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Die furchtbare Lehre. Prädestinationsgedanke Johannes Calvins

Title: Die furchtbare Lehre. Prädestinationsgedanke Johannes Calvins

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 38 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dimitry Husarov (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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„Einer, der in der Schrift zu Hause ist“. Das ist die Visitenkarte des Theologen der Reformation Johannes Calvin. Aber es gibt noch etwas, was unmittelbar mit Calvin verbunden ist. Der erste Systematiker der Reformation ist der Autor der doppelten Prädestinationslehre. Obwohl er dieser Lehre nur vier Kapitel seiner "Ins titutio religionis christianae" gewidmet hat, ist die Erwählungslehre zu dem wichtigsten Bestandteil seiner Theologie geworden. Durch die Lehre von der doppelten Prädestination differenzierte sich der Calvinismus vom Luthertum und Katholizismus. Diese Lehre wird zur „Lieblingslehre“ Calvins erklärt und wurde zur Zentrallehre erhoben. In der christlichen Lehre nimmt die Prädestinationslehre eine der schwersten und unklarsten Stellungen ein. Mehrere halten diese Lehre für verschwommen, rätselhaft und sogar absonderlich. Den anderen scheint es, als sei sie ein Versuch aus dem Ressort der menschlichen Vernunft hervor zu springen. Man nimmt allgemein an, dass solche theologischen Nuancen ganz wenig praktische Anwendung haben. Diese Lehre erleidet wahrscheinlich mehr Spott als alle anderen theologischen Lehren insgesamt. Weil aber die Heilige Schrift mehr oder weniger Hinweise auf diese Lehre in sich impliziert, haben die suchenden Christen keine andere Wahl, als diesen Gegenstand gründlich zu recherchieren, um eine sinnvolle Erkenntnis in diesem Gebiet zu gewinnen. In den wissenschaftlichen Kreisen sind die verschiedenen Verständnisse des Begriffs Prädestination gängig. Deswegen ist es angebracht in erster Linie den Terminus eindeutig zu definieren. Sehr oft wird die Prädestination mit Vorherbestimmung und Erwählung in einer Reihe gestellt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die geschichtliche Entwicklung des Prädestinationsgedankens

2. Calvins Prädestinationslehre

Kapitel 21: Von der ewigen Erwählung, Kraft deren Gott die einen zum Heil, die anderen zum Verderben vorbestimmt hat

1. Notwendigkeit und Segenswirkung der Erwählungslehre

2. Die erste Gefahr: der Vorwitz!

3. Die zweite Gefahr: das ängstliche Schweigen von der Erwählungslehre!

4. Vorbestimmung und Vorherwissen Gottes

5. Die erste Stufe: Die Erwählung Israels

6. Die zweite Stufe: Erwählung und Verwerfung einzelner aus Israel

7. Die Erwählung einzelner als wirksame Erwählung

8. Zusammenfassende Überschau der Erwählungslehre

Kapitel 22: Bekräftigung dieser Lehre aus Zeugnissen der Heiligen Schrift

1. Die Bestreitung der Erwählungslehre vom Verdienstgedanken her

2. Epheser 1,4ff. und verwandte Stellen

3. Römer 9-11 und ähnliche Stellen

4. Christi Zeugnis über die Erwählung

5. Die Kirchenväter, insbesondere Augustin, über das „Vorherwissen Gottes“

6. Ist nicht die Erwählung an Gottes „Vorherwissen“ der Verdienste des Menschen geknüpft, als die geschenkte Gnade solche Verdienste möglich macht?

7. Die Allgemeinheit der Einladung Gottes und die Besonderheit der Erwählung

8. Auch die Verwerfung geschieht nicht auf Grund von Werken, sondern allein nach Gottes Willen

Kapitel 23: Widerlegung der Verleumdungen, mit denen man diese Lehre zu allen Zeiten unbillig beladen hat

1. Erwählung, - aber keine Verwerfung?

2. Erster Einwand: Die Erwählungslehre mache Gott zum Tyrannen

3. Zweiter Einwand: Die Erwählungslehre nähme dem Menschen die Schuld und die Verantwortung ab.

4. Dritter Einwand: Die Erwählungslehre führe zu der Meinung, als ob es bei Gott ein „Ansehen der Person“ gäbe.

5. Vierter Einwand: Die Erwählungslehre ertöte allen Eifer zu rechtem Leben

6. Fünfter Einwand: Die Erwählungslehre mache alle Ermahnungen sinnlos

7. Augustin als Vorbild für die rechte Art, Gottes Vorbestimmung zu predigen

Kapitel 24: Die Erwählung wird durch Gottes Berufung bekräftigt

1. Die Berufung ist von der Erwählung abhängig und deshalb wie diese einzig und allein ein Werk der Gnade

2. Die Art der Berufung selbst macht deutlich, dass diese allein aus Gnaden geschieht

3. Der rechte und der falsche Weg, um zur Gewissheit der Erwählung zu kommen

4. Die Erwählung ist nur in Christus zu verstehen und zu erkennen und Jesus schenkt uns Gewissheit von der Erwählung

5. Wer wahrhaft gläubig ist, kann nicht abfallen

6. Allgemeine und besondere Berufung (Mt 22,2ff.)

7. Das Beispiel des Judas ist kein Gegenbeweis

8. Die Erwählung vor ihrer Berufung. Es gibt keinen „Samen der Erwählung“

9. Selbst die Predigt des Wortes kann der Verstockung dienen

10. Die Ursache der Verstockung

11. Schriftstellen, die das Gegenteil der dargelegten Lehre beweisen sollen

Zum Schluss

3. Der Rückblick auf die Prädestinationslehre

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Hauptarbeit zielt darauf ab, die als „furchtbar“ geltende Lehre der doppelten Prädestination nach Johannes Calvin einer tiefergehenden Analyse zu unterziehen und ihr „in die Augen zu schauen“. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob diese Lehre tatsächlich als absonderlich und grausam zu bewerten ist oder ob sie bei näherer theologischer Betrachtung des Werkes „Institutio religionis christianae“ ihre innere Logik entfaltet.

  • Calvins Verständnis der doppelten Prädestination als Zentrallehre des Calvinismus.
  • Biblische Fundierung und augustinische Einflüsse auf die Prädestinationslehre.
  • Die Souveränität Gottes und die unbedingte Gnade als Kernmotive.
  • Widerlegung von Einwänden bezüglich Tyrannenhaftigkeit und moralischer Verantwortung des Menschen.
  • Die Rolle der Berufung und die Gewissheit der Erwählung durch Christus.

Auszug aus dem Buch

Die erste Gefahr: der Vorwitz!

„Die Erörterung über die Vorherbestimmung ist zwar an sich schon einigermaßen verzwickt; aber der Vorwitz der Menschen macht sie erst recht verwickelt und geradezu gefährlich.“

Man soll sich immer daran erinnern, dass die Erforschung der Erwählungslehre ein Eindringen in die „heiligen Geheimnisse der göttlichen Weisheit“ ist. Der, der daran mit Frechheit und ohne Scheu herantritt, wird in ein Labyrinth geraten, woraus die Vernunft des Menschen kein Ausgang finden kann. Das Wort Gottes ist der einzige Weg, der zeigt, was man über Gott wissen darf.

„Deshalb wollen wir uns zuerst vor Augen halten: eine andere Erkenntnis der Vorbestimmung zu erstreben als die, welche uns im Worte Gottes entfaltet wird, das ist ebenso wahnwitzig, wie wenn einer weglos schreiten oder im Finstern sehen wollte.“

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 21: Von der ewigen Erwählung, Kraft deren Gott die einen zum Heil, die anderen zum Verderben vorbestimmt hat: Es werden die Notwendigkeit der Lehre, die Gefahr menschlichen Vorwitzes sowie die stufenweise Entfaltung der Erwählung von Israel bis hin zu einzelnen Individuen dargelegt.

Kapitel 22: Bekräftigung dieser Lehre aus Zeugnissen der Heiligen Schrift: Anhand paulinischer Texte und der Lehre Jesu wird aufgezeigt, dass Erwählung nicht auf menschlichen Verdiensten beruht, sondern allein in Gottes gnädigem Vorsatz begründet liegt.

Kapitel 23: Widerlegung der Verleumdungen, mit denen man diese Lehre zu allen Zeiten unbillig beladen hat: Calvins Verteidigung gegen Vorwürfe, Gott zum Tyrannen zu machen oder die menschliche Verantwortung aufzuheben, indem er auf die unbegreifliche, aber gerechte Souveränität Gottes verweist.

Kapitel 24: Die Erwählung wird durch Gottes Berufung bekräftigt: Die praktische Anwendung der Lehre wird verdeutlicht: Die Berufung als Gnadenakt, die Gewissheit in Christus und der Umgang mit dem Problem der Verstockung und des Abfalls.

Schlüsselwörter

Calvin, doppelte Prädestination, Erwählung, Verwerfung, Souveränität Gottes, Gnade, Rechtfertigung, Vorherwissen, Vorbestimmung, Berufung, Glauben, Heil, Verstockung, Institutio, Augustin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt Calvins Lehre von der doppelten Prädestination und den Versuch, dieses oft als „furchtbar“ wahrgenommene Dogma theologisch einzuordnen und zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen Gottes Souveränität, die Unvermitteltheit der Gnade, die Rolle Christi bei der Erwählung und das Verhältnis von göttlichem Ratschluss zu menschlicher Freiheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die oft missverstandene oder als „Monster“ lehrtheoretisch diffamierte Lehre Calvins durch eine Analyse seiner „Institutio“ näher zu beleuchten und ihren logischen sowie theologischen Zusammenhang aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologisch-textanalytische Arbeit, die eng am Text der „Institutio“ von Johannes Calvin arbeitet und diesen im Kontext der Reformationsgeschichte und augustinischer Einflüsse reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier Kapitel, die Calvins Ausführungen zur ewigen Erwählung, zur biblischen Begründung, zur Widerlegung von Einwänden und zur Bekräftigung durch die Berufung detailliert extrahieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben Calvin und der Prädestination auch Begriffe wie Souveränität, Gnade, Erwählung, Verwerfung und die Zentralität von Christus im Heilsgeschehen.

Wie begründet Calvin die Verwerfung?

Calvin sieht darin keinen tyrannischen Willkürakt, sondern eine Konsequenz der unbegreiflichen Souveränität Gottes und der allgemeinen Verdorbenheit der Menschheit, wobei Gott stets gerecht handelt, auch wenn der Grund für uns verborgen bleibt.

Warum ist laut Autor die Prädestinationslehre eine „frohe Botschaft“?

Weil sie den Grund des Heils vollständig aus der menschlichen Unsicherheit und den eigenen Leistungen herausnimmt und allein auf Gottes unwandelbaren und gnädigen Willen gründet.

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Details

Title
Die furchtbare Lehre. Prädestinationsgedanke Johannes Calvins
College
Friedensau Adventist University  (Theologische Hochschule)
Course
Calvinismus
Grade
2,3
Author
Dimitry Husarov (Author)
Publication Year
2004
Pages
38
Catalog Number
V35836
ISBN (eBook)
9783638356404
ISBN (Book)
9783656692706
Language
German
Tags
Lehre Prädestinationsgedanke Johannes Calvins Calvinismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dimitry Husarov (Author), 2004, Die furchtbare Lehre. Prädestinationsgedanke Johannes Calvins, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35836
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