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Die ernährungswirtschaftliche Bedeutung des Einsatzes von Agrochemie und Gentechnologie

Titel: Die ernährungswirtschaftliche Bedeutung des Einsatzes von Agrochemie und Gentechnologie

Seminararbeit , 2004 , 21 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Till Wulf (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das ´Thema „Die ernährungswirtschaftliche Bedeutung des Einsatzes von Agrochemie und Gentechnologie“ ist in der Literatur oft im Zusammenhang mit der Welternährung und der Problematik des stetigen Wachstums der Weltbevölkerung zu finden. Im Mittelpunkt steht die Diskussion um die Rechtfertigung der Gentechnologie und die Frage, ob die W elternährung durch den Einsatz von Agrochemie und Gentechnologie zu sichern sei und welche Gefahren diese Methoden beinhalten. Sechs Milliarden Menschen leben heute auf der Erde. 1 1960 waren es nur drei Milliarden Menschen. Dies bedeutet eine Verdopplung der Weltbevölkerung. Jährlich steigt die Weltbevölkerung um 81 Mio., von denen 76 Mio. in den Entwicklungsländern geboren werden. 2 Im Jahre 2050 soll es nach Prognosen der UN schon 9 Milliarden Menschen auf der Erde geben. 3 Wird es möglich sein so viele Menschen zu ernähren? Statistisch lebte1950 ein Mensch auf 5000m², heute stehen ihm nur noch rund 3000m² zur Verfügung und die Prognosen für die Zukunft besagen, dass sich in 25 Jahren diese Fläche noch einmal auf die Hälfte reduzieren wird. 4 Diese Bevölkerungszunahme drängt zunehmend in Städte, und durch immer neues Bauland und den Bau von immer neuen Straßen verringern sich die Räume für Landwirtschaft. Deshalb wird versucht, die Landwirtschaft nicht mehr flächenmäßig auszudehnen, sondern durch Intensivierung der Anbaumethoden mehr Erträge pro ha zu gewinnen. Die Frage, die sich daraus ergibt, ist in wie weit Agrochemie und Gentechnologie ihren Teil dazu beitragen sollen bzw. können, um die ausreichende Ernährung aller zu gewährleisten. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Fragestellung

2 Einleitung

Exkurs: Die Grüne Revolution

3 Eine Einführung in die Biotechnologie und Gentechnik

3.1 Biotechnologie

3.2 Gentechnik

3.3 Die „Grüne Gentechnik“

4 Gen- und Biotechnologie in der Pflanzenzüchtung

5 Die heutige Gentechnologie

5.1 China

5.2 Brasilien

5.3 Spanien

5.4 Deutschland

6 Eine Einführung in die Agrochemie

6.1 Düngen

7 Die enge Verknüpfung der Saatguthersteller und der Chemiekonzerne

8 Ziele, Gewinner und Verlierer der Grünen Gentechnik

9 Die Gefahren für die Umwelt

10 Die Grüne Gentechnik im Bezug zum Welternährungsproblem

11 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die ernährungswirtschaftliche Bedeutung von Agrochemie und Gentechnologie vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Methoden zur Welternährung beitragen können, welche ökologischen Risiken sie bergen und in welchem Maße sie von ökonomischen Interessen der Konzerne beeinflusst werden.

  • Analyse des Bevölkerungswachstums und der damit verbundenen Herausforderungen für die Landwirtschaft.
  • Unterscheidung und wissenschaftliche Einordnung von Biotechnologie, Gentechnik und Agrochemie.
  • Betrachtung der globalen Situation der Gentechnologie in verschiedenen Ländern.
  • Diskussion der ökologischen Folgen, wie Umweltgefahren und Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht.
  • Kritische Beleuchtung der Verflechtung zwischen Saatgutherstellern und Chemiekonzernen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Gentechnik

Die Gentechnik ist ein neuer Bereich der Biotechnologie und ist im Grunde genommen nichts weiter als die „technisch verfeinerte und effizientere Methode der Züchtung“ zum Zwecke der Nahrungsmittelsteigerung und der Entwicklung von einer bäuerlichen Landwirtschaft über die Grüne Revolution hin, zu einer industriellen Agrarproduktion. Mit Gentechnik bezeichnet man eine Labortechnik, die die Landwirtschaft durch ihre Produkte verändert. Somit ist die Gentechnologie die „Anwendung moderner molekularbiologischer Methoden zur Änderung der genetischen Eigenschaften und Organismen. Man sagt dazu auch „rekombinante DNA- Technologie“; weil damit Erbinformation gezielt re- bzw. neu kombiniert werden kann.“

Die Gefahr der Gentechnik liegt unter anderem darin, dass diese Technik sehr teuer ist und man versucht, die Natur als „Störfaktor“ aus der kapitalintensiven Landwirtschaft auszuschließen. Dies könnte dazu führen, dass nicht mehr die ökologischen Gesetze geachtet werden, sondern nur noch die rein ökonomischen Gesetze. Dabei würde nicht die nachhaltige Landwirtschaft im Vordergrund stehen, sondern nur noch der Kosten/Nutzen Faktor eine Rolle spielen. Solange die Ertragsrückgänge nicht zu schnell eintreten, wird nur auf die Erträge und den Profit geschaut, nicht auf den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und den Schutz der Natur. Deutlich wird dies besonders, wenn man sich die riesigen, chemieintensiven Monokulturen in Nord- und Ostdeutschland, England, USA oder der Dritten Welt anschaut. Diese riesigen Flächen, voll von Monokulturen, sind im Laufe der Grünen Revolution entstanden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fragestellung: Diese Einführung thematisiert das Bevölkerungswachstum und die resultierende Notwendigkeit der landwirtschaftlichen Intensivierung sowie die damit verbundene Debatte über den Einsatz von Agrochemie und Gentechnik.

2 Einleitung: Hier wird der historische Kontext der Grünen Revolution sowie die Hoffnung auf Gentechnik als „Wundermittel“ gegen den Welthunger kritisch gegenübergestellt.

Exkurs: Die Grüne Revolution: Zusammenfassung der Kernelemente und Ziele der landwirtschaftlichen Revolution seit den sechziger Jahren zur Steigerung der Ernteerträge.

3 Eine Einführung in die Biotechnologie und Gentechnik: Definition und Abgrenzung der verschiedenen Begriffe im Kontext der modernen Züchtungsverfahren.

4 Gen- und Biotechnologie in der Pflanzenzüchtung: Darstellung der historischen Entwicklung der Pflanzenzucht und der beschleunigenden Wirkung moderner gentechnischer Verfahren.

5 Die heutige Gentechnologie: Übersicht über die globale Verbreitung von Freisetzungsversuchen und die Rolle verschiedener Länder in diesem Sektor.

6 Eine Einführung in die Agrochemie: Analyse der Rolle von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln für die Nachhaltigkeit der Erträge.

7 Die enge Verknüpfung der Saatguthersteller und der Chemiekonzerne: Untersuchung der wirtschaftlichen Abhängigkeiten und Interessenkonflikte bei Anbietern von transgenem Saatgut.

8 Ziele, Gewinner und Verlierer der Grünen Gentechnik: Erläuterung der Intentionen der Genforschung sowie der Identifikation der Akteure, die von dieser Technologie profitieren oder darunter leiden.

9 Die Gefahren für die Umwelt: Diskussion über unvorhersehbare Langzeitfolgen und ökologische Risiken, wie z.B. den „Non-Target-Effekt“.

10 Die Grüne Gentechnik im Bezug zum Welternährungsproblem: Kritische Analyse der Eignung von Gentechnik als Lösung für den Welthunger im Kontext sozialer und politischer Rahmenbedingungen.

11 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass Gentechnologie das Welternährungsproblem allein nicht lösen kann und Risiken kritisch hinterfragt werden müssen.

Schlüsselwörter

Gentechnik, Agrochemie, Welternährung, Pflanzenzüchtung, Grüne Revolution, Nachhaltigkeit, Biologische Vielfalt, Umweltrisiken, Agrarwirtschaft, Welthunger, Gentechnikgesetz, Saatgutindustrie, Monokulturen, Ernährungsunsicherheit, Molekularbiologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ernährungswirtschaftliche Bedeutung von Agrochemie und Gentechnologie und deren Potenzial, das Problem der Welternährung vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung zu adressieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Methoden der Pflanzenzüchtung, die globale Verbreitung der Gentechnik, die ökologischen Gefahren moderner Agrartechniken sowie die wirtschaftliche Verflechtung von Saatgut- und Chemiekonzernen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rechtfertigung der Gentechnologie zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie tatsächlich zur Sicherung der Welternährung beitragen kann oder ob ökonomische Interessen über ökologische Notwendigkeiten gestellt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf verschiedenen Quellen zu den Themenbereichen Grüne Gentechnik, Welternährung, Agrarwissenschaft und Umweltforschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die technischen Grundlagen, den weltweiten Status quo der Gentechnologie (z.B. in China, Brasilien), den Einsatz von Agrochemie (Düngung) sowie die damit verbundenen ökologischen und ökonomischen Risiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gentechnik, Agrochemie, Welternährung, Nachhaltigkeit, Umweltgefahren, Monokulturen und die Rolle der Chemiekonzerne.

Welche Rolle spielt der sogenannte „Golden Reis“ im Kontext der Arbeit?

Der „Golden Reis“ dient als anschauliches Beispiel dafür, welche potenziellen Vorteile die Gentechnik für die Nährstoffversorgung (z.B. Provitamin A) bieten könnte, wobei gleichzeitig auf die noch mangelnde Erforschung und Komplexität hingewiesen wird.

Was besagt die Kritik am „Teufelskreis“ in der industriellen Landwirtschaft?

Die Kritik bezieht sich darauf, dass die Bekämpfung von Schädlingen durch Gentechnik und Herbizide nur kurzfristig wirkt, da Resistenzen entstehen, was wiederum den Einsatz neuer Mittel erforderlich macht – ein Kreislauf, von dem vor allem die chemische Industrie profitiert.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die ernährungswirtschaftliche Bedeutung des Einsatzes von Agrochemie und Gentechnologie
Hochschule
Universität Hamburg  (Geographie)
Note
1,6
Autor
Till Wulf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
21
Katalognummer
V35851
ISBN (eBook)
9783638356527
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedeutung Einsatzes Agrochemie Gentechnologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Till Wulf (Autor:in), 2004, Die ernährungswirtschaftliche Bedeutung des Einsatzes von Agrochemie und Gentechnologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35851
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Leseprobe aus  21  Seiten
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