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Das Leistungsspektrum des Sozialstaates in der Sucht- und Drogenhilfe

Drogenpolitik – Kellerkind der Sozialpolitik?

Title: Das Leistungsspektrum des Sozialstaates in der Sucht- und Drogenhilfe

Term Paper , 2014 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mustafa Arslan (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Setzt man sich mit den statistischen Daten und Zahlen über den Umfang des Sucht- und Drogenmittelkonsums und den gesundheitlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen in Deutschland auseinander, so stellt man nach aktuellen Ergebnissen des Epidemiologischen Suchtsurveys 2013 (ESA) aus dem Jahr 2012 erschreckend fest, dass über ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland Erfahrungen mit Drogen hat.

Der Sucht- und Drogenmittelkonsum hat sich zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem entwickelt. Es ist schon lange kein Problem der Randgruppen mehr, wie es gerne politisch und publizistisch immer wieder dargestellt wird. Mehrere Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Familien sind von Sucht- und Drogenabhängigkeiten und deren gesundheitlichen, ökonomischen, strafrechtlichen und sozialpolitischen Folgeerscheinungen wie Krankheiten (Hepatitis, HIV und Tod), Armut (Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit), Kriminalität (Drogenmarkt, Beschaffungskriminalität, Schwarzmarkt) und nicht zuletzt volkswirtschaftlichen Folgekosten betroffen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Historische Entwicklung der Drogenhilfe- (Politik) im Überblick

1.2 Begriffsbestimmung „Sucht- und Drogenmittelabhängigkeit“

1.3 Aktuelle Struktur der Drogenhilfepolitik der Bundesregierung

2 Leistungsspektrum des Sozialstaates in der Sucht- und Drogenhilfe

2.1 Problembeschreibung in Daten und Zahlen

2.2 Versorgungssystem der Suchtkranken- und Drogenabhängigenhilfe in Deutschland

3. Leistungsträger der Suchthilfe

3.1 Sozialleistungsträger der Sucht- und Drogenhilfe

3.2 Kosten der Sucht- und Drogenhilfe

4. Zusammenfassung

5.. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Leistungsspektrum des deutschen Sozialstaates im Bereich der Sucht- und Drogenhilfe unter Berücksichtigung der aktuellen Problemlage sowie der finanziellen Verteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Frage, ob die Drogenpolitik zu Recht als „Kellerkind der Sozialpolitik“ bezeichnet wird, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen Repression und Prävention.

  • Historische Entwicklung der Drogenpolitik in Deutschland
  • Strukturelle Analyse des Versorgungssystems für Suchtkranke
  • Finanzierungsmodelle und Leistungsträger der Suchthilfe
  • Kritische Bewertung der Ausgabenverteilung zwischen Repression und Prävention

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Die Suche der Menschheit nach Rauscherfahrungen hat eine ebenso lange Geschichte wie die Menschheit selbst. Somit gehört auch der Gebrauch von Rauschmitteln jeglicher Art (...) zur Entwicklung und zum Leben der Menschen“ (Reim1998, S. 6).

Setzt man sich mit den statistischen Daten und Zahlen über den Umfang des Sucht- und Drogenmittelkonsums und den gesundheitlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen in Deutschland auseinander, so stellt man nach aktuellen Ergebnissen des Epidemiologischen Suchtsurveys 2013 (ESA) aus dem Jahr 2012 erschreckend fest, dass über ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland Erfahrungen mit Drogen hat. Der Sucht- und Drogenmittelkonsum hat sich zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem entwickelt. Es ist schon lange kein Problem der Randgruppen mehr, wie es gerne politisch und publizistisch immer wieder dargestellt wird. Mehrere Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Familien sind von Sucht- und Drogenabhängigkeiten und deren gesundheitlichen, ökonomischen, strafrechtlichen und sozialpolitischen Folgeerscheinungen wie Krankheiten (Hepatitis, HIV und Tod), Armut (Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit), Kriminalität (Drogenmarkt, Beschaffungskriminalität, Schwarzmarkt) und nicht zuletzt volkswirtschaftlichen Folgekosten betroffen.

Die Reaktion des Staates auf diese Situation kann als Drogenpolitik definiert werden, deren Legitimation in der Absicht der Kontrolle des Konsums und des Handels von Sucht- und Drogenmitteln in der Gesellschaft zu sehen ist (vgl. Jungblut 2004, Drogenhilfe, S. 57).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Drogenpolitik sowie die Begriffsdefinitionen und die aktuelle staatliche Struktur.

2 Leistungsspektrum des Sozialstaates in der Sucht- und Drogenhilfe: Hier werden das Ausmaß der Suchtproblematik anhand aktueller Daten verdeutlicht und das deutsche Versorgungssystem für Betroffene beschrieben.

3. Leistungsträger der Suchthilfe: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Kostenträger, wie Kranken- und Rentenversicherungen, sowie die Gesamtkostenbelastung der öffentlichen Hand.

4. Zusammenfassung: Die Erkenntnisse über die Ausgaben werden gebündelt und die Schieflage im 4-Säulen-Modell der Drogenpolitik kritisch reflektiert.

5.. Fazit: Das Fazit zieht ein Resümee über die Rolle der Drogenhilfe als „Kellerkind“ der Sozialpolitik und betont die Notwendigkeit einer stärkeren Präventionsorientierung.

Schlüsselwörter

Drogenpolitik, Sozialpolitik, Suchthilfe, Drogenabhängigkeit, Versorgungssystem, Leistungsträger, Prävention, Repression, Suchtkrankenhilfe, Sozialgesetzbuch, Finanzierung, Gesundheitswesen, Drogenkriminalität, Schadensreduzierung, Sozialstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das Leistungsspektrum des deutschen Sozialstaates im Kontext der Sucht- und Drogenhilfe und hinterfragt die Effizienz der aktuellen politischen Strategien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung, das aktuelle Versorgungssystem, die Finanzierung durch Sozialleistungsträger und die ökonomischen Folgen des Drogenkonsums.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die staatlichen Leistungen für Suchtkranke zu analysieren und zu prüfen, ob die Drogenpolitik angesichts der Finanzierungsstrukturen als vernachlässigtes „Kellerkind“ der Sozialpolitik gelten muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Basis von Fachliteratur, statistischen Daten (z. B. Suchtsurveys) und offiziellen Berichten erfolgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Versorgungsstrukturen, die Identifizierung der Sozialleistungsträger und eine detaillierte Kostenanalyse der öffentlichen Hand.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Drogenpolitik, Sozialpolitik, Suchthilfe, Prävention, Repression und staatliche Finanzierungsmodelle.

Wie hoch ist der Anteil der Ausgaben für repressive Maßnahmen im Vergleich zur Prävention?

Die Analyse zeigt, dass ca. 65 bis 70 % der öffentlichen Ausgaben in den Bereich der Repression und Bekämpfung der Drogenkriminalität fließen.

Warum wird die Drogenpolitik im Dokument als „Kellerkind“ bezeichnet?

Der Begriff kritisiert die Prioritätensetzung, da die Ausgaben für repressive Maßnahmen dominieren, während die finanzielle Absicherung präventiver Maßnahmen als unzureichend und wenig glaubwürdig eingestuft wird.

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Details

Title
Das Leistungsspektrum des Sozialstaates in der Sucht- und Drogenhilfe
Subtitle
Drogenpolitik – Kellerkind der Sozialpolitik?
Grade
2,0
Author
Mustafa Arslan (Author)
Publication Year
2014
Pages
22
Catalog Number
V358315
ISBN (eBook)
9783668439993
ISBN (Book)
9783668440005
Language
German
Tags
Sozialpolitik / Drogenpolitik Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mustafa Arslan (Author), 2014, Das Leistungsspektrum des Sozialstaates in der Sucht- und Drogenhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358315
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