Die vorliegende Arbeit soll einen Beitrag dazu leisten, einen tieferen Einblick in das Thema Nachhaltigkeit in Verbindung mit dem Produktlebenszyklus zu erhalten.
Aufgrund des Klimawandels und der Ressourcenknappheit hat die Umwelt einen immer höher werdenden Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen. So geben ganze 77 Prozent der Befragten einer Studie an, dass ihnen ein persönlicher Beitrag zum Umweltschutz sehr wichtig ist. Aber vor allem in den Bereichen der Wirtschaft, Wissenschaft sowie in den Medien drangt sich der Begriff
der Nachhaltigkeit auf. Durch den steigenden globalen Wettbewerb sowie durch die Ressourcenknappheit, den Kostendruck und nicht zu vergessen dem stetig ansteigenden Zwang laufend Innovationen auf den Markt zu bringen, ist der Begriff der Nachhaltigkeit vor allem für Unternehmen zu einem zentralen Thema geworden.
Ein Zitat des Gründungspräsidenten des Umweltbundesamtes, Heinrich Freiherr von Lersner, trifft es auf den Punkt. „In einer immer enger werdenden Welt mit immer knapperen Ressourcen wird nur die Volkswirtschaft sich mittelfristig behaupten können, die zeitig gelernt hat, so umweltgerecht wie möglich zu produzieren, zu vertreiben und zu konsumieren.“
Inhaltsverzeichnis
1.Problemstellung
2.Unternehmerische Nachhaltigkeit
2.1.Definition des Begriffs und Entwicklung
2.2.Die drei Dimensionen
2.3.Herausforderungen der nachhaltigen Produktentwicklung
3.Konzept des Produktlebenszyklus
3.1.Entwicklung des Produktlebenszyklus
3.1.1. Einfluss dieser Entwicklung auf die Umwelt
3.1.1.1.Steigender Materialverbrauch
3.1.1.2.Auswirkungen des Elektroschrotts
3.1.2.Innerbetriebliches Material- und Abfallmanagement
3.2.Beschreibung der einzelnen Phasen am Beispiel Apple
3.3.Möglichkeit einer ressourceneffizienten Produktion
4.Kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen unternehmerischer Nachhaltigkeit und dem Lebenszyklus von Produkten. Im Fokus steht dabei der Zielkonflikt zwischen wirtschaftlichen Innovationszwängen, verkürzten Produktlebenszyklen und der daraus resultierenden ökologischen Belastung durch Ressourcenverbrauch und Elektroschrott.
- Historische Entwicklung und Definition von Nachhaltigkeit
- Ökologische, ökonomische und soziale Dimensionen
- Analyse der Auswirkungen von Elektroschrott auf Umwelt und Gesellschaft
- Konzepte für eine ressourceneffiziente Produktion (z.B. Cradle to Cradle)
- Fallstudie: Ansätze von Apple zur nachhaltigen Produktgestaltung
Auszug aus dem Buch
3.1.1.1. Steigender Materialverbrauch
Auf der einen Seite liegt das Problem bei den in den letzten Jahren kontinuierlich wachsenden Materialverbrauch an Energie und Rohstoffen. Diese Entwicklung wurde durch die Massenproduktion hervorgerufen. Nachfolgende Grafik verdeutlicht den Anstieg seit 1900 und gibt einen Eindruck über den prognostizierten Anstieg bis 2020. In den letzten 25 Jahren wurden so der Verbrauch an Rohstoffen verdoppelt. 20
Einer der Hauptfaktoren der Umweltverschmutzung ist der CO2 Ausstoß, der zum Großteil durch die Massenproduktion verursacht wird. Weltweit wurde 2012 insgesamt ein Ausstoß von circa 35.447 Millionen Tonnen gemessen.21
Die Luft und das Klima werden mehr und mehr durch Schadstoffe und Treibhausgasemissionen belastet. Diese entstehen bei der Produktion von Gütern. Knapp sieben Prozent der Emissionen waren 2014 die Folge aus Industrieprozessen. Aber nicht nur bei der Produktion wird die Umwelt erheblich belastet. 22
Zusammenfassung der Kapitel
1.Problemstellung: Die Einleitung beleuchtet den wachsenden Stellenwert der Nachhaltigkeit in einer durch Ressourcenknappheit und globalen Wettbewerbsdruck geprägten Wirtschaft.
2.Unternehmerische Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel definiert den Nachhaltigkeitsbegriff historisch, erläutert das Drei-Säulen-Modell und analysiert Herausforderungen bei der Umsetzung in der Praxis.
3.Konzept des Produktlebenszyklus: Hier werden die ökologischen Folgen von kurzen Produktlebenszyklen, insbesondere im Bereich Elektronik, sowie betriebliche Managementansätze untersucht.
4.Kritische Würdigung: Das Schlusskapitel setzt die Bemühungen großer Konzerne um Nachhaltigkeit in Bezug zum stetigen Umsatzdruck, der den kontinuierlichen Austausch von Produkten erfordert.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Produktlebenszyklus, Ressourcenknappheit, Elektroschrott, Umweltschutz, Innovationsdruck, Massenproduktion, Cradle to Cradle, Abfallmanagement, Ökologische Dimension, Soziale Verantwortung, Wirtschaftsleistung, Materialverbrauch, CO2-Ausstoß, Unternehmensstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit für Unternehmen, nachhaltig zu agieren, und dem wirtschaftlichen Zwang, durch schnelle Innovationen und kurze Produktlebenszyklen Umsätze zu sichern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Nachhaltigkeit, das Drei-Säulen-Modell, die Umweltauswirkungen von Elektroschrott, betriebliches Abfallmanagement und ressourceneffiziente Produktionskonzepte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen tieferen Einblick in das Zusammenspiel von ökologischer Nachhaltigkeit und dem modernen Produktlebenszyklus-Management in Unternehmen zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Fallbeispielen, insbesondere die Nachhaltigkeitsstrategien des Unternehmens Apple, um theoretische Konzepte in der Praxis zu prüfen.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die negativen Umweltfolgen durch steigenden Materialverbrauch und Elektroschrott sowie auf Strategien wie das "Cradle to Cradle"-Konzept zur Kreislaufschließung.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Nachhaltigkeitsmanagement, Produktlebenszyklen, Ressourcenmanagement und die ökologische Verantwortung von Unternehmen.
Welche Rolle spielt die geplante Obsoleszenz im Text?
Sie wird als strategisches Mittel unterstellt, bei dem Produkte so konzipiert sind, dass ihre Lebensdauer begrenzt ist, um den wiederholten Kauf neuer Geräte zu forcieren.
Wie unterscheidet sich der technische vom biologischen Kreislauf?
Der biologische Kreislauf umfasst vollständig abbaubare Materialien (z. B. Naturprodukte), während der technische Kreislauf auf der Wiederverwendung nicht-biologischer Komponenten in geschlossenen industriellen Stoffströmen basiert.
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- Bettina Oberhuber (Author), 2016, Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeit in der Betriebswirtschaft. Das Denken in Produktlebenszyklen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358294