Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Instrumente des Projektcontrollings zu geben. Diese werden anhand ihrer Relevanz in Wissenschaft und Praxis ausgewählt und angesichts der Phasen eines Projektes systematisiert.
Zu Beginn werden Grundbegriffe definiert und das Projektcontrolling innerhalb des Projektmanagements eingeordnet. Anschließend werden Projektphasen erläutert sowie Aufgaben und Ziele des Projektcontrollings erarbeitet. Darauf aufbauend werden wesentliche Instrumente phasenbezogen dargestellt und jeweils kritisch betrachtet. Zuletzt werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung
2 Projektcontrolling
2.1 Einordnung des Projektcontrollings innerhalb des Projektmanagements
2.2 Ziele und Aufgaben des Projektcontrollings
3 Instrumente des Projektcontrollings in den Projektphasen
3.1 Projektkonzeptionsphase
3.1.1 SWOT-Analyse
3.1.2 Balanced Scorecard
3.1.3 Wirtschaftlichkeitsanalyse
3.2 Projektplanungsphase
3.2.1 Aufwandsschätzung
3.2.2 Kapazitäts-, Kosten- und Terminplanung
3.2.3 Projektstrukturplan
3.3 Projektrealisierungsphase
3.3.1 Meilensteintrendanalyse
3.3.2 Earned-Value-Analyse
3.3.3 Risikomanagement
3.4 Projektabschlussphase
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen der Seminararbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die Instrumente des Projektcontrollings zu geben, diese systematisch nach Projektphasen zu ordnen und ihre praktische sowie wissenschaftliche Relevanz kritisch zu beleuchten.
- Einordnung des Projektcontrollings in das Projektmanagement
- Systematische Analyse von Instrumenten in den Projektphasen (Konzeption, Planung, Realisierung, Abschluss)
- Anwendung der SWOT-Analyse und Balanced Scorecard in der Konzeptionsphase
- Methoden der Wirtschaftlichkeitsanalyse und Projektplanung
- Überwachungsinstrumente wie Meilensteintrendanalyse und Earned-Value-Analyse
- Risikomanagement als projektbegleitender Prozess
Auszug aus dem Buch
3.1.1 SWOT-Analyse
In der Konzeptionsphase, auch als Strategiephase bezeichnet, geht es zunächst darum, Projektpotenziale zu erkennen, Projektideen zu bewerten und über deren Durchführung zu entscheiden. Dabei gilt es, die Sinnhaftigkeit der Projekte sicherzustellen und ein ausgewogenes Projektportfolio zusammenzustellen. Durch eine Analyse der internen und externen Ist-Zustände können mögliche Projekte abgeleitet werden. Die SWOT-Analyse ist ein Instrument zur Beurteilung der strategischen Lage des Unternehmens. 55 Prozent der befragten Unternehmen einer Studie der PwC AG gaben an, dass SWOT-Analysen eine große bis sehr große Rolle spielen. Die Identifizierung der eigenen Stärken (Strengths) und Schwächen (Weaknesses) einer Unternehmung und die Gegenüberstellung dieser mit den Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) der Unternehmensumwelt stellt den Hauptansatzpunkt dieser Methode dar.
Die Grundlage einer SWOT-Analyse ist eine vorausgehende Umfeld- und Unternehmensanalyse zur Informationsgewinnung über interne und externe Einflussfaktoren sowie über beteiligte Stakeholder. Stärken und Schwächen stellen dabei interne, Chancen und Risiken externe Faktoren dar. Sie werden in einer 2x2-Matrix gegenübergestellt und lassen in Kombination die Bestimmung geeigneter strategischer Zielrichtungen zu. Die Ausbaustrategie zielt auf den Einsatz der eigenen Stärken zur Nutzung möglicher Chancen ab, die Aufholstrategie dagegen auf die Überwindung von Schwächen durch Nutzung vorhandener Chancen. Die Absicherungsstrategie soll Risiken durch eigene Stärken kompensieren, während die Abbaustrategie den Abbau der Schwächen forciert und potentielle Risiken vermeiden soll. Aufgrund ihrer guten Verständlichkeit, der unkomplizierten Durchführung und diverser Anwendungsmöglichkeiten bietet sich die SWOT-Analyse als Instrument des PC an. Sie dient der Positionsbestimmung und Strategieentwicklung von Unternehmen. Mittels Identifikation einer strategischen Stoßrichtung können Ziele definiert und Projektbedarfe ermittelt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung des Projektmanagements für Unternehmen und definiert die Zielsetzung der Arbeit, einen systematischen Überblick über die Instrumente des Projektcontrollings zu geben.
2 Projektcontrolling: Hier wird das Projektcontrolling innerhalb des Projektmanagements verortet, seine Ziele und Aufgaben im Sinne eines Frühwarnsystems definiert sowie der Projektlebenszyklus in vier Phasen unterteilt.
3 Instrumente des Projektcontrollings in den Projektphasen: Das Hauptkapitel beschreibt detailliert die verschiedenen Controlling-Methoden, angefangen bei Strategiewerkzeugen in der Konzeptionsphase über Planungsinstrumente bis hin zu Überwachungs- und Risikomanagementmethoden in der Realisierungs- und Abschlussphase.
4 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Bedeutung des phasenorientierten Controllings für den Projekterfolg zusammen, diskutiert Herausforderungen wie Informationsasymmetrien und betont die Unumgänglichkeit adäquater Controlling-Instrumente.
Schlüsselwörter
Projektcontrolling, Projektmanagement, SWOT-Analyse, Balanced Scorecard, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Aufwandsschätzung, Projektstrukturplan, Meilensteintrendanalyse, Earned-Value-Analyse, Risikomanagement, Projektphasen, Projektlebenszyklus, Projektsteuerung, Erfolgskontrolle, Erfolgsfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Darstellung von Instrumenten des Projektcontrollings und deren gezieltem Einsatz in den verschiedenen Phasen eines Projekts, um den Unternehmenserfolg zu sichern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Themenfelder umfassen die Einordnung des Projektcontrollings, strategische Planungsinstrumente, Methoden zur Fortschrittskontrolle sowie Risikomanagement-Verfahren.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über relevante Instrumente des Projektcontrollings zu geben, diese nach den Phasen eines Projektes zu systematisieren und ihren Beitrag zur Zielerreichung kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Aufarbeitung theoretischer Grundlagen und praktischer Anwendungsmethoden des Projektcontrollings.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Projektphasen Konzeption, Planung, Realisierung und Abschluss und stellt jeweils passende Controlling-Werkzeuge (z.B. BSC, Earned-Value-Analyse) vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Schlagworte sind Projektcontrolling, Projektphasen, Risikomanagement, Earned-Value-Analyse, Erfolgsfaktoren und Projektsteuerung.
Was zeichnet die Balanced Scorecard im Projektkontext aus?
Die Balanced Scorecard dient als Instrument, um die Unternehmensstrategie in konkrete Projektaufträge zu übersetzen und steuert diese durch ein Kennzahlensystem aus vier verschiedenen Perspektiven.
Wie unterscheidet sich die Earned-Value-Analyse von einfachen Kostenvergleichen?
Im Gegensatz zu reinen Kostenvergleichen berücksichtigt die Earned-Value-Analyse gleichzeitig Leistung, Kosten und Termine und ermöglicht so eine präzisere Prognose über den Projektverlauf.
Welche Bedeutung hat das Risikomanagement im Projektcontrolling?
Das Risikomanagement dient als präventiver Prozess zur Steuerung von Unsicherheiten, die den Projektauftrag gefährden könnten, wobei Methoden wie die Risikomatrix zur Identifikation und Klassifizierung eingesetzt werden.
Wie gehen Unternehmen mit den sogenannten A-Risiken in der Risikomatrix um?
A-Risiken zeichnen sich durch eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und einen geringen Schaden aus, weshalb in der Literatur für den Umgang mit ihnen zumeist die Strategie der Akzeptanz empfohlen wird.
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- Verena Leirich (Author), 2016, Ziele und Aufgaben des Projektcontrollings und dessen Instrumente in den verschiedenen Projektphasen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358297