Ziel dieser Bachelorthesis ist es, die folgende Forschungsfrage zu beantworten: Anhand welcher Kriterien und Modelle werden Projekte bewertet, selektiert und priorisiert, um bestimmte Unternehmensstrategien effektiv zu realisieren?
Im Rahmen der Arbeit werden die einzelnen Prozessstufen des Projektportfoliomanagement beschrieben und Vorgehen aufgezeigt, um das bestmögliche Portfolio an Projekten für ein Unternehmen in Hinsicht auf die Erreichung der strategischen Unternehmensziele zusammenzustellen. Der Fokus liegt dabei auf der Projektbewertung und -priorisierung. Hierzu wird ein Überblick über die praxisrelevantesten Modelle der objektiven Projektbewertung gegeben, Anforderungen ausfindig gemacht sowie Vor- und Nachteile aufgezeigt. Des Weiteren werden Erfolgsfaktoren herausgearbeitet und der Mehrwert durch ein erfolgreich implementiertes und umgesetztes Projektportfoliomanagement für ein Unternehmen herausgestellt.
Dafür werden einführend grundlegende Begriffe des Projektmanagements definiert und die Ziele und Aufgaben des Projektportfoliomanagement aufgeführt. Folgend wird der Projektportfoliomanagement-Prozess stufenweise beschrieben. Wichtige Kriterien zur Bewertung und Priorisierung von Projekten werden aufgeführt und ausgewählte Modelle der Projektbewertung unter verschiedenen Gesichtspunkten veranschaulicht und beurteilt. Meinungen aus Wissenschaft und Praxis werden berücksichtigt, um Herausforderungen zu deduzieren, Erfolgsfaktoren ausfindig zu machen und diese anhand empirischer Studien zu untermauern. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Begriffliche Einführung und Abgrenzung
2 Projektportfoliomanagement
2.1 Ziele und Aufgaben
2.2 Prozesse und Vorgehen
2.2.1 Strategische Überlegungen
2.2.2 Kriterien zur Projektbewertung
2.2.3 Anforderungen an Projektbewertungsmodelle
2.2.4 Projektbewertung und Portfolioselektion
a) Eindimensionale Bewertungmodelle
b) Komparative Bewertungsmodelle
c) Mehrdimensionale Bewertungmodelle
2.2.5 Projektportfoliocontrolling
2.3 Herausforderungen und Erfolgsfaktoren
3 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorthesis hat das Ziel, die Forschungsfrage zu beantworten, anhand welcher Kriterien und Modelle Projekte bewertet, selektiert und priorisiert werden können, um eine Unternehmensstrategie effektiv zu realisieren. Im Fokus steht dabei die Analyse und Gegenüberstellung verschiedener praxisrelevanter Projektbewertungsmodelle sowie die Ableitung von Erfolgsfaktoren für ein professionelles Projektportfoliomanagement.
- Grundlagen des Projektportfoliomanagements (PPM)
- Methoden der strategischen Projektbewertung
- Vergleich von eindimensionalen, komparativen und mehrdimensionalen Bewertungsmodellen
- Prozessschritte des PPM: Strategie, Selektion, Priorisierung und Controlling
- Identifikation von Erfolgsfaktoren für eine effektive Projektsteuerung
Auszug aus dem Buch
2.2.4 Projektbewertung und Portfolioselektion
Nun werden die Projekte bewertet und miteinander verglichen mit dem Ziel, ein ausgewogenes Portfolio mit den „richtigen“ Projekten zusammenzustellen. Bewertungsmodelle unterscheiden sich nach der Ein- oder Mehrdimensionalität, der quantitativen oder qualitativen Ausrichtung und der Monetarität bzw. Nicht-Monetarität (vgl. Remer et al, 1993).
Eindimensionale Bewertungsmodelle stellen die Verfahren der klassischen Investitionsrechnung dar, beziehen sich hiermit auf monetäre Aspekte und werden in statische und dynamische Modelle der Investitionsrechnung differenziert.
Unter statischen Modellen versteht man bspw. die Kostenvergleichsrechnung. Dabei wird ein Durchschnittswert der Kosten gebildet und mit den Werten der anderen Projekte verglichen. Projekte mit niedrigeren Kosten werden bevorzugt. Alternativen hierzu sind die Gewinnvergleichsrechnung, die Amortisationsrechnung oder die Rentabilitätsrechnung (vgl. Poggensee, 2009, siehe Anhang G). Der Datenerhebungsaufwand ist relativ gering und die Berechnungen wenig komplex, jedoch wird durch die Bildung von Durchschnittswerten der zeitliche Unterschied des Zahlungsanfalls außer Acht gelassen und somit konstante Kosten (bzw. Gewinne etc.) angenommen, wodurch die Bewertung sehr ungenau und wenig verlässlich ist. Statische Bewertungsmodelle eignen sich also kaum für die angemessene Bewertung von Projekten, da sie sehr einseitig sind und komplexere Zahlungsstrukturen nicht berücksichtigen (vgl. Poggensee, 2009).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung motiviert die Relevanz des Projektportfoliomanagements angesichts steigenden Wettbewerbsdrucks und definiert zentrale Begriffe sowie das Ziel der Arbeit.
2 Projektportfoliomanagement: Dieses Kapitel erläutert die Ziele, den Prozess, die Bewertungskriterien sowie verschiedene Methoden zur Selektion und Priorisierung von Projekten im Rahmen der Unternehmensstrategie.
3 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass kein universelles Modell existiert, betont die Notwendigkeit unternehmensspezifischer Anpassungen und wirft Fragen zur Objektivität bei der Bewertung auf.
Schlüsselwörter
Projektportfoliomanagement, PPM, Projektbewertung, Portfolioselektion, Projektpriorisierung, Unternehmensstrategie, Investitionsrechnung, Analytical Hierarchy Process, AHP, Scoringmodelle, Balanced Scorecard, Projektcontrolling, Risikomanagement, Ressourcenallokation, Strategische Planung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Methoden und Modelle zur Bewertung, Selektion und Priorisierung von Projekten, um diese effektiv an der Unternehmensstrategie auszurichten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Projektportfoliomanagement (PPM), Investitionsrechnung, mehrdimensionale Entscheidungsmodelle wie AHP und die strategische Ausrichtung durch Instrumente wie die Balanced Scorecard.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie durch geeignete Kriterien und Modelle das bestmögliche Projektportfolio zur effektiven Realisierung einer Unternehmensstrategie zusammengestellt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich theoretischer sowie praktischer Bewertungsmodelle der Projektwirtschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der PPM-Prozess, Kriterien zur Projektbewertung, Anforderungen an Modelle sowie eine differenzierte Betrachtung von eindimensionalen, komparativen und mehrdimensionalen Bewertungsverfahren behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Projektportfoliomanagement, Strategieausrichtung, Projektbewertung, AHP, Scoringmodelle und Risikomanagement charakterisiert.
Was unterscheidet statische von dynamischen Investitionsmodellen?
Statische Modelle nutzen Durchschnittswerte ohne Zeitbezug, während dynamische Modelle wie der Kapitalwert (NPV) Zahlungsströme über mehrere Perioden diskontieren und somit den zeitlichen Aspekt berücksichtigen.
Welche Rolle spielt die subjektive Einschätzung bei der Projektbewertung?
Subjektive Einschätzungen können die Qualität der Bewertung mindern; die Arbeit empfiehlt daher strukturierte Prozesse und die Einbindung mehrerer Entscheider, um eine objektive Bewertung sicherzustellen.
Warum ist das "rank reversal problem" beim AHP relevant?
Das Problem ist relevant, da beim Hinzufügen eines neuen Projekts nach Abschluss des Bewertungsprozesses die Priorisierung aller anderen Projekte ihre Gültigkeit verlieren kann.
- Quote paper
- Verena Leirich (Author), 2015, Projektportfoliomanagement. Bewertung und Selektion von Projekten im Rahmen einer effizienten Realisierung der Unternehmensstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358295