Da von Pythagoras selbst keine schriftlichen Zeugnisse vorliegen, ist der Autor auf indirekte Fragmente und Darstellungen späterer antiker Autoren angewiesen, deren Interpretationen oft divergieren.

Welche Bedeutung hat der "Satz des Pythagoras" in der Arbeit?

Der Satz dient als Beispiel für das mathematische Wirken der Pythagoreer, wobei hervorgehoben wird, dass sie den Satz vermutlich nicht deduktiv bewiesen, sondern eher technisch-anschaulich genutzt haben.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Kosmos als Zahlenordnung. Erläuterung der Pythagoreischen Philosophie
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Vorsokratische Philosophie
Note
1,3
Autor
David Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V358186
ISBN (eBook)
9783668432291
ISBN (Buch)
9783668432307
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pythagoras Pythagoreer Kosmos Zahlenordnung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Schneider (Autor:in), 2014, Der Kosmos als Zahlenordnung. Erläuterung der Pythagoreischen Philosophie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358186
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Leseprobe aus  18  Seiten
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